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Eintrag vom 30.11.2006 * 1321 Views in 2010

Fotos von Lehrerarbeitszimmern (GEW)

muelltonnen-arbeitszimmer - thumbnailDie GEW hat LehrerInnen dazu aufgerufen, aktuelle oder zukünftige Fotos ihrer Arbeitszimmer auf den GEW-Seiten zu veröffentlichen (wir berichteten). Inzwischen gibt es 62 Bilder, die meisten sind echt sehenswert.

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Wenn man all diese Bilder anschaut, wird einem bewusst, dass die Kürzung gerade am Arbeitszimmer der Lehrer/innen geradezu eine Provokation darstellt. Also aktiv werden und der GEW ein Foto des eigenen Arbeitszimmers schicken (ob’s was bringt?!) ...
Die folgenden Bilder sind von der Bilder-Galerie der GEW-NRW, Abteilung ‘Arbeitszimmer’ - dort gibt es noch weitere durchaus sehenswerte!

Vollgestopftes Lehrerarbeitszimmer 2
Wenn der sein Zeug ins Lehrerzimmer transportiert, muss die Schulleitungsperson aber auch heftig schlucken ....
Vollgestopftes Lehrerarbeitszimmer
.... bei dem auch ...
Lehrerarbeitszimmer mit Korrekturen
Der hier weist uns darauf hin, wann man was im Arbeitszimmer macht: “Mein Arbeitsplatz am Sonntagmorgen!”
Lehrerarbeitszimmer in der Schule
Da war einer konsequent und ist wohl tatsächlich schon in die Schule umgezogen. Er schreibt: “Ich arbeite bereits in der Schule und präsentiere Ihnen meinen 0,64 qm-großen Schreibtisch. Bücher und Ähnliches lagere ich im abschließbaren Klassenschrank.”

 

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Beitrag vom 30.11.2006, 21:12 | diesen Beitrag versenden

6 Kommentare von LehrerfreundInnen
(#1) Timo meinte am 03.12.2006 dazu:
" und wir wollen Schülern etwas über Ordnung erzählen??
ich finde die Bilder eher peinlich... Wenn mein Schüler, mein Kind so ein Arbeitszimmer hätte, dann würde ich sagen: AUFRÄUMEN, aber Zackzack!
(#2) NachtLehrerin meinte am 03.12.2006 dazu:
" Ich finde, dass wir stolz auf diese Bilder sein können. Es zeigt, dass wir zuhause richtig was arbeiten. Und es zeigt, dass bei der Menge an Material (bei mir: 7 unterschiedliche Klassen, 3 Fächer) das "ein-lustiges-Schubfächlein"-Konzept nicht mehr geht.
(#3) StR meinte am 03.12.2006 dazu:
" In unserer Schule "organisierten" Kollegen Schreibtische für die Lehrerzimmer, indem sie die weggeworfenen Schreibtische aus öffentlichen Gebäuden der Stadt mit ihren Privatautos zur Schule karrten und dort aufstellten. Netürlich existieren keine Schlüssel mehr um die Fächer abzusperren -und eine Person über 1,80m bekommt ihre Kniescheibe eh nicht unter die Tischkante. Aber zumindest besitzen wir nun sog. Schreibtische. (Bürostühle wurden leider nicht von der Stadt entsorgt)
(#4) jotka meinte am 05.12.2006 dazu:
" Lieber Timo,
sicher Ordnung ist hilfreich, schafft Freiräume und erfreut das Auge, aber:
Was wissen wir über diese Kollegen, die diese Photos gepostet haben?
Was leisten sie beruflich? Leisten sie vielleicht freiwillige Mehrarbeit in der Schule? Machen sie Gremienarbeit?
Was leisten sie in der Familie? Vielleicht haben sie Kinder, kümmern sich um die Alten?
Dann bleibt doch sicher vieles liegen! Oder?

Und: ist dann der Hinweis auf die Erziehung zur Ordnung nicht irgendwie problematisch?

Herzlichst

Jotka
(#5) Mateck meinte am 09.12.2006 dazu:
" Timo - Sie sind ein arg kritischer Zeitgenosse; da die Arbeitszimmer nicht oeffentlich sind, lassen Sie denjenigen die es brauchen doch das kreative Chaos.
(#6) Nicodemus meinte am 28.01.2007 dazu:
" Liebe Lehrer
Ihr lasst Euch Eure Arbeitszimmer hoffentlich nicht abspenstig machen!
Ich erwarte eine derart massive Klageflut, dass die Finanzgerichte nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht - das müsst Ihr dann allerdings auch durchziehen!
Ich hoffe, dass dies ein derartig peinliches Thema - hoffentlich international beachtetes - wird, dass die Finanzoligarchie ganz schnell zurückkrebst!

Es ist wohl unvergleichlich, dass in einem Land mit erheblichen Steuerlasten und einem unübertreffbaren Steuererhebungsaufwand den Lehrern nicht nur zugemutet wird, alles Material für die eigene Arbeit selber zu finanzieren und zu beschaffen (welcher Betrieb würde das wagen?!), sondern tatsächlicher Aufwand wird noch nicht einmal teilweise (denn mehr war das mit den 1250 EUR/Jahr nicht!) angerechnet.

Das ist eine abgrundtiefe Peinlichkeit für dieses Land.
Doch wer die politischen Seilschaften hier und anderswo halbwegs kennt, staunt darüber nicht mehr ...

Beileidsvoll

Euer N. v.O.

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