Glotzende Kinder: Regeln für den Umgang mit dem Fernseher
KIM- und JIM-Studie zeigen regelmäßig, dass Kinder und Jugendliche richtig viel Zeit vor der dem Fernseher verbringen. Dabei werden sie fett, asozial und dumm. Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) hat deshalb eine Broschüre veröffentlicht, in denen Regeln für den Umgang mit dem Fernseher vorgeschlagen werden.
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Eingetragen am 16.01.2008, 10:47 Uhr in Zeitloses | Jugendliche |
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Die KIM-Studie 2006 zeigt uns, dass Fernsehen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Sechs- bis 13-Jährigen gehört. 80% dieser Kinder sitzen jeden Tag vor dem TV. Und: In jedem zweiten Kinderzimmer steht ein Fernseher (KIM 2006:10ff; 19).
Bei den Jugendlichen (12- bis 19-Jährige) ist es nicht besser, wie die JIM-Studie 2007 zeigt: 60% der Jugendlichen haben einen eigenen Fernseher - Fernsehen ist die häufigste Freizeitbeschäftigung der Jugendlichen. Die durchschnittliche Fernsehdauer liegt bei zwei Stunden pro Tag (S. 23).
Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) hat eine Broschüre herausgegeben, in der Regeln für den Umgang von Kindern mit dem Fernseher vorgestellt werden. Die Regeln sind medienpädagogisch sinnvoll und sollten deshalb überall verbreitet werden. Sie finden die Pressemitteilung weiter unten.
Die wichtigste TV-Regel (gekürt von der Lehrerfreund-Redaktion)
Alle der genannten Regeln sind wichtig und gut. Aber eine ist definitiv die Mutter aller Fernsehregeln: Keine Glotze im Kinderzimmer. Ein Fernsehapparat im Kinderzimmer führt dazu, dass die Eltern keine Kontrolle mehr über das Fernsehverhalten des Kindes haben. Außerdem gewöhnen die Kinder sich daran, dass das Fernsehgerät zum Leben gehört. Das wäre ja nicht unbedingt schlimm - schaut man sich jedoch KIM- und JIM-Studie an, fällt auf, dass Kinder nicht gezielt das schauen, was sie interessiert, sondern sich durch oberflächlichen Müll (inkl. gigantischer Werbepausen) berieseln lassen. Und das ist nun wahrhaftig nicht die Medienerziehung, die im Zeitalter des Kabelfernsehens angebracht ist.
Pressemitteilung der BZgA: Kinder brauchen klare Regeln im Umgang mit dem Fernseher
Auszüge aus der Pressemitteilung bzga 11.01.2008: Kinder brauchen klare Regeln im Umgang mit dem Fernseher
Neben regelmäßigen, gemeinsamen Mahlzeiten und geregelten Schlafenszeiten gehört tägliche körperliche Aktivität zur gesunden Entwicklung eines Kindes. Da übermäßiger Fernseh- und Computerkonsum einen negativen Einfluss auf das Verhalten der Kinder hat, brauchen sie von ihren Eltern klare Regeln im Umgang mit TV und PC. Wissenschaftlich belegt ist, dass zu früher und häufiger Fernseh- und Computerkonsum negativen Einfluss auch auf die geistigen Fähigkeiten und damit auf die Schulleistungen hat.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat deshalb für Eltern Empfehlungen zum Fernseh- und Computerkonsum ihrer Kinder entwickelt. Diese lauten:
Angesichts der rund um die Uhr-Angebote im Fernsehen oder am Computer und der Faszination, die für Kinder von diesen Medien ausgehen, fällt es Eltern häufig schwer, diese Regeln bei ihren Kindern durchzusetzen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung möchte dennoch Eltern darin ermutigen, sich an den Empfehlungen zu orientieren, auch wenn sie nur schrittweise in die tägliche Erziehung übernommen werden können.
Zum Nachlesen stehen die Regeln in der Broschüre „Tut Kindern gut! Ernährung, Bewegung, Entspannung“, die kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden kann: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-mail: order@bzga.de oder über das Online-Bestellsystem auf http://www.bzga.de
gefunden bei teachersnews.net: Kinder brauchen klare Regeln im Umgang mit dem Fernseher
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2 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Auch hier gilt wieder: Es kommt auf den Typ der Person an. Manche Kinder verkraften sehr wohl eine hohe Dosis TV oder PC, ohne dabei Schaden zu nehmen. Gerade am PC ist auch das Gehirn oft angestrengt und es ist für manche schüler gar nicht einmal schlecht am PC zu “arbeiten” bzw zu spielen (kommt natürlich auf das Spiel an).
Natürlich sind solche Richtlinien aber im Allgemeinen sinnvoll. Jedes Elternteil sollte sich aber nicht strikt an diese halten, sondern selbst entscheiden bzw einschätzen, wie viel PC/TV gt für ihr Kind ist.
Meiner Meinung nach kommt es vor allem auf die Kommunkation der Eltern mit den Kindern über das Gesehene an (kein “Parken” vor dem Fernseh!), dann ist es z.B. auch nicht so schlimm,wenn das Kind an einem Tag mal etwas länger Fern sieht.
Wichtig ist, dass Eltern so Situationen, die das Kind eventuell verunsichert haben, erklären können und diese gemeinsam besprochen werden; außerdem können Eltern so auch Stellung zu schwierigen Themen wie beispielsweise Gewalt im TV beziehen und den Kindern so Hilfestellung im Umgang mit diesen Szenen geben.
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