Nicht repräsentative Umfrage
40% aller Jugendlichen wissen nicht, was ein »Blog« ist
Eine Umfrage der Schülercommunity "spickmich.de" unter mehr als 8.000 Jugendlichen kommt zu der Erkenntnis, dass knapp 40% der Befragten nicht wissen, was der Begriff "Blog" bedeutet. Vielleicht hat die nächste Generation aber auch die "Bloggerei" einfach schon hinter sich gelassen.
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Eingetragen am 14.05.2009, 11:54 Uhr in Statistiken | Newsticker |
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An der Umfrage waren 8.132 Jugendliche beteiligt, es handelt sich um eine nicht repräsentative Studie. Während knapp 40% von ihnen nicht wussten, was der Begriff “Blog” bedeutet (“Blog” bei Wikipedia), wissen weitere 35% zwar um die Bedeutung des Begriffs, ohne sich jedoch für das Phänomen der Bloggerei zu interessieren. Dieses Ergebnis ist auch deshalb interessant, weil die Klientel von spickmich.de grundsätzlich zu den eher webaffinen Jugendlichen gehört, die Zahlen über die Gesamtheit der Jugendlichen also noch höher liegen dürften.
Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Studie aufgrund begrifflicher Unklarheiten nicht wirklich aussagekräftig ist. Was genau ist ein “Blog”? Ist das Konzept “Blog” überhaupt noch relevant für den Web-Alltag von Kindern und Jugendlichen?
Das Presseportal premiumpresse.de stellt hierzu treffend fest:
Da jedoch eine so große Unkenntnis um die Begrifflichkeit des Blogs herrscht, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die selbsternannten Blogger überhaupt wissen, was sie tun. Auch in unter Jugendlichen sehr verbreiteten Social Networks wie SchülerVZ oder myspace besteht die Möglichkeit, selbst verfasste Beiträge zu veröffentlichen. Ist das dann schon ein Blog? Oder gehört per Definition eine Regelmäßigkeit, ein Themenschwerpunkt oder gar eine Plattform wie Wordpress oder Blogger dazu? Die Übergänge sind fließend.
premiumpresse.de 05.05.2009: Blogs bei Jugendlichen kaum verbreitet
Vielleicht ist “Bloggen” tatsächlich eine Beschäftigung vergangener Generationen - während Jugendliche die Rinnsale der Informationen eher in integrierten Plattformen konsumieren und kultivieren. Ein Blog aufzusetzen, mit seinem Namen dafür zu stehen, für den kontinuierlichen Betrieb verantwortlich zu sein ist out. Die pulsierende Welt des Webs hat sich schon wieder geändert. Die (jungen) Erwachsenen, die Studien durchführen, hängen an Konzepten, die innerhalb weniger Jahre vergreisen. Kein Wunder, dass diesbezüglich auch in der Schule zwischen Schüler/innen und Lehrer/innen deutliche Differenzen herrschen (z.B. Lehrerfreund 14.04.2009: Lehrer/innen haben zu wenig Ahnung vom Internet).
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