»Emilia« - Filmische Adaption von »Emilia Galotti« (Henrik Pfeifer)
Eine filmische, moderne Adaption des Dramas "Emilia Galotti" von Lessing. 21.11.2005, 20:45 in arte.
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Eingetragen am 16.11.2005, 17:48 Uhr in Deutschunterricht | Literatur |
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Von einem Leser wurde uns diese Adaption empfohlen, zumal Emilia Galotti Sternchenthema für das Zentralabitur in NRW 2007 ist. Er empfiehlt den Film, “... da es sonst kaum brauchbare Visualisierungen der Emilia auf Video/im Film gibt.” - Danke für den Hinweis an Volker Krieger!
Ausstrahlungstermin: Montag, 21.11.2005, 20:45 (arte)
Es folgen Auszüge der Presseinformation von ZDF theaterkanal zum Film “Emilia”:
Lessings Theaterklassiker im modernen Großstadtambiente als urbane tragische Love-Story: Arte präsentiert die Fernseh-Premiere eines ungewöhnlichen Theaterfilms, der Bühnensprache und die Formensprache des Kinos in eine spannungsreiche Beziehung setzt.
Hettore ist ein umschwärmter Schauspieler am Theater, wo den Prinzen von Guastalla in Lessings „Emilia Galotti“ spielt. Nachdem der Vorhang gefallen ist, flieht er das jubelnde Publikum und beendet den erfolgreichen Abend in seinem Nachtclub. Dort entdeckt er eine junge, lebenslustige Schöne: Emilia.
Unbewusst gerät er nun im wahren Leben in die Rolle des Prinzen und will nur eins, Emilias Herz erobern. Doch entsetzt stellt er fest, dass Emilia heiraten wird. Sein skrupelloser Manager Marinelli, der seinen Star bei Laune halten will, heckt einen teuflischen Plan aus, um Emilia ihrem zukünftigen Bräutigam, dem Anwalt Appiani, auszuspannen.
Ein von Marinelli inszenierter Überfall auf die Hochzeitslimousine endet mit der Entführung Emilias und der Ermordung Appianis. Hettore schafft es als vermeintlicher Retter Emilia zu verführen und ihre Liebe zu gewinnen. Orsina, die gekränkte Ex-Geliebte Hettores, durchschaut das Spiel. Vor Emilias Vater deckt sie die Intrige auf und hofft so auf Rache.
Emilia indes ist hin und hergerissen zwischen ihrer Trauer über Appianis Tod und ihrer Liebe zu Hettore. Ihr einziger Ausweg scheint ihr eigener Tod zu sein.
EMILIA erzählt von Menschen im heutigen winterlichen Berlin, die aber in der Originalsprache Lessings sprechen. Dadurch entsteht eine gleichzeitig realistische und entrückte Stimmung, die durch eine ausgeklügelte Bildnachbearbeitung und Farbgebung weiter verstärkt wird.
Der in Berlin lebende Regisseur und Drehbuchautor Henrik Pfeifer hat bisher mehrere Kurzfilme und Musikvideos gedreht.
EMILIA
nach Gotthold Ephraims Lessings „Emilia Galotti“
Länge: ca. 85’
Eine Produktion von spielplatzfilme GmbH
in Koproduktion mit probat Film und Video und Koboi Film
ZDF/ARTE, 2005
Mit
Hettore: Felix Lampe
Emilia: Ivonne Schönherr
Marinelli: Pascal Ulli
Mutter von Emilia: Daniela Zähl
Vater von Emilia: Matthias Dittmer
Gräfin Orsina: Ulrike Frank
Angelo: Tyron Ricketts
Appiani: Thorsten Grasshoff
Pirro: Leonardo Nigro
Conti: Wulf Mey
Battista: Mario Pokatzky
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70 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Sehr geehrte Lehrer
ich habe EMILIA produziert und spiele Marinelli.
Es war ein abenteuerliches Unterfangen Lessing ins heute auf eine Kinoleinwand zu bekommen - der Film läuft ab Februar 2006 im Kino in der Schweiz.
Wir sind eine kleine Produktionsfirma und haben viel finanzielles Risiko auf uns genommen und wären Ihnen dankbar, wenn Sie EMILIA nicht unerlaubt kopieren und öffentlich ihren Schülern zeigen, sondern die DVD über den lingua video verlag beziehen.
bestellungen auf www.lingua-video.de
Ich danke Ihnen für Ihre Ehrlichkeit. Bitte helfen Sie mit, dass wir kleinen Produzenten auch in Zukunft deutsche Kultur produzieren können.
Mit freundlichen Grüssen
Pascal Ulli
Liebe Kollegen/innen und lieber Pascal Ulli,
ich persönlich fand den Film höchst seltsam. Sagen wir: Die Modernität war für meinen Geschmack etwas an den Haaren herbeigezogen. Immerhin: Die Idee war ganz originell.
Grüße
A. Laudenbach
Wieso unerlaubt kopieren? Wir Lehrer dürfen das für die Vorführung in der Schule, müssen nur den Film nach einem Jahr wieder löschen (betrifft jedenfalls die Beiträge des deutschen Schulfernsehens).
Nichtsdestoweniger bin ich gerne bereit, eine DVD im Auftrag meiner Schule bei Ihnen zu bestellen!
*hust* ...
“Wir Lehrer dürfen das für die Vorführung in der Schule, müssen nur den Film nach einem Jahr wieder löschen (betrifft jedenfalls die Beiträge des deutschen Schulfernsehens).”
Aber auch nur diese. Wenn du einen Film aus dem Fernsehen aufnimmst und ihn zeigst, verletzt du damit das Urheberrecht und machst dich strafbar (öffentliche Vorführung, Schule/Unterricht hin oder her).
Wenn man es gerne werkgetreu mag: Beim Zuschauerservice des ZDF ist eine vorzügliche Inszenierung des Burgtheaters von 2003 zu bestellen, Gebühr ~ €50,-.
Danke für den Tipp!
Liebe Emilia-Fangemeinde, lieber Marinelli und Macher des Films,
ihr habt einen guten Film produziert;
der Spagat zwischen Werktreue und dem Anspruch aktueller Bedeutsamkeit gelingt, wir finden den Film sehr gelungen, er bietet Diskussionsanregungen (nicht nur bezügl. des Endes), filmanalytisches Potential, Vergleichsmöglichkeiten mit dem Drama und vieles mehr.
Die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls hervorzuheben, nicht nur die des mephistophelische Marinelli.
Klasse! Und weiter so!
@ Schmitti, @ Christine,
ich find toll dass ihr euch für eure schüler einsetzt und euren Job ernst nehmt….aber ist es nciht übertrieben 50€ für einen Film zu bezahlen, bzw ist es nicht sinnvoll wenn man eine gute Vefilmung zu Hasue auf Band hat diese auch den Schülern vorzuführen. Urheberrecht hin oder her!?!
“Sinnvoll” und “illegal” sind zwei Parallelwelten. Es ist nicht immer sinnvoll, an einer roten Ampel stehen zu bleiben, in jedem Falle aber illegal. Genauso ist es mit der Vorführung im Unterricht. Gerade als Beamter sollte man da vorsichtig sein - wenn der Stein einmal ins Rollen kommt, gibt es kaum noch Kompromisse.
Vielleicht noch zur Erklärung, warum ich hier den juristisch Korrekten spiele: An unserer Schule wäre es vor einiger Zeit fast zu einem juristischen Eklat gekommen, weil ein Kollege in einer Doppelstunde vor den Ferien einen Film gezeigt hat, der raubkopiert war (Schüler hatte ihn mitgebracht). Also immer schön vorsichtig allerseits.
@Bademeister
50€,- sind in der Tat viel Geld für ein Video. Glücklicherweise hat es meine Schule bzw. der Förderverein bezahlt. Auch eine Variante, wenns denn mal ein wenig teurer ist ![]()
hallo
wir haben den film letzte woche in der schule gesehen.mir hat er sehr gut gefallen. besonders die musik hat es mir und meiner freundinn angetan…weiß jemand die interpreten???
@Schmitti
Ich schätze ihre Zielstrebigkeit doch angenommen man möchte einen solchen Film wie “Emilia Galotti” seinen Schülern nicht verheimlichen und ihn im Unterricht anschauen, besprechen, diskutieren und bearbeiten, so, wenn ich Sie recht verstehe, muss man also den Film entweder anschaffen oder mit dem gesamten Kurs das Kino besuchen. Das erste Problem, kleine Kinos (wie unseres) würden diese Filme nichteinmal zu sondervorführungen leihen! Das zweite Problem, der öffentliche, Ihren Maßstäben nach gerechte Weg den Film über die Schule anzuschaffen ist sehr Zeitaufwändig und muss erst Wochenlang in verschiedenen Gremien durch gestimmt werden!
(...)
Im hier ersetzten Textteil führt “Bademeister” aus, dass er persönlich für “aufnehmen” und “zeigen im Unterricht” ist.
(Anmerkung Lehrerfreund)
Liebe Grüße Bademeister
Anmerkung vom Lehrerfreund, 04.12.2005
Lieber Bademeister,
“aufnehmen” und “zeigen” ist definitiv ein strafbares Verhalten, von dem ich als Sitebetreiber mich strengstens distanziere. Als Lehrperson sollte man sich an die Spielregeln halten und kein raubkopiertes Material im Unterricht zeigen.
Übrigens finde ich es interessant, dass Ihr Beitrag und der folgende von “Nuki” von der gleichen IP-Adresse aus gepostet wurden.
Sehr geehtre Herr Ulli, wir haben Ihren Film vor kurzem in unserem Deutsch LK gesehen und ich hätte da einige Rückfragen bezüglich der Handlung (insbesondere des Endes). Vielleicht haben Sie ja die Zeit mir einige Fragen zu beantworten.
Schreiben Sie doch einfach eine kurze Email an .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) Vielen Dank Nuki
@ Nuki
Ich bin für eine öffentliche Diskussion solcher Dinge!
Schreibe doch bitte deine Fragen hier als Kommentar rein und lass den Produzenten hier antowrten! Dann haben wir alle etwas davon ![]()
Na klar, kein Problem…also ich hab das Ende nciht ganz verstanden und frag mich was die Hauptaussage des Films ist. Ein weitere Punkt den ich nicht ganz Verstanden hab, warum Marinelli in letzter Sekunde Orsina küsst und wie es zu erklären ist, dass Marinelli und Apiani plötzlich auf dem Dach eines Hochhauses streiten und nicht wie zu erwarten im Flur oder Treppenhaus! ![]()
mir hat das stück auch sehr gut gefallen, die szenen des buches wurden originell und verständlich dargestellt, daher ist dieser film den emilia galotti interessierten nur zu empfehlen….ich brauche aber auch den soundtrack der gegen ende gespielt wird, wie heiß der song und interpret?????
bitte schnell!!!!!
Hallo alle zusamme,
erstmal ein großes Lob an die Darsteller und das ganze Film Team, ihr habt einen Film geschaffen, der sehr viel Diskusionsmöglichkeiten für den Unterricht bietet.
Jedoch würden mich auch interessieren, wie Nuki berreits gefragt hatte, was denn nun die Hauptaussage des Werkes ist, da sie bestimmt nicht die selbe ist wie in dem Original
Hallo Kollegen,
also, die Musik ist von Anjaka, die scheint aber nicht mehr aktiv zu sein, die CD ist nur mit etwas Aufwand zu bestellen. Ich habe sie mir gekauft und muss sagen, dass sie viel durch die Kombination mit dem Film deutlich gewinnt.
Das Ende fand ich sehr angemessen, Emilia lässt sich nicht von ihrem Vater töten, sondern sucht ihr Glück mit Hettore; ob das von Dauer ist, bleibt offen (und ist unwahrscheinlich). Das ist meiner Meinung nach das für die Gegenwart allein mögliche Ende. Die Probleme tauchen auf, wenn man versucht den gesamten Text in die Gegenwart zu hieven; das kann nicht glatt aufgehen, das kann man aber auch nicht verlangen.
Für mich ist die gelungenste Szene die “Entführung” Emilias, bei der deutlich wird, dass sie lieber ein “wildes Leben” als eine Ehe mit dem Anwalt will (inklusive des in den Matsch fallenden Rosenstraußes).
Bin zufällig beim Zappen in den Film hineingefallen. Auch meiner bescheidenen Meinung nach ein sehr gelungen neu interpretiertes Werk. Vielen Dank für einen schönen Abend.
Ich bin im selben Deutsch LK wie Nuki und wollte nur anmerken, dass die Meinungen in unserem Kurs extrem auseinander gingen.
Meiner Meinung nach ist der Film wirklich äußerst gelungen, wenn man vom Ende absieht!
Als Hausaufgabe und aus Interesse habe ich ein kleines Essay über die Unterschiede zwischen klassischer Vorlage und Verfilmung geschrieben. Ist aber wahscheinlich zu lang für einen Gästebucheintrag.
Egal ich setz es rein und wenn’s Nutzer stört kann es ja wieder gelöscht werden…
Gruß
CT
Kritik zur “Emilia Galotti” Verfilmung
Ein Vergleich zwischen klassischer Vorlage und Verfilmung
Diese Interpretation des ursprünglichen bürgerlichen Trauerspiels “Emilia Galotti” ist ein Versuch dessen klassische Thematik in die Gegenwart zu transponieren.
Dabei werden die originalen Texte und Fakten mal mehr, mal weniger verändert.
Die Handlung wird von den Machern zuersteinmal nach Berlin verschoben und die Berufe der Charaktere wurden verändert. Jedoch bleibt die Stellung der Berufe untereinander gleich. Schon diese passenden Parallelen zu finden, der Prinz wird gegen einen prominenten Club Besitzer ausgetauscht, ist den Machern sehr gut gelungen. Da die neuen Berufe nicht nur auf den ersten Blick interessant gewählt, sondern auf den zweiten Blick auch verblüffend gut zutreffen, wird beim Zuschauer schon ein erstes Aha-Erlebnis erzeugt. Er hätte vermutlich nie damit gerechnet, dass die Thematik “Emilia Galotti’s” so modern auch funktioniert.
Um aufzuzeigen, wie passend die neuen Berufe für ihren gesellschaftlichen Stand, der ja in “Emilia Galotti” eine tragende Rolle spielt, sind, werde ich das Beispiel des ehemaligen Prinzen erläutern.
Charakteristisch waren für den Prinzen, dass sein Beruf bzw. seine gesellschaftliche Stellung es ihm ermöglichten seine häufig wechselnden Liebesbeziehungen und seine leichtfertige Einstellung zum Leben zu haben. Er war typisch für ihn, dass er für sein Handeln, das oft aus extremen Gefühlen heraus entstand nicht in jedem Fall gerade gestanden ist und oft die Schuld auf andere schob oder einfach von den Ausmaßen seinen Handelns erschlagen war.
Das Klischee des Club Besitzer, der Popstarstatus besitz, steht heutzutage für genau die gleichen Eigenschaften. Beide sind in ihrem Verantwortungsbewusstsein kindlich und leben in den Tag hinein.
Ist ein passender neuer Beruf gefunden, ist es nicht mehr schwer vermeintliche Kleinigkeiten der Handlung zwischen die Charaktere zu spinnen. So wurde aus der Leidenschaft des Prinzen Bilder des Malers Conti zu sammeln, die Leidenschaft Aktfotografien vom Fotograf Conti zu sammeln.
Die Stellung der bürgerlichen Emilia Galotti, des 18. Jahrhunderts verhält sich zu der des Prinzen, sehr ähnlich wie die, der Emilia Galotti, die im 21. Jahrhundert Pizzabäckerin ist zu dem erfolgreichen Club Besitzer.
Der Club Besitzer, jetzt Hetorre gerufen, wird von vielen Frauen als erfolgreich und seine Gegenwart als erstrebenswert empfunden. Er hat Verbindungen zu Prominenten und Stars, was es für ihn, auch auf Grund seiner augenscheinlichen Oberflächlichkeit, überflüssig machen könnte mit unbekannten, beruflich und gesellschaftlich nicht erfolgreichen Frauen umzugehen. Trotzdem verliebt er sich in Emilia Galotti, die ihn anhimmelt und für die Hetorre einen gesellschaftlichen Aufstieg bedeutet.
Die Umsetzung weniger anderer Beziehungen hingegen ist nicht so reibungslos verlaufen.
Es gibt nicht wie im original einen Grund für den Vater, außer der Tatsache dass er Appiani umbringen ließ, Hetorre zu verachten. Er ist nicht von Berufswegen schon mit Hetorre in Kontakt gewesen und konnte seinen Charakter und seine Art nicht einschätzen, geschweigedenn mit ihm in Streit geraten.
Zu beachten ist hierbei aber auch, dass für die abgeänderte neue Version des Schlusses die Beziehung zwischen Odoardo und Hetorre unbedeuten war.
Der stark veränderte Schluss ist der einzige Teil des Dramas, der geändert wurde um eine andere Wirkung, eine andere Moral als im Original vorgesehen hervorzurufen.
Es gibt keinen moralischen Konflikt für Odoardo um die Unschuld und Zukunft seiner Tochter. Dieser wurde komplett ausgelassen und stattdessen täuscht Emilia ihrem Vater Selbstmord vor um nicht mit Konsequenzen seinerseits rechnen zu müssen, weil sie sich von Hetorre so schnell und einfach hat verführen lassen. Emilia ist im Schlussteil auch nicht die gewissen- und tugendhafte Emilia, die Lessing erfand, sondern eine Emilia, die sich stark von ihren Gefühlen lenken lässt. Ihr Charakter passt nicht wie in Lessings Original von der Art ihr Leben zu leben zu Appiani sondern zum Prinzen Hetorre.
In dieser Veränderung verstehe ich die Kritik der Macher an unserer heutigen Welt in der, Partner in Liebesbeziehungen oft sehr rational gewählt werden (Ist sie/er in einer bestimmten sozialen Gruppe ähnlich angesehen wie ich? Haben wir ähnliche Interessen? Etc.). Die Macher dieses Films zielen in diesem Punkt möglicherweise darauf Entscheidungen in der Liebe mehr von Gefühlen abhängig zu machen als von rationalem Denken.
Leider wird dieser Gedanke, der einen guten Ansatz aber eine schlechte gedankliche Weiterentwicklung hat in einen extrem falschen Kontext gesetzt und in den Schlussszenen des Films, in denen Hetorre und Emilia sehr überschwänglich und glücklich miteinander sind, fälschlicherweise Romantisiert. Es wird mit keiner Szene und keinem Gedanken gewürdigt, dass nur wenige Stunden zuvor Appiani wegen des Prinzen gestorben war. Die glückliche Beziehung, hat sie noch so eine gefühlvolle Basis, fundiert in dem Tod Appiani’s.
Weiter Änderungen wurden von den Machern des Films benutz um das Drama geschickt in die Gegenwart zu verschieben. Diese veränderten aber nicht die Thematik an sich.
So trafen sich Emilia und Hetorre z.B. nicht in einer Vegghia sondern in einer Disko zu ersten Mal; es werden Gespräche nicht direkt, sondern per Handy geführt; und Dialoge werden, z.T. auch um einen komischen Effekt zu erzielen, in kleinen Details abgeändert.
Mal passen dabei Änderungen angenehm zu, wie das Austauschen der Kutsche und der Pferde der Hochzeitsgesellschaft durch eine weiße retro-Limousine und Motorräder und mal zerstört eine Änderung die Atmosphäre. Dass “Lessing’s Dolch” durch eine unpersönliche, unromantische Pistole ersetzt wurde ist ein Laienfehler, den man den Machern schon fast persönlich nehmen kann. Es wird dem Akt des Tötens, der ursprünglich durch das Hineinrammen des Dolches mit eigener Körperkraft völlig die Grundlage genommen, wenn nur noch an einer Pistole abgedrückt werden muss.
Es bleibt glücklicherweise bei kleinen Fauxpas’, die die Stimmung nicht zerstören.
Der Kuss zwischen Marinelli und Orsina jedoch ist ein weiterer Aspekt, der diese Diskussionen provoziert. Er hat seinen Grund augenscheinlich nicht in der Handlung an sich und muss auf etwas anderes zurückgeführt werden.
Meine Deutung geht dahin, dass der Anspannung die förmlich in der Luft liegt von Marinelli’s und Orsina’s Seite her nicht mehr standgehalten werden kann und dass sie beide ihre Aufregung durch eine starke emotionale Handlung entladen müssen. Hinter diesem Entladen angestauter Gefühle durch das Ventil Sexualität verbirgt sich ein gesellschaftliches Muster der Gegenwart, auf welches die Verantwortlichen des Films wahrscheinlich hinweisen wollten.
Es lässt sich hier zudem eine eindeutige Parallele zur zuvor schon besprochenen Intention des Films ziehen. Wieder siegen die Gefühle der Charaktere.
Ohne rationale Gründe kommen sich zwei Menschen allein wegen ihren starken Gefühlen näher. Das die Gefühle in dieser Situation keine Gefühle der Liebe sind ist absolut zweitrangig.
Kern der Aussage ist die Aufforderung weniger den Verstand zu benutzen und stattdessen auf seine Gefühle zu hören.
Hör auf dein Herz! Vergiss den Kopf!
Meiner Meinung nach bestand an dieser Stelle Gefahr, dass der Film unpassend wirkt. Zu banale Veränderungen hätten die Atmosphäre des Films zerstört und hätten ihn nicht authentisch sondern gezwungen aussehen lassen.
So ist es eine umso größere Leistung der Macher und der Darsteller von und in diesem Film, es erreicht zu haben den Inhalt nur an der Oberfläche zu verändern um Lessings Aussage im Kern, bis auf den Schluss, beizubehalten. Dabei geht der Film auf der emotionellen Ebene weit über die Möglichkeiten des Dramas an sich hinaus und erweckt dank Ansprechender Umsetzung, profitabel eingesetzten Filmtechniken und guter Schauspielerischerleistung große Gefühle bei mir.
Diese Gefühle wären bei einer gewöhnlichen Theaterinterpretation “Emilia Galotti’s” wahrscheinlich nicht erreicht worden, sodass ich mich mit der Moral und dem allgemeinen Inhalt wohl nicht so sehr befasst hätte wie nach dem Film.
Somit käme der Film, würde er im Schluss auch die gleiche Moral vertreten wie Lessing als er dieses Drama schrieb, dem Gedanken der Aufklärung, die den denkenden Menschen und somit natürlich auch den zum Denken angeregten Menschen, wünschen, näher als eine Theaterinterpretation es könnte.
Christian Thiess, 1. Dezember 2005
Es geht meiner meinung nach beim kauf einer dvd nicht um den wert des materials sondern darum was man aus dem film für sich mitnehmen kann…
wenn eine schule einmal eine dvd anschafft und dann mehrere jhrgänge was davon haben sind 50€ nicht viel!
Dem kann ich mich anschließen
Beitrag von einem Administrator gekürzt, da auch hier Stellung zur Vorführung illegaler Kopien bezogen wurde, wie wir sie nicht gutheißen können.
Danke für Ihr Verständnis
Der Lehrerfreund (10.12.2005)
Es ist damit zu rechnen, dass die Kreis- und Stadtmedienzentren Kopien des Emilia-Films von Lingua-Video mit Verleihlizenz anschaffen werden. Dort können sich dann alle Kolleginnen und Kollegen den Film ausleihen - ohne in die Illegalität abdriften zu müssen. Es lohnt sich, das zuständige Medienzentrum mal diesbezüglich anzufragen bzw. die Anschaffung des Films anzuregen.
@venceremo
Ein wirklich aufschlussreicher, guter Aufsatz, den ich meinen Schülern und Schülerinnen zu lesen geben werde. Danke dafür im Namen aller Emilia-Film-Vergleicher.
M. Sauer
Hallo zusammen!
Ich möchte gerne eine Facharbeit über Emilia Galotti verfassen. Dazu gucke ich mir das Theaterstück an und auch den Film. Doch ich weiß nicht so recht woher ich das Material nehmen soll. Kann mir da jemand helfen? Mir wurde auch gesagt das die Theaterinstenierungen gefilmt wurden. Dies wäre noch praktischer, da ich es mir öfters angucken könnte.
Aber wie komme ich an die Sachen?
Mfg Agathe
Die im Beitrag erwähnte Verfilmung von Henrik Pfeifer können Sie bei http://www.lingua-video.de/ bestellen.
Weitere z.B.
- Verfilmung von Martin Hellberg
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00004S5TW/qid=1134422362/303-5887096-6624242
- Filminszenierung von Klaus Dieter Kirst: http://www.bildungsserver.de/db/fwulesen.html?Id=104202023
Verfilmte Theaterinszenierungen sind uns sonst keine bekannt - vielleicht kann sonst noch jemand helfen?
Ich finde dass der Film gelungen ist und zum Ende möchte ich nur sagen, dass das der einzigste Teil ist, indem sich der Regisseur die Freiheit nahm, diesen abzuwandeln. Das Ende ist anders wie in Lessings Drama auf verschiedene Arten auszulegen. Dieses könnte andererseits auch ein Kritikpunkt sein, da dadurch die Intention Lessings verfälscht wird. Auch der Versuch das gesamte Drama zwanghaft modern umsetzen zu wollen misslingt an einigen stellen, wie zum Beispiel die Beibehaltung der Titel (Prinz, Graf). Dieses gleicht sich jedoch durch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von unter anderem Ulrike Frank (Orsina) und Pascal Ulli (Marinelli) aus. In der Form des Theaters hätten diese Leistungen wohl nur schwer übermittelt werden können.
Abschließend kann ich empfehlen sich diesen Film anzusehen, um sich ein eigenes Bild zu machen, vielleicht auch, um nicht verstandene Dialoge zu verdeutlichen.
[Auszüge aus der Hausaufgabe: Schreiben Sie eine Filmrezension zu “Emilia- der Film”]
@M.Sauer
Ihre Schüler sind in welcher Stufe?
Vielleicht können sie die Meinung ihrer Schüler hier kurz wiedergeben?!
Das Feedback würde mich sehr interessieren!
CT
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir diese Verfilmung es überhaupt nicht angetan hat. Ich finde das Verlangen nach Freiheit, weg von den Zwängen des Adels, findet überhaupt kein Berücksichtigung. Meiner Meinung nach hätte dies unbedingt aus dem Film hervorgehen müssen, da das gesamte Stück und auch die Epoche davon handelt.
Zu dem Ende muss ja nicht viel sagen.
Indiskutabel und mit Freiheit des Regisseur nicht zu erklären.
Ich habe folgende Rezension von Friedrich Hebbel aus dem Jahr 1839 über Emilia bzw. über den Lessing’schen Konflikt gefunden. Sie liest sich wie die Grundlage / der Entwurf für das Drehbuch zu “Emilia” von Pfeifer. Hebbel fordert, die Handlung auf einen emanzipatorischen Fokus zu richten und geht dabei von den Andeutungen einer gewissen Attraktion des Prinzen mit entsprechender Wirkung auf Emilia im 6. Auftritt des 2. Aufzugs aus (Text von mir leicht editiert):
“Es ist in der ersten Szene, in der Emilia auftritt, genügend angedeutet, dass sie [etwas] für den Prinzen empfindet. Sie zittert, sie ist in der größten Aufregung, sie hat nicht gewagt, ihn zum zweiten Mal anzusehen; alles Zeichen einer unbewusst aufkeimenden Liebe. Aber hierdurch entstehen eben neue Bedenklichkeiten. Es fragt sich, welcher Art diese Liebe ist. Ist sie nichts anderes als das erste Erwachen der bisher in den Schlaf gelullten glühenden Sinnlichkeit, vorbereitet vielleicht durch den Gedanken an die baldige Hochzeit, zurückgehalten wieder durch das nasskalte Bild des nur für die Seele der Braut schwärmenden Bräutigams? Dann sind zwei Fälle möglich.
Entweder ist der ungestüm drängende Prinz nur der Funke, der ihr Herz in Flammen setzt, und dieses wendet sich nun mit voller Glut dem Bräutigam zu, den das Mädchen mit ganz anderen Augen betrachten lernt, in dem sie den Schlüssel ihres Daseins ahnt.
Oder sie wird [sich] klar darüber, dass ihr Verhältnis zu dem Grafen nur ein gemachtes ist, dass er mehr der zufällige als der wahre Gegenstand ihrer Neigung war. Und ist dieses [so], so kann sie, die uns der Dichter als des größten Entschlusses fähig vorführt, über das, was sich für sie zu tun geziemt, nicht zweifelhaft und unentschieden sein, sie kann nicht zögern und nicht zagen, ein Band zu zerreißen, das nie hätte geknüpft werden sollen. Im Herzen den einen tragen und dem anderen zum Altar folgen, das verträgt sich nicht mit ihrer Frömmigkeit, ihrer Gemütsreinheit.
Ist aber jene Liebe etwas Höheres, ist sie, was sie sein soll, so verklärt sie auch unmittelbar und notwendig den Gegenstand, der sie erweckt hat; sieht die ganze Welt im Prinzen nur den Wollüstling und den Verführer, Emilia muss etwas Besseres in ihm sehen, denn nie kann vom Gemeinen eine edle Wirkung ausgehen. Und hiermit fällt die Katastrophe weg, so weit nämlich der Wille der Tochter Anteil daran hat. Der Vater mag sie immerhin noch morden, um demjenigen ihren Körper zu entreißen, der ihre Seele auf ewig besitzt. Emilia kann nicht mehr fürchten, verführt zu werden, und wenn sie sich auch, hin und her geworfen zwischen innerer und äußerer Pflicht, im Widerstreit mit einer einmal eingegangenen Verbindlichkeit und dem Zuge ihres ganzen Wesens, nicht gleich zu helfen weiß, so kämpft sie doch einen ganz anderen, einen viel ernsteren und heiligeren Kampf, einen solchen, der, falls er nur durch den Tod zu enden wäre, den Tod wahrhaft tragisch machen würde. Sich zu töten, weil man fühlt, dass man, wenn man sich nicht tötet, nicht stark genug sein wird, die Unschuld zu bewahren, ist wohl kaum der Mühe wert.”
(aus: Friedrich Hebbel - Tagebuch, 1839)
Gibt es eine Meldung von Herrn Ulli dazu?!
liebe EMILIA diskutierer
bin leider im moment sehr beschäftigt, den EMILIA startet in der Schweiz in 12 Städten und ich habe einiges zu arbeiten.
ich kann leider hier nicht auf alles antworten…
zum schluss:
emilia tötet sich selber, lässt sich nicht vom Vater töten..Emilia heute ist emanzipierter.
die deutung, dass Emilia ihren Selbstmord vortäuscht ist möglich, es kann aber auch sein, dass Hettore im entscheidenden Moment hereingekommen ist und ihr die waffe aus der hand geschlagen hat (der vater hört ja nur piiiiiip und keinen schuss durchs telefon)
dass hettore und emilia am schluss wieder auftauchen nach der ausblendung ins weiss(ENDE des Films) kann entweder ein nachschub sein im sinne “so könnte es auch weiter gehen”
dass das ende des films so unterschiedlich gedeutet werden kann - und soll- liegt auch in der tatsache, dass sich bei den machern nicht alle einig waren und der produzent näher am original bleiben wollte und der regisseur die möglichkeit der vortäuschung offen lassen wollte.
kuss von orsina und marinelli liegt im text verborgen eine sexuelle beziehung von orsina und marinelli liegt im original verborgen…auch anrdea breth hat in ihrer inszenierung am burgtheater diese mögliche beziehung gezeigt
ich könnte noch viel… aber leider leider muss ich weiter… ich freue mich sehr, dass hier so angeregt über EMILIA diskutiert wird…ein ziel unserer arbeit ist also erfüllt.
zum hauptziel unseres Film: lessings sprache erhalten und den jungen menschen lessing sprache näher bringen… ich hoffe, dass ist uns gelungen, denn Emilia besteht zu 98% aus original lessing texten
hochachtungsvoll marinelli (pascal ulli)
ich finde dem Film bzw. die Inszenierung sehr gelungen, obwohl ich auch finde, dass Bild und Ton irgendwie nicht zusammen passen…
Wie findet ihr Emilia im Film??
SIe unterscheidet sich ja wohl erheblich von der Emilia Lessings..
WÜrdet ihr sie als aufgeklärt bezeichnen ?!
LG Mela
Ich habe den Film gesehen und darauf beschlossen,meine Facharbeit über den Vergleich von Film und Buch zu schreiben.
Jetzt würde ich gerne eine Umfrage durchführen,ob Sie der Meinung sind, ob die Intention Lessings im Film verfälscht wurde und welche Intentionen Lessing und der Autor des Drehbuches verfolgt haben!? Ich würde mich über eine Diskussion sehr freuen.
Meike, eben dieses Thema habe auch ich für meine Facharbeit gewählt, interessanter Zufall.
Ich bin mir über meine Meinung zum Film aber bis heute nicht sicher, da ich das Ende unpassend finde. Die Darstellung von Emilia und Hettore hat es verfremdet. Das Emilia sich in das tötende Messer stürzt drückt ihre Verzweiflung aus, und darf nicht entnommen werden.
Trotz diesem kleinen Schwachpunkt, sowie ein paar unnötigen Änderungen (warum kauft Hettore einen HotDog?! Wenn sie schon vom Original abweichen, dann zumindest für Wichtigeres als einen völlig unnötigen HotDog) finde ich den Film doch gelungen, ein interessanter Ansatz, und eine gewagte Idee, ein Drama von Lessing in die Gegenwart umzusetzen, wie es schon mit großem Budget mit Texten von Shakespeare geschah.
Hallo Rene und Meike,
auch ich habe “euer” Facharbeitsthema. Vergeliche den Film allerdings mit einer älteren Verfilmung von 1986, die die Handlung dem Buch entsprechend widergibt.
Ich finde, durch das umgeänderte Ende wird das Mitleid - auf das Lessing in der Hamburgischen Dramaturgie eingeht- nicht deutlich. Wie seht ihr das? Gerne würde ich auch Emailkontakt mit euch aufnehmen. Wir haben bestimmt einige unterschiedliche, gute Ideen für die Facharbeit.. meldet euch doch bei mir! Meine Emailadresse: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Liebe Grüße, Carina
hey ! ich schreibe auch eine facharbeit über den vergleich von Lessings literarischem werk emilia galotti und seiner modernisierten verfilmung…
habe aber leider nicht viel zum modernisierten film gefunden und weiss daher nihct so recht auf welche themen ich in meiner facharbeit genauer eingehen soll… wie sieht denn eure gliederung aus?
würde mich sehr über eine antwort freuen..
LG *Janine*
An die Facharbeitsschreiber.
Bin ja auch in der 12 und bei uns steht die Facharbeiten auch an.
Wollte euch drauf aufmerksam machen, dass meine kleine Auseinandersetzung zwischen Emilia und dem Film schon 4 Seiten lang ist. Und die geht noch nicht besonders auf jedes Detail ein…
Wenn ihr wollt dürft ihr euch gern von Auszügen daraus “inspirieren lassen”.
Dann lasst ihr noch die Kommentare des Useres marinelli einfließen analysiert die und fertig ist die Facharbeit…
Viel Glück
Es grüßt
Der Christian
Hallo ihr Facharbeitschreiber, bei mir fällt das Thema Facharbeit auch an und ich habe mir auch schon überlegt über dieses Thema zu schreiben.
Es wäre toll wenn ihr euch mal melden könntet meine Email Adresse ist die .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Danke euch
Grüße
Cora
An venceremo: Wär toll, wenn du deine E-mail-Adresse hier herein schreiben würdest.Denn dann könnten wir uns austauschen.Würd mich freuen
Hi Mädels…
Meine email ist .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen).
Es grüßt
Der Christian
Hallo zusammen! ich muss morgen meine facharbeit über emilia galotti abegeben und ich hoffe das ist was geworden.. habe mich mit dem film und dem buch befasst… also film und buch unter besonderer berücksichtigung von orsina und emilia verglichen.. war ganz und gar nicht einfach..
aber ich kann helfen falls jemand interesse hat…
Ich habe meine Facharbeit am 07.03.06 abgegeben. Bin mal gespannt was das gibt.
Ich habe einen Vergleich zwischen Original und Verfilmung geschrieben, speziell auf Schauplätze und Charakterzüge bezogen. Ausserdem habe ich die Hauptänderungen, also die Einführung und das Ende kurz analysiert. Sobald ich meine Benotung habe werde ich die Arbeit auch als “inspiration” und Quelle für Zitate und Anregungen zur Verfügung stellen.
hi bin zurzeit auch mit der facharbeit beschaftigi und es geht in meiner facharbeit auch um das glaiche thema wie ihres wurde mich sehr freuen wenn sie mir weiter helfen wurden.meine email adresse ist angegeben furde mich sehr freuen wenn sie sich melden.
mfg
René, es wäre super wenn du dich mal bei mir melden könntest, da ich in etwa die gleichen Schwerpunkte habe. Wie sieht denn deine Gliederung aus ? Wenn du möchtest kannst dich ja bitte melden.
.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Liebe Grüße,
Cora
hey Rene!
wenn du lust hast mir ein wenig bei meiner facharbeit zu helfen.. dann melde dich… bin über jede hilfe dankbar.. ich finde das thema verdammt schwierig.. da es zum film auch gar nicht soooooo viele materialien gibt :-( und verzweifle grad ein wenig
also meld dich .. wäre echt lieb
LG *Janine*
Hey Janine,
Wie weit bist du schon ? Wollen wir uns mal untereinander austauschen ? Ich mach ja auch die Facharbeit über Emilia
. Wäre super, wenn du dich mal melden könntest.
Liebe Grüße,
Cora
Hallo,
Ich habe großes interesse daran, mal eure Facharbeiten über Emilia Galotti zu lesen.
Könntet ihr die mir bitte schicken?
mit freundlichen Grüßen
milo
.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Hey Janine, Cora und all die anderen,
wäre echt lieb von euch, wenn ich mal euren Zwischenstand der Facharbeiten lesen könnte.
.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
mfg
Daniel Klein
Hey Leute! Ich hab ein großes Problem!
Ich muss in 1 1/2 Wochen meine Facharbeit über “Emilia-Galotti (Film)” abgeben! Ich konnte auf Grund einer Krankheit nicht arbeiten -.- ... ich bekomme keinen Aufschub :´(
Ich hoffe ihr könnt mir helfen und schickt mir mal einen Teil eurer FA ! Ich verspreche, nichts zu übernehmen oder abzuschreiben! Wir können uns auch gerne telefonisch verständigen!
BITTE MELDET EUCH !!!
P.S.: Von der Note der FA hängt meine Versetzung ab !!!
DANKE im Vorraus
ICQ: 2122291087
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Lieben gruß AleX
Habe meine Facharbeit nun auch endlich wieder, es ist leider nur eine 3+ geworden, aber immerhin.
Falls es noch Bedarf gibt stehe ich unter der eMail-Adresse
gelöscht, siehe unten
zur Verfügung
PS: Ich habe die (sehr alte) eMail-Addy so geschrieben um nicht noch mehr Spam an die Adresse geschickt zu bekommen.
Anmerkung Lehrerfreund, 23.04.2006
Herr ®€?ºƒø €????€@ hat uns die Facharbeit freundlicherweise zur Verfügung gestellt; sie kann hier gelesen oder als pdf gedownloadet werden. In Absprache mit Herrn €????€@ haben wir seine damit nicht mehr notwendige E-Mail-Adresse gelöscht.
Ich für meinen Teil finde den Schluss dem ganzen Film gut angepasst, es hätte keinen Sinn gemacht wenn Emilia sich umgebracht hätte. Heutzutage würde sich kein Mädchen mehr wegen einer Romanze umbringen. Natürlich ist es Moralisch abwertend, was nicht im Sinne der Emilia Lessings wäre. Auf der einen Seite passt das Ende zwar zu der heutigen Zeit aber anderer seits verändert es den Gedanken Lessings etwas. Trotzdem finde ich dies sehr gelungen. Auch bei mir hat der Film starke Gefühle ausgelöst, man konnte sich gut mit der Emilia vergleichen wie auch eigentlich schon im original Stück. Es wurde viel verändert und auch viele Bilder benutzt die ersteinmal interpretiert werden müssen. Das mit den Fischen zum Beispiel… das habe ich nicht verstanden (Monitor in dem Marinelli drin war; Fische vor seinem Gesicht, danach in der Szene überall Fische). Das war schon etwas konfus. Das Lied hat meiner Meinung nach wirklich gut in das Konzept des Regisseurs gepasst. Eine wirklich gute Idee dieses Lied zu verwenden. Alles in allem ist es zwar nicht ganz nach der Vorlage, wie ich finde, aber dennoch ein bewegender Film über den man noch lange nachdenken kann.
Desaia ![]()
Wunderschönen guten Tag!
Liebe “Emilia Freunde”!
Ich freue mich sehr, hier mit euch diskutieren zu können!
Mich und meine Freunde reizt es über die Dialektik zwischen Film und Buch zu diskutieren und in nächtelangen Emilia Diskusionen im Freundeskreis zerstreung zu finden.
Ich möchte an dieser Stelle dem alten Gotthold bzw. auch Marinelli/Filmmacher meinen allergrößten
Dank/Respekt aussprechen…
p.s: wer brennt kommt ins Heim!
Hallo,
mir hat der Film von Henrik Pfeifer super gut gefallen und möchte nun ein 50-seitige Hausarbeit dazu schreiben. Hat vielleicht jemand brauchbare Materialien??
Gruß Sabrina
Herr Pfeifer, ein Bratwürstchen mit Brötchen ist kein Hotdog.
Lessing würde entweder in Tränen ausbrechen, oder müsste sich erbrechen, wenn er diesen Film vorgespielt bekäme.
Och, da denk ich würde er sich vorher aber über sovieles anderes schwarz ärgern, wie zum Beispiel ihre maßlose Überheblichkeit und Respektlosigkeit!!!
Ganz kanpp dahinter käme dann wohl ihrer Fähigkeit tiefschürfende Metaphern zu Themen von denen sie anscheinend keine Ahnung haben abzuliefern…
Hoffentlich bleiben solche sinnfreien Kommentare die Ausnahme in diesem Forum
Es grüßt
Christian Thiess
Christopher,
Erbrechen müsste der Herr Lessing wohl viel eher bei der maßlosen Respektlosigkeit und Intolleranz ihrerseits!!!
Gleich danach würde ihn das Würgen aber schon wieder wegen ihrer ausdrucksstarken und tiefschürfenden Metaphorik in die Knie zwingen…
Jemand gar nicht mal sooo schlaues hat einmal gesagt:
“Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten…”
Schlau war derjenige nicht, Recht hatte er trotzdem.
In dem Sinne hoffe ich, dass solche sinnfreien Kommentare wie ihrer, Christopher, in diesem Forum die Ausnahme bleiben!
Es grüßt
Christian Thiess
Respektlos vielleicht, unduldsam weniger. Lessing hatte im Übrigen ein sehr leicht erregbares Gemüt. Würde er von den Toten auferstehen und sich diesen Film ansehen, kämen wir sicherlich in den Genuss eines regen Briefwechsels zwischen ihm und den Verantwortlichen für diese Adaption. Zwar entstünde daraus kein neuer Nathan, aber amüsant wäre es allemal.
Der Film ist fehlerhaft. Die Figurenkonstellation wird durch die Figurenkonzeption entstellt. Dem Stück wurde alle Tiefe genommen. Es ist vielmehr Pfeifers, als Lessings Text. Und wie gesagt eine Rostbratwurst in einem Brötchen ist kein Hotdog.
Toll, toller, Tolleranz :D
Und wie war das doch gleich mit der eigenen Nase?
Zwischen fehlerhaft und uminterpretiert gibt es einen Unterschied vor dem sie die Augen verschließen.
Keine Frage, wenn sie meinen der Film könnte mit Lessings Text im Punkt Tiefe nicht mithalten kann, ist das ihr Empfinden. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ich möchte sie aber bitten zu vermeiden den Film als fehlerhaft zu bezeichnen, nur weil sie persönlich nichts damit anfangen können. Das sind nämlich zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Da könnt ich ja auch Wienerwürstchen und Krakauer miteinander vergleichen; um in ihrer Metaphorik zu bleiben.
@ all:
Entschuldigung für den doppelten Post. Hatte beim Posten Probleme mit dem Hochladen.
@Mr.Schnuggles:
Hä?
Christian Thiess
Die Interpretation ist nicht neu, nicht originell und auch nicht desaströs. Die Defektivität des Films liegt an der Umsetzung des Transfers in unsere Zeit. Ein Schauspieler spricht nicht wie ein absolutistischer Herrscher. Ein Manager kann aus einem Mord, den er für einen seiner Kunden veranlasst, keinen genügenden Vorteil ziehen etc.
Lessings Dialoge wurden verstümmelt, sodass uns beispielsweise sein Exkurs in die Kunstheorie vorenthalten wird. Das ist mangelnde Tiefe und lässt sich nicht durch Über-Interpretation ausgleichen.
Und ich bitte zu vermeiden diese Interpretationswut auf die Feststellung, eine Bratwurst im Brötchen ist kein Hotdog, anzuwenden.
Ich empfand und empfinde den Film als bereichernd und verteitige ihn. Damit ist aber längst nicht gesagt, dass ich zB die Moral am Schluss für völlig außer Frage stehend sehe.
Nur scheint es mir, als ob sie ein Monopol für Tiefgründigkeit und (naja wie nennt man das? im LK lernt mans zumindest nicht…) “Interpretationswüridkeit” bei den Klassikern sehen.
Rein auf persönlicher Ebene finde ich, auf Grund meiner ganz subjektiven Einschätzung, das sehr bedauerlich.
Ich stelle mir außerdem, dass es bei dieser Verflimung nicht um eine 1:1 Umsetzung ging - dass sollte wohl jeder bemerkt haben - sondern über etwas darüber hinaus geht.
Gab es denn für sie auch positive Aspekte im Film? Wie empfanden sie die noch bestehenden Analogien in bestimmten Bereichen?
Ähnlich denen die ich in meinem längeren Post unter dem Namen venceremo im zB im ersten Abschnitt kurz erklärt habe…
Bin gespannt auf konstruktive Antworten!
Christian Thiess
Warum ist der Film eine Bereicherung? Hat der Schluss eine Moral?
Klassiker?
Neue Werke verdienen freilich auch eine differenzierte Betrachtung sowie eine angemessene Würdigung. Die Kriterien dafür stellt jeder selbst auf.
Dein Kommentar ist interessant. Ich hätte ein paar Fragen dazu:
Ist der Transfer ins 21. Jahrhundert gelungen?
Wenn ja, warum?
Ist Lessings Text passend? Hat er ihm nicht für seine Figuren geschrieben?
Wirken die Galottis arm? (Den Käfer fahren sie sicher aus Leidenschaft.)
Werden Liebesbeziehungen heute tatsächlich rational gewählt?
Wenn ja, dann schau mal in die Bunte.
Ist der Schluss nicht die Verbildlichung von Selbstsucht und Amoral?
Dolch oder Pistole, wie auch immer. Wo hat Emilia die Waffe überhaupt her?
Was ist denn eigentlich Lessings Aussage?
Dreht sich die Forschung dabei nicht um den Schluss?
Wie behält man denn Lessings Aussage bei, wenn man diesen Schluss verändert?
Wieso weckt der Film mehr Gefühle, als eine gelungene Theatervorstellung?
Zuersteinmal muss ich zugeben, dass ich den Film nur ein einziges mal gesehen habe. An Details kann ich mich also nicht mehr erinnern!
Beim Ende bin ich ganz ihrer Meinung; mir scheint es ebenso wie ihnen amoralisch und auf jedenfall fragwürdig, wenn nicht sogar verwerflich.
Wenn ich mich richtig erinnere gab es eine Unklarheit beim Zuschauer was genau um den nur hörbaren Schuss passiert ist. Letztendlich endete der Film dann mit einer Emilia die ihren Vater getötet hat (?) und mit dem Prinzen glücklich in den Sonnenuntergang fährt. Zumindest machen sich beide schuldig, bleiben unbestraft und sind glücklich…
Damit bin ich auch nicht einverstanden!
Erste Frage zur Genüge angeschnitten?
Mehr folgt bei Gelgenheit, das Abitur braucht eben seine Zeit…
Christian Thiess
Der Schluss ist zwar eine Frechheit, aber ihren Vater hat Emilia trotzdem nicht ermordet. In jedem Fall zeigt dieses Ende, dass man mit Kurzsichtigkeit und Rücksichtslosigkeit an sein Ziel kommt. Toll. Irgendwo zeigt die Szene allerdings den Zeitgeist auf, dazu braucht es aber Lessing nicht.
Warum ist der Film denn nun eine Bereicherung?
enyschuldigen Sie mal bitte, aber alle diese Frage richtet sich an alle Lehrer die den Film tatsaechlich in ihrer Klasse gezeigt haben: meinen Sie ernsthaft,dass dieser Film es wert ist ueberhaupt vorgefuehrt zu werden. Ich habe diesen Film gesehen und in meinen Augen habe ich in diesem Achtung vor meiner Lehrerin verloren. Dieser Film ist doch eher eine Beleidigung und eine Schande eine Literaturverfilmung genannt zu werden. Natuerlich haben Schueler grundsaetzlich nichts gegen moderne Verfassungen, doch dieser Film ist doch wohl ein reiner Witz!
Sehr geehrte Lehtrer ueberdenken Sie doch bitte noch mal, ob Sie beim naechsten Mal diesen Film ueberhaupt erst in Erwaegung ziehen!
Sehr geehrter Schüler,
Und warum war die Verfilmung so schlecht, dass sie deswegen die Achtung vor einer Person verlieren???
Bei so starken Gefühläußerungen bin ich mal auf eine Erklären sehr gespannt!
Hast du die Beiträge auf dieser Seite alle gelesen? Was sagst du dazu?
Ich glaub ich sag schon mal vorab, dass ich mich nur wundern kann wie (blödes Wort, weil überstrapaziert, aber in der eigentlichen Bedeutung genau das was ich sagen möchte) konservativ man heute noch gegenüber Literatur bzw. Kunst eingestellt sein kann. Ist wohl eine Illusion, dass diese Sichtweise etwas ist, was von unserer Gesellschaft so ganz überwunden werden kann.
Grüße
Christian Thiess
Ich stelle meine Filmrezension hier rein.Damit hoffe ich meine Meinung gut begruendet zu haben. Wie gesagt, ich habe eigentlich nichts gegen moderne Verfilmungen. Ich halte aber nichts von billigen, niveaulosen Filmen. Ich bin dann auch enttaeuscht, wenn eigentlich dieses Misslungene offensichtlich ist, und doch den Schuelern vorgefuehrt wird. Das selbe gilt auch fuer die moderne Verfilmung von Romeo und Julia mit Leonardo DiCaprio. Grausam und entwuerdigend!Die Lehrer sollten wissen, dass auch die Schueler ein gewisses Niveau erwarten!
Diese Rezension haben wir auf Bitte des Verfassers entfernt.
Lehrerfreund-Redaktion, 14.05.2009
Klar, als Rezension könnte man das so durchgehen lassen. Aber um argumentativ deine Meinung zu dem Film darzustellen ist das für mich zu wenig.
Geh doch mal bitte mehr konkret auf dem Film selber ein. Was haben denn bitte anderen Rollen der Hauptdarstellerin oder sonstige Arbeiten des Regisseurs mit diesem konkreten Film zu tun? Was genau stört dich an der Adaption? Leider ist es mittlerweile 5 Jahre her seitdem ich den Film das letzte mal gesehen habe, aber ich meine mich erinnern zu können, dass ich zB die Übertragung Emilias in die Neuzeit ziemlich gut fand. Damals wie heute wird sie naiv von dem Geschehen überrollt. Und den hohen Stand des Grafen in einen Schauspieler der ein “Popstar” ist, zu ändern finde ich absolut passend. Beide dem bürgel. gesellschaftl. Leben völlig entschwoben. ... usw
Und im Endeffekt sagst du es ja selber, das Ende ist einfach sehr provokant! Klar, wie gesagt, war ich damals als ich den Fim gesehen habe auch enttäuscht, dass es am Ende wirklich gar keine Szene die Anlass zum Zweifeln anregt ob das nun alles moralisch richtig gelaufen ist, gibt. Das halt ich auch für ein wichtiges Versäumniss der Filmmacher! Und das wertet den Film auch ab, das stimmt.
Aber wegen eben dieser Provokation hast du dich hingesetzt und in dieses Forum geschrieben.
Die vermittelte Ungerechtigkeit springt einem eben ins Gesicht. Und wenn das der Weg ist Leute dazu zu bringen sich mit der Thematik außeinander zusetzen, dann hat Henrik Pfeifer einen ganz guten Job gemacht finde ich.
Oder wie siehst du das?
Kennst du zufällig die filmische Adaption von Brechts “Baal” mit dem Schweighöfer in der Hauptrolle? Was hältst du davon?
Grüße
Christian Thiess
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