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Eintrag vom 21.07.2004 * 467 Views in 2010

Gewaltprävention - Anti-Bullying-Strategie erfolgreich

In jüngster Zeit ist Mobbing und entsprechende Gewaltprävention zu einem der schulpädagogischen Hauptthemen geworden. Zentrale Figur ist dabei der "Bully" - eine Person, die andere Personen mobbt oder in Mobbingprozessen die Rolle des/r Rädelsführer/in übernimmt.

Die Gewalt an Schulen hat Ausmaße angenommen, die schlucken lassen (wir berichteten). Zur Gewaltprävention setzen Schulen nun verstärkt auf spezielle Vorgehensweisen, meist in Kooperation mit Polizei, Jugendämtern oder entsprechenden Instutitionen/Verbänden. Das Innenministerium von NRW berichtet von Erfolgen des “Anti-Bullyings”. Anti-Bullying bedeutet im Groben:

  • Das Opfer wendet sich an den Lehrer.
  • Der ordnet an, dass Täter und Opfer schriftlich berichten sollen.
  • Der Lehrer protokolliert Gespräche und schickt die Berichte und das Protokoll den Eltern beider Schüler zu.
  • Dann kommt es zu einem vom Lehrer moderierten Gespräch zwischen Opfer und Täter.
ebelteam.de

Kern der Strategie ist dabei eine Stärkung des Problembewusstseins (das in vielen Schulen noch gar nicht vorhanden ist) und die Kooperation mit außerschulischen Institutionen zur Gewaltprävention.


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Beitrag vom 21.07.2004, 12:51 | diesen Beitrag versenden

4 Kommentare von LehrerfreundInnen
(#1) BB meinte am 06.07.2005 dazu:
" Was kann ich als Mutter eines betroffenen Jugendlichen tun, wenn die Schule erfolgreich verdrängt?
(#2) Christine Schriek meinte am 31.08.2005 dazu:
" Ist es nicht ein wenig utopisch gedacht, dass die Opfer sich melden? Und wenn Gespräche mit Opfer und Täter die Einzige Möglichkeit bleiben soll ist das meiner Meinung nach ein wenig kurz gegriffen.
Zeichnet nicht grade eine große Empathie-"Losigkeit" die Täter aus?!!
(#3) schulsozialarbeit meinte am 16.12.2005 dazu:
" http://mobbingzirkel.emp.paed.uni-muenchen.de/
http://mobbingzirkel.emp.paed.uni-muenchen.de/secure/ressourcen/aktuell.htm

ein interessanter und praxisbezogener link für den umgang mit mobbing unter schüler/innen. eigene erfahrungen, fragen, erfolgreiche hilfestellungen können in einem interaktiven diskurs vorgestellt und eingetragen werden.
(#4) Klaus-D.May meinte am 05.01.2010 dazu:
" Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und aif die Mitmach-Aktion "Pro Fairness gegen Mobbing" hinweisen: http://www.buerger-marktplatz.de .

Auffälig ist, bisher haben sich Pädagoginnen und Pädagogen (LehrerInnen) nicht beteiligt...

Jeder kann mitmachen, Betroffene, Betriebs- und Personalräte, Führungskräfte, Personalverantwortliche, Politiker, Anwälte, Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter – eben alle, die sich engagieren möchten.

MfG

Klaus-Dieter May
http://www.mobbing-web.de

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