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Der »Spielverderber« - Einfaches Gerät unterbindet elektronisches Schummeln

Spielverderber-Router

Eine neue Ära des schulischen Täuschungsversuchs ist angebrochen: SchülerInnen betrügen unter Verwendung mobiler Kommunikationsgeräte. Ein einfacher, speziell programmierter Router (der "Spielverderber") soll die Situation retten: Er kontrolliert sämtliche drahtlosen Verbindungen im Umkreis von 300 Metern.

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Eingetragen am 05.10.2007, 01:35 Uhr in Nachrichten | Spicken und Schummeln |

7 x kommentiert, 580 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

In offiziellen (Abschluss-)Prüfungen müssen die SchülerInnen neben ihren Jacken auch ihre Handys abgeben. Die liegen dann meist säuberlich aufgereiht auf dem Overheadprojektor. Allerdings ist es schwer zu überprüfen, ob ein widerborstiger Zögling nicht doch sein winziges Teil in der Hosentasche oder gar im Ohr hat. Noch sind wir nicht im Stadium der Leibesvisitationen angekommen. Aber das wird vielleicht auch unnötig sein, wenn der Spielverderber (Homepage: spielverderber.at) flächendeckend zum Einsatz kommt.

Funktionsweise des “Spielverderbers”

Der Spielverderber ist ein auf die Bedürfnisse von Lehrkräften abgestimmte Technologie, welche mit einem einfachen Webinterface die Kontrolle über den gesamten Netzwerktraffic in der Klasse ermöglicht.
Der Spielverderber zeigt alle Verbindungen, welche über WLAN, LAN oder Bluetooth eingerichtet wurden und kann diese jederzeit trennen.
[...]
Auch das Kopieren von Dateien zwischen PC´s kann vom Lehrer jederzeit überwacht und kontrolliert werden, so dass ein Schwindeln während Schularbeiten faktisch unmöglich ist.
Werden Lösungen via Bluetooth zwischen Handys in der Klasse gefunkt, kann der Spielverderber sofort sämtliche Verbindungen im Klassenzimmer anzeigen und der Lehrer hat eine “adhoc” Eingriffsmöglichkeit.
Der Spielverderber ist kein Störsender, sondern vielmehr eine interne Firewall, welche den drahtlosen Datenverkehr kontrollieren und im Bedarfsfall unterbinden kann.

spielverderber.at

Das Ding scheint zu funktionieren, die Nachfrage ist riesengroß:

Erste Erprobungen in Klagenfurter und Wiener Schulen verliefen erfolgversprechend. Sogar aus dem Ausland sind schon erste Anfragen eingetroffen. Schulen, die das neue System erproben wollen, können das neue System gegen eine Gebühr von einem Euro pro Tag anwenden. Die Erfinder wollen das Produkt nicht verkaufen, weil es kontinuierlich auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden muss.

diepresse.com 27.09.2007: Kärnten: Lehrer kämpfen gegen elektronisches Schummeln

Ein Euro pro Tag ist nicht viel, wenn tatsächlich sämtliche drahtlosen Netzwerke in der Schule kontrolliert werden können. Das Preismodell sieht eine Setupgebühr abhängig von der Laufzeit vor:

Variante 1 - Mindestlaufzeit 1 Jahr
Setup-Fee einmalig: 300 Euro und 1 Euro pro Tag

Variante 2 - Mindestlaufzeit 2 Jahr
Setup-Fee einmalig: 200 Euro und 1 Euro pro Tag

Variante 3 - Mindestlaufzeit 3 Jahr
Setup-Fee einmalig: 100 Euro und 1 Euro pro Tag

Variante 4 - Mindestlaufzeit 4 Jahr
Setup-Fee einmalig: 0 Euro und 1 Euro pro Tag

spielverderber.at

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7 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Marcus meinte am 05.10.2007, 9:02 dazu:
" 

Ich frage mich, warum man nicht noch einen Handy-Störsender integriert hat? Dann wäre es eine abgerundete Sache.

(#2) Max meinte am 06.10.2007, 11:38 dazu:
" 

Hallo Marcus,

genau das wollte ich auch schreiben. Man sollte in Schulen Handystörsender einbauen, die nur in den Pause auf “off” geschaltet werden.

(#3) Cloc31 meinte am 08.10.2007, 22:31 dazu:
" 

Ich würde es gerne ausprobieren, aber wer hat es tatsächlich schon in Betrieb und kann Auskunft geben, ob es wirklich klappt?

(#4) Caro meinte am 09.10.2007, 11:24 dazu:
" 

Warum in den Pausen auf off. Nennt mich konversativ, aber ich bin zu meiner Schulzeit auch ohne Handy ausgekommen. Ich finde Handys haben in der Schule nichts zu suchen.

(#5) Raboter meinte am 15.10.2007, 12:36 dazu:
" 

Ein Störsender ist ja ganz gut. Besser wäre es aber, Aufgaben zu stellen, die man nicht per einfacher Anfrage im Internet lösen kann. Handies, Laptops etc. sollten lieber in den Schulalltag integriert werden und zur Lösungsfindung tendenziell zugelassen werden, dann kann man die Anforderungen ebenfalls steigern.

(#6) Elisabeth meinte am 20.10.2007, 17:10 dazu:
" 

Störsender sind aber nun mal verboten, und das mit gutem Grund, weil ihre Störfunktion nicht an der Schulmauer aufhört.

(#7) Storr meinte am 20.11.2007, 22:15 dazu:
" 

Ich bezweifle das diese Methode funktioniert.
Versteckte oder verschlüsselte Netzwerke können damit sicher nicht gekappt werden.
______________________________________________________
.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) man spamme mich zu.

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