Bundesländer werben sich gegenseitig Lehrer/innen ab
Der aufkeimende Lehrer/innenmangel führt dazu, dass sich die deutschen Bundesländer gegenseitig Lehrer/innen abwerben. So wird z.B. Baden-Württembergs Kultusminister Rau 375.000 Euro für eine Werbeaktion springen lassen, mit der er angehende Lehrer/innen v.a. aus Ostdeutschland abwerben will.
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Eingetragen am 15.12.2008, 00:23 Uhr in Nachrichten | Newsticker |
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Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Diese Weisheit gilt besonders für den Lehrermangel in den deutschen Bundesländern: Ist eine offene Stelle in einem Verwaltungsbezirk einmal besetzt, bleibt sie es mit Glück auch die nächsten 30 Jahre.
Da bis in 15 Jahren eine wahre Lehrer-Dürre herrschen wird, müssen sich die Bundesländer jetzt noch grabschen, was sie kriegen können - bevor sie dann zu Notmaßnahmen greifen werden (z.B. Unterricht bis 70, Einstellung Fachfremder und Quereinsteiger).
(Süd-)Westliche Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen können den Trumpf des Berufsbeamtentums ausspielen: Komm zu uns, dann wirst du verbeamtet. Das könnte eine/n Referendar/in aus Ostdeutschland schon locken. Aber wer lockt besser - und vor allem: schneller?
Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau (CDU), nicht verdrossen, tätigt einen geschwinden Griff ins Landessäckel:
Stuttgarter Nachrichten online 12.12.2008: Land ködert bundesweit Lehrer
Helmut Rau schlägt zurück, und das ist das Klügste, was er tun kann. Das ändert nichts daran, dass wir hier einen weiteren Beweis für die Unsinnigkeit eines streng föderalen Bildungssystems haben. Das ist ungefähr so, als würde Ihr Fuß die Hand dafür bezahlen, dass sie den Schuh bindet.
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1 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Was nützt all die Werbung, wenn die neu angestellten Lehrer dann mit einem kümmerlichen Angestelltengehalt abgespeist werden á TVL EG 13, Einstiegsstufe für Neue:2 bestenfalls 3. Dazu minimale Aufstiegschancen im Vergleich zu den alteingesessenen einheimischen Beamten. Lächerlich!
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