Rückkehr zur alten Rechtschreibung: Spiegel schweigt und sitzt aus
Im Sommer 2004 verkündeten Bild und Spiegel Arm in Arm, dem volkszersetzenden Treiben ein Ende zu bereiten: Gemeinsam wollte man zur alten Rechtschreibung zurückkehren. Seltsam: Im Spiegel ist das Thema seit Monaten tabu.
Diesen Beitrag weiterempfehlen
Zu diesem Beitrag
Eingetragen am 04.01.2005, 14:32 Uhr in Nachrichten | Neue Rechtschreibung |
63 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.
Im Oktober 2004 hat die Bildzeitung auf die alte Rechtschreibung umgestellt (wenn auch immer noch nicht konsequent - wir berichteten), die Süddeutsche hingegen unerwartet ihren Verbleib bei der neuen verkündet. Seither sitzt der Spiegel zwischen den Stühlen. Nach vollmundigen Ankündigungen, der Verunsicherung Deutschlands ein Ende zu setzen, bleiben als einzige wirklich potente Verbündete in diesem Kampf gegen die Windmühlen nur mehr:
- die FAZ; erscheint seit August 2000 wieder in alter Rechtschreibung und kümmert sich einen feuchten Kehricht um die anderen Verlage
- der Axel-Springer-Verlag (Bild, Welt)
Nach sehr lautem Geschrei im Sommer bleibt dem Spiegel nun nichts, als sich devot ins Kielwasser des Springerverlages zu hängen (und sich damit endgültig als populistisch zu outen), oder bei der neuen Rechtschreibung zu bleiben und das Thema einfach nicht mehr zu erwähnen - wie Der Lehrerfreund bereits im Oktober prognostiziert hat.
- Bild kommt mit alter Rechtschreibung nicht klar - Unterrichtsvorschlag (lehrerfreund.de)
- Chronologie der deutschen Rechtschreibung seit 1876
- bildblog.de
Diesen Beitrag weiterempfehlen
Geben Sie Ihren Kommentar hier ein:
Hinweis: Der Kommentar wird von einem Moderator geprüft.
1334 Einträge, 11614 Kommentare
Seite generiert in 0.5352 Sekunden bei 140 MySQL-Queries
109 Lehrer/innen online (3 min Timeout / 179 )





