Blick in ein Lehrerzimmer (Video)
Neulich im Lehrerzimmer: Video mit einigen Aufnahmen aus einem Lehrerzimmer (angeblich von einem GEW-Ortsverband aus Lehrerarbeitszimmerprotest erstellt). Interessant für alle, die noch nie das enge, bunte, lehrerige Treiben in einem Lehrerzimmer gesehen haben.
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Eingetragen am 19.03.2008, 12:48 Uhr in Im Gespräch | Lehrerarbeitszimmer | Nachrichten |
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Eine Person mit dem Pseudonym “rogerer” hat zum Lehrerfreund-Beitrag Arbeitszimmer für LehrerInnen - schon 30.000 Unterschriften (13.05.2006) in einem Kommentar das folgende Lehrerzimmer-Video gepostet, angeblich vom “GEW Ortsverband Niederberg”, das ist aber nicht überprüfbar (auch wenn der Youtube-User, der das Lehrerzimmer-Video eingestellt hat, “gewniederberg” heißt).
Auf dem Video sieht man sehr schön, dass Lehrer/innen in der Schule/im Lehrerzimmer keine akzeptablen Bedingungen vorfinden, um ihre tägliche Arbeit zu erledigen - und deshalb auch so sauer sind, dass sie ihr häusliches Lehrerarbeitszimmer nicht mehr steuerlich absetzen können (vgl. auch unseren Beitrag: Ein Tag im Leben eines Lehrers).
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5 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Diese Szenen in dem Lehrerzimmer sind völlig übertrieben. Was stimmt, ist, dass man eine viel zu kleine Tischfläche hat. Alles andere ist eine schulinterne Organisationsfrage der Nutzung von Räumlichkeiten. Solche übertriebenen Darstellungen schaden der Diskussion nur als dass sie etwas erreichen könnten. Toll finde ich hingegen die Bilder der Lehrerarbeitszimmer. Da könnte ich auch ein paar abliefern.
Der Philologenverband lädt zu einer Arbeitszimmer-Fotoaktion ein:
Zeigen Sie der Öffentlichkeit mit (anonymen) Fotos Ihres häuslichen Arbeitszimmers, dass Sie auf ein solches angewiesen sind!
Zeigen Sie mit einem (anonymen) Foto Ihres Arbeitsplatzes in der Schule, wie es um schulische Lehrerarbeitsplätze bestellt ist!
Weitere Informationen finden Sie hier:
www.phv-bw-tue.de
Gruß,
Cord Santelmann
Trotz allem verstehe ich nicht so ganz, weshalb sich nicht einfach ein freies Klassenzimmer nach Unterrichtsschluss zum Korrigieren gesucht wird. Zu meiner Schulzeit gab es nach 13 Uhr mehr freie als belegte Klassenzimmer. Aber vielleicht hat sich in fünf Jahren auch eine Menge geändert…
@Studentin:
Weil:
- Es an den meisten Schulen mehr Lehrkräfte als freie Klassenzimmer gibt.
- Diese am Nachmittag oft nicht mehr geheizt werden (die Schulträger würden sich bedanken, wenn die Lehrer am Nachmittag geheizte Klassenzimmer haben wollen. Außerdem: Was gehen angenehme Raumtemperaturen für Lehrkräfte den Schulträger (i.d.R. die Kommune) an, wenn der Dienstherr der Lehrer das Bundesland ist?)
- Es äußerst unpraktisch ist, Material (Bücher, Computer, alle möglichen Verwaltungslisten) jeden Tag im Gebäude herumzutragen (es geht ja auch um Unterrichtsvorbereitung; und auch bei der Korrektur von Klassenarbeiten/Klausuren muss man öfter etwas nachschlagen).
- Am frühen Nachmittag die Putzkollonen durch die Schule ziehen.
- Viele Schulen mittlerweile. Nachmittagsunterricht haben (7. und 8. Stunde ist am 8-Jährigen-Gymnasium Standard).
- Die “Arbeitplätze” in den Klassenzimmern (und auch in den Lehrerzimmern) garantiert keiner DIN-Norm für Büroarbeitsplätze entsprechen (falsche Tische, falsche Stühle, im Winter zu kalt, im Sommer zu heiß: In der “freien” Wirtschaft würde sich das niemand gefallen lassen und Berufsgenossenschaften, Gewerkschaften und Gewerbeaufsicht würden medienwirksam “Alarm” schreien.)
ps: Ich hoffe, Sie sind keine Lehramtsstudentin, sonst werden Sie einen echten Praxisschock erleben.
Ob es uebertrieben ist oder nicht: reiche Laender sollten schon bereit sein etwas fuer ihre Zukunft zu tun. Das sind ja wirklich schlechte Arbeitsbedingungen. Ihr seid doch alle hochgebildete Fachkraefte!
Da wuerde ich einen Vogel kriegen. In meinem Beruf wuerde sich das keine Firma erlauben. Steuern zahle ich vor allem, damit mein Kind gebildet wird. Da habt ihr voellig recht. Es ist doch eigentlich klar, dass ihr ein Arbeitszimmer zuhause braucht. Grrrr - ja muss man denn tatsaechlich um solche Selbstverstaendlichkeiten kaempfen? Wehrt Euch! Ich unterschreibe gerne ...
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