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Kabale und Liebe, II,7: Szenisches Spiel mit Regieanweisungen

II,7 gehört zu den wildesten Szenen in Schillers "Kabale und Liebe". Ein Arbeitsblatt, auf dem die SchülerInnen den Sprechtext von II,7 neu verfassen und die Regieanweisungen interpretieren sollen.

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Eingetragen am 16.10.2005, 17:57 Uhr in Deutschunterricht | Kabale und Liebe |

7 x kommentiert, 205 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Sie finden hier zwei Materialien:

  1. Ein Arbeitsblatt zu II,7, auf dem die Szene II,7 gekürzt verewigt ist (Regieanweisungen, Leerstellen für den Sprechtextx);
  2. Folie mit Arbeitsanweisungen

Unterrichtsvoraussetzungen

Wenn die SchülerInnen den Inhalt von “Kabale und Liebe” bereits kennen, soll in dieser Stunde der Schwerpunkt auf der Analyse und Interpretation der Regieanweisungen liegen (Querbezug zu Der Lehrerfreund: Interpretationskriterien Szenenanalyse). Es ist aber ebenso möglich, die Stunde durchzuführen, ohne dass der Inhalt des Dramas bekannt ist. Dann liegt der Schwerpunkt auf motivationalen Aspekten (“Action!”) und einer ersten Annäherung an die Figurenkonstellation.

Unterrichtsverlauf

Einstieg
Kurze Wiederholung des Inhalts des 2. Akts; Bezug zum pyramidalen Aufbau des Dramas (-> Steigerung)
Erarbeitung
Aufteilen der Klasse in 4 Gruppen; 2 Gruppen (A,B) schreiben neue Sprechtexte zur Szene, 2 Gruppen (C,D) bereiten gemäß den Arbeitsanweisungen ein szenisches Spiel (Pantomime) vor.
Vorbereitung auf szenische Darstellung
Jeweils 2 Gruppen (A,C; B,D) üben das szenische Spiel gemeinsam gemäß Arbeitsanweisungen ein.
Präsentation
Aufführung des Eingeübten; Vergleich der beiden Versionen.
Auswertung
Gespräch oder Textanalyse je nach Voraussetzungen (s.o.). Funktion der Regieanweisungen sollte in beiden Fällen thematisiert werden.

Arbeitsanweisung: Szenische Darstellung von II,7

Arbeitsauftrag zu Kabale und Liebe, II,7

Sie konsumieren im Folgenden „Kabale und Liebe“ II,7 (leicht gekürzt). Der Sprechpart wurde getilgt.

Ihr Job:

Eins
Gruppen „Darstellung“: Versuchen Sie, die Szene mit Hilfe der Regieanweisungen pantomimisch zu inszenieren. Nehmen Sie dazu das Personenverzeichnis am Anfang des Dramas zu Hilfe.

Gruppen „Text“: Schreiben Sie auf die Linien einen neuen Text zu dieser Szene (die „bla“s ersetzen). Nehmen Sie dazu das Personenverzeichnis am Anfang des Dramas zu Hilfe.
Zeit: 15 Minuten
Zwei
Jeweils eine Gruppe „Darstellung“ und eine Gruppe „Text“ üben zusammen die Inszenierung ein. Der Text wird dabei in verteilten Rollen synchron zur pantomimischen Darstellung vorgelesen/gesprochen.
Zeit: 10 Minuten
Bitte: Nicht im Originaltext spicken!

Arbeitsblatt: II,7 (Regieanweisungen, Leerstellen für Text

Akt II Szene 7; Personen: 2 Gerichtsdiener, Miller, Präsident, Frau, Ferdinand, Luise

FERDINAND (eilt auf Luisen zu, die ihm halb tot in den Arm fällt). [bla! bla! bla!] 


MILLER (ergreift sein spanisches Rohr, setzt den Hut auf und macht sich zum Angriff gefasst).
FRAU (wirft sich auf die Knie vor den Präsident).
PRÄSIDENT (zu den Gerichtsdienern, seinen Orden entblößend). [bla – bla.]


FRAU. [bla! bla!] 


MILLER (reißt seine Frau in die Höhe). [bla bla.] 


PRÄSIDENT (beißt die Lippen). [bla bla!] 


(zu den Gerichtsdienern) [bla bla?] 

GERICHTSDIENER (dringen auf Luisen ein).
FERDINAND (springt an ihr auf und stellt sich vor sie, grimmig). [bla?] 
(Er zieht den Degen samt der Scheide und wehrt sich mit dem Gefäß) [bla bla.] 


(Zum Präsidenten) [bla.] 


PRÄSIDENT (voll Zorn). [bla.] 


(Er fasst Luisen selbst, zerrt sie in die Höh’ und übergibt sie einem Gerichtsknecht).
FERDINAND (lacht erbittert). [bla! bla bla bla. bla bla?] 


PRÄSIDENT. [bla. bla! bla! bla.] 



FERDINAND. (drückt einen Gerichtsdiener weg, fasst Luisen mit dem Arm, mit dem andern zückt er den
Degen auf sie). [bla! bla bla. bla?] 



PRÄSIDENT. [bla.] 


FERDINAND (lässt Luisen fahren und blickt fürchterlich zum Himmel). [bla! bla – bla – bla] 


(zum Präsidenten, ihm ins Ohr rufend) [bla] 


(Ab.)
PRÄSIDENT (wie vom Blitz gerührt). [bla? – bla!]

(Er eilt dem Major nach.)

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7 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Irina meinte am 17.10.2005, 16:08 dazu:
" 

huiiii - das ist ja mal experimentell wink
aber die schüler finden es ebstimmt lustig grin

(#2) schüler meinte am 21.12.2006, 18:32 dazu:
" 

an alle referendare:
bitte unterlassen sie es, die schüler zu gruppenarbeiten zu zwingen, da es schlicht und einfach “beschissen” ist.
haben sie vielen dank

(#3) Schüler2 meinte am 31.01.2007, 23:21 dazu:
" 

@ letzter beitrag
richtig!!! ich bin schüler in der 13ten und es gibt nichts schlimmeres als gruppenarbeiten:
- nicht effektiv
- trotzdem unnötig anstrengend
- leistung abhängig von anderen
- unkonzentrierte arbeitsweise
- fertigstellen daheim nicht möglich

—> dabei handelt es sich nicht um die meinung eines einzelnen!!!

(#4) Mutter 1 meinte am 28.10.2007, 20:22 dazu:
" 

Wer hat denn den Lehrern eingeredet, Gruppenarbeit sei toll? Wieso wird sie immer an erster Stelle genannt, wenn es darum geht, daß Unterricht nicht langweilig sein soll? Ich finde Gruppenarbeit lernhinderlich. Aber die Schüler und Eltern fragt ja keiner.

(#5) stine meinte am 20.06.2008, 6:08 dazu:
" 

Wenn Gruppen Teams bilden und die Aufgaben an die Einzelnen richtig gegeben werden, ist Gruppenarbeit hocheffizient - denken Sie, im modernen Management usw. geht es ohne Team? Wer nicht mit anderen Zusammen arbeiten will und kann, fliegt bald aus jeder Firma.

(#6) Anni meinte am 10.09.2008, 21:37 dazu:
" 

Gruppenarbeit KANN, MUSS ABER NICHT spassig, effektiv und sinnvoll sein!
Bin selbst Lehrerin und hasse es, danach bewertet zu werden, ob ich auch ja viel Gruppenarbeit mit den Schülern mache!
Kommt aufs Thema an und dann gibt es manchmal nix tolleres, besseres und effektiveres als den Frontalunterricht mit entsprechendem Diskussionsforum!
@SCHÜLER1: Ihr seid teilweise auch selbst schuld, dass euch die Lehrer so quälen, da ihr nicht selten das Zwiegespräch mit einem Kollegen sucht und so den Eindruck erweckt, in höchstem Masse an solchen inovativen pädagogischen Fundus-Kramereien interessiert zu sein!

(#7) Anita meinte am 26.06.2009, 11:33 dazu:
" 

cool hmm
Da ich mich erst jetzt mit diesem Thema (Kabale und Liebe) in meinem Literaturkurs beschäftige, kommt das etwas verspätet. Allerdings kann ich Anni #6 nur aus vollem Herzen zustimmen. Die Schüler zwingen dich vorne den Gottschalk für Arme zu geben, und dann war der Unterricht nicht effektiv, einschläfernd und dergleichen mehr. Zwingt man sie zum szenischen Spiel, um sie aktiv Inhalte erarbeiten zu lassen, überfordert man sie bzw. erhält Reaktionen wie Schüler #1 oder Zitat” das ist doch Gruppengymnastik für Mittvierziger”

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