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»PISA ist fehlerhaft«

PISA-Studie in den USA umstritten

Die PISA-Studie taugt nicht für die USA. Für US-Forscher/innen der Brookings Institution kommt eine nationale Wissenserhebung im Stil von PISA nicht in Frage.

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Eingetragen am 02.03.2009, 13:46 Uhr in Newsticker |

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Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass das PISA-Konzept nicht für den Vergleich der US-amerikanischen Bundesstaaten taugt. Der Test habe zu viele Fehler, sei an keinem einheitlichen Lehrplan ausgerichtet und untersuche zudem individuelle Meinungen, kritisiert Tom Loveless, Autor der Studie. Stört viele deutsche Politiker/innen eher die durch PISA ausgelöste Kritik am gegliederten Schulsystem und der frühzeitigen Ausgrenzung der Hauptschüler/innen, wird in der Studie vor allem Fragen zu Umwelt und Weltanschauung kritisiert (vgl. sueddeutsche.de: US-Gutachten zu Pisa - Ideologie und Wahrheit). Derartige Aspekte hätten in der Pisa-Studie nichts zu suchen, kritisieren die Experten/innen. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sieht das anders, denn „[a]bgesehen davon würden die Fragen nach den persönlichen Einstellungen getrennt von den Wissens- und Anwendungsfragen gewertet“ (Aussage von Andreas Schleicher, Chefkoordinator von PISA).

Alles könnte so einfach sein, ist es aber nicht. Wenn die Vereinigten Staaten wie bisher eigene Befragungen anwenden, würde man in bildungsevaluativer Hinsicht dauerhaft einen isolationistischen Sonderweg einschlagen.

Ein Vertreterin der Gouverneursvereinigung, Dane Linn, erklärte, es müsse zumindest überlegt werden, Pisa anzuwenden. „Es ist schwer, Pisa zu ignorieren, wenn die Länder, in denen er eingesetzt wird, 90 Prozent der Weltwirtschaft repräsentieren“, erklärte Linn.

Focus Online Schule 27.02.2009: Schule - US-Forscher lehnen Pisa ab

Die Entscheidung fällt offensichtlich schwer: Glaubt man dem Brookings-Gutachten, weil es eine Wahrheit ausspricht (“PISA ist untauglich, weil fehlerhaft.”)? Oder glaubt man ihm nicht, weil die Ergebnisse in politischer Hinsicht ungewollt sind (“PISA ist tauglich, weil alle es benutzen.”)? Die Diskussion in den USA zeigt ein weiteres Mal: Der Spagat zwischen Wahrheitsfindung und politischen Zielsetzungen ist das Schicksal von PISA. Die gefürchtete Bänderzerrung ist bisher noch ausgeblieben. Denn: „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.” (Seneca).

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