Gewaltprävention - Anti-Bullying-Strategie erfolgreich
In jüngster Zeit ist Mobbing und entsprechende Gewaltprävention zu einem der schulpädagogischen Hauptthemen geworden. Zentrale Figur ist dabei der "Bully" - eine Person, die andere Personen mobbt oder in Mobbingprozessen die Rolle des/r Rädelsführer/in übernimmt.
Die Gewalt an Schulen hat Ausmaße angenommen, die schlucken lassen (wir berichteten). Zur Gewaltprävention setzen Schulen nun verstärkt auf spezielle Vorgehensweisen, meist in Kooperation mit Polizei, Jugendämtern oder entsprechenden Instutitionen/Verbänden. Das Innenministerium von NRW berichtet von Erfolgen des “Anti-Bullyings”. Anti-Bullying bedeutet im Groben:
- Das Opfer wendet sich an den Lehrer.
- Der ordnet an, dass Täter und Opfer schriftlich berichten sollen.
- Der Lehrer protokolliert Gespräche und schickt die Berichte und das Protokoll den Eltern beider Schüler zu.
- Dann kommt es zu einem vom Lehrer moderierten Gespräch zwischen Opfer und Täter.
Kern der Strategie ist dabei eine Stärkung des Problembewusstseins (das in vielen Schulen noch gar nicht vorhanden ist) und die Kooperation mit außerschulischen Institutionen zur Gewaltprävention.
Beitrag vom 21.07.2004, 12:51 | diesen Beitrag versenden
Zeichnet nicht grade eine große Empathie-"Losigkeit" die Täter aus?!!
http://mobbingzirkel.emp.paed.uni-muenchen.de/secure/ressourcen/aktuell.htm
ein interessanter und praxisbezogener link für den umgang mit mobbing unter schüler/innen. eigene erfahrungen, fragen, erfolgreiche hilfestellungen können in einem interaktiven diskurs vorgestellt und eingetragen werden.
Auffälig ist, bisher haben sich Pädagoginnen und Pädagogen (LehrerInnen) nicht beteiligt...
Jeder kann mitmachen, Betroffene, Betriebs- und Personalräte, Führungskräfte, Personalverantwortliche, Politiker, Anwälte, Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter – eben alle, die sich engagieren möchten.
MfG
Klaus-Dieter May
http://www.mobbing-web.de
 
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