Sie sind hier:
Aktuell // spickmich // 
Eintrag vom 13.03.2007 * 12072 Views in 2010

Neues Lehrerbewertungsportal »Spickmich«

Logo von spickmich.deAuf spickmich.de können SchülerInnen seit Januar ihre Lehrer/innen bewerten. Ein interessantes Konzept mit Fallstricken.

diesen Beitrag versenden |  diesen Beitrag kommentieren |  Was ist das?

Ergänzung 07.03.2009: Dieser Artikel beschreibt eine Momentaufnahme vom März 2007; inzwischen hat Spickmich viele der umstrittenen Punkte geändert (so gibt es z.B. keine Kommentare zu LehrerInnen mehr, Zitate werden moderiert, Veränderung der Bewertungskriterien). Eine Zusammenfassung zum aktuellen Stand finden Sie im Artikel Spickmich ist jetzt ‘Bravo im Internet’.

Das könnte Sie auch interessieren:

Beispiel: Profilseite eines registrierten Mitglieds bei spickmich.deDas Konzept ist einfach und tragfähig: SchülerInnen registrieren sich unter Angabe ihrer Schule und Klassenstufe bei spickmich.de. Dann können sie LehrerInnen (auch von anderen Schulen / Klassenstufen) mit Noten von 1 bis 6 bewerten, Kommentare abgeben und Zitate der jeweiligen LehrerInnen einstellen. Außerdem haben registrierte SchülerInnen eine eigene Profilseite und können sich gegenseitig in Freundeslisten eintragen. Besonders gelungen ist auch das Feature “Freunde einladen”: SchülerInnen können kostenlos per SMS MitschülerInnen auf spickmich.de einladen.

Spickmich hat nach eigenen Angaben mehr als 2000 registrierte User, Ziel ist es, ein bundesweites Ranking zu etablieren. Die Idee ist gut, und Rankings können ja durchaus auch sinnvolles Feedback darstellen. Anonyme Schülerrankings aber sind gefährlich.

Anonyme SchülerInnen und die Moral

Viele Menschen lassen in der Anonymität des Internets jegliche Moral und Höflichkeit fahren. Da machen auch SchülerInnen keine Ausnahme. Auf Dem Lehrerfreund trudeln regelmäßig Kommentare wie “Ich finde keine Lösung auf dieser verhurten Scheißseite, ihr Fuck-Arschlöcher” oder “Frau XY unsere Klassenlehrerin die dumme Schlampe benuzt dieses arbeitsblat auch und sie stilt es aus dem Netz hier!!!! Sie unterrichtet an der X-Schule in Y die vozze!!!!”. Deshalb sind hier alle Kommentare moderiert. Stoisch löschen wir in der Woche 10-20 solcher Kommentare.

Ich möchte mutmaßen, dass dieses Phänomen die Existenz von Spickmich ernsthaft gefährden könnte. Die Betreiber geben sich gelassen:

Lehrer stehen unserer Arbeit eher skeptisch gegenüber. Wer möchte schon gerne öffentlich bewertet werden. Das verstehen wir auch. Aber es liegt ja alles im Rahmen und so lange die User mit ihren Sprüchen und Zitaten oberhalb der Gürtellinie bleiben, ist das okay.

Wenn wir allerdings auf Kommentare hingewiesen werden, die nicht vertretbar sind oder gegen eine bestimmte Person gehen, dann löschen wir solche Einträge auf jeden Fall.
[...]
Inzwischen haben wir über 2000 registrierte User und mehr als 5000 gespeicherte Lehrerzitate. Es freut uns vor allem, dass wir bis jetzt erst zwei Zitate löschen mussten. Soviel Fairness ist natürlich super und trägt zum Erfolg der Homepage bei.

jetzt.de/sueddeutsche 13.03.2007: Ranking: Auf spickmich.de werden Lehrer bewertet

Beispiel: Bewertungsseite bei spickmich.deLeider ist dem überhaupt nicht so. Besonders eindrücklich wird das, wenn man in den Top-10-Listen die “Flop 10” betrachtet. Hier wird auf übelste Weise mit LehrerInnen abgerechnet - und zwar schonungslos mit Name, Schule und Fächerangaben der Lehrperson. Beispiele gefällig?

“Sie ist Ausländerfeindlich passt auf”

“passt auf der witz des jahres wie kann man die umbringen?? den gürtel enger machen dann erstickt die ok der is ncoh lusitg aber egal”

“Sprecht sie niemals an sie ist eine Ziege und das schlimmste ist sie ist meine Politklehrrerin”

“FRAU xxx IST EINE DER SCHLIMMSTEN LEHRERIN AUS DER SCHULE SIE IST DIE SCHLECHTESTE POLITIK LEHRERIN DER WELT”

“Frau yyy is so scheisse die hat mir ne unfaire note gegeben”

Man verstehe mich nicht falsch: Ich finde, dass gerade LehrerInnen (konstruktives) Feedback brauchen und bekommen sollten. Und ich finde, dass sich keine LehrerIn aus der Verantwortung stehlen darf. Dass LehrerInnen hinter verschlossenen Türen tun und lassen können, was sie wollen, ist ein Unding. Nur eine ordentliche Feedback- und Supervisionskultur kann diesen Missstand ändern.

Mag eine Lehrer/in jedoch noch so verabscheuungswürdig sein: Keine/r hat verdient, öffentlich derartig denunziert zu werden. Und wo liegt die Grenze zur Wahrheit? Wir wissen: Es gibt ganz große Arschlöcher unter den LehrerInnen. Aber es gibt ebenso große Arschlöcher unter den SchülerInnen. Ist jetzt also Lehrer X ausländerfeindlich - oder der kommentierende Schüler einfach eine heimtückische Gestalt? Keiner kann es so leicht sagen, aber im Netz steht: “Sie ist Ausländerfeindlich passt auf”.

Solche Kommentare oben stehen wohl dicht an der Grenze zu Verleumdung und übler Nachrede und was es sonst noch alles so gibt. Die Betreiber des Portals müssen höllisch aufpassen, dass ihnen nicht plötzlich Briefe vom Anwalt ins Haus flattern. Schaffen sie es aber, ihre Community “sauber” zu halten, könnte das Angebot ein richtiger Erfolg werden.

 

 

 

 

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Was ist das?


Ähnliche Beiträge finden Sie auch unter ...
pfeil nach oben

Beitrag vom 13.03.2007, 20:27 | diesen Beitrag versenden

396 Kommentare von LehrerfreundInnen

Seite 1 von 4 --- Springen zu:  1 2 3 >  letzte »

(#1) wene meinte am 14.03.2007 dazu:
" Ganz toller Artikel
Obwohl eine Anfangs eine etwas ablehnende Haltung herauszulesen ist, finde ich den Artikel dennoch recht Objektiv, ich selber habe auch schon privat auf meinem Blog die Seite Vorgestellt und natürlich als Nutzer nur die guten Seiten gesehen.
Wobei man hier bedenken sollte, dass die Seite noch relativ Jung ist und sich natürlich noch weiterentwickeln muss. Eine vernünftige Moderation wird dabei sicherlich unvermeidlich sein, wie leider in immer mehr Medien im Internet den achso anonymen Anonymikern und Spammern sei dank.
Nichts desto trotz finde ich die Idee großartig und bin ehrlich gespannt wie es sich weiterentwickelt.
(#2) Hans meinte am 23.03.2007 dazu:
" Ist doch ne tolle DEMOKRATISCHE Sache.Nehmt die HIRNLOSEN raus und LÖSCHT diese.Ernsthafte KRITIK muß sich JEDER DEMOKRAT gefallen lassen.Wäre schön wenn es DAS zu meiner Zeit schon gegeben hätte.Macht WEITER so
HANS
(#3) Mondo meinte am 24.03.2007 dazu:
" Ich habe gehört, dass es bereits viele Lehrer gibt, die eine Sammelklage wegen übler Nachrede und Verletzung des Persönlichkeitsrechts in Auftrag gegeben haben.
(#4) Georg meinte am 25.03.2007 dazu:
" Ganz schön herb, aber vielleicht werden hilft das ja, die Kollegen loszuwerden, die unseren ganzen Berufsstand in Verruf bringen. Bestimmt gibt es für die Kollegen auch eine andere Beschäftigung im öffentlichen Dienst.

Georg
(#5) Matthias, 36 meinte am 25.03.2007 dazu:
" Waren da drei eifrige Studenten die eine tolle Geschäftsidee hatten. Vielleicht geht der Schuß nach hinten los, wenn die ersten Bußgelder wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten fällig werden.
Ich bin dagegen, dass auch nur irgendwelche Daten von mir auf irgendeiner "hippen" Internetseite erscheinen. Big Brother ist watching you!!!
(#6) Merten meinte am 26.03.2007 dazu:
" "spickmich.de" (in dem ich übrigens nicht stehe), verstößt ganz klar gegen das Gesetz. Im Rahmen der Fürsorgepflicht ist unser Dienstherr dafür verantwortlich, Strafanzeige über ihn oder über die nächste Staatsanwaltschaft (alles weitere bei learnline unter "Beleidigung".)

Strafanzeige kann jeder Lehrer stellen, der Staatsanwalt zieht das Verfahren in der Regel auch an sich, weil öffentliches Interesse besteht.

Der "spickmich"-Betreiber wird von der Polizei aufgefordert, die entsprechenden Datensätze zu überstellen. Damit erfolgt die Identifizierung des Einsenders.

"Hans" kann im übrigen hier gerne seinen vollen Namen eingeben, dann wollen wir doch mal sehen, ob sich "Hans" gerne mit voller Namensnennung einer strafrechtlich bewehrten Schmähkritik ausgesetzt sehen will. Ich behaupte beispielsweise, er, Hans, habe im Unterricht gesagt, alle Türken seien Sozialschmarotzer.

So. Das steht da jetzt bei "spickmich.de"
Mit voller Namensnennung von Hans und Hansens Schule.
Jeder von Hansens Schule kann das lesen.
Eltern, Schüler, Kollegen...
Bis es - vielleicht - eines Tages gelöscht wird.

Hans, das finden Sie eine "tolle demokratische Idee"?

Wachen Sie auf, Hans, werden Sie erwachsen, die Zeit der K-Gruppen sind seit 35 Jahren vorbei. Die der Gutmenschen seit einigen Jahren übrigens auch.

Noch was: wir Lehrer sollten unsere Schüler eindringlich davor warnen, straffällig zu werden und ihnen nicht diesen Zionnober auch noch ans Herz legen.

Gruß, Merten
(#7) Josef meinte am 27.03.2007 dazu:
" Hallo Merten, mich erstaunt doch immer wieder, das sich sogar Lehrkräfte, die für Bildung stehen oder sich zumindest für gebildet halten, sich einfach Halbwissen und ungeprüften Aussagen hingeben.
Wie kommen sie zu der Annahme, dass solche Aussagen tatsächlich ungeprüft immer noch erscheinen?
Wäre es nicht viel mehr anzunehmen das die Betreiber aus ihren Fehlern gelernt haben und es nicht ihr erklärtes Ziel war eine anonyme Hetzplattform gegen den Lehrkörper zu schaffen.
Und warum soll keiner erfahren, wenn Hans nun tatsächlich vor seinen Schülern, diverse Aussagen gemacht hat. Ob diese der Wahrheit entsprechen gilt sicherlich an anderer Stelle zu klären und ist nicht zwangsläufig Aufgabe der Betreiber.
Denn zum glück herrscht in unserem Land noch das Recht auf freie Meinungsäußerung, sogar über Lehrer. Viel beängstigender finde ich das "betroffene" Lehrer ihren Frust an denen auslassen , die es gewagt haben ihre Meinung zu äußern (RTL Bericht der letzten Tage).
Was Ihren Hinweis auf die Seite learnline angeht ich kann auf der Seite keinen Beitrag oder Artikel zum Thema Beleidigungen finden.

mfg
Josef gegen die Hexenjäger
(#8) supervisor meinte am 27.03.2007 dazu:
" hallo josef,

ich gebe dir grundsaetzlich recht - bis auf die geschichte mit hans:
"Und warum soll keiner erfahren, wenn Hans nun tatsächlich vor seinen Schülern, diverse Aussagen gemacht hat. Ob diese der Wahrheit entsprechen gilt sicherlich an anderer Stelle zu klären und ist nicht zwangsläufig Aufgabe der Betreiber."
das ist natuerlich harter tobak. denn das wuerde bedeuten, dass luegen ueber hans im netz stehen koennten (ohne dass er es weiss ...).

btw: kannst du mal kurz zusammenfassen bitte, was in dem rtl-bericht gezeigt wurde? danke.

gruesse
supervisor
(#9) Fred meinte am 27.03.2007 dazu:
" Ich halte es eher mit den tradtionellen Leserbriefen. Anonyme Kritik gehört in den Papierkorb. Für mich ist das keine demokratische Einrichtung, sondern populistischer Aktivismus, welcher der Schule und der Demokratie nur schaden kann.
In vielen Schulen werden inzwischen Evaluationen durchgeführt, welche auf sauberer Basis ablaufen und welche möglicherweise auch positive Ergebnisse zeigen.
Einen Lehrer öffentlich und anonym zu diffamieren - auch wenn die Wortwahl ok ist - wird diesen nicht verbessern, sondern verärgern und verunsichern, vor allem wenn er einen unsichtbaren Gegner in seinen Klassen vor sich sitzen hat. Ein schlechter Lehrer ist bei der Befindlichkeit der heutigen Lehrer- und Elternschaft schon genug gestraft. Eine öffentliche Hexenjagd ist da völlig fehl am Platze. Wie weit sind wir gesunken!
(#10) Merten meinte am 27.03.2007 dazu:
" Lieber Josef,
zu meinem "Halbwissen" und zu meinen "ungeprüften Aussagen" teile ich Ihnen folgendes mit:

1. Ohne dass ich gestern natürlich davon wissen konnte, hat der Bundesgerichtshof mir gerade eben noch einmal ausdrücklich recht gegeben:

http://www.focus.de/digital/internet/internetforen_aid_51882.html

(Bitte dort selbst nachlesen.)

2. Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird in unserem Rechtsstaat vielfältig eingeschränkt und das natürlich völlig zurecht:

a) ein ernstes Beispiel : Ernst Zündel hat nicht das Recht auf freie Meinungsäußerung und darf behaupten, der Holocaust hat nie stattgefunden. Dafür musste er ins Gefängnis.

b) ein eher läppisches Besipiel: Ich, Merten, habe nicht das uneingeschränkte Recht auf freie Meinungsäußerung und darf deshalb auch nicht behaupten, der Betreiber dieses Forums sei eine gescheiterte Existenz, der anderweitig sein Geld kaum verdienen könne. (Was ich, im übrigen, natürlich nicht meine. Ich finde, im Gegenteil, dieses Forum sehr hilfreich und sehr seriös, schließlich erlaubt es uns diese Diskussion.)

c) Ich bin kein Jurist, aber Sie sehen doch vermutlich ein, dass kein Staat und kein Rechtssystem der Welt mit einem absoluten Recht auf freie Meinungsäußerung Bestand haben könnte.

d) Warum sollte ich also meine Schüler in diesem Irrglauben lassen? Sollen die erste straffällig werden, nur weil ihnen ein offenbar recht ahnungsloser Engel das irgendwann mal eingeflüstert hat?

Eines von sehr vielen Urteilen gegen die völlig irrige Auffassung von Ihnen, lieber Mitdiskutant Josef, ist dieses hier:

"Das Recht auf freie Meinungsäußerung erlaubt auch im Internet keine Beleidigung. So brauche es niemand hinzunehmen, in einem Beitrag eines Online-Dienstes als "dämlich" oder "bescheuert" bezeichnet zu werden, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Landgerichts Coburg. (Aktenzeichen: 21 O 595/02; rechtskräftig)."

e) Das Ziel der "spickmich.de"-Leute war gewiss nicht, eine anonyme Hetzplattform gegen den Lehrkörper zu schaffen. Sie haben allerdings zumindestens augenzwinkernd in Kauf genommen, dass sich ihre Plattform zu einer solchen auswachsen kann. Die Kategorien, die sie als Bewertungsmaßstäbe anbieten, laden ebenso wie die Aufforderung, Zitate einzustellen, nämlich geradedazu ein.

f) Bei learnline.de finden Sie dazu in der Tat nichts, das hatte ich falsch im Gedächtnis, sorry - aber hier finden Sie eine ausführliche und sehr deutliche Darstellung:

http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=280271.htm
http://www.heise.de/newsticker/meldung/20251

Bitte beachten Sie, welche Strafen den Schülern drohen können:

"Wegen massiver Beleidigung seiner Lehrer im Internet hat das Amtsgericht Braunschweig am Donnerstag einen 18 Jahre alten Schüler zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Außerdem zog das Gericht den Tat-Computer ein. "Die Beleidigungen fanden nicht auf dem Schulhof statt. Sie wurden weltweit verbreitet. Das hat eine andere Qualität", begründete der Richter das Urteil. " (alles weitere im Heise-Link.)

Ich weiß nicht, was das für Lehrer sein wollen, die ihre Schüler in solche Fallen laufen lassen.

In der Hoffnung, Ihnen damit für heute gedient zu haben, Ihr Merten (61 Jahre)
(#11) Merten meinte am 27.03.2007 dazu:
" Hallo Supervisor,
Sie können mir doch nicht "grundsätzlich" recht geben, wenn Sie sich den Grundtatbestand meiner Aussage, dass nämlich keine Lügen über unseren Hans im Internet stehen dürfen, ebenfalls zu eigen machen.
Das ist ein logischer Widerspruch...
Oder wie verstehen Sie "grundsätzlich"?

Gruß,
Merten
(#12) John L. meinte am 27.03.2007 dazu:
" Liebster Josef,
was würdest Du dazu sagen wenn dich jemand im WWW als unaktraktiven, witzlosen, Neurotiker bezeichnen würde.
Diese Gleichgültigkeit kotzt mich mittlerweile dermaßen an.
Da wird diskutiert ob Killerspiele gewalttätig machen - was ich bezweifle, denn das Elternhaus ist immer noch für die Erziehung der Kinder verantwortlich.
Und dann kommt einer der direkte Beleidigungen befürwortet.

Was für eine kranke Gesellschaft!
(#13) Bob meinte am 28.03.2007 dazu:
" Der BGH in Karlsruhe hat gestern ganz klar geurteilt: Betreiber von Internet-Foren müssen ehrverletzende Äußerungen von Nutzern entfernen, auch wenn die Betreiber selbst für die Einträge nicht direkt verantwortlich sind (Aktenzeichen: Bundesgerichtshof VI ZR 101/06). D.h spickmich.de wird sehr wachsam sein Internet-Forum überwachen müssen, um Ärger mit dem Staatsanwalt zu vermeiden. Ansonsten ist m.E. die spickmich-Plattform prinzipiell eine gute Idee, solange sich daraus kein mittelalterlicher Pranger im weltweiten Netz entwickelt.
(#14) Josef meinte am 28.03.2007 dazu:
" @Merten, so gefällt mir ihre Argumentation Zweifelsfrei besser.
zu 1. Diese Möglichkeit besteht, so weit ich weiß auch auf spickmich, als auch auf vielen Foren sofern die Admins über Solche Nachrichten in Kenntnis gesetzt werden.

zu 2.
a)-b) Gestehe ich gerne ein das ich mich eines besseren Belehren lasse. Diese Sichtweise, war mir als "normal" handelnder/denkender Mensch nicht gegenwärtig. Dummerweise bin ich mal wieder von mir selbst ausgegangen und ich würde ja so etwas nicht von mir geben.

c) Eingesehen

d) In diesem Punkt, glaube ich, dass die Schüler schon von vornherein kriminalisiert werden. Mir ist bekannt, dass die Mehrzahl der Schüler sich unter ihrem echten Namen angemeldet haben und ebenso, der Großteil, positives Feedback sind.
Es ist richtig, die Schüler aufzuklären was ihre Rechte und Pflichten sind, das es im Internet keine Anonymität gibt, wie sie vorgegaukelt wird.
Es ist jedoch falsch jedem Teilnehmer zu unterstellen er sei ein potenzieller Straftäter, das macht unser Staat schon zur genügen in vielen Bereichen.

e) Nun über die Bewertungskategorien lässt sich in der Tat streiten, ob diese sinnvoll sind oder eher der Zielgruppe angepasst. Die Zitate, werden so war es zumindest bei uns an der Schule der Brauch,
auch regelmäßig in der Schülerzeitung und natürlich in der Abizeitung veröffentlicht.
Aus eigener Erfahrung, ich bin dort angemeldet, weiß ich auch das in den letzten Wochen, seit dem erstellen dieses Berichts, deutliche Restriktion gibt, was das einstellen von Zitaten, Gerüchten und ähnlichem angeht.

f)Hier wurde an einer fast gescheiterten Exsitenz("Da der junge Mann zudem im April mit 1,3 Promille im Blut einen Verkehrsunfall verursacht hatte, wurde ihm auch gleich noch der Führerschein für ein Jahr entzogen."), möchte ich behaupten, auch noch ein Exempel statuiert. Wie oft sollen solche Urteile der Abschreckung dienen und treffen oft noch die falschen(Dem mutmaßlichen Drahtzieher und anderen verdächtigen Schülern konnte die Polizei nichts nachweisen).
Was außerdem die Gerichtsbarkeit der Schüler angeht, so muss man auch darauf achten ob diesen die überhaupt schon Strafmündig sind.

So nun hoffe ich noch das ich mich nicht all zusehr verzettelt habe und meine Antworten noch einen Sinn ergeben.

Abschließend möchte ich zusammenfassen, das ich Beleidigungen jedweder Art gut heiße noch billige.
Ich jedoch entschieden auflehne, wenn auf Grund weniger, eine Gruppe vieler verteufelt wird (gilt für die Schüler, als auch für die Lehrer).

@Antwort von Merten an supervisor
ich glaube er meinte meinen Kommentar

@Supervisor
In dem Beitrag ging es darum, das der Direktor einer Kölner Schule, wohl Strafanzeige gegen die Betreiber gestellt hat, da er eben die Integrität seiner Lehrer gefährdet sieht. Nebenbei wurde, dann noch von dem sehr erzürnten Abiturjahrgang berichtet, dessen Abschlussspaß von den Lehrern boikotiert worden war, da gerade von dieser Schule
einige der Schüler, in dem Forum wohl sehr "aktiv" waren.
Und da ärgerte mich eben die Kollektivstrafe gegen den Abijahrgang.

mfg
Josef (erst 25 aber bereit noch etwas zu lernen)
(#15) Kurt Gritsch meinte am 29.03.2007 dazu:
" Ich finde, ein solches Portal wie spickmich.de erschwert einerseits durch die Anonymität und andererseits durch das Verbreiten von Zitaten oder eigenen Äußerungen eine sinnvolle Evaluation.
Wie wäre es denn, wenn die betreffenden Schüler ihren vollen Namen nennen müssten, oder, falls sie das nicht wollen, nur ein vorgefertigtes Raster ausfüllen könnten?

Wir alle wissen doch, wie leicht sich denunzieren oder auch nur übertreiben oder einseitig darstellen lässt, wenn man nicht mit seiner Person dahinterstehen muss. Und gerade als Jugendlicher ist man geneigt, seine eigene Sicht der Dinge ziemlich undifferenziert und ungeschminkt als "Wahrheit" darzustellen.

Das Prinzip von spickmich.de finde ich sinnvoll, wenn es einer Evaluation dient, die auf Schwächen UND Stärken eines Lehrers eingeht, eine Evaluation, in deren Focus die Arbeitsweise und nicht die Persönlichkeit des Lehrers steht.

Kennen Sie, liebe Lehrerfreund-Diskutierende, aus eigener Erfahrung keinen Fall, wo ein Schüler behauptet hat, die schlechte Note bloß bekommen zu haben, weil "der lehrer mich nicht mag"?

Abgesehen von den rechtlichen Einwänden gegen die Handhabung von Äußerungen auf spickmich.de spricht vor allem dies dagegen, dass wir junge Leute nicht noch im Denunzieren ermutigen dürfen, sondern ihnen klarmachen müssen, wie man sachliche Kritik äußert und dazu auch steht.

Es braucht eine kritische Überprüfung der Einträge(diese könnte man auch einem Schülergremium übertragen, als Vorzensur)

Evaluation ja, Diffamierung nein.

Kurt Gritsch, 30,
Sta. Maria,
Graubünden, CH
(#16) Martin meinte am 29.03.2007 dazu:
" So sehr ich auch die Bemühungen der Macher schätze, im Kern bleibt dieses Angebot eine Art Pranger, an die Lehrer gestellt werden. Es wird die frustrierten Schülern die Möglichkeit gegeben, sich an ihren Lehrern öffentlich zu 'rächen'.

Wie würden andere Berufsgruppen so eine Seite sehen? Der Arzt, der Handwerker oder die Friseurin?

Ich hoffe das Angebot macht keine Schule und auch Lehrern wird das Recht eingeräumt, Fehler machen zu dürfen. Alles in allem sollte eine Evaluierung der Lehrerleistungen stattfinden (wie in Hochschulen üblich), aber bitte im Rahmen. Das Internet bildet diesen Rahmen jedenfalls nicht.
(#17) Johanna meinte am 29.03.2007 dazu:
" Ich find es gut das es sowas gibt weil da kamm man einfach mal richtig die meinung sagen wie man die Lehrer und alles mögliche so findet
(#18) versuch meinte am 30.03.2007 dazu:
" Ein Pranger ist ein Pranger und basta!

Keinem Lehrer kann zugemutet werden in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Wem hierfür die Einsicht fehlt, bei denjenigen stelle ich den Sinn für Freiheitsrechte in Frage.

Ich mach mal den Versuch an einem anderen Beispiel Verständnis zu wecken. In Europa herrschen mittlerweile sehr strickte Regelungen, was das Veröffentlichen von Bildern angeht, auf denen Personen zu erkennen sind. Das hatte mit dem Theater um Bilder von Carolin von Monaco zu tun. Der Streit ist durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht gelaufen. Ich halte es für vollkommen ausgeschlossen, dass für die Veröffentlichungen von Bildern etwas anderes gelten soll, als für die Veröffentlichung von Meinungen.

Es wird so viel von Würde des Menschen und Grundrechten geredet, dass man meinen sollte, die Bürger, oder mindestens Lehrer, wüssten wovon sie reden. Aber leider weit gefehlt.

Freiheitsrechte kollidieren
- Meinungsfreiheit (da weiß anscheinend jeder, worum es geht)
- Körperliche Unversehrtheit (auch die psychische)
- Informationelle Selbstbestimmung (als Ausfluss des allgemeinen Persönlichkeitsrechts.
- …

Kollidieren Grundrechte erfolgt eine Rechtsgüterabwägung. Wenn man jetzt meint, ein öffentliches Forum über private Personen hätten ein Übergewicht, muss man schon sehr ignorant sein. Zu dem muss man sagen, dass das Forum eine Zweckmäßigkeit nicht erkennen lässt. Niemand wird Entscheidungen auf Aussagen treffen, die weder objektiv, valiede und reliabel sind. Wo bleibt eure Wissenschaftliche Ausbildung??? Das wird ne Hexenjagt.
(#19) rip meinte am 31.03.2007 dazu:
" Josef schrieb:
>Nebenbei wurde, dann noch von dem sehr erzürnten
>Abiturjahrgang berichtet, dessen Abschlussspaß von
>den Lehrern boikotiert worden war, da gerade von
>dieser Schule einige der Schüler, in dem Forum wohl
>sehr "aktiv" waren.
>Und da ärgerte mich eben die Kollektivstrafe gegen
>den Abijahrgang.

Mich ärgert, dass Sie so etwas ärgert.
Ein "Abschlussspaß" ist eine freiwillige, vergnügliche Aktion, der sich die Lehrkräfte dann unterziehen, wenn ein menschliches Einverständnis zwischen allen Beteiligten vorausgesetzt werden kann. Wenn ein Jahrgang ein positives Verhältnis zu seinen Lehrkräften entwickelt hat, dann werden sowohl Schüler als auch Lehrkräfte Spaß daran haben, bei ein bisschen Blödsinn mitzuwirken.
Wenn ein Jahrgang mit seinen Lehrkräften auf Kriegsfuß stand und steht, dann gibt das den Schülern noch lange nicht das Recht, die Lehrkräfte öffentlich bloßzustellen und in demütigender Weise vorzuführen, wie es an einigen Schulen üblich zu sein scheint. Es ist mir schleierhaft, wie man sich als erwachsener Mensch zu so etwas hergeben kann.
Das ist der eine Aspekt.
Der andere ist, dass die Verweigerung einer Teilnahme an einem freiwilligen Spaß selbstverständlich keine "Strafe" ist. Und was das "Kollektiv-" angeht: Diejenigen Schüler, die nicht an den Schmähungen auf "spickmich" beteiligt waren, können nicht einfach so tun, als ginge sie das nichts an. Sie sind Teil dieses Abiturjahrgangs, und es liegt auch an ihnen, wie dieser Jahrgang in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Sie hätten also sehr wohl gegen die negativen Einträge der Mitschüler einige positive setzen können.
Nichtstun ist nicht automatisch mit Unschuld gleichzusetzen.
(#20) Mary meinte am 01.04.2007 dazu:
" Nachdem ich in spiegel-online von spickmich erfahren habe, habe ich (Lehrerin) mich mal als (erfundene) Schülerin meiner Schule angemeldet. Das ist jetzt seit über einer Woche niemandem aufgefallen. Ich hätte in der Zwischenzeit allen Kollegen gute (oder auch schlechte) Noten verpassen können. Diese Möglichkeit steht nicht nur mir offen, sondern auch allen anderen Kollegen, allen Eltern, Ex-Schülern auch jedem, der noch eine 'Rechnung' offen hat.
Dieses 'Forum' hat also recht wenig mit ernsthaftem feedback oder mit Evaluation zu tun, insofern halte ich die Beiträge von Hans, Georg und Josef für naiv.
Ganz davon abgesehen sind einige der Kriterien('sexy', 'cool', 'leichte Prüfungen')mehr als fraglich.
(#21) Anne meinte am 04.04.2007 dazu:
" Ist es Zufall, dass der Name "spickmich" an "fi..." angelehnt scheint (die 'moderne' Variante von "leckmich")?
(#22) Sarah meinte am 09.04.2007 dazu:
" Ich würde gern erfahren, wie sich die Initiatoren dieses Forums eine Wirkung auf das Verhalten einzelner Lehrer oder auch des Berufsstands vorstellen:
Lesen genannte Personen die Seite? Wenn ja, wie soll eine Auseinandersetzung über den Inhalt mit nicht genannten Verfassern stattfinden?
Wenn nein, bleiben Anschuldigungen stehen, ohne Möglichkeit zur Aussprache darüber?
In beiden Fällen: Bleiben Äußerungen der Verfasser für sie selbst ohne Konsequenz, anders als im direkten Gespräch? Was ist damit die Botschaft an die Schreiber?
Ich bin massiv befremdet, habe ich doch gelernt, dass der einzig anständige Weg bei Meinungsverschiedenheiten das direkte Gespräch zwischen Betroffenen ist.
Und nehmen wir einmal den besseren Fall an, dass ein angegriffener Lehrer die Chance erhält, mit dem Verfasser der Notiz ein Gespräch zu führen: Wird etwas eventuell richtig gestellt? Macht es damit die Veröffentlichung ungeschehen?
Sollen Differenzen künftig über das Netz ausgetragen werden, wenn das Schulleben doch nur über persönlichen Kontakt funktioniert? Niemand bestreitet, dass es ungeeignete Lehrer gibt oder dass es unangenehme Schüler gibt. Aber kann mir bitte jemand erklären, warum dieses Forum eine bessere Möglichkeit zur Lösung von Konflikten bieten soll, oder überhaupt eine? Soll das tatsächlich die Art von Umgang einleiten, den wir miteinander pflegen sollen, gerade auch in der Schule, wo persönliche Gespräche Voraussetzung für jeden Erfolg sind?
Und an die Verfasser von Kritik an ihren Lehrern: Seid ihr wirklich glücklich bei der Vorstellung, dass einmal über euch kritische, diffamierende, vielleicht aus dem Zusammenhang gerissene Äußerungen im Netz erscheinen könnten, anonym und hinter eurem Rücken?
Also wo ist nun der Vorteil dieses Forums?
(#23) Alfred meinte am 09.04.2007 dazu:
" Sarah hat die Problematik auf den Punkt gebracht, wobei mit dem "Forum" wohl die spickmich-Seite gemeint ist.
Ich habe mir die Seite einmal angeschaut und finde vor allem die Idee mit den Flop10 unerträglich. Da werden die 10 "schlechtesten" Lehrer namentlich vorgeführt, die natürlich anonym bewertet wurden.
Dass so etwas möglich ist, sagt mehr über die deutsche Bildungslandschaft und Umfeld aus, als alle Studien zusammen. Eine Gesellschaft, die diejenigen, welche ihnen Bildung und Werte vermitteln, derart fies behandelt, befindet sich auf einem kulturellen Sturzflug in die Dekadenz.
(#24) gabri meinte am 10.04.2007 dazu:
" hallo,Denunzierung finde ich nicht gut und zwar auf beiden Seiten(Schüler und Lehrer), da Lehrer oft Schüler als ihre Feinde betrachten und mit ihnen auch so umgehen, wird sehr viel an Persönlichkeit der jungen Leute gefährdet und sowohl Lehrer als auch Schüler leiden darunter. Hey, wie wäre es mit Supervision für die Kollegen Lehrer/Innen,z.B. Balintgruppen auf eigene Kosten in der Freizeit!? Für andere Berufsgruppen ist das längst Standard.
Und auch in den eigenen Reihen gibt es schon genügend, die regelmäßig davon profitieren.
Vielleicht können wir dann ganz auf solche Seiten verzichten.
(#25) schueler meinte am 08.05.2007 dazu:
" Hallo,
also ich würde einfach mal behaupten das halbwegs "normale" Schüler nicht zum Spaß Kritik ausüben. Zumindest kann man wohl sagen das 90% der Schülerschaft nicht völlig bescheuert ist. Also denke ich, dass man den Wahrheitsgehalt relativ hoch einschätzen kann. Die übrigen 10% geben in diesem Forum schon durch die Ausdrucksweise ihrer Kommentare zu erkennen das es entweder ein persönliches Problem mit dem Lehrkörper gab oder sie es nicht anders verdient haben bzw. hatten.
(#26) schakal meinte am 08.05.2007 dazu:
" @merten
"c) Ich bin kein Jurist, aber Sie sehen doch vermutlich ein, dass kein Staat und kein Rechtssystem der Welt mit einem absoluten Recht auf freie Meinungsäußerung Bestand haben könnte."

Sehr interessant. Wahrscheinlich sind sie auch in der Lage die Grenzen hierzu festzulegen.
Übrigens sind Volksverhetzung und freie Meinungsäusserung zwei Paar Schuhe.

Martin meinte am 29.03.2007 dazu:
" So sehr ich auch die Bemühungen der Macher schätze, im Kern bleibt dieses Angebot eine Art Pranger, an die Lehrer gestellt werden. Es wird die frustrierten Schülern die Möglichkeit gegeben, sich an ihren Lehrern öffentlich zu 'rächen'.

Ist ja gar nicht so dramatisch. Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Lehrer, aufgrund persönlicher Probleme mit einem Schüler, dessen Noten in den Keller geschickt hat. Fragt sich was die weitreichenderen Konsequenzen hat und wer hier am längerem Hebel sitzt.
P.S: Als Schüler kann man nicht zum Anwalt rennen und seine Noten anfechten.
(#27) Pitt meinte am 12.05.2007 dazu:
" cool mad
also ich sach ma,schlagt die schüler doch mit ihren eigenen waffen,besorgt euch einen freemail account oder so und bewertet euch und eure kollegen doch selber.
stattdessen labert ihr hier rum.....das ist arm
(#28) Destroyer meinte am 13.05.2007 dazu:
" Recht hat er der "Pitt" wink
(#29) Der Lehrerfreund meinte am 13.05.2007 dazu:
" @Pitt, Destroyer

Also mal im Ernst: Das wäre doch totaler Schwachsinn. Dann stünden auf den vorderen Plätzen nicht die besten/beliebtesten LehrerInnen, sondern die, die am heftigsten betrügen - und dann könnte man das Portal komplett in die Tonne kicken.
(#30) nN meinte am 14.05.2007 dazu:
" mad
Die Idee der Lehrerbewertung finfe ich grunssätzlich sehr gut. Jedoch sollte das nicht im WWW stattfinden, sondern von den Schulen selber durchgeführt werden. Meiner Meinung nach, wissen die meisten der älteren Lehrer nicht von spickmich.de und von daher ist die Aktion für sie nutzlos. Und natürlich, gibt es immer User die das Forum ausnutzen werden um diverse Unfreundlichkeiten von sich zu geben. Auch wenn diese wahr sind, sollten sie aus Höflichkeitsgründen nicht veröffentlicht werden, sondern schulintern geregelt werden. So könnte jede Klasse zu ihren Lehrer befragt werden (durch Fragebögen zB.), indem die Effizienz des Unterrichts, das Verhalten der Lehrkraft gegenüber der Schüler usw objektiv bewertet werden. Dadurch würden keine Äußerungen über die Atraktivität oder die Hobbys der Lehrkräfte publik werden, somit würden sie auch nicht in ihrer Person gekränkt. Aber gleichzeitig würden die Lehrer (natürlich, ohne zu wissen, wer ihn/sie wie bewertet hat) erfahren, wie sie sich im Interesse von den Schülern/Schülerinnen, und natürlich somit von sich selbst, ändern könnten. Letztendlich sollte auch die Schulleitung über die Bewertungen informiert werden, insofern sie besonders auffällig sind. Ob im Sínne von besonders beliebt bis zu gehasst, um darauf dann entsprechend reagieren zu können.

Tja, das war jetzt ein langer Text, ich hoffe man versteht meine Sichtweise... ;]

mfg...a student
(#31) Pauker meinte am 15.05.2007 dazu:
" Liebe Kolleg/innen,
sind wir also tatsächlich so humorlos, wie man es immer von uns behauptet? Ich hätte mich als Schüler jedenfalls diebisch gefreut, nach jahrelang ertragenen Beurteilungen jetzt endlich auch einmal bewerten zu dürfen. Rachebewertungen oder "Noten würfeln" wären mir sicher nicht in den Sinn gekommen; ich hätte mir richtig Mühe gegeben.
Im Übrigen können mir die Kolleg/innen, die mit 4,5 und schlechter bewertet werden, nicht wirklich leid tun, denn ein derartig vernichtendes Urteil kommt nicht von ungefähr, sondern weist deutlich in Richtung "Beruf verfehlt". Im Unterschied zu Pfeifen in anderen Berufen können wir uns hinter verschlossenen Klassentüren verstecken und still und heimlich unser Unwesen treiben - wenn es sein muss, bis zur Pensionierung.
(#32) Martin meinte am 20.05.2007 dazu:
" Hallo, ich finde http://www.spickmich.de als Grundidee eine nette Sache, aber ich verstehe nicht was in den Fragebögen über die Lehrer "sexy" zu bedeuten hat. Ich meine, welcher 16-jährige Schülerin bzw. Schüler findet eine Lehrerin bzw. Lehrer über 30 noch sexy. Ausserdem kann man und soll man auch nicht als Lehrer sein Aussehen vor Schülern verbessern. Meiner Meinung nach werden Lehrer oft genug in den "Dreck" gezogen, obwohl es viele Lehrer gibt, die einen 1A unterricht leisten. Natürlich ist es erschreckend, was Lehrer manchmal leisten, jedoch gibt es in jedem Beruf gut und schlecht.

Allerdings ist es von höchster Priorität nach meiner Ansicht das die Schüler auf Seiten wie http://www.spickmich.de Anonym bleiben, denn wenn sie es nicht wären haben Lehrer diese sehr schnell auf dem "kicker", d.h. sie benachteiligen einzelne Schüler.

Meiner Meinung nach dürften sich Lehrer nicht beklagen, sie verdienen gut, haben viel Freizeit. Doch sie müssen sich keinesfalls alles bieten lassen.
(#33) Martin (ein anderer) meinte am 20.05.2007 dazu:
" "Meiner Meinung nach dürften sich Lehrer nicht beklagen, sie verdienen gut, haben viel Freizeit."

Hallo Namensvetter,

Gib mal "durchschnittliche Arbeitszeit Lehrer" bei Google ein. wink
(#34) Martin (der von vorhin) meinte am 22.05.2007 dazu:
" Ok, habe ich gerade gemacht.
Zunächst möhte ich kurz sagen, ich bin 14 Jahre und gehe aufs Gymnasium, deshalb ist mein folgender Text vlt. falsch, und ich schätze den Beruf "Lehrer" sehr, da ich ohne sie keine Ausbildung hätte.

Jetzt zu meiner Antwort:

In dem Artikel steht
"In Bayern haben Lehrer an Grundschulen 29 Pflichtstunden pro Woche"

sind dass nun 29 Schulstunden (45min) oder volle Stunden (60min). Wahrscheinlich sind es volle Stunden. Obwohl mir das sehr viel vorkommt, denn nur die morgendlichen stunden sind 30 Schulstunden d.h. 22,5h. Hat ein Grundschullehrer 6,5 volle Stunden Nachmittagsunterricht???

Nach dem Artikel zu Folge schon, und da dieser von einer unabhänigen Zeitung stammt wird es wohl so sein.

also sind wir nun bei 29 Pfilichtsunden und für die Vorbereitung 16h ( 32min*29).*

29h
+16h
40h

*Es kommt noch die Korriegierrate hinzu, da jede Klasse in einem Hauptfach 4 Arbeiten in BW pro Jahr schreibt, muss ein Lehrer in Mathematik mit vlt. 6 Klassen rund 720 Arbeiten im Jahr korriegieren, pro Arbeit braucht er vlt. 15min, also Insgesamt im Jahr 155h hinzu, das wären mit einem 8h Tag, 27,5 Tage.

Also hat ein Lehrer mit Vor+Nachbereitung eine 40h Woche, was zur heutigen Zeit normalen Ansprüchen entspricht.

Zu den Ferien: 30 Tage Frei

An einer schule mit 1000 Schülern und ca. 100 Lehrern gibt es einen Studiendirektor und 3 Leute die die Stundenpläne erstellen. Für diese fallen die Sommerferien weg,für die restlichen 97 nicht, das heißt sie haben ihre vollen 6 Wochen an Urlaub frei. Sagen wir sie brauchen im Jahr mindestens die Pfingstferien+Faschingsferien für Fortbildungen. Also fehlen noch Herbstferien (5 Tage, Weihnachtsferien (2 Wochen) auch nochmals 10 freie Tage und Osterferien, nochmals 10 freie Tage,

Also 25 freie Tage.


Hmm, ich muss feststellen Lehrer arbeiten sogar 2,5 Tage mehr als "normale Arbeiter, das heißt 20h mehr.Jedoch können sie sich diese Zeit frei einteilen, das ist dann wohl der einzigste Vorteil den sie haben.



Wenn ich irgendwas falsch gemacht habe, einfach sagen.
(#35) Wolfgang meinte am 02.06.2007 dazu:
" Hallo Pauker - muss Dir absolut recht geben !!!
(#36) Rudolf Brinkmann meinte am 03.06.2007 dazu:
" Ich als Lehrer darf aus Datenschutzgründen Noten nur einem Schüler persönlich mitteilen. Die Mitteilung vor der ganzen Klasse ist verboten und kann ein strafrechtliches Verfahren nach sich ziehen.

Im Gegenzug dürfen Schüler Lehrer in aller Öffentlichkeit anonym bewerten.
Das kann so nicht rechtens sein.

Ich habe nichts gegen eine Bewertung durch Schüler,
diese ist mir sogar sehr wichtig.
Ich lasse mich und meinen Unterricht regelmäßig durch Schüler bewerten.
Das geschieht aber nicht in aller Öffentlichkeit, sondern im Klassenraum.
Ich bemühe mich einen guten Unterricht zu machen.
Objektive Schülerkritiken tragen dazu bei, den Unterricht und das Klassenklima zu verbessern.
So etwas gehört nicht an die Weltöffentlichkeit.

http://brinkmann-du.de

Rudolf Brinkmann
(#37) Pauker meinte am 03.06.2007 dazu:
" Hallo, Herr Brinkmann,
ich finde es sehr lobenswert, dass Sie sich und Ihren Unterricht regelmäßig der Schülerkritik stellen, doch Sie sind sich schon darüber im Klaren, dass Sie damit zu den absoluten Ausnahmen gehören, oder? Wir kennen doch beide genügend Kollegen, die von Kritik nichts wissen wollen und sich auch gar nicht verbessern wollen, weil sie a) wissen, dass sie das nicht können oder b) zu bequem für Veränderungen sind. Genau diese Kollegen meinte ich in meinem ersten Kommentar, als ich von "Pfeifen" sprach.
Schüler leiden manchmal jahrelang unter diesen schwarzen Schafen. Nun haben sie mit "spickmich" wenigstens ein Ventil. Die "Weltöffentlichkeit" erfährt wohl kaum davon, da die wenigsten Lehrer die Seite "spickmich" kennen und auch noch viele Schüler davon noch nichts mitbekommen bzw. schon wieder die Lust daran verloren haben.
(#38) Schüler 57290 Gymnasium meinte am 04.06.2007 dazu:
" Hallo!

An unserer Schule wurden heute einige Schüler der 9. Klasse im Unterricht aufgerufen und zu einem "Gespräch" mit dem Schulleiter, sowie einem anderen Lehrer gerufen. Dieser zweite hatte sich bei spickmich.de als 13-Klässler angemeldet und die Daten/Bewertungen der Lehrer ausgedruckt. Die wenigen angemeldeten Schüler wurden unter Druck gesetzt und als "Kriminelle" dargestellt...
Als diese Schüler sich bei dem am schlechtesten bewerteten Lehrer entschuldigen mussten, fragte dieser sogleich, wie sie ihn bewertet hätten. Er veranlasste die Schüler dazu, aufzuschreibe, wer welchen Lehrer wie bewertet hat. Dies wird dann den Kollegen gezeigt, um die "Schuldigen" völlig zu entblößen und ihr "unverantwortliches" Verhalten zu bestrafen.

Man sollte doch nicht vergessen, dass alle Leute wissen: bei spickmich werden Lehrer von SCHÜLERN bewertet. Sich so darüber aufzuregen ist also völlig lächerlich. Und sich als 13-Klässler bei spickmich anzumelden gibt den Schülern wohl kein besseres Beispiel.

Ich komme mir hier vor wie im Kindergarten...
(#39) Destroyer meinte am 05.06.2007 dazu:
" da kann man mal sehen wie kritikfähig 90 % der lehrer sind.
dieses beispiel bestätigt eindrucksvoll wie nötig so eine seite wie spickmich ist.
ich verabscheue auch beleidigende und unehrliche kritik,aber bewertung an sich ist ,wie man sieht,nötiger den je.
jetzt werden einige dieser sog.pädagogen die man auf unsere unschuldigen kinder loslässt,endlich mal ans
tageslicht gezerrt.
ich bin der meinung ,das man lehrer die nicht fähig sind sich der lernsituation anzupassen,aus dem schuldienst entfernt werden müssen,das beamtentum stelle ich hiermit generell in frage und fordere eine leistungsgerechte besoldung.

wenn 90% der arbeitnehmer so eine arbeitseinstellung an den tag legen würden wie
eine viel zahl von lehrern würde unser bruttosozialprodukt dem eines dritte welt staates entsprechen.

was das beamten-denken bei der telekom fabriziert hat kann man ja aktuell sehen.

und dem schüler rate ich die sanktionen die er erleiden muß,mal einem anwalt zu erläutern,würde mich mal interessieren wie sich das mit dem recht auf freie meinungsäußerung verträgt.
---pfui sag ich da nur---
(#40) Pauker meinte am 05.06.2007 dazu:
" Verehrter Destroyer,
ebenso wie Sie bin ich empört über Kollegen bzw. Schulleiter, die die Inquisition wieder einführen, nur weil einige Schüler "spickmich" gespielt haben. Entsetzt bin ich aber auch über die haarsträubenden Stammtischäußerungen, aus denen der Rest Ihres Kommentars besteht. Über schwarze Schafe sind wir sicher einer Meinung (s. Kommentar v. 3.6.07), aber diese schwarzen Schafe sind in der Minderheit, in der Herde wie in der Schule!
(#41) Destroyer meinte am 05.06.2007 dazu:
" das kann ich leider nicht so dar stehen lassen "pauker".
ich arbeite an einer schule und bilde mir ein, sehr wohl zu beurteilen wie es um die arbeitseinstellung
von den besagten 90 % steht,ich bleibe dabei .
mit stammtisch hat das nichts zu tun ,sondern mit
weltoffenheit und berechtigter kritik.
wenn sie zu den 10 % gehören,meinen glückwunsch dann brauchen sie sich auch nicht sorgen um ihre besoldung machen,was spricht den dagegen lehrer nach stunden oder pauschal nach arbeitsleistungen/blöcken zu bezahlen ?????????????????

dann sehen sie mal wie schnell sich die faulen eier verflüchtigen,gehen sie mal in gedanken durch ihr lehrerzimmer und bewerten sie mal ihre eigenen kollegen (oder die die sich dafür halten) und dann
antworten sie mir nochmal.

viele grüße destroyer
(#42) Pauker meinte am 05.06.2007 dazu:
" Also, Destroyer,
ich habe nachgezählt und bin auf sechs Pfeifen von 29 Kollegen/Kolleginnen gekommen. Von diesen Sechs kann man Dreien lediglich vorwerfen, dass sie ihren Job machen und darüber hinaus gar nichts. Die restlichen Drei sind Oberpfeifen und erledigen nicht mal die Pflichtbereiche zufriedenstellend. Alle 23 verbleibenden Kollegen übernehmen Zusatzaufgaben, nehmen sich Zeit für die Schüler (auch in der Freizeit), haben Projekte laufen, bilden sich weiter, betreuen Berufsanfänger, planen zusammen Unterrichtseinheiten, organisieren Schulaktivitäten ...
Gut, ich gebe zu, dass es mir lieber wäre, gar keine faulen Lehrer in unserem Kollegium zu haben, aber 1. finde ich die Fleißigen-Quote nicht schlecht und 2. geht es in der viel zitierten freien Wirtschaft doch auch nicht anders zu - auch dort gibt es Faule und Fleißige, Auf-die-Uhr-Gucker und Engagierte. Und die meisten werden nicht nach Leistung, sondern nach Tarif bezahlt.
Man muss sich damit abfinden, dass es (auch) in diesem Bereich keine Gerechtigkeit geben kann, denn es ist unmöglich, gerechte Maßstäbe zu finden. Wer soll mehr verdienen: der Deutschlehrer mit 3 Deutschklassen, der viel öfter am Schreibtisch sitzen muss als sein Kollege mit den Fächern Sport und Mathe, oder soll vielleicht derjenige den höchsten Bonus bekommen, der sich am meisten um die Probleme seiner Schüler bemüht und auch in den Pausen den Stoff so lange erklärt, bis ihn alle verstanden haben und nachmittags noch Hausbesuche bei Eltern macht?
Ich will damit nur erklären, wie schwierig und meiner Meinung nach unmöglich die Bezahlung nach Leistung ist.

Viele Grüße
(#43) Marcel meinte am 05.06.2007 dazu:
" Sie arbeiten an einer(!)Schule und können die Arbeitseinstellung von rund 800.000 Lehrerinnen und Lehrern an deutschen Schulen beurteilen?

Respekt!
(#44) Destroyer meinte am 06.06.2007 dazu:
" "Hallo Redaktion"

könnte es sein das Sie ein "biiiiischeeeen"
parteiisch sind ????????? grin

Danke "Pauker" Sie sind ein korrekter Gesprächspartner,mit Ihnen würde ich gerne zusammen-arbeiten. Gruß

Destroyer - meinen Sie die Lehrerfreund-Redaktion? Worum geht's?
Anmerkung Lehrerfreund 06.06.2007
(#45) Db meinte am 06.06.2007 dazu:
" Zu Punkt 2. von "Pauker" (wie geht es in der "freien Wirtschaft" zu) empfehle ich das Buch des Stanford-Professors Robert I. Sutton mit dem drastischen Titel "Der Arschloch-Faktor" (Hanser-Verlag 2006). Die durch den Untertitel "Vom geschickten Umgang mit Aufschneidern, Intriganten und Despoten in Unternehmen" zu vermutenden Verhaltens-Tipps kommen zwar etwas zu kurz, aber die teilweise anekdotischen Beschreibungen sind köstlich zu lesen. Parallelen zu Lehrer-, aber auch Klassenzimmern (!) mag jeder selbst ziehen.
(#46) Heiko meinte am 14.06.2007 dazu:
" Hallo miteinander, und schön, dass die so viel zitierte Seite mal wieder Bewegung in einen Berufsstand bringt, den man zu großen Teilen aufgrund seiner hohen Flexibilität schon beinahe für leblos gehalten hätte. Lehrer, solche wie solche, machen sich hier Gedanken über Dinge wie Wahrheit und Gerechtigkeit, wobei es eher anmutet wie die Anwendung einer "Verwaltungsvorschrift zur Minderung von Auswirkungen aufgrund kreativen Schülereinsatzes". Zum Juristischen soviel: wer denkt, er könne sich einer derartigen Aktion entledigen, indem er juristisch was auch immer unternimmt, der tut genau das, was man von einem "schlechten Lehrer" erwartet. Er beschäftigt sich keinesfalls (ggfs. auch selbstreflektiert) mit der eigentlichen Kritik, sondern nölt an Form und Stil herum. Das mag "Zeitgeist" sein, und vielleicht ist es eines der Hauptprobleme unserer permanent reformierten Gesellschaft, es kommt nicht mehr auf den Inhalt an, sondern die "Verpackung" zählt. Klasse, Führsorgepflicht und Justiz werden dann sicher auch die scheinbar ja doch vorhandenen Probleme lösen ?!
Wer noch ein wenig weiter denkt (und jetzt lassen wir meiner subjektiven Einschätzung nach mal grob 75% Lehrer hinter uns) kommt möglicherweise auf die Idee, das Wahrheit und Gerechtigkeit keine Einbahnstraßen sind. Und war es nicht gerade erst in den letzten Jahren, dass monatlich neuerliche Statistiken eindeutig belegten, wie "gerecht" viele Lehrer arbeiten. Der Unterschied scheint mir, dass der Lehrer seinen Beruf bereits hat und in der Regel recht gut versorgt ist, also die eine oder andere "Ungerechtigkeit" in einem Schülerkommentar vermutlich schadlos überstehen wird. Umgekehrt leiden aber tausende Schüler an den nachgewiesenermaßen ungerechten Wertungen ihrer Lehrer. Und die haben oft keinen Dienstherren mit Fürsorgepflicht sondern wunde Finger vom Schreiben von Bewerbungen.
In diesem Sinne wünsche ich jenen, die noch Verständnis für Kreativität aufbringen und erkennen können, dass man ein an sich gutes System vielleicht an mancher Stelle auch überarbeiten kann viel Vergnügen beim Genuss einschlägiger Seiten. Sie sind vermutlich kaum diejenigen, die ünbermäßig unter falschen Kommentaren leiden müssen. Jene anderen jedoch, die Lehrer immernoch für allwissende Gerechtigkeitsinhaber halten, mit rundum-sorglos-Dienstherren-Garantie und Matritzen aus 1960, denen sei gesagt, dass mir verbal kaum etwas einfällt, was ihre "Schuld" an dieser Gesellschaft und dem schlechten Ruf von Lehrern allumfassend beschreiben kann.
In diesem Sinne, schaun wir mal, was geschehen wird ....
(#47) DH meinte am 15.06.2007 dazu:
" Hallo zusammen! Schüler, die es nötig haben sich anonym auszuko.... ähem...auszutoben haben meiner Meinung ein grundsätzliches Problem, weil sie nicht in der Lage sind ein Gespräch mit der entsprechenden Lehrkraft zu suchen. Auch denke ich, dass insgesamt die Zahl derer, die Negatives über Lehrer schreiben größer ist. Wer macht sich schon die Mühe in der Öffentlichkeit jemanden zu loben. Die Seitenbetreiber argumentieren, dass auch die Lehrer sich wie andere Berufsgruppen einer öffentlichen Bewertung stellen müssen. Welche anderen Berufsgruppen bitte? Beispiele wären toll. Zudem können sich die guten Lehrer "freuen", die evtl. von einer siebten Klasse in aller Gemeinschaft runtergewertet werden, weil es vielleicht gerade im Klassenklima krieselt. Nun ja - wenn die Schüler einem guten Lehrer ein 5 geben, werden sie hoffentlich auch wie eine 5 behandelt.
Abgesehen davon ist es fraglich ob z.B. Schüler der SI überhaupt halbwegs objektiv nach den dort genannten Kriterien urteilen können.
Spickmich.de ist kein Spass! Wenn dem so wäre, wäre im Gegenzug auch eine Website lustig, in der Lehrer über Schüler - natürlich bei voller Namensnennung usw. - urteilen könnten. Kriterien: Arbeitshaltung, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Bekleidung, Ausdrucksfähigkeit usw.
- leider ist dies aber nicht zulässig
Bis dahin .....
(#48) Barbara meinte am 17.06.2007 dazu:
" DH spricht mir aus der Seele. Wir Lehrer könnten doch mal die Zeugnisse der Schüler (inclusive Verhaltens- und Mitarbeitsnote) öffentlich ins Netz stellen! Auf den Aufschrei der Elternschaft und die zu erwartende Prozesswelle müssten wir sicher nicht lange warten.
Spickmich ist etwas für feige Schüler, die sich nicht trauen, direkt mit dem Lehrer zu reden! Auf keinen Fall gehören solche Beurteilungen ins Netz!
(#49) Schülerin meinte am 17.06.2007 dazu:
" Nach einigem Mitlesen wollte ich mich dann doch noch zu Wort melden hier.

Ich denke einiges was diese Internetplatform angeht wird hier ziemlich überdramatisiert. Sicherlich ist es für einen Lehrer keineswegs schön negative Kommentare zu lesen, aber einwenig Kritik muss man nunmal in dieser Welt einstecken können.
Ich habe mich mal aus Interesse bei spickmich.de angemeldet um mal sehen wie meine (ex-)Lehrer beurteilt werden. Wirklich schlimm fand ich die Bewertungen nicht.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich 100&#xig; hinter den Schülern stehe, die manche Kommentare geschrieben haben. Ich muss Ihnen, DH zustimmen, dass Schüler der SI nicht unbedingt in der Lage sind ihre Lehrer zu beurteilen. Denn nach 13 Jahren Schule blickt man schon anders zurück und kann sagen, dass der eine oder andere Lehrer, den man früher schlimm fand einem im Nachhinein doch recht viel beigebracht hat und dass einige Lehrer letztlich wohl doch nicht soooooo schlimm sind, wie man immer meinte.

Ich bin dennoch der Meinung, dass man den Schülern eine gewisse Freiheit lassen sollte ihre Lehrer zumindest zu bewerten. Viele werden ganz von alleine darauf kommen, dass Lehrer auch nur Menschen sind und nicht wie es bei uns irgendwann in einer Abizeitung stand "Ausgeburt der Hölle".
Ernstzunehmen sind die Kommentare auf der Seite meiner Meinung nach nicht. Schülerbewertungen sind subjektiv und was man nach einer schlechten Klausur denkt ist unter Umständen nicht das, was man dann hinterher von einem Lehrer denkt nachdem er einem doch noch eine bessere Zeugnisnote gegeben hat.

Warten wir einfach mal ab was sich auf dieser Seite so ergibt und was dort für Kommentare auftauchen und hoffen einfach mal darauf, dass zu schlimme Kommentare von den Admins gelöscht werden...

Liebe Grüße
Schülerin
(#50) Barbara meinte am 17.06.2007 dazu:
" Genau das zeigt mir, wie sehr das Gefühl für die Persönlichkeitsrechte des einzelnen schon nachgelassen hat (ich klinge wie meine Großmutter!).
Es geht mir hier vordergründig nicht um miese Kommentare, die ja hoffentlich ausgemerzt werden, sondern um das "Zeugnis" grundsätzlich. Ich möchte nicht, dass sich Schüler öffentlich über meine Coolness oder meine sexuelle Attraktivität äußern, das tangiert meine Intimsphäre. Sollte da irgendwo etwas auftauchen (Gott sei Dank bis jetzt noch nicht), würde ich sofort auf Unterlassung klagen.
Ich schreibe so etwas ja auch nicht über Schüler und stelle es ins Netz!
(#51) Horatio meinte am 19.06.2007 dazu:
" Ungeachtet der Tatsache, dass ich grundsätzlich ihrer Meinung bin halte ich eine Unterlassungsklage für äußerst unklug, da eine solche unter Umständen auf öffentliches Interesse stoßen könnte und dadurch viel mehr Leute auf diese Seite aufmerksam werden würden, Ihr "Zeugnis" also noch mehr Aufmerksamkeit erhielte...
(#52) DH meinte am 19.06.2007 dazu:
" :Horatio; über SPICKMICH.DE wird bereits im Fernsehen, Radio, Videotextseiten, Internet, Zeitungen und in Schulen diskutiert. Ich frage mich, wie man nach deiner Meinung noch mehr Aufmerksamkeit mit einer Unterlassungsklage erreichen sollte. Von wegen "schlafende Hunde wecken" - die "Hunde" sind bereits schon hellwach.
(#53) Horatio meinte am 19.06.2007 dazu:
" Ich habe erst durch den Lehrerfreund von der Seite erfahren und von unserer Schule dort auch noch keine angemeldeten Schüler, geschweige denn bewertete Lehrer entdecken können, was vielleicht daran liegt, dass unsere Schule eher im ländlichen Bereich liegt. Jedenfalls denke ich, dass die Aufmerksamkeit die durch eine Unterlassungsklage ausglöst wird sich eher direkt auf das Profil von Barbara als auf die Seite im Allgemeinen richten würde.
(#54) Malte (Schüler) meinte am 20.06.2007 dazu:
" Hallo erstmal,

ich hab zwar nicht alles hier gelesen, aber ich muss mich doch wundern, dass einige leute hier krampfhaft versuchen zu beweisen, dass spickmich.de rechtswidrig ist.
Meine Güte! Wenn das alles erwiesen ist, frage ich mich warum noch niemand spickmich erfolgreich verklagt hat. Soviel dazu.

Zur Fairness: Ich habe an meiner Schule noch keine einzige Beleidigung gelesen. Weiterhin entsprechen alle Durchschnittsbewertungen mit meinen Erfahrungen überein.

Zur Fairness von Lehrern:
Weiter oben hab ich irgendwo mal gelesen, man kämpfe gegen einen unsichtbaren Feind, da diese Seite anonym ist. Genau deshalb ist diese Seite anonym. Damit Lehrer NICHT gegen die Schüler vorgehen können. Das manche Lehrer es nun pauschal probieren, ihre Schüler vor spickmich warnen und ihnen die seite verbieten wollen, ist meiner meinung nur ein akt der verzweiflung und der angst. peinlich.

Sowieso scheint sehr viel angst zu herrschen. Meiner Erfahrung nach völlig unnötig. Denn wer nicht grottenschlcht in seinem Beruf ist, bekommt auch keine schlechten bewertungen.

Meine Lehrer wehren sich schon seit jahren wehement gegen jegliche kritik von schühlerseite. in unserem schulforum wird der admin gezwungen kritik, oder auch nur erwähnungen von lehrern zu einzuschränken bzw. gleich ganz zu löschen.
Meine Lehrer haben nicht nur angst das ihrer namen im internet, zB auf der schulhomepage landen, es gibt noch nichtmal eine leherliste mit den entsprechenden abkürzungen neben dem vertretungsplan. lächerlich.

Nur haben sie nicht mit dem potential des WWW gerechnet. Jetzt ist ihnen die kontrolle komplett entglitten. Pech gehabt. wer zu spät kommt, den bestraft das leben. in diesem fall mit machtlosigkeit.

MfG
Malte
(#55) Heiko meinte am 20.06.2007 dazu:
" Hallo nochmal, alle miteinander,

und es juckt doch in meinen Fingern, nochmal etwas nachzlegen:
Ich empfinde, dass allein schon die Diskussion hier zeigt, wie es um das Schulsystem bestellt ist. Zwar profitieren gerade die Lehrer mit den alten Konzepten und Kopien immer noch davon, dass erhebliche Teile der Eltern einer Konfrontation lieber aus dem Wege gehen, aber eines ist doch sicher: so wie jeder seine Schulzeit erlebt, so wird er in Zukunft über Schule denken. Zu meiner Schulzeit gab es, und mich würde wundern wenn es heute anders wäre, menschliche, engagierte und kritikfähige Lehrer, und andere, die eben immer weniger dieser Eigenschaften ausgeprägt ihr Eigen nennen durften. Wundersamerweise waren erstere Charaktere auch eher die Anspruchsvolleren und Fordernderen (Fördernderen), letztere Typen hingen eben ihre Zeit so ab. Heute wird das nicht anders sein, wobei sich aus meiner Erfahrung allerdings die Quantität ungünstig verschoben hat. Die nun entstehende Aufgeregtheit zeigt nur, wie genau die "Betroffenen" die Situation und ihr eigenes Versagen kennen. Ihnen sei gesagt, dass sie die Früchte Ihrer Saat ernten werden, in noch kritischeren Eltern die das ja auch hinreichend empirisch nachgewiesene Versagen großer Teile dieses Berufsstandes noch deutlicher und umfänglicher hinterfragen werden und dann hofentlich endlich damit beginnen werden, die engagierten Kollegen zu unterstützen und den anderen die absolute Überalimentierung zu entziehen. Der Lehrerberuf, richtig ausgeübt, ist nicht überbezahlt, aber seit Jahrzehnten erhalten große Teile dieser Gattung eher eine Stillhalteprämie, damit sie auch die sinnfreien Vorgaben aus der Politik schweigend ertragen. Ein großer Teil ist einfach zu satt, und das wird sich in den kommenden zehn Jahren sicher ändern ...
In diesem Sinne eine weiterhin inhaltsreiche Diskussion um Dinge, die eben so nicht kontrollierbar sind, und in weiten Teilen lange überfällig ...
(#56) Barbara meinte am 20.06.2007 dazu:
" Nur eine Anmerkung: Beleidigungen zu veröffentlichen ist in Deutschland strafbar! Keine Zeitung würde etwas Derartiges abdrucken - warum soll das im Internet anders sein? Rechtliche Grundlage ist das Grundgesetz (Schutz der Persönlichkeit). Allerdings beginnt die Strafverfolgung erst, wenn der einzelne Betroffene den Antrag stellt - und hier liegt der Hund begraben: Viele Lehrer haben keine Ahnung, was über sie veröffentlicht wird.
(#57) DH meinte am 20.06.2007 dazu:
" //Malte (Schüler): Dir scheint die Situation noch nicht gannz klar zu sein. Auf Spickmich.de kann jeder - JEDER - sich anmelden (anonym) und irgendein wirres Zeug über Lehrer verbreiten. Und genau darin liegt der Unterschied zur Meinungsfreiheit. Die ist nämlich immer personenbezogen (darunter fallen auch angeblich anonyme Leserbriefe in der Tageszeitung). Im Internet gibt es eine echte Anonymität (sieht man mal von der extrem aufwändigen Ermittlung über Staatsanwaltschaft/Anbieter/Provider usw. ab. Übrigens betreffen derartige Portale nicht nur Lehrer, sondern auch Schüler. Wie würde es dir gefallen, wenn über dich mal so richtig hergezogen wird. Beispielsweise könnte ja einem deiner Lehrer oder Mitschülern einfallen, sich anonym irgendwo anzumelden und dich auch im Internet bloßzustellen. Wie wäre das?
Eine dearartige Bewertungsseite für Ärzte oder Handwerker wäre auch "lustig". Da würde das Praxissterben/Geschäftssterben erstmal so richtig losgehen. Es geht um viel mehr als "nur" um Lehrer. Oder: Du kannst ja z.B. mit deinen Freunden mal deine und ihre Eltern in einem Internet Portal bewerten. Die werden sich freuen.
(#58) Schülerin meinte am 20.06.2007 dazu:
" Ich denke, dass hier dennoch etwas übertrieben wird. Es mag nicht wirklich angenehm sein, weder als Lehrer noch als Schüler wenn über einen hergezogen wird, allerdings muss man überhaupt mal gucken in welchem Maße.
Ich kann momentan nur von meiner (ex-)Schule sprechen und da habe ich eigentlich keine wirklich schlechten Kommentare gelesen und die paar nicht wirklich guten Noten (waren eher im 4er Bereich) zum Thema Unterrichtsgestaltung sollte sich ein Lehrer meiner Meinung nach nicht zu sehr zu Herzen nehmen, bzw. einfach mal drüber stehen.
(#59) Heiko meinte am 21.06.2007 dazu:
" @Barbara: "Viele Lehrer haben keine Ahnung" - leider allzu wahr, und es bezieht sich keineswegs nur auf Veröffentlichungen über ihre Person. Insgesamt erwähnte ich bereits zuvor, dass die Reduzierung der Angelegenheit auf ein juristisches Problem lehrertypisch sein mag, in der Sache jedoch nichts zu bewirken vermag, da keine Ursachen gebessert werden, sondern nur Symptome unterdrückt.

@DH: inzwischen ist es möglich sich für nahezu alles ein Forum zu schaffen und Ansichten zu veröffentlichen. Seit Ewigkeiten, und da meckert keiner, kann man Hotels/Restaurants etc. und Servicekräfte bewerten, vom freundlichen Lächeln über die knappe Bluse einer DDplus-Kraft bis hin zu vielleicht wichtigeren Dingen, je nach gusto. Auch "Liebesdienerinnen" sind öffentlichen Bewertungen ausgesetzt.

Zur Diskussion allgemein fällt mir noch ein: wenn doch so viele Leher ihren Job so gut machen, wieso kommt es dann zu diesen "Entgleisungen"? Wären nicht gut gebildete Schüler in ihrer Mehrheit dann aufgrund ihrer Werthaltungen abgeneigt, sich an derlei "Teufelszeug" zu beteiligen? Oder hat der Unterrichtsausfall gerade diesen Part ausfallen lassen? Also, Schüler sind auch das Produkt von schulischer Erziehung und Bildung, und wenn da Auswüchse erkennbar werden dann sind es eben auch Lehrer, die mehr tun sollten als Jammern und Klagen ...
(#60) DH meinte am 21.06.2007 dazu:
" Heiko: "Seit Ewigkeiten, und da meckert keiner, kann man Hotels/Restaurants etc. ..."

Und wie da gemeckert wird. Teilweise wird sogar Geld geboten, damit (ungerechtfertigte) Kritiken zurückgenommen werden. Bin mal gespannt, wann Schüler auf diese Weise ihr Taschengeld aufbessern. Vom Wertungssystem bei Spickmich halte ich z.B. den Punkt "leichte Prüfungen" für völlig unangebracht. Nur weil Hein Blöd und Freunde (Anm.: der von Käpt'n Blaubär wink ) die Prüfung mal wieder nicht schafft, setzt er eine "6" für "zu schwer" und schon ist eine möglicherweise gerechte Beurteilung des Lehrers wieder dahin. Völliger Quatsch das Ganze. Zudem macht es schon einen Unterschied, ob in irgendeinem versteckten Forum Schüler einer Schule über Lehrer/Mitschüler herziehen oder ob Personen öffentlich und systematsch diffamiert werden. Zudem sollte auch respektiert werden, dass unabhängig (!) von der Bewertung einige Lehrer nicht "präsentiert" werden wollen. vgl auch: Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 Grundgesetz. Außderdem sollte man (statistisch) immer berücksichtigem, dass die Öffentlichkeit grundsätzlich eher motiviert ist jemanden negativ als positiv zu beurteilen. Ein Blick in die Tagespresse bestätigt das!
(#61) Thomas meinte am 21.06.2007 dazu:
" @Heiko
"Wären nicht gut gebildete Schüler in ihrer Mehrheit dann aufgrund ihrer Werthaltungen abgeneigt, sich an derlei "Teufelszeug" zu beteiligen?"

Genau da liegt evtl. der Hund begraben. Schüler die mit ihren Lehrern gut auskommen verspüren deutlich weniger das Bedürfnis über ihre Lehrer zu urteilen und wenn, dann in einem direkten Gespräch. Das würde bedeuten, der Anteil an Schülern, die z.B. mit mir nicht zurecht kommen, kann real relativ klein sein, würde aber durch das höhere Bedürfnis nach Wertung einen relativ hohen Anteil der Wertungen ausmachen.

Als Beispiel ohne auf eine gesicherte Datenbasis zurückgreifen zu können:
Wenn von 100 positiv gestimmten Schülern nur 5 das Bedürfnis auf einen Kommentar haben, dazu von 10 negativen aber 7 meinen mich runterputzen zu müssen (schließlich ist man ja in dem Moment richtig sauer), komme ich auf eine relativ ungünstige Wertung.

Ich habe keine Angst von meinen Schülern bewertet zu werden. Aber das mache ich dann doch lieber innerhalb meiner Klasse mittels "annonymen" Fragebogen (manche Schriften erkennt man einfach, ob man will oder nicht).

Gruß
Thomas
(#62) Pauker meinte am 22.06.2007 dazu:
" Locker, bleiben, liebe Kollegen/Kolleginnen!

In ein paar Monaten hat sich spickmich überlebt und niemand redet mehr davon.
Bis dahin amüsiere ich mich weiterhin über die Seite und meine tobenden Berufsgenossen, die anscheinend nie selbst Schüler gewesen sind, sonst hätten sie mehr Verständnis für spickmich, Spickzettel, Pubertätsprobleme, Ausreden, vergessene Hausaufgaben uvm.
(#63) Andreas Schlenger meinte am 28.06.2007 dazu:
" Ich möchte mich allen Vor"rednern" anschließen, die zur Besonnenheit aufrufen - Schüler, die die Möglichkeit haben, über "Noten" ihrem Ärger Luft zu machen, greifen nicht so schnell zu unangemesseneren Methoden. Die wirklichen Grenzüberschreitungen finden im Netz ganz woanders statt. Man suche einfach mal bei Google nach "####### (zensiert) (sic) oder sehe sich auf den einschlägigen Videoplattformen um. Jede Menge echten Grund zum Ärgern gibt's z.B. hier:

http://www. myvideo.de/stichwoerter.html?T_WORD=####### (zensiert)

Es grüßt,

Andreas

Ich habe die Suchwörter unkenntlich gemacht, weil ich keine Lust habe, den Lehrervideowahnsinn von hier aus zu unterstützen.
Anmerkung Der Lehrerfreund (28.06.2007)
(#64) DH meinte am 29.06.2007 dazu:
" Na prima! Benotung erlaubt! http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/online/news/85635/

Zitat: In der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Köln stellt das Gericht nun klar, dass die Nennung des Namens der Lehrerin und die Bewertung ihrer Tätigkeit "weder datenschutzrechtliche Bestimmungen noch die Persönlichkeitsrechte der Lehrerin verletzt werden", so spickmich.de.

Ich gehe davon aus, dass das in Zukunft auch für im Internet veröffentlichte "Benotungen" von Schülern gilt. Die Lehrer wirds freuen.
(#65) Heiko meinte am 29.06.2007 dazu:
" @DH
genau das ist die Reaktion, die man von eher üblen Lehrern erwartet. Diese "rachelüsternde Engstirnigkeit", abseits des eigentlichen Problems dann doch im Schlimmsten lieber Gleiches mit Gleichem zu vergelten. DH, entweder, Du lehnst die Vorgehensweise von Spickmich ab, dann solltest Du ein ähnliches Verhalten unterlassen, oder Du hattest nie etwas dagegen, und dann mal ran an die Feder, sehen wir doch mal, wer ernster genommen wird wenn nun noch mehr empirisch als ungerecht zu bezeichnende Wertungen von Lehrern über Schüler durch die Welt flattern.
Dazu noch eine aktuelle Geschichte:
meine Tochter wechselt auf eine weiterführende Schule. Bereits im Vorfeld haben wir ganze in Papier umgewandelte Regenwälder dazu erhalten. Gestern war dann auf Wunsch der Schule der Anmeldetag. Nicht nur, dass man alles, was man einst der Grundschule ausfüllte, und was seit Jahren in Aktenbergen zusammengetragen wurde erneut in neuerliche Formulare eintragen muß, nein, die Schulbuchliste und die AG-Wahlliste stehen leider noch nicht zur Verfügung. Auch andere Informationen sind noch nicht entgültig. Die Fristen für die entsprechenden Anmeldungen laufen aber dennoch. Da sage ich schon mal der Schulverwaltung "setzen sechs"! Heute morgen dann der "Begrüßungstag" in der neuen Schle. Wer dachte, es gäbe Wegweiser zu einem Raum, in dem man sich treffen würde, der irrte. Eine hektische "Pädagogin" stand inmitten einer Schar von etwa fünf Schülern, inmitten einer Durchgangstür zum Verwaltungstrakt, zugig, unruhig, ungemütlich, fast kein Wort war zu verstehen. Zu allem Überfluß begrüßte sie meine Tochter noch mit den Worten " .. und Du mußt die Rebecca sein". Meine leicht verdutzte Tochter antworetete mit "ich will aber nicht die Rebecca sein" was den Lehrkörper in Erstaunen versetzte. Hilfesuchender Blick zum Vater, der ein mitleidiges Lächeln nicht unterdrückte und sich die Dame aus ihrer Dummheit selbst befreien ließ. nachdem sie "herausgearbeitet" hatte, dass meine Tochter einfach nur einen anderen Namen trägt folgt nicht etwa ein Ansatz von "sorry" sondern die logische Erklärung, für Lehrerverhalten: "es sind halt heute so viele Neue" - genau, und gerade darum nimmt ein vernünftiger Pädagoge sich selbst ein wenig zurück und packt die Kids nicht schon am ersten Tag in irgendwelche Kisten. Aber klar ist, das hier kein Versagen der "Pädagogin" vorliegt, sondern dass sie "Opfer ihrer Rahmenbedingungen" wurde - bloß keine persönliche Verantwortung. Sicher trifft zu, dass Lehrer häufig durch miserabele Rahmenbedingungen an sinnvollem Handeln gehindert werden, nur scheint es eben auch so zu sein, dass oft das sinnvolle Handeln dem Lehrer auch schon entfrendet ist. Auch hierfür gilt "sechs - setzen".

Liebe Grüße Heiko
(#66) Andreas Schlenger meinte am 29.06.2007 dazu:
" @DH

Mich als Lehrer freuts nicht. Mich ärgerts aber auch nicht. Mir ist das schlichtweg egal.

Andreas.
(#67) DH meinte am 29.06.2007 dazu:
" @Heiko Komisch, dass so viele Menschen meinen, sie wüßten was in der Schule abgeht, nur weil sie selbst mal zur Schule gegangen sind. Ein Schüler, der die Schule verläßt, kennt gerade mal 50% (wenn nicht weniger) von den tatsächlichen Rahmenbedingungen - von den Eltern ganz zu schweigen. Das wird dann denjenigen meist schlag- und schockartig klar, die nach der Schule in eine Lehramtsausbildung gehen. Schuldzuweisungen sind da völlig fehl am Platz, denn in anderen Berufszweigen herrscht nicht weniger Chaos - nur wird darüber nicht so berichtet, weil sich nur relativ wenige damit identifizieren können. Im übrigen ist deine Kritik persönlich so stark gefärbt, dass sie auch in eine Arztpraxis oder in eine Stadtverwaltung zur Stosszeit passen könnte (Außerdem: .. "auf Wunsch der Schule war Anmeldetag"... Anm.: Sollen die Eltern etwa den Anmeldetag festlegen?..."in Papier umgewandelte Regenwälder ... Anm.: typische Ökokritik. Möchtest du etwa kein Informationsmaterial - wenn nicht, gibts doch auch wieder was zu meckern.)

Aber da du es schon ansprichst: .... "Diese "rachelüsternde Engstirnigkeit", abseits des eigentlichen Problems dann doch im Schlimmsten lieber Gleiches mit Gleichem zu vergelten."

Dann präzisier doch mal bitte das eigentliche Problem!

Gleiches mit Gleichem vergelten? Lehrer benoten Schüler - Schüler benoten Lehrer - Lehrer benoten Schüler. Wer versucht da Gleiches mit Gleichem zu vergelten? Denk mal drüber nach!

Viele Grüße
(#68) Heiko meinte am 29.06.2007 dazu:
" @DH
wieso hab ich nicht gewußt, dass ich einfach zu blöd bin und keine Ahnung von diesem so unglaublich schwierigen Beruf des Lehrers habe ... und natürlich den unglaublich negativen Rahmenbedingungen
In einem Lehrerforum geht es mir dann mal in erster Linie um Schul- und Lehrerfragen, dass anderswo auch vieles im Argen ist sei also unbestritten. Gleichwohl ists damit ja nicht getan, denn die Mißstände bei einem gleichen die beim anderen ja wohl nicht aus, oder? Handlungsbedarf bleibt da aus meiner Sicht, und ein ganz typisches Argument ist das auch - für schlechte Lehrer, wie ich finde!
Stichwort Anmeldetag - ich würds gerne garnicht tun, weil die Info, wo meine Tochter hingehen soll lange vorher und tausendmal besprochen war, oder per EDV, was für alle besser wäre, denn dann müßten die Daten nicht alle immer und immer wieder eingegeben werden, und die Sache mit dem Papier wär auch vom Tisch. Per Mail hätte ich mein Infomaterial gerne, aber dann würde man feststellen können, dass es nicht wochenlang beim Schüler verblieb, sondern recht kurzfristig durch den Lehrer ausgehändigt wurde. Und "typische Ökokritik" ist in sich kein Gegenargument - gelle?
Das eigentliche Problem sind an allen Enden große Mengen von hoffnungslos überforderten wie frustrierten "Pädagogen" die es einerseits nicht schaffen sich gegen eine desolate Kultuspolitik zu wehren weil sie zu "satt" sind und dann ihr eigentlicher Auftrag, mündige Bürger nach ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und Neigungen gemeinsam mit Elternhäusern zu bilden eben einfach auf der Strecke bleibt. Damit habe ich mich "nur" auf das Problem bezogen, was mit Schule, Bildung, Lehrer zu tun hat, damit Du nicht wieder mit anderen Weltproblemen kommst ...
Und je mehr ich drüber nachdenke, hast Du irgendwie vergessen zum eigentlichen Inhalt meiner Mail was zu schreiben? Oder ist selbst Dir klar das die genannte "Pädagogin" zumindest heute schon mal das Klassenziel nicht erreicht hat?

Liebe Grüße
Heiko
(#69) DH meinte am 29.06.2007 dazu:
" Ich denke, dies ist das falsche Forum, um die Probleme bei der Anmeldung deiner Tochter zu diskutieren. Zudem erhebst du Vorwürfe, die nicht haltbar sind. (@heiko Per Mail hätte ich mein Infomaterial gerne, aber dann würde man feststellen können, dass es nicht wochenlang beim Schüler verblieb, sondern recht kurzfristig durch den Lehrer ausgehändigt wurde.....Anm.: Sei froh, dass die NICHT per eMail kommen, denn dann könnte man auch, erfahren wann welche eMail von Eltern abgerufen wurde. Typische Ausreden würden folgen: "WLAN ging nicht, PC abgestürzt, Server ausgefallen, eMail Adresse geändert, blablabla)

Was die Beantwortung deiner Mail angeht: Lies dir meine Mail nochmal durch!

Übrigens brauche ich keine Schülerbewertungen zu befürchten, trotzdem ist diese Angelegenheit für mich interessant. Sie ist möglicherweise ausschlaggebend für unseren zukünfigten Datenschutz und unsere Integrität.

PS: Bin mal gespannt, wann der Admin die Diskussion beendet wink
(#70) EV meinte am 30.06.2007 dazu:
" Eine richtige und gute Entscheidung des Gerichtes.
Sehr gut auch die Initiative einer Zeitung in Österreich, dort alle Schüler zu bewegen ihre Lehrer zu beurteilen.
Nur durch mehr Transparenz, was hinter verschlossenen Klassenzimmertüren passiert, können wir zu mehr Qualität in der Schule kommen.
Schlimm finde ich immer, wenn Lehrer sich abschätzig über Schüler äußern und ihnen nichts zutrauen. Schüler sind mehr noch als Lehrer die wahren Experten der Schule.
Erst durch obligatorischen Bewertungen von Schülern, wird sich Schule bewegen.
Und wenn wie oben darüber geklagt wird, dass Schüler sich in unakzeptabler Weise über Lehrer äußern, sollte man beachten;
1. Warum sind diese Kinder so gefrustet und
2. sind es Kinder die teilweise emotional und sozial eben noch nicht gereift sind.
Von pädagogischen erwachsenen Personal erwarte ich ,dass sie angemessen damit umgehen können.
Gerade diese Kollegen, die sich schützend hinter den untauglichen Lehrer stellen sind mit Schuld am schlechten Ruf der Lehrer.
Die ganze Aufregung ist ohnehin nicht zu verstehen.
Nach Spiegel Online sind bereits 100.000 Lehrer auf spickmich bewertet und 34.000 liegen zwischen 1 und 2.
Man sollte lieber darauf stolz sein und sich bemühen diese Quote zu verbessern, als immer diese blockade Haltung einzunehmen.
beste grüße EV
(#71) Fred meinte am 30.06.2007 dazu:
" Viel Spaß auf dem Weg zur Evaluationsgesellschaft. Ich freu mich schon darauf, zu erfahren, dass der Richter, der einem Sträfling sein "lebenslänglich" verpasst hat, zwar nicht sexy war, aber das Urteil deutlich und mit Leidenschaft verkündet hat und dass die Atmospäre im Saal insgesamt recht freundlich war. Auch wird es für den Rest der Welt interessant sein zu wissen, dass der Papa meines Nachbarkindes seine Socken überall herumliegen lässt oder dass die Kinderärztin vom Jungen, der das Impfen hasst, als Schlampe bewertet wird. Brave new world! Ich habe überhaupt keine Angst vor Schülerbewertungen, aber mir wird unbehaglich bei dem Gedanken, dass Leute, die ihre eigene Schulgegenwart und vor allem Schulvergangenheit nicht bewältigt haben, diese wunderbare Chance bekommen und anonym ihre verspätete oder aktuelle Rache genießen.
(#72) Heiko meinte am 30.06.2007 dazu:
" @DH "Ich denke, dies ist das falsche Forum, um die Probleme bei der Anmeldung deiner Tochter zu diskutieren. Zudem erhebst du Vorwürfe, die nicht haltbar sind." - Du meinst untragbar, unvorstellbar, aber wahr ?! So war es, und so oder so ähnlich ist es irgendwie immer ...

"Anm.: Sei froh, dass die NICHT per eMail kommen, denn dann könnte man auch, erfahren wann welche eMail von Eltern abgerufen wurde. Typische Ausreden würden folgen: "WLAN ging nicht, PC abgestürzt, Server ausgefallen, eMail Adresse geändert, blablabla)" - danke, dass Du für mich entscheidest! Ich kann nur sagen, dass ich in zahlreichen recht unterschiedlichen Bereichen nahezu ausschließlich auf (Gruppen-)Mailings zurückgreife und gute Erfahrungen damit mache. Im übrigen erlebe ich, wie immerwieder Leherer Neuerungen nicht funktionierender Systeme ablehnen mit dem "Argument", das Neue würde auch nicht fehlerfrei klappen können. Und genau so innovativ sind eben leider viele Lehrer ...

@EV schöne Grundhaltung die auch ich so gut unterschreiben könnte, wäres es doch nur mehr die so denken ..

Liebe Grüße
Heiko
(#73) DH meinte am 01.07.2007 dazu:
" @Fred Schöne Zusammenfassung! Nur denken leider nicht alle so weit voraus. Bedauerlicherweise sind die genannten Beispiele aber genau die Dinge, die viele Menschen heute interessieren.

Wen interessiert schon Politik oder die Wirtschaftslage (...von der Bildungssituation ganz zu schweigen). Ein Blick ins Fersehprogramm reicht, um festzustellen, wie sehr die Achtung der Menschen untereinander schon gesunken ist. Jedes noch so peinliche oder geschmacklose Thema wird kommerziell ausgeschlachtet. Nun sind halt die Lehrer dran - weitere Berufsgruppen werden sicherlich folgen.
(#74) Martin meinte am 02.07.2007 dazu:
" Anonymität - das ist das Problem. Schüler wissen, wer ihnen diese oder jene Note gegeben hat - die Lehrer erfahren das bei spickmich nicht. Und ein Weiteres: Würden Lehrer die Noten ihrer Schüler im Internet veröffentlichen, würden sie sich strafbar machen. Fazit: Konstruktive Kritik unter Nennung von Ross und Reiter ja; anonyme Verleumdungen - entschiedenes Nein!!! (Keine seriöse Zeitung druckt übrigens anonyme Leserbriefe ab!)
(#75) DH meinte am 03.07.2007 dazu:
" @Martin Man muss ja nicht gleich die Schülernoten veröffentlichen. Aber Man könnte ähnliche Kathegorien zur bewertung finden und die entsprechend gleichstellen. So wären dann unter einer dem Namen von Schule XY eben nicht nur Lehrer sondern auch Schüler bei Spickmich veröffentlicht. Wenn Schüler X, dann in "Pünktlichkeit" oder "Achtung vor Mitmenschen" ein "ungenügend" bekommt, würden das auch alle anderen sehen und gemäß einigen Vorrednern würde sich dann auch das Verhalten dieses Schülers positiv ändern. Und wenn die Sache genauso anonym abläuft, wie z.Zt. dann kann selbst die Regierung nicht herausfinden, welcher Lehrer, was veröffentlicht hat. wink Gleiches Recht für alle - das wird doch immer von vielen Jugendlichen gefordert.
(#76) "Destroyer" meinte am 03.07.2007 dazu:
" tongue laugh man Leute Ihr tut mir echt Leid.

Und zu "Martin" eine schlechte Note für einen Schüler kann zur Folge haben das eine Versetzung nicht möglich ist.Schon mal drüber nachgedacht wie oft auf Konferenzen "Wackelkandidaten" nur weil sie sich mal mit einem Kollegen angelegt haben
"gekillt" wurden.
Eine schlechte Bewertung bei Spickmich hat "keine
negativen Folgen" ,es sei denn man ist in der
erstklassigen Lage ,durch die Bank durch ,negative Bewertungen zu sammeln.
Dann sollte man mal über einen Berufswechsel nachdenken,klar.
Und das "erstklassige" Gehalt wird dadurch auch nicht angetastet.
(#77) DH meinte am 03.07.2007 dazu:
" @Destroyer .....wie oft auf Konferenzen "Wackelkandidaten" nur weil sie sich mal mit einem Kollegen angelegt haben "gekillt" wurden."

Das halte ich für ein Gerücht! Schon mal dabei gewesen? Umgekehrt werden oft Kandidaten rübergerettet.
(#78) Martin meinte am 03.07.2007 dazu:
" Noch eine Ergänzung zu meinem gestrigen Posting: Zum Teil sind auch die Bewertungskriterien reichlich fragwürdig. "Sexy" z.B. - Glaubt denn wirklich jemand, die Mehrheit der deutschen Lehrer träten morgens ihren Dienst mit der Absicht sexy zu wirken an? Ich denke wohl eher, dass Lehrer das Ziel verfolgen ihren Schülern Bildung zu vermitteln. Und nach dem Kriterium "Leichte Prüfungen" wäre also ein guter Lehrer der, der seinen Schülern möglichst wenig abverlangt. Das kann´s doch wohl nicht sein! Vielmehr ist doch Fördern und Fordern gefragt, wenn Deutschland je aus der PISA-Misere herauskommen will.
(#79) Lehrer Lämpel meinte am 04.07.2007 dazu:
" Es ist gut, wenn Schüler Lehrer beurteilen dürfen.
Es ist schlecht, wenn es in dieser Form geschieht, das nützt natürlich niemandem, außer vielleicht mal den drei Machern von spickmich.de:
Möglichst viele Daten aus der "werberelevanten Zielgruppe" sammeln und die Seite dann meistbietend verkaufen, das dürfte wohl das einzige Ansinnen von spickmich sein (Es sei daran erinnert, dass ein paar Monate vor dem Start von spickmich Holtzbrinck einen knapp dreistelligen Milionenbetrag für StudiVZ gezahlt hat).
Daher sind die vorgeschobenen Ziele scheinheilig und mir würden die Macher auch nicht Leid tun, sollte das Projekt von Gerichten gestoppt werden.
Ansonsten sollten wir Lehrer doch etwas gelassener mit Schülerschelte umgehen, das ist doch auch irgendwie deren "Job" und das Internet ist da nur ein Medium mehr. Die "Noten" sind da doch eher lustig, nur bei den Zitaten sollte man etwas aufpassen, hier können Fälschungen schon leicht einmal böse enden.
(#80) Eva meinte am 05.07.2007 dazu:
" Hmmmmmm.... die Diskussion scheint sich ja bis ins Unendliche fortzusetzen grin - im Allgemeinen finde ich eine Lehrerbewertung (mit dementsprechenden Parametern) fuer nuetzlich - aber intern - warum muessen Lehrer gleich in der Oeffentlichkeit fertig gemacht werden??? - die Betreiber von spickmich.de behaupten, dass sie dieses Bewertungsraster ausgehend von den Bewertungskriterien von Uniprofs (welche wohl in den letzten Jahren an diversen Universitaeten vorgenommen werden) entwickelt haetten - nun ja - ich schatze mal, dass die Bewertungsraster an der Uni zum einen professioneller und zum anderen von Studenten ausgefuellt werden, die aufgrund ihrer mentalen Reife und Objektivitaet auch ein realistisches Bild ueber die Qualitaet des Lehrgangs zurueckwerfen. Dies soll jetzt nicht heissen, dass ich den SchuelerInnen jegliche Urteilsfaehigkeit abspreche - doch glaube ich, dass viele SchuelerInnen diese Plattform fuer oben genannte Racheaktionen oder Antipathien gegenueber bestimmten Lehrkraeften (aus)nutzen. Es ist nun mal so - da helfen auch keine nuechtern formulierten Argumente - gerade die SchuelerInnen sind alles andere als objektiv in ihrer Bewertung (schlechte Note = schlechter Lehrer) Es gibt ohne Zweifel Lehrer, die ihren Job nicht gut hinkriegen, aus verschiedenen Gruenden - aber wie zuvor erwaehnt bin ich fuer eine interne Klaerung und Verbesserung einer schlechten Situation/ Stimmung, statt einer nervenaufreibenden Eskalation - das setzt aber auch die Kooperation aller Beteiligten voraus....

LG, Eva
(#81) Andreas meinte am 06.07.2007 dazu:
" Guten Tag,
ich habe mir hier alle Beiträge durchgelesen, und musste feststellen, das anscheinend einige Lehrer nicht kritikfähig sind. Denn wären sie es, würden sie sich mal hinsetzen und über sich und ihre Unterrichtsmethoden nachdenken. Ich hab mir auch den Blog auf spickmich durchgelesen, dort hat eine Schülerin geschrieben, das ein Lehrer sich die Benotung zu Herzen genommen hat und nun bei den Schülern besser ankommt und seinen Lehrstoff noch besser vermittelt. Warum nehmen sich das nicht auch andere zu Herzen?
Vor ein paar Tagen hat die Techniker Krankenkasse eine Befragung unter Patienten veröffentlicht über die Behandlung in Krankenhäusern. Sie als Lehrer würden sich sicher diese Bewertung auch anschauen um zu wissen wo sie am besten behandelt werden oder? Ich würde es machen.
Ich hab noch keine Kinder, hätte ich welche würde ich mich als Elternteil auf spickmich anmelden um zu schauen welche Schule die besten Lehrer aus Sicht der Schüler in meiner Umgebung hat, und dort mein Kind dort anmelden, denn so weiß ich das mein Kind dann das auch gut vermittelt bekommt, und auch gerne zur Schule geht.
Außerdem warum sollte ein Lehrer nicht bewertet werden, denn wenn mal schaut, welcher Schüler steht freiwillig auf und kritisiert einen Lehrer auf Augenhöhe, denn es besteht doch eine gewisse Abhängigkeit vom Lehrer den man kritisiert oder nicht, und wenn man dann einen Lehrer vor sich hat der keine Kritik von einem Schüler verträgt, was dann?
Außerdem warum nehmt Ihr Lehrer diese Plattform nicht dazu euch noch zu verbessern, damit man in einer erneuten PISA Studie oder ähnlichen Studien besser abzuschneiden? Denn es sind nicht nur die Schüler die bei so was schlecht abschneiden, es sind in meinen Augen die Lehrer die versagt haben.


Gruß
Andreas

P.S. Ich bin in der ambulanten Krankenpflege und werde jeden Tag beurteilt von den Patienten.
(#82) Ela meinte am 06.07.2007 dazu:
" Hallo! Ich finde die Seite schon wichtig, die Schüler sollten sich nur über ihre Verantwortung bewusst sein, die sie bei einer Bewertung ihrer Lehrer haben, genauso, wie auch Lehrer diese gegenüber ihrer Schüler haben. Das ist doch ein stückweit Interesse des jeweiligen Lehrer, wenn er hier nach siener Bewertung Aussschau hält. Die Sache, dass es gleich online steht, ist fargelich, aber für eine Kommunikation zwischen beiden Parteien wichtig, veilleicht hätten die Lehrer selbst in der Schule in ihrem Klassenzimmer sowas starten sollen, dann wärs hier vielleicht nicht, oder in anderer Form erschienen. Die Zeiten des Frontalunterrciht sind doch vorbei und Entwicklung ist sicherlich angebracht nachdem jetzt eh eine Reform die nächste jagt...
(#83) hanspeter meinte am 08.07.2007 dazu:
" Ich finde den Artikel unfair.Es ist zB. falsch das man auch Lehrer von anderen Schulen bewerten können soll Ich finde wenn man in einem Artikel GEGEN eine Sache ist, sollte man auch richtige Infos geben. Ich selbst bin bei spickmich.de angemeldet. Ich weiß nicht woher die schlechte Meinung über Spickmich kommt und habe noch nie so schelchte Zitate wie: Sie ist ausländerfeindlich gesehen. Vielleicht kommt die Meinung daher das Sie so schlechte Kommentare wie oben genannt bekommen haben oder ihre Noten nicht ganz so sind wie sie es sich vorgestellt haben. cool hmm excaim
(#84) Der Lehrerfreund meinte am 08.07.2007 dazu:
" @hanspeter
Die Kommentare waren genau so auf spickmich.de zu finden, sind inzwischen aber von den Betreibern gelöscht worden. Auf dem zweiten Bild im Beitrag lässt sich ein - inzwischen ebenfalls gelöschter - Kommentar entziffern.

Der Artikel ist übrigens ziemlich neutral gehalten. Lesen Sie ihn nochmal und sagen Sie mir, an welchen Stellen sie erkennen, dass er "unfair" ist.
(#85) DH meinte am 08.07.2007 dazu:
" @Andreas ...P.S. Ich bin in der ambulanten Krankenpflege und werde jeden Tag beurteilt von den Patienten.


Dann würde es dir ja auch nichts ausmachen, wenn es im Internet eine Seite geben würde, auf der die Patienten "deines" Krankenhauses die Pfleger genauso wie bei spickmich.de bewerten - oder? (sexy: note 2;
Anlegen von Infusionen: Note 6, Freundlichkeit bei schwierigen Patienten: Note 4 .......). Wäre für zukunftige Patienten und für den Stationsarzt ne tolle Sache!
(#86) Andreas meinte am 09.07.2007 dazu:
" @DH , Ich habe da kein Problem mit wenn eine Bewertung in Internet stehen würde.
Als Beispiel, ein Ambulanter Pflegedienst wird von den Krankenkassen regelmäßig überprüft, durch seine Pflegefachkräfte und gehen zu den Patienten und schauen ob 1. Alles in Ordnung ist und 2. Wie zufrieden die Patienten sind. Und falls mal was nicht in Ordnung ist kann es sein, das man eine Strafe bekommt oder dem Patienten geraten wird den Pflegedienst zu wechseln. Die Strafe kann bis zur Schließung des Pflegedienstes gehen.
Daher habe ich jetzt die Frage, ob der Schüler auch solche Möglichkeiten hat? Gibt es in Schulen bzw. im Bildungssystem auch ein solches Kontrollsystem, wo Lehrer kontrolliert werden ob sie gute oder schlechte Arbeit machen? Weil wenn ich oder ein Kollege aus dem Betrieb schlechte Arbeit abliefert, kann es sein, dass der Betrieb von den Krankenkassen geschlossen wird.
Dies so meine ich bei den Schulen nicht der Fall oder?
Haben die Lehrer, die sehr viel Kritik an spickmich ausüben, auch schon mal überlegt, das die Schüler sich nicht trauen öffentlich Kritik gegenüber den Lehrern zu üben? Denn wenn ich hier und woanders lese wie sehr einige Lehrer da gegen an gehen, kann ich die Schüler verstehen.
Was an der Bewertung an sich nicht gut ist, ist vielleicht das mit dem sexy. Aber warum regen die Lehrer bzw. die Rektoren nicht für Ihre Schulen an, dass Sie einen eigenen Bewertungsbogen entwerfen, wo die Schüler dann per ankreuzverfahren ihre Lehrer bewerten. Und dies dann genutzt wird um die Schule besser zu machen, bzw. um eine gewisse Qualität zu initiieren?

Gruß
Andreas
(#87) DH meinte am 09.07.2007 dazu:
" @Andreas Grundsätzlich hast du ja recht, das eine Bewertung nicht schlecht ist. Diese wird ja auch letztlich über die Schulinspektoren kommen. Nur halte ich Schüler der Klassen 1-10 nicht für erfahren genug objektiv und ohne Emotionen eine Wertung abzugeben. Für Oberstufenschüler sieht das schon wieder anders aus. Universitätsprofessoren werden ja auch bewertet - von Studenten. Auch hier ist eine objektive Bewertung wahrscheinlich. Neben "sexy" finde ich den Punkt "leichte Prüfungen" (siehe mein Post weiter oben). Hier versagt bei den meisten die Objektivität, was die Note herunterdrückt. Daher ist spickmich für eine (objektive) Bewertung völlig ungeeignet, weckt falsche Eindrücke und ist daher eher als "Randaleplatz" für Schüler geeignet, der von den Lehrern einfach ignoriert werden sollte.

Gruß
DH
(#88) rip meinte am 09.07.2007 dazu:
" @Andreas:
>warum regen die Lehrer bzw. die Rektoren nicht
>für Ihre Schulen an, dass Sie einen eigenen >Bewertungsbogen entwerfen

Wie schon weiter oben geschrieben: So etwas gibt es längst, und es wird an vielen Schulen praktiziert. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist für jedermann auf dem österreichischen Bildungsserver anzusehen: http://www.qis.at/qis.asp?dokument=6
(#89) rip meinte am 09.07.2007 dazu:
" @DH: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die vorhin erwähnten Feedback-Bögen bereits ab der fünften Jahrgangsstufe von den allermeisten Schülern sehr verantwortungsbewusst ausgefüllt werden. Selbst wenn das Ergebnis nicht so ausfällt, wie man es sich wünschen würde - es gibt immer Anlässe, Probleme zu thematisieren und über gegenseitige Erwartungen zu sprechen, so dass eine Verbesserung der Atmosphäre erfolgen kann.
Für die Jahrgangsstufen 1-4 kann ich nichts sagen, denke aber, dass entsprechend gestaltete Feedback-Bögen auch hier sinnvoll sein können.
(#90) Andreas meinte am 10.07.2007 dazu:
" @rip : das hört sich doch sehr gut an, wenn es schon viele Schulen machen. für die Jahrgangsstufen 1-4 würde ich wenn vorschlagen, das es die Schüler mit ihren Eltern zusammen machen würden. Ich vermute mal, das dort auch ein gutes Ergebnis bei rauskommen würde.
Blohs wenn es sowas schon gibt, dann verstehe ich insgesamt die ganze Aufregung nicht so ganz.Weil dann wenn man in der Schule solche Instrumente schon hat, dann kann man das doch sehr locker sehen. Und wo es ein solches Instrument nicht gibt, sollte man überlegen es nicht einzuführen.
Dann nimmt man dem ganzen, den sog. Wind aus den Segeln.

Gruß

Andreas
(#91) rip meinte am 10.07.2007 dazu:
" @Andreas: "die ganze Aufregung" ist doch sehr einfach zu verstehen. Die von mir geschilderte Feedback-Praxis mit anschließender Analyse und Besprechung dient im direkten Austausch unter den Betroffenen der Verbesserung des gegenseitigen Miteinanders. - Die "Spickmich"-Seite ist einfach ein Pranger.
*Eines* von mehreren Kriterien, die regelmäßig in den Feedback-Bögen vorkommen und für Gesprächsstoff sorgen, ist das der Schwierigkeit des behandelten Lernstoffs bzw. der Prüfungen. Da ich solche Feedback-Aktionen schon mehrmals bei meinen Schülern durchgeführt habe, weiß ich, dass es dabei *immer* unterschiedliche, oft sogar gegensätzliche Ansichten innerhalb der Klasse gibt! Einige Schüler halten das Lerntempo für zu schnell, einigen geht es zu langsam, einige finden es gerade richtig. Diese Ergebnisse erzeugen regelmäßig ein Aha-Erlebnis bei den jeweiligen Klassen, weil sie dadurch sehen, dass ihre eigene Meinung nicht die allgemein akzeptierte Wahrheit ist. Im Gespräch mit der Klasse kann man dann versuchen, eine Lösung, die allen gerecht wird, zu finden.
Was aber kann man anhand einer Beurteilung ersehen, die von einer Handvoll Schülern stammt? Nicht viel Sinnvolles, befürchte ich, erstens, weil es einfach statistisch nicht relevant ist, und zweitens, weil kein Gespräch mit dem Lehrer stattfindet.
Es mag schon sein, dass es Lehrkräfte gibt, die sich solchen Gesprächen mit der Klasse grundsätzlich verweigern und die auch sonst für Gespräche nicht zugänglich sind. Das ist selbstverständlich sehr bedauerlich. Aber dass sich das Verhalten solcher Berufskollegen durch die "Spickmich"-Bewertungen verbessert, wage ich zu bezweifeln. Da ist der Beschwerdeweg über Vertrauenslehrer und Schulleitung allemal wirkungsvoller.
(#92) Andreas meinte am 11.07.2007 dazu:
" @rip : Das hört sich richtig gut an. Wenn man überlegt, das vor Jahren sowas noch nicht gab. Was ich im Moment an spickmich gut finde ist, das sich jetzt auch Schulen zu solchen Maßnahmen gezwungen sehen, die sich bis jetzt vielleicht davor gesperrt haben( ich hoffe es ). Denn die öffentliche Diskussion die dadurch entstanden ist, hoffe ich, es trägt zu sowas bei. Wenn man dann die Benotungen bei spickmich beobachtet, müssten alle Lehrer eine gute bis sehr gute Bewertung erhalten.
Oder bin ich da auf dem Holzweg ?

Gruß

Andreas
(#93) Nali meinte am 12.07.2007 dazu:
" Mir persönlich ist das ein ganz großer Aufschrei der ach so armen und gebeutelten Lehrer!! Warum? Kritik kann auch positiv und konstruktiv sein. Meine persönliche Erfahrung hat allerdings gelehrt, das es nach einem Gespräch zw. meinem Sohn(14) und seiner Klassenlehrerin eigentlich nur ihn als Verlierer geben konnte. Und zwar so, dass er in allen beiden Fächern von ursprünglich 2 auf 5 gefallen ist!!! Achte Klasse Gymnasium.
Pädagogisch voll daneben, aber am längeren Hebel!
Ich war auf dieser Seite, finde sie ok und gott sein dank nicht nur ich
(#94) DH meinte am 12.07.2007 dazu:
" @Nali ...der ach so armen und gebeutelten Lehrer!!

Genau! Die Lehrer haben ja soviel Ferien, so wenig Arbeit, sowenig Unkosten und soviel Steuervorteile, sitzen am längeren Hebel, haben immer Recht und brauchen sich von niemandem was sagen lassen. Obendrein werden sie auch noch viel zu gut bezahlt. Ein echter Traumjob! Man wäre ja blöd so einen Job heutzutage auszuschlagen. Frag' mal z.B. eben diese Lästermäuler, wer diesen Traumjob heute machen möchte. Viel Spass beim Suchen. - Seltsam, nicht wahr?
(#95) Susi meinte am 12.07.2007 dazu:
" Ich finde es schlimm, wo wir in Deutschland mit unserem Schulsystem gelandet sind. Weder in vielen Familien noch an den Schulen scheint Achtung und Respekt im Umgang miteinander vermittelt zu werden. Statt dessen schreibt man anonym seine sachliche oder unsachliche Kritik. Man muss scheinbar nicht mehr zu dem stehen, was man äußert. Und was mich besonders erschreckt ist, dass ich feststellen muss, dass viele Lehrer in diesem Forum nicht einmal der deutschen Rechtschreibung kundig ist. Wo soll da die Achtung vor dem Lehrer herkommen?
(#96) Eva meinte am 12.07.2007 dazu:
" @nali - is ja mal wieder typisch - schoen die fehler beim bloeden lehrer suchen - wenn sohnemann in der achten klasse ist, wuerde ich mal logisch folgern, dass er sich in der pubertaet befindet - und da - oh wunder - haben die meisten schueler andere probleme als die schule - vielleicht sollte man auch mal seine private sphaere in die ursachenforschung miteinbeziehen - bevor man den "dummen faulen saecken" in der schule an die karre pinkelt.... viel laerm um nix - und bekanntlich hat der, der am lautesten schreit unrecht... egal - laut zeitungsbericht darf spickmich.de eh tun und lassen was sie wollen "meinungsfreiheit" sei dank....
(#97) Destroyer meinte am 12.07.2007 dazu:
" @Susi "LIEBCHEN"......."kundig sind" .....
Lach ...... LOL
(#98) Nali meinte am 13.07.2007 dazu:
" Einem kommen ja fast die Tränen, wenn man die Reaktionen so ließt...
Erst mal @EVA, wir waren bei dem Gespräch dabei, ich denke Mutmaßungen sollten nicht Gegenstand der Meinung sein. Die Lehrein hat sich entschuldigt, dafür das sie einen in der PUBERTÄT befindlichen Jungen als Sozialhifeempfänger vor der Klasse bezeichnet hat, weil er bedingt durch längere Krankheit eine Säge nicht dabei hatte( wir arbeiten beide!!!)
Sehr bezeichnend für einen studierten Pädagogen...
Und liebe Lehrer stöhnt nicht so rum, Respekt und Achtung muß ich mir in meinem Job verdienen, ihr müßt es auch.Dain liegt bekanntlich des Rätsels Lösung und nicht in der respektlosen und unverschämten Jugend.
(#99) Heiko meinte am 13.07.2007 dazu:
" @Eva genau das ist es, was, so glaube ich, viele Menschen ärgert: man beschreibt eine Situation, die offensichtlich ungünstig ist, und dann kommen sie, die vielen unqualifizierten Kommentare, mit Anwürfen, Unterstellungen, ja da wird einem gleich was in den Mund gelegt, nur um dann einfacher drüber herfallen zu können - typisch Lehrer könnte man da schnell sagen, denn viele haben in Schulen eben diese Erfahrungen gemacht, die Du hier so wunderbar untermauerst. "bloeder Lehrer", "dumme faule saecke", dass waren Deine Worte. Schnell noch zwei einfache Erklärungen oben drauf (Pubertät und wer laut schreit hat eh Unrecht, wobei dann die Lehrer ziemlich ungünstig abschneiden würden, so laut wie sie gerade heulen) und falls es doch einen Anlaß zur Kritik geben sollte, dann suchen wir lieber in der "privaten sphere" - also beim Anderen ...
Das Ganze überschreiben wir mit "mal logisch folgern" ...
Also, um den "Fall" sinnvoll beurteilen zu können gibts zu wenig Fakten, spekulieren kann man, muß man aber nicht, mit den Optionen dass es bisher mal anbeiden Seiten gelegen haben könnte. Bleibt die Frage, wie objektiv die Betroffene hier war, und da finde ich es ganz schön vermessen einfach zu unterstellen (und dann noch mit der Wortwahl) sie sei es nicht.
Eva, mein Lehrerkollegium setzte sich zu etwa einer Hälfte aus engagierten Pädagogen und einer faulen Bande "68-er" zusammen, Lehrern, die ihren Unterricht vorbereiteten ("frisch") und auf Einwendungen qualifiziert eingingen. Die anderen setzen auf unqualifizierte Laberei, Drumrumreden statt benennen, und wenn nix mehr half waren es die grausamen Umstände, gegen die zu wehren es sich jedoch nie lohnte. Und eines war überdeutlich: in der lamentierenden "68-er"-Gruppe waren ganz viele Frauen mit unglaublich klingenden Doppelnamen. Aus Deinem Beitrag mag ich spekulieren, auch Du trägst einen solchen ?
Und einen Satz noch zu der Bemerkung über die "meinungsfreiheit". Gleich, was passiert, dieses Gut hat es nicht verdient in einem so schlechten Beitrag derart verwendet zu werden. Dieses immer bedrohtere Gut sollten wir gemeinsam achten und hoch halten, auch wenn es bedeutet mal unbequeme Situationen durchstehen zu müssen. Allein Dein letzter Satz dazu offenbart Deine Einstellung zu Fremdmeinungen und ist, falls Du Lehrerin bist, letztlich ja auch inzwischen empirisch untersucht: Lehrer sind häufig ungern gesehene Mieter etc. und neigen bei Beurteilungen eindeutig zur Begünstigung bestimmter Kreise.
Eva, ich glaube, es sind Menschen wie DU, die viele Schüler verzweifeln lassen und Eltern gegen "Pädagogen" aufbringen.

@DH und weil ich ja auch so ein ungläubiger Ahnungsloser bin erspare ich mir noch die Geschichte meiner Tochter im Anmelde-Dilemma zu vertiefen, denn es kann ja nicht geben, was nicht vorgesehen ist - Chaos total, Überforderung allenthalben, "Service" wollen wir mal garnicht erwähnen ... alles was Kinder dabei lernen können ist, dass sie rundum verarscht werden in diesen Verwahranstalten ohne Anspruch auf wirkliche Bildung ...

Liebe Grüße
Heiko
(#100) DH meinte am 13.07.2007 dazu:
" @Susi Zitat: "Und was mich besonders erschreckt ist, dass ich feststellen muss, dass viele Lehrer in diesem Forum nicht einmal der deutschen Rechtschreibung kundig ist. Wo soll da die Achtung vor dem Lehrer herkommen?" Zitat Ende

Tja, wo soll da die Achtung vor Dir herkommen? Wer so austeilt und selbst Defizite in der Grammatik hat, kann gar nicht ernst genommen werden. In solchen Diskussionsforen, können aufgrund schneller und hitziger Schreibweisen eben Fehler vorkommen. Wenn Du also weitere Fehler findest, darfst du sie behalten!

Seite 1 von 4 --- Springen zu:  1 2 3 >  letzte »

  Name

  E-Mail (wird nicht angezeigt)

  Homepage

Smileys

Name/E-Mail merken   Benachrichtigung bei Antworten

Bitte tippen Sie das Wort ab, das Sie auf dem Bild unten sehen. Dieses Verfahren ist leider notwendig, da Casino- und Pornoseiten sonst automatisiert unseren Lehrerfreund mit Spam zumüllen.


Seite 1 von 1 Seiten
pfeil nach oben



-- Anzeige --

48 Personen kostenlos auf der Suche nach Unterrichtsmaterial online (Maximum: 253 am 14.04.2010, 15:19 (seit 01.12.2009, 3 min Timeout))
26682437 Hits auf dieses Template seit 22.02.2006
Seite generiert in 0.4515 Sekunden bei 112 mySQL-Queries.

Managed Server, hosted by INGATE
RSS 2.0


-- Anzeige --

NEWSLETTER

Ja! Ich brauche den kostenlosen Lehrerfreund-Newsletter sofort. Alle News, Materialien und Surftipps 14-täglich in meinen E-Mail-Briefkasten.

mehr Info

10406 Newsletter-AbonnentInnen.