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Deutschland im Mittelfeld

Lebensqualität von Kindern in Europa - vergleichende Studie

Tabelle: Lebensqualität von Kindern in europäischen Ländern (CPAG-Studie), kleiner Ausschnitt

Die britische CPAG hat eine Untersuchung veröffentlicht, die der Frage nach der Lebensqualität von Kindern in europäischen Ländern nachgeht. Besonders gut leben Kinder demnach in den Niederlanden und den skandinavischen Staaten, auf den unteren Plätzen finden sich v.a. osteuropäische Staaten und England. Deutschland ist zufriedenstellend im oberen Mittelfeld angesiedelt.

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Eingetragen am 23.04.2009, 15:17 Uhr in Jugendliche | Newsticker |

3 x kommentiert, 601 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Die Untersuchung wurde schon 2006 von der britischen CPAG (Child Poverty Action Group) durchgeführt und am 22.04.2009 veröffentlicht. Beteiligt waren 29 europäische Länder (plus Norwegen und Island). Untersucht wurden sieben Aspekte kindlichen Wohlbefindens, z.B.

  • Gesundheitszustand der Kinder (unter Berücksichtigung der Kindersterblichkeit, Geburtsgewicht, Ernährungsverhalten usw.);
  • Subjektives Wohlbefinden der Kinder (Befragung der Kinder zu gefühlter Lebensqualität, Stress durch Schule und hausaufgaben usw.);
  • Materielle Situation (Familieneinkommen, Arbeitslosigkeit der Eltern)

Die Ergebnisse der Untersuchung (CPAG-Studie: Child wellbeing and child poverty (pdf)) wurden vor allem in Großbritannien mit Entsetzen aufgenommen. England befindet sich bezüglich der Lebensqualität der Kinder auf den hinteren Plätzen, gemeinsam mit Griechenland, Rumänien und Bulgarien. Großer Gewinner sind die Niederlande auf Platz 1.

Deutschland belegt Platz 8 (von 29). Um die Bereiche “Gesundheit” (Platz 17), “Wohnsituation” (Platz 16), “Materielle Situation” (Platz 12) und “subjektives Wohlempfinden” (Platz 12) ist es nicht so gut bestellt, dafür kann Deutschland in Sachen “Bildung” (Platz 6), “Risikoverhalten” (Platz 5) und “Soziale Beziehungen” (Platz 8) punkten.

Interessant ist das Verhältnis der von den Kindern subjektiv wahrgenommenen Lebensqualität und der tatsächlichen Platzierung. Griechenlands, Spaniens und Österreichs Kinder fühlen sich subjektiv wesentlich glücklicher, als die Position der Länder im Gesamtranking vermuten lassen würde; Ähnliches trifft auf Rumänien und Bulgarien zu. Dabei konnte in der Untersuchung kein Zusammenhang zwischen gefühlter Lebensqualität und familiärer Situation (Alleinerziehend, Patchworkfamilie) aufgezeigt werden.

 

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3 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Mister M. meinte am 26.04.2009, 0:26 dazu:
" 

Deutschland nur auf dem achten Platz?
Wäre das eine PISA-(=OECD)-Studie müssten sofort massive Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Aber arme, kranke und unglückliche Kinder sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland wohl nicht so wichtig…

(#2) naomie meinte am 30.04.2009, 14:32 dazu:
" 

Deutschland könnte, im Gefolge von Hartz IV, der um sich greifenden Verarmung trotz Arbeit (durch Niedriglöhne, Leiharbeit, Ein-Euro-Jobs) und dem konsequenten Denken “Die Armen sind selbst schuld” bald in die Fußstapfen Groß Britanniens treten.
Solange wir das “Rezpept” der anglo-amerikanischen Länder übernehmen, Arbeit zu verbilligen und Sozialleistungen zu kürzen, sind wir auf dem besten Weg!

(#3) Böser Wolf meinte am 20.09.2010, 7:02 dazu:
" 

Man muß sich wohl in allen Bereichen daran gewöhnen ” Deutschland schafft sich ab “.

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