Computerbasierter Lernzirkel zu Franz Kafka
Ein gelungener computerbasierter Recherche-/Lese-/Lernzirkel zu Franz Kafkas Leben und Werk bei Lehrer-Online. Niveau Sek II.
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Eingetragen am 29.04.2007, 10:20 Uhr in Deutschunterricht | Literatur | Kafka: Der Proceß |
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Dieser Lern- und Lesezirkel eignet sich für eine erste “Tuchfühlung” mit dem Autor und seinem Werk in der Sekundarstufe II. Lesemotivation zu erreichen, ist eines der zentralen Ziele. Daten und Fakten rund um Kafka werden eigenständig recherchiert, Meinungen werden formuliert und Ergebnisse protokolliert.
Die Unterrichtseinheit (ca. 3-4 Doppelstunden) besteht aus zwei Blöcken:
- Einem Lernzirkel mit acht Stationen (d.h.: 8 Arbeitsblätter). Einstieg und Reihenfolge sind frei wählbar - deshalb ist es etwas verwirrend, dass die Stationen fortlaufend nummeriert sind. Hier recherchieren die SchülerInnen in Text und Bild zu Kafkas Leben und Werk, kommentieren Websites, rezensieren eine Leseprobe zu einer Kafka-Biographie, problematisieren den Begriff “Normalität” etc. Besonders geglückt sind die Fragestellungen: Die SchülerInnen sollen nicht einfach das Material zusammenfassen o.ä., sondern sich selbst dazu äußern (“Lesen Sie den einen oder anderen von Kafkas Texten an. Halten Sie Ihre ersten Leseeindrücke stichpunktartig fest.”). Inhaltlich ist die Konzeption sehr offen, sodass die SchülerInnen die Themen entsprechend ihrer eigenen Interessen bearbeiten können. Auch wird hier niemand abgeschreckt: Die SchülerInnen erhalten Zugang zum Menschen “Franz Kafka” und bilden sich eine eigene Meinung, ohne dass ihnen etwas aufgezwungen wird.
- Eine Aufarbeitung des Lernzirkels als Ergebnissicherung. Hier schreiben die SchülerInnen einen freien Text unter dem Titel “Mein[e Begnung mit] Kafka”; Vorschläge und Hinweise begleiten den Schreibprozess.
Fazit
Eine wirklich gelungene, computerbasierte Annäherung an Franz Kafka, die man ohne weiteres Nachdenken im Unterricht der Oberstufe einsetzen kann. Wie immer in mediengestützten Unterrichtsszenarien sollte man sein besonderes Augenmerk auf die Phasen richten, in denen NICHT am Computer gearbeitet wird - also bspw. genaue Besprechung der Ergebnisse (s.o. “Meine Begegnung mit Kafka” usw.).
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