Kann man einen Lehrer feuern, weil er Bilder mit dem Gesäß malt?
Ein wahrer Künstler: Stan Murmer aus dem US-Staat Virginia malt gerne Bilder mit seinem Arsch. Deshalb wurde er jetzt vom Dienst suspendiert. Dabei sollte man gerade ihn als Lehrer weiterbeschäftigen.
Bekannt wurde die künstlerisch begabte Lehrperson durch einen (nicht besonders sehenswerten) Fernsehauftritt, der auf YouTube äußerste Popularität erlangte. Diese Bekanntheit wurde ihm zum Verhängnis: Das Bildungssystem befürchtete, ein solcher Lehrer würde für seine Schäfchen eine “Umwelt mit Irritationen” generieren.

Nicht die Kunst selber sei für den Rausschmiss verantwortlich, sondern die damit verbundene Störung eines geregelten Unterrichtsablaufes, sagten Offizielle der Schule in Richmond (US-Bundestaat Virginia) der Zeitung “Richmond Times Dispatch”.
Zunächst war er Anfang Dezember nur zeitweise suspendiert worden, Dienstag erfolgte der endgültige Rausschmiss. Die Schule argumentierte, die Schüler hätten ein Recht auf eine Ausbildung in einer Umwelt ohne Irritationen. Jetzt setzt sich die Bürgerrechtsorganisation ACLU für den Lehrer ein.
Die Werke von Stan Murmur sind unter buttprintart einsehbar und käuflich. Besonders gerne malt er Schmetterlinge und Blumen, wahrscheinlich weil die Backen seines Hinterns den Flügeln von Schmetterlingen gleichen.
Ist es gerechtfertigt, diesen Lehrer vom Dienst zu suspendieren?
Dass er offensichtlich nicht alle Tassen im Schrank hat, darf als Argument nicht gelten, da es lediglich eine Vermutung ist. Außerdem verstößt er weder gegen die Verfassung noch gegen die guten Sitten - wobei die Definition von “guten Sitten” in den USA sicher in etwas strengeren Grenzen erfolgt als hierzulande - eine nackte Brust bei einer Liveshow sorgt schon für wirkliche Furore.
Die wirkliche Frage ist doch die: Ist dieser Mann so verrückt, dass er unsere Kinder noch verrückter machen wird, als sie es sind?
Ein Blick in das Videoportal YouTube zeigt, dass Stan Murmur dazu kaum in der Lage sein wird. Jugendliche zünden ihre eigenen Blähungen an, sie sprengen Coke-light-Flaschen mit Mentos in die Luft oder sie fressen Pommes um die Wette (ohne Hände). Also, US-Behörden: Stellt den Mann wieder ein. Er ist der einzige, der die Kinder überhaupt verstehen kann.
Beitrag vom 17.01.2007, 14:03 | diesen Beitrag versenden
Auch in Deutschland sind (Kunst-)Lehrer die - wohlgemerkt nebenberuflich oder privat - Aktbilder malen von Dispens bedroht, Theaterlehrer dürfen - wie alle anderen Lehrer - Schüler streng genommen nicht berühren (wie will man anders denn z.B. Tanz unterrichten?), ...
Pervers!
Man gedenke, dass z.Zt. allerorten die Alt-68er am Ruder sind ....
Stimmt nachdenklich, oder?
Es gibt wahr(arsch)lich andere Dinge, welche auf die Entwicklung junger Menschen schädlich einwirken, so dass sie vom Forschen und Studium der von den Lehrplänen vorgeschriebenen Lerninhalte abgehalten werden. Bekanntermaßen werden die von mir angesprochenen Ersatz - Lebens-und Lerninhalte industriell vetrieben. Die Hersteller dieser Produkte genießen in der Gesellschaft hohes Ansehen. Leider ist besonders in den USA eine Entwicklung der Kultur aufgrund der dort praktizierten Doppelmoral ins Stocken geraten....
ich bin offen für Diskussionen...Kritik oder Zustimmung...
mfg Lili
Pädagogisch betrachtet stellt sich das als ein Unding heraus.
Pornografie ist in den Staaten verboten - aber "die USA" sind Marktführer der Sparte "pornografische Filme". Tatsächlich stellt sich dieses Land als jenes der unbegrenzten Möglichkeiten dar. Da hat also ein Lehrer sein Hinterteil dafür benutzt, sichtbare Bilder zu produzieren. Ich sage es mal so: er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.....
Aber: ein Lehrer kann Künstler sein - sollte es sogar. Andersherum - jeder Künstler sollte auch ein Lehrer sein (siehe Prof Beuys: "der erweiterte Kunstbegriff"). Der Mann hat eine Aussage gemacht. man sollte mit ihm darüber diskutieren. Wir haben einen schwulen Außenminister. Das scheint inzwischen ganz ok. zu sein. Will sagen: wir sollten das Individuum ernst nehmen. Herzlich. H.T.R.
Oder anders ausgedrückt: Menschen können sehr tolerant sein, solange es nicht die eigenen Kinder betrifft...
 
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