DGB-Studie
Arbeitslosigkeit unter Personen mit Abitur steigt
Besonders Abiturient/innen sind von der Wirtschaftskrise betroffen. Im letzten Jahr hat sich die Arbeitslosigkeit unter ihnen um rund 25% erhöht.
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Eingetragen am 12.10.2009, 17:47 Uhr in Newsticker |
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Während die Arbeitslosigkeit bei Personen mit Hauptschul- und Realschulabschluss im vergangenen Jahr “nur” um 5 bis 10% zugenommen hat, ist bei den Abiturient/innen ein Anstieg von 25% zu verzeichnen, berichtet die Frankfurter Rundschau unter Bezugnahme auf eine aktuelle Studie des DGB. Als Grund für diesen Anstieg wird genannt, dass vor allem die Exportwirtschaft von der Wirtschaftskrise betroffen sei. Nach Angaben der FR ist geht aus der DGB-Studie jedoch nicht hervor, ob die von der Krise betroffenen Abiturient/innen ein abgeschlossenes Studium vorweisen können.
Das Magazin telepolis vermag (zumindest: die Abiturient/innen) zu beruhigen:
Gleichwohl sind Minderqualifizierte insgesamt fünfmal mehr von Arbeitslosigkeit betroffen, als Menschen mit Abitur. Bildung bleibt also immer noch ein Arbeitsmarktvorteil, auch wenn sich die Proportionen im Zuge der Wirtschaftskrise verschieben.
In den Leser-Kommentaren zum Beitrag bei telepolis bezweifelt man sofort, dass die Krise zur Verantwortung zu ziehen sei und kritisiert vielmehr die hohe Zahl der Abiturient/innen (die in Städten gerne mal bei deutlich über 50% aller Schüler/innen der Mittelstufe liegt). Deshalb schreibt einer:
Es ist einfache Mathematik, dass wenn die relativen Zahlen von Abiturienten seit Jahren zunehmen, dass sie auch zu einem wachsenden Anteil von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Außerdem studieren immer weniger, d.h. Abiturienten purzeln zunehmend in normale Ausbildungsberufe, wo sie die Mittlere Reife zunehmend verdrängen.
Leserkommentar von “Comran” (12.10.2009) zum telepolis-Artikel ‘Abicalypse now’
Hat dieser Leser mit seinen Worten Recht, dann bedeutet das, dass die Abiturient/innen in Deutschland immer dümmer werden. Oder klüger. Man weiß es nicht genau.
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