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Nachlassende Gedächtnisleistung durch Nutzung digitaler Medien

Die exzessive Verwendung digitaler Medien führt zu einem globalen Nachlassen der Gedächtnisleistung - man spricht schon von "digitaler Demenz".

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Eingetragen am 07.06.2009, 14:46 Uhr in Newsticker |

2 x kommentiert, 398 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Aus verschiedenen Teilen der Welt (aktuell: Südkorea und Deutschland) berichten Gehirnforscher/innen, dass die allgemeine Gedächtnisleistung nachlässt - besonders bei jüngeren Generationen. Dies ist dem Artikel “Digitale Verblödung” im aktuellen Stern - Gesund leben (Heft 3, 27.05.2009) zu entnehmen. Als Ursachen wird mangelndes Gedächtnistraining genannt: So fungiert das Handy bei einfachen Rechnungen, die ‘früher’ im Kopf durchgeführt wurden, immer häufiger als Rechenmaschine, Telefonnummern werden gespeichert statt gemerkt - “Wer sich zu sehr auf elektronische Hilfen verlässt, lässt sein Gedächtnis verkümmern.” Zusätzlich dürften bei dieser Entwicklung neue Formen der Kommunikation im (mobilen) Web eine Rolle spielen: Die Kommunikation wird schneller, unreflektierter und basiert zunehmend auf subjektiven Statements, die keiner fundierten Wissensbasis bedürfen.

Gehirn- und Gedächtnisforscher Prof. Hans J. Markowitsch verweist auf die wichtige Rolle der Schule:

Verantwortlich für die “digitale Demenz” ist auch die Schulerziehung, bei der “kaum noch ein Gedicht auswendig gelernt und selbst für Grundrechenarten der Taschenrechner benutzt würde”, so der Hirnforscher weiter.

Forscher warnen - Zuviel Technik schwächt das Gedächtnis

Tatsächlich dürfte das Training des Hirnmuskels zunehmend zu einer wichtigen Aufgabe der Schule werden. Allerdings müsste zuerst in didaktischer Hinsicht ein Umdenken erfolgen. Denn während die Entwicklungen im Bereich der Digitaltechnik dem Menschen immer weniger Gedächtnisleistung abfordern, konzentrieren sich Bildungspläne und Fachdidaktiken zunehmend auf kompetenzorientierte Anforderungsprofile, in denen Präsentieren und Teamgeist wichtiger sind als Faktenwissen und Auswendiglernen.

gefunden bei Pädagogik-News 01.06.2009: Nachlassen der Merkfähigkeit

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2 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Mister M. meinte am 07.06.2009, 15:52 dazu:
" 

Zitat:” Allerdings müsste zuerst in didaktischer Hinsicht ein Umdenken erfolgen. [...] konzentrieren sich Bildungspläne und Fachdidaktiken zunehmend auf kompetenzorientierte Anforderungsprofile, in denen Präsentieren und Teamgeist wichtiger sind als Faktenwissen und Auswendiglernen.”

Also wieder die übliche zehnjährliche Kehrtwende um 180°? Weg von den Kompetenzen und zurück zum Auswendiglernen?

Mir ist es ja egal, solange ich dafür bezahlt werde…

(#2) Matthias Heil meinte am 07.06.2009, 17:11 dazu:
" 

Die Mischung macht’s - ich favorisiere weder die Rückkehr zum Gradgrind’schen “Facts, facts, facts” (die dann über auf Kosten der Kritik gehendes Memorieren zu denken ist?!) noch die von “Basiswissen” losgelöste Verabsolutierung gar nicht mehr richtig fassbarer Kompetenzen.

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