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Rauchen, saufen, kiffen - Studie über Drogenkonsum 12- bis 17-Jähriger

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlichte am 14.11.2008 Zahlen zum Drogenkonsum Jugendlicher. Alkohol wird nach wie vor von vielen, zu jungen Personen in übertriebener Weise konsumiert. Immerhin ist der Raucheranteil bei Jugendlichen auf den tiefsten Stand der letzten 20 Jahre gefallen; auch die Zahl der regelmäßigen Kiffer ist leicht gesunken.

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Eingetragen am 15.11.2008, 00:33 Uhr in Jugendliche |

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Der Kurzbericht der Studie ‘Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2008’ (pdf) bezieht sich auf drei Bereiche: Alkohol, Rauchen (Nikotin), Rauchen (Cannabis).

Alkoholkonsum

Ca. 75% der 12- bis 17-Jährigen geben an, 2008 schon einmal Alkohol getrunken zu haben; 20% der Jugendlichen haben sich innerhalb der letzten 30 Tage ordentlich die Kante gegeben (als “Binge-Trinken” bezeichnet; damit ist der Konsum von fünf aufeinander folgenden Gläsern alkoholhaltiger Getränke gemeint). Das entspricht knapp dem Stand von 2004. Bedenklich ist dabei, dass “der größte Teil der 12- bis 17-Jährigen nach dem Jugendschutzgesetz eigentlich gar keinen Alkohol trinken dürfte” (BZgA 14.11.2008: Ausgeraucht - aber oft betrunken!).

Die Studie weist außerdem auf die Tatsache hin, dass der Konsum von Alkopops nach Einführung der Sondersteuer im Juli 2004 deutlich zurückgegangen ist.

Rückgang des Konsums von Alkopops nach Einführung der Sondersteuer 2004 - Diagramm der BZgA-Studie 'Drogenaffinität Jugendlicher'

Rauchen

Rund 15% der 12- bis 17-Jährigen rauchen regelmäßig - der niedrigste Stand seit Beginn der Bestandsaufnahmen 1979 (damals rauchten rund 30% der Jugendlichen). Seit 2001 hat sich die Raucherquote unter den Jugendlichen halbiert; das betrifft sowohl männliche wie auch weibliche RaucherInnen.

Cannabiskonsum (“kiffen”)

Zwischen 1979 und 2004 ist die “Lebenszeit-Prävalenz des Cannabiskonsums” (= Anteil der Jugendlichen, die mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert haben) stetig gewachsen (von 5 auf 15% bei den 12- bis 17-Jährigen, von 14 auf 31% bei den 12- bis 25-Jährigen); seit 2004 geht diese Zahl stetig zurück und liegt jetzt bei 9,6% (12- bis 17-jährige Jugendliche). Auch der regelmäßige Cannabiskonsum sinkt von Jahr zu Jahr leicht; 2008 wurden bei den 12- bis 17-Jährigen 1,1% regelmäßige Kiffer erhoben (12- bis 25-Jährige: 2,3%).

Fazit

Dass die Raucherzahlen deutlich zurückgehen, ist sehr erfreulich und sicher auf politische Maßnahmen zurückzuführen (Werbeverbote, [teilweise schon wieder zurückgenommene] Rauchverbote in Kneipen ...). Die Zahlen der (Semi-)Komasäufer sind jedoch Besorgnis erregend:

Trotzdem ist insbesondere der Anteil von etwa einem Fünftel der Jugendlichen, der riskante Konsummuster aufweist, besorgniserregend.

Kurzbericht der Studie ‘Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2008’ (pdf), S. 13

Deshalb will die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, Warnhinweise auf Alkoholflaschen zur Vorschrift machen (aber die Lobby der Getränkeindustrie und damit auch durch sie beeinflusste PolitikerInnen werden sich erbittert zur Wehr setzen).

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2 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Nadine meinte am 14.12.2008, 18:44 dazu:
" 

Ich finde es ebenfalls sehr erfreulich, dass die Zahl der kiffenden, rauchenden und alkohol konsumierenden Jugendlichen zurückgeht!

Ehrlich gesagt finde ich manche Maßnahmen aber ein wenig übertrieben, wie zB das Rauchverbot in Kneipen oder das Werbeverbot für Zigarretten!

Ich selbst rauche zwar nicht, und habe auch als Jugendliche nicht geraucht, finde aber trotzdem dass man Raucher nicht so ausgrenzen sollte.

Natürlich dürfen zu junge Menschen nicht rauchen, aber ich würde in diesem Sinne vorschlagen, dass man eine noch höhere Strafe für die Missachtung des Gesetzes anschafft (zB Ausweiskontrolle…).

Und für Gasthäuser und Lokale würde ich eine ausreichende Belüftung vorschreiben und/oder eine Raucher - und Nichtraucherzone vorschlagen.

Mit freundlichen Grüßen, Nadine

(#2) Lehramtsstudentin meinte am 06.08.2011, 10:45 dazu:
" 

“[Ich] finde aber trotzdem dass man Raucher nicht so ausgrenzen sollte”
Es sind nicht die Raucher, die ausgegrenzt werden sondern nur der Rauch bzw. das Rauchen an sich! Keinem Raucher ist es verboten in Nichtraucherkneipen/ -lokalen/ -restaurants zu verkehren.

Und zum Werbeverbot für Zigarretten: Ich finde dies sehr wichtig, denn SCHEMCKEN tut die erste Zigarette nur einem minimalen Bruchteil aller Jugendlichen. Den Reiz macht nur der Ruf des Rauchens aus - Rauchen ist lässig, vor allem aber cool (Achtung: Nicht meine Meinung!!!). Diesen Coolnesscharakter abzuschwächen muss das Ziel sein wenn man Jugendliche vom Rauchen abhalten möchte, und hierzu ist es sicherlich ein sehr guter Schritt keine rauchenden Cowboys mehr über den Bildschirm reiten zu lassen.

Ansonsten ist es schön zu lesen, dass die Zahlen in allen Bereichen des Drogenkonsums zurückgehen, nichtsdestotrotz bleiben sie sehr hoch und über die Dunkelziffer brauche ich wohl nichts zu sagen.

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