Als Lehrer/in fit bis ins hohe Alter - 3 Grundsätze
Als Lehrer/in sollte man darum besorgt sein, nicht zu schnell auszuburnen - das ist nur mit Kosten für den Staat verbunden (Dienstunfähigkeit, Arztkosten, Frühpensionierung ...). Herr Rau sagt uns, worauf wir achten müssen, um bis ins hohe Alter glücklich unserem Land dienen zu können.
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Eingetragen am 15.12.2006, 11:56 Uhr in Zeitloses |
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Im Beitrag “Wie ich mir meine Arbeitskraft erhalte” führt Herr Rau in seinem weihnachtlich geschmückten Blog “Lehrerzimmer” aus, wie er sich dem Staat und der Volkswirtschaft erhält.
Seine Ausführungen lassen sich im Wesentlichen auf die drei elementaren Grundsätze des Lehrer/in-Seins zurückführen:
- Nimm dir deinen Feierabend und genieße ihn. Ohne Ausnahme.
- Verspanne nicht, wenn deine SchülerInnen keinen Bock auf dich oder den Unterrichtsinhalt haben. Sie meinen es nicht persönlich.
- Denke bei der Unterrichtsvorbereitung in großen Dimensionen. Dein verzweifelter Lehrervortrag zwischen 10.56 und 10.58 bringt sowieso nichts.
Bitte befolgen Sie diese Ratschläge, damit unsere Volkswirtschaft sich auch weiterhin möglichst effizient entwickeln kann!
... sehr schön dargestellt übrigens auf dieser Postkarte von Discordia:
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8 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Ich darf dazu anmerken, dass man solche Dinge ja nicht laut sagen darf - das hieße Öl ins Feuer der Öffentlichkeit gießen! Öffentlich zu verkünden, dass um 20 Uhr Feierabend ist, führt wahrscheinlich nur zu Gelächter: “Dafür wart ihr ja den ganzen Mittag auf dem Tennisplatz! Und am Abend macht ihr euch auch locker!” Das Schlimmste für mich als Lehrerin ist, dass keiner sieht, wie viel ich schufte, aber jder denkt, dass ich mir einen faulen Lenz mache. Und wenn ich dann wirklich mal mittags ausspanne (Herrgott, ich sitze nunmal auch jeden (!) Sonntag am Schreibtisch, oft auch samstags), ernte ich sarkastisch-verschwörerische Blicke: Ist klar, ihr Lehrer wieder.
Ich weiß nicht, ob ich mir Mühe geben würde, meine Arbeitskraft zu erhalten, wenn sie nicht an meine Gesundheit gekoppelt wäre. Der Staat auf jeden Fall gibt sich definitiv keine Mühe, meine Arbeitskraft zu erhalten.
“auszuburnen” ... habt ihr einen Knall? So spricht man vielleicht in Düsseldorf, aber nicht im Rest der Welt. Bei solchen Spielchen vergeht einem schon direkt das Interesse am Artikel.
Niveaulos und schädlich. Ganz so, wie die Öffentlichkeit uns sehen will. Peinlich.
Nee, Herr Dürrbaum, überhaupt nicht peinlich. Unter den gegebenen Umständen die richtige Einstellung. Herr Rau liebt sich, die Seinen, seinen Beruf, seine Hobbys. That’s it. Er ist mit anderen Worten >>normal<<. Und die Öffentlichkeit kann mir in diesem Fall mal den Buckel runterrutschen, sofern >>Öffentlichkeit uns sehen will<<.
Ausburnen - Das übersetzen wir doch mal schnell für Nichtanglisten: Outbrennen. Nun aber richtig, bin ja schließlich Lehrer. Dem “Ausbrennen” geht sicher jede Menge Stress voraus. Ok, dann macht Euch doch keinen! Macht Eure Arbeit, aber macht Euch keinen Kopp, wenn die Rotzigen ( Kinder, Erziehungsobjekte etc. )nicht wollen. Vieles geht, manches eben nicht. Oder umgekehrt. Und was Nichtlehrer ( “Ich wollt´heute kein Lehrer sein.” ) denken ... Originalton meines ehemaligen geschätzten Schulleiters: Arschlecken.
Ach ja, ich bin noch regulär 4 Jahre Hauptschullehrer.
Ausbrennen..hab ich fast zu Weihnachten geschafft.Magenschmerzen, die ich mit Medikamenten wieder los bin. Viel Stress. Kinder kuemmern sich weder um das Fach, noch um die Noten. Die Eltern tanzen an und wollen von mir eine Erklaerung fuer die schlechte Note ihres Sonhes/Toechterchens. Jetzt versuche ich mich ein bisschen zu distanzieren, was natuerlich nicht immer geht. Was kann ich aber tun in dem Moment, wenn die Kiddies laut sind? Habt ihr mal einen Tipp?
Ratschläge finde ich Klasse, wenn ich diese auch selber nicht immer beherzige.
Beachtenswert auch Folgendes: Sei zielflexibel,
wenn du nicht die komletten Ziele für diese Stunde mit allen erreichst,ärgere dich nicht, freue dich, nimm zur Kenntnis, dass einige alles mitbekommen haben dass wenige etwas mitbekommen haben, und wenn du in der Unterrichststunde gar nichts von den angestrebten Zielen verwirklichen konntest, dann freue dich, das du wenigstens deine Selbstkontrolle behalten hast.
Mein Ziel ist übrigens auch, wenigstens einmal in der Unterrichststunde mit der Klasse gelacht zu haben.
Angemessene Unterrichtsvorbereitung ist natürlich
unverzichtbar, aber eben auch nicht mehr als angemessen.
Übrigens, wenn mich jemand anspricht auf den lauen Lenz der Lehrer, tut heut aber fast keiner mehr, dann habe ich immer lachend geantwortet:
“Stimmt, ich tue nix. Morgens die vielen Pausen,
in den Stunden lasse ich die Schüler arbeiten,
nachmittags habe ich frei und in den Ferien lasse ich’s mir gutgehen.”
Das war Klasse, diese verdutzten Gesichter, und der anschließende Kommentar, dass die dann aber doch keine Lehrer sein wollten.
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Super Idee
An unserer Schule ist das alles prima geregelt. Wenn man keine Aufsicht hat, muss man sicher das Schulgebäude wechseln (da wir über die Stadt tausendfach ausgelagert wurden) oder mn ist als Lehrer des Beratungs- und Förderzentrums oder im Gemeinsamen Unterricht eingesetzt und wechselt sogar den Ort in der Pause. Pausenzeit momentan in meiner Situation EINE in der Woche. Da burnt es doch schon gewaltig…oder ![]()
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