Sie sind hier:
Eintrag vom 04.02.2006 * 3710 Views in 2010

Umfrage: Deutschaufsätze korrigieren- sprachliche Fehler zuerst?

Wie gehen Sie beim Korrigieren von Deutschaufsätzen vor? Alles in einem Rutsch? Mehrere Durchgänge?

diesen Beitrag versenden |  diesen Beitrag kommentieren |  Was ist das?

Im Rahmen unserer letzten Umfrage zum Korrekturverhalten fiel in den Kommentaren u.a. folgende Äußerung:

In Deutsch und auch in der Fremdsprache lese ich eine Arbeit auf einen Rutsch ohne Rücksicht auf sprachliche Fehler, schreibe stichwortartig meine Beobachtungen auf einen Zettel und bilde die Note bzw. vergebe Inhaltspunkte. Beim zweiten Lesen korrigiere ich die sprachlichen Fehler und überprüfe meinen ersten Noteneindruck.

Kommentar zu Lehrerfreund: Arbeiten zählen

Das ist eine ungewöhnliche Strategie. Ich mache es immer in zwei Durchgängen: Erster Durchgang “Putzen” (=Verstöße gegen Sprachrichtigkeit, augenscheinliche Inhaltsfehler), zweiter Durchgang: Kommentar und Bewertung.

Wie gehen Sie beim Korrigieren von Deutschklausuren vor? Wie viele Durchläufe?
Posten Sie Ihre Antwort unten als Kommentar!

Beachten Sie auch auf Dem Lehrerfreund:

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Was ist das?


Ähnliche Beiträge finden Sie auch unter ...
pfeil nach oben

Beitrag vom 04.02.2006, 19:21 | diesen Beitrag versenden

16 Kommentare von LehrerfreundInnen
(#1) Sandra meinte am 08.02.2006 dazu:
" Oh je, das leidige Thema grin
In Unterstufenklausuren versuche ich mit einem Durchgang durchzukommen (z.B. Inhaltsangabe), das klappt aber nur, wenn nicht zu viele Rechtschreibfehler drin sind. In Oberstufenklausuren brauche ich bis zu drei Durchgänge:
1. sprachliche Korrektur
2. inhaltliche Korrektur
3. Kommentar schreiben und Note machen

An 27 Oberstufenaufsätzen sitze ich so locker ein ganzes Wochenende. Aber zwei Durchgänge reichen mir einfach nicht, ich habe es schon versucht: Das Ergebnis fällt für mich nicht befriedigend aus. UNd ich bin unsicher, was meine Rechtfertigungskraft gegenüber den Schülern und Schülerinnen angeht.

Alles Liebe
Sandra
(#2) Korrekturfeind meinte am 08.02.2006 dazu:
" Ich bin seit 24 Jahren Lehrer, und ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir das Korrigieren zum Hals heraushängt. Deshalb gibt es bei mir immer EINEN DURCHGANG, fertig.
(#3) Katja meinte am 08.02.2006 dazu:
" @ Sandra: Hallo, Schwester! Mir geht es genau so.
Günstig ist es, dass Erwartungsbild (auch wenn es recht grob ist)auf einer Folie zu präsentieren, damit vermeide ich schwierige Diskussionen.
(#4) K. Schäfer meinte am 09.02.2006 dazu:
" Ich finde drei Durchgänge sehr viel, auch bei Deutschaufsätzen in der Oberstufe. Wer ein volles Deputat und damit viele Korrekturen hat, kann sich das zeitlich nicht leisten,

Grüße,
K. Schäfer
(#5) Gerd Haehnel meinte am 09.02.2006 dazu:
" Bei der Korrektur von Klausuren benutze ich immer häufiger Beurteilungsbögen, die sich an meinem Erwartungshorizont – den muss ich ja sowieso machen, das ist also keine Mehrarbeit - orientieren. Im Forum Deutschunterricht (http://www.schule-deutsch.de/forum , dann klicken auf: "Korrekturerleichterungen" und "Beurteilungsbögen für Klausuren") kann man ein Beispiel für einen solchen Bogen herunterladen. Für jeden Schüler gibt es einen solchen Bogen, und wenn man nun eine Klausur korrigiert, lässt sich vieles einfach ankreuzen. Es ist zwar ein wenig Arbeit, den Bogen anzufertigen, die eigentliche Korrektur geht aber nach meiner Erfahrung viel schneller und wird auch für mich klarer und befriedigender. Natürlich kann ein solcher schematischer Bogen nicht alle Aspekte einer Klausur erfassen, aber ich kann ja entsprechende handschriftliche Formulierungen ergänzen, etwa, wenn Elemente erarbeitet worden sind, die ich nicht in meinem Erwartungshorizont hatte, wenn etwas besonders detailliert dargestellt worden ist usw. Der Kommentar unter der Klausur wird somit zwar nicht überflüssig, er kann in der Regel aber viel kürzer ausfallen. Die Schüler/innen sind von dieser Methode sehr angetan, weil für sie der ganze Korrekturprozess durchschaubarer wird und weil sie gleichzeitig eine Musterlösung erhalten, die ihnen hilft, ihre Leistungen zu verbessern. Für mich bedeutet diese Methode eine Menge an Arbeitsersparnis und eine Möglichkeit, mir das Korrigieren in vielen Fällen zu erleichtern.

Viele Grüße!

Gerd Haehnel
(#6) Gerd Haehnel meinte am 09.02.2006 dazu:
" Leider kann ich meinen Kommentar oben nicht verändern, deshalb hier diese ERGÄNZUNG:

Gerade hat mir eine Kollegin ihre Korrekturbögen Phantasierzählung, Nacherzählung, Vorgangsbeschreibung zugemailt, die ebenfalls im Forum Deutschunterricht zu finden sind, also, wie schon oben gesagt, unter:

http://www.schule-deutsch.de/forum , dann klicken auf: "Korrekturerleichterungen" und " Korrekturbögen Phantasierzählung, Nacherzählung, Vorgangsbeschreibung"
(#7) Gerda Huhn meinte am 10.02.2006 dazu:
" warum so kompliziert? ich lese den aufsatz einem spracherkennungstool vor un dieser meldet inhaltliche und grammatikalische fehler,kann ich nur weiter empfehlen. kikeriki
(#8) Gudrun Hahn meinte am 02.04.2006 dazu:
" und die kuh macht muh!
(#9) Günter Gapp meinte am 22.02.2007 dazu:
" Also mal ehrlich,
ich bin wahrlich kein Freund vieler Worte und langer Korrekturen. Zum Glück muss ich auch keine Oberstufenaufsätze korrigieren, aber wenn ich höre, dass ein Lehrer einfach keine Lust mehr dazu hat, dann muss die Frage erlaubt sein, wozu ist der Mensch denn Lehrer? Und nun möchte ich mal wissen, wozu denn das Spracherkennungstool (tolles deutsches Wort) nützt. Letztlich muss ich als Lehrer doch entscheiden, ob diese grammatikalische Konstruktion richtig und an dieser Stelle erlaubt ist, bzw. ob etwas richtig geschrieben ist oder nicht. Ich kenne kein "Tool", das so super wäre, dass es alles super toll erkennt.
Und ich korrigiere auch immer mindestens zwei mal. Denn mal ehrlich, wen hat es in der eigenen Schulzeit nicht angekotzt, wenn Aufsätze bescheiden bewertet wurden, weil der Lehrer oder die Lehrerin zu faul war, Zeit zu investieren. Und dann wundern wir uns noch, dass unsere Schüler nicht mehr leistungsbereit sind?
Vielleicht sollten Einige über die Neigung zum Lehrerberuf nachdenken.
Und, nur zur Info, ich bin wahrlich kein Neuling mit schlappen 41 Lebensjahren.

Schöne Grüße und viel Spaß bei der Arbeit, denen, die es noch gerne machen

Günter
(#10) Silke Steinberg meinte am 11.03.2007 dazu:
" Lieber Herr Gapp,

als Eltern eines lesebegeisterten Schülers und sprachlich sehr gewandten 12jährigen Sohnes sprechen Sie uns aus vollem Herzen!!!! Denn genau dass, was der "Korrekturfeind" (auch noch ohne Namen grin) angibt, entspricht dem, was wir tagtäglich in der Schule erleben. Diese Art von Lehrern nimmt unserem Kind die Freude und den Spaß am Lernen!!! Hoffentlich nehmen sich viele unserer Pädagogen ein Beispiel an Ihnen!!! Beste Grüße

Familie Steinberg
(#11) Pauker meinte am 09.04.2007 dazu:
" An die Gapps und Steinbergs dieser Welt:

ich bin selber Lehrer (33), und kann solche wenig qualifizierten Kommentare nicht nachvollziehen.
Gapp: "wozu ist der Mensch denn Lehrer?" Antwort: weil er pädagogisch-erzieherisch-soziologisch arbeiten will, und nicht als stupider Korrektursklave!

Steinberg: Als Vater zweier Töchter sprechen SIE mir überhaupt nicht "aus dem Herzen", sondern voll und ganz gegen den Strich. Eltern wie sie legen offenbar nur Wert auf Formalia und haben vollkommen unzureichende Vorstellungen vom Sinn und Zweck des Lehrerberufes. Man ist nämlich be-rufen. Daher das Wort Be-Ruf. Es ist ein Ruf, der an einen erging, und der darf nicht erstickt werden in erdrückendem Schreibstufenmuff. Was sonst aus ihren Kindern wird, können Sie sich ja denken: unkreative, unlustige Wesen, die allem Anreiz gegenüber nur Unmut verspüren.

Und das wollen wir doch nicht!


Herzlich
Ihr Peter Z. Blankensteiger
(#12) Silke Steinberg meinte am 09.04.2007 dazu:
" Hallo Herr Blankensteiger,

es ist schade, dass Sie den Inhalt meiner und der Mail des Herrn Gapp offensichtlich nicht verstanden haben grin. Denn wenn Sie einmal genau lesen, werden Sie feststellen, dass wir uns das genau wünschen: pädagogisch-erzieherisch-soziologisch gute Lehrmethoden. Und dazu gehört auch eine gerechte, für unsere Kinder motivierende Korrektur von Arbeiten.

Also, fühlen Sie sich nicht auf den Schlips getreten und schauen Sie dem Lehrerberuf mal kritisch entgegen. Und zu Info, auf der Startseite von "Lehrerfreund" steht es doch sehr genau beschrieben: "nur" noch 30 % der verbeamteten Lehrer sind dienstunfähig. Noch Fragen, ich glaube nicht! grin.

Im übrigen, ich bin in einem sozialen Beruf tätig, das gibt Kraft für die letzten Schuljahre ....

In diesem Sinne und noch schöne Osterferien, Sommerferien, Herbstferien, Weihnachtsferien, bewegliche Ferientage, Schulbefreiung wg. Lehrerkonferenzen und Sabbatjahr!

Auch herzlich

die Mutter eines (hoffentlich immer) kreativen, fröhlichen und engagierten kleinen Kerlchens
(#13) Friedel Schardt (www.friedel-schardt.de) meinte am 12.12.2007 dazu:
" Verehrte Frau Steinberg!
Was soll Ihr erbärmlich niedriger Schluss? Warum sprechen Sie nicht auch von den unzähligen Wochenenden, Abenden und Nächten, die - gerade beim Deutschlehrer - Korrekturarbeiten zum Opfer gefallen sind? Sicher, Ihre übrige Argumentation geht in Ordnung. Ich habe 35 Jahre lang Deutschlehrer ausgebildet und versucht, gerade den jungen Kolleginnen/Kollegen klar zu machen, dass "Korrektur" mehr Dialog als Berichtigung, mehr Hilfe als Benotung sein soll. Aber vielleicht rechnen Sie mal aus, wie viele Arbeiten (durschnittlich 28/Klasse mal 4 Klassen mal 6 Arbeiten im Jahr) ein Deutschlehrer zu bewältígen hat. (Er hat übrigens noch ein zweites Fach und noch nichts vorbereitet ,wenn er mit dem Korrigieren fertig ist!) Also bitte etwas mehr Nachsicht.
Achja: und schöne Weihnachten!
Friedel Schardt
(#14) Frauke meinte am 12.02.2009 dazu:
" Also Frau Steinberg hat sich durch ihre ironischen Angriffe (Ferien) ja selbst disqualifiziert. Entweder man redet sachlich über den arbeitsreichen Beruf, oder man lässt es bleiben.

Frau Steinberg bläst ins Horn des von den Medien geprägten öffentlichen Bildes - wenn sie dem eher glaubt als der Realität, dann darf sie aber nicht mit der Realität - sprich uns Deutschlehrern reden, sondern mit anderen. Vor allem sollte sie dann nicht dieses Forum hier benutzen wink

wink Liebe Frau Steinberg, etwas mehr Objektivität, kritischen Sachverstand und Zutrauen in Menschen wünscht ihnen
Frauke
(#15) A. Nahl meinte am 27.02.2009 dazu:
" Frau Steinbergs allzu typisch überzogenes, falsch ausgerichtete sowie unbalanciertes Elternengagement wird in letzter Konsequenz zu Folgendem führen: dem psychischen Zusammenbruch ihres "kreativen, fröhlichen und engagierten kleinen Kerlchens". Wieder mal ein Beispiel für vermeintliche Musterkinder (bisweilen Wunderkinder), die von zu Hause aus systematisch kaputt gemacht werden.

MfG
A Nahl
(#16) Frauke meinte am 01.03.2009 dazu:
" Frau Steinberg disqualifiziert sich, indem sie keine sachlichen Aussagen trifft, sondern ironisch in das Beziehunghorn bläst "Lehrer haben oft Ferien" und durch diese indirekte emotionale Kommunikation jegliche sachliche, objektive Diskussion unmöglich macht.
Zudem sieht sie in den Lehrern einen Feind und niemanden, der sich um ihre Kinder kümmert - das typische, von der Gesellschaft geprägte Bild. DAs gibt sie ihrem Kind weiter, wodurch dieses in der Schule ebenfalls den Lehrer als Idioten empfindet.
So wird Kommunikation unmöglich, sie unterliegt einem Gesellschaftsbild, dem sie sich unkritisch unterwirft.

Außerdem - um nun einmal ins unsachliche Horn zu pusten:
Sie het koi Ahnung! wink

  Name

  E-Mail (wird nicht angezeigt)

  Homepage

Smileys

Name/E-Mail merken   Benachrichtigung bei Antworten

Bitte tippen Sie das Wort ab, das Sie auf dem Bild unten sehen. Dieses Verfahren ist leider notwendig, da Casino- und Pornoseiten sonst automatisiert unseren Lehrerfreund mit Spam zumüllen.


Seite 1 von 1 Seiten
pfeil nach oben



-- Anzeige --

17 Personen kostenlos auf der Suche nach Unterrichtsmaterial online (Maximum: 253 am 14.04.2010, 15:19 (seit 01.12.2009, 3 min Timeout))
26778265 Hits auf dieses Template seit 22.02.2006
Seite generiert in 0.2411 Sekunden bei 116 mySQL-Queries.

Managed Server, hosted by INGATE
RSS 2.0


-- Anzeige --

NEWSLETTER

Ja! Ich brauche den kostenlosen Lehrerfreund-Newsletter sofort. Alle News, Materialien und Surftipps 14-täglich in meinen E-Mail-Briefkasten.

mehr Info

10419 Newsletter-AbonnentInnen.