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Stoffverteilungsplan/ Reihenplanung zur Geschichte der USA

Stoffverteilungsplan zur Geschichte der USA von den Anfängen (Kolonisierung) bis Erster Weltkrieg, insgesamt 10 Stunden.

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Eingetragen am 18.05.2004, 15:58 Uhr in Geschichtsunterricht | Geschichte der USA |

11 x kommentiert, 462 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Stoffverteilungsplan/Reihenplanung zur Geschichte der USA

Grundfrage/Grundproblem der Einheit:

Demokratie vor Nation: Wie kommt das am. Selbstverständnis zustande und welche Auswirkungen hat es auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft? ------> Vergleich mit D: Obrigkeitsstaat; Nation vor Demokratie ------> Spannungsverhältnis in Politik, Wirtschaft, Gesellsch. zwischen ideolog. Argumenten und tatsächlichen Interessen als "roter" Faden der Diskussionen
Std.Stundenthema Grundfrage/Leitfrage Bedeutung für Einheit
1/2 Einstieg, Kolonisierung Welchen Sinn hat die Beschäftigung mit der amerikanischen Geschichte? Welche Wurzeln prägten die am. Gesellschaft von Anfang an? Sensibilisierung, Motivation, Klarmachen der Grundfrage (Selbstverständnis), Grundlagen (für Selbstverständnis)
Verlaufsvorschlag
"Einstiegsstunde"
- Karikatur „Uncle Sam“ --> USA als Großmacht, in Kritik der Weltöffentlichkeit (-> gegenwärtige Bedeutung)
- Antrittsrede Reagan --> Ideol. verbrämte Aussagen über am. Rolle in der Welt
- Diskussion: Diskrepanz zwischen Ideologie und tatsächlichen Zuständen (soziale Schere, Außenpolitik)
Verlaufsvorschlag
"Kolonisierung"
- Einstieg: Karikatur ähnlich wie Einstiegsstunde -> Wdh.
- Kolonisierung aus HA (Text über Prozess der Kol.) besprechen, TA
- Max Weber: Über die puritanische Geistesauffassung -> Kapitalbildung, Erfolgsdenken
Ergebnis:
- Besonderheit im Unterschied zu D: Freiheitliche Gesellschaft vor Nation -> anderes Selbstverständnis
3 Unabhängigkeitskrieg und –erklärung Worin liegt die besondere Bedeutung der Unabhängigkeitserklärung? (evt.: War es eine Revolution? (Revolution des Denkens!) zentrales Dokument, begründet den Stolz der Amerikaner auf ihre Nation; Fixierung des liberalistischen Gedankenguts, Ausdruck des Selbstverständnisses -> Politik, Gesellschaft
Verlaufsvorschlag -Independence-Day Folien (Film UFOs aus dem Film "Independence Day", Feiertagsumzug) -> Leitfrage
- Kräfte, die zum Konflikt mit England führten (Wdh./HA) - TA
- Quelle: UE – Mit welchen Argumenten wird UE gerechtfertigt?
- Auswertung + Einflüsse der europ. Aufklärung
- Problematisierung: Unabhängigkeit aus ideologischen oder wirtschaftlichen Motiven?
---> Ergebnis: Neues Verständnis von Funktion und Legitimation des Staates
4 Verfassung Welche Auswirkungen hatte die Entstehungsgeschichte der USA auf das polit. System? Wie organisiert eine höchst demokratische Gesellschaft sich verfassungspolitisch? Politische Umsetzung der Vorstellung von Demokratie; 2 scheinbar unvereinbare Dinge werden unter einen Hut gebracht: Freiheit des Individuums und Ordnung des Gemeinwesens -> Politik
Verlaufsvorschlag - Bush-Wahl --> Wahlsystem ist Ergebnis aus geschichtl. Faktoren -> Leitfrage
- Verfassungsschema: wo sind demokratische Elemente
- checks and balances (Madison o.ä.)
- Problematisierung: Ist diese Verfassung demokratischer als unsere? oder Bild „Verfassung Tanz um das goldene Kalb“ -> Interpret.
---> Ergebnis: Kult der Demokratie und Freiheit schlägt sich in Verfassung nieder
5 Landnahme: Frontier und Manifest Destiny Welcher Zusammenhang besteht zwischen Besiedlungsgeschichte und amerikanischer Ideologie? Entstehung/Erweiterung und Ausdruck des Selbstverständnisses -> Gesellschaft
Verlaufsvorschlag - Bild „Am. Fortschritt“ -> Leitfrage
- Besprechung Frontier
- Text Melville -> religiöse Färbung
- Woher kommt diese religiöse Färbung (Geschichte)
- Turner-These (besser als HA)
- Problematisierung: Sind die Amerikaner dadurch geprägt? Alle? Kann man pauschal von „den Amerikanern“ sprechen?
---> Ergebnis: Frontiererfahrung führte zu Selbstbewusstsein usw.
Schnitt: Zusammenfassung der Bedingungsfaktoren, die das Selbstgefühl der Amerikaner hervorriefen (Kolonisierung, Unabhängigkeit/Verfassung, Expansion, alles gekoppelt mit Erfolg)
6 Sezessionskrieg und Politisierung der Rassenfrage (evt. 2) Sezessionskrieg – Ausdruck freiheitlichen Denkens oder wirtschaftlicher Interessen? Diskrepanz zwischen ideol. Vorstellungen und wirtschaftl. Realität bricht im eigenen Lande aus. Überwindung des Gegensatzes führt zu verfestigtem Nationsgefühl und Verfestigung des Selbstverständnisses („US sind stark genug, solch ein Problem zu meistern“). Rassenfrage -> ebenfalls Diskrepanz zw. ideol. Äußerungen und tatsächlichem Verhalten -> Politik, Gesellschaft
Verlaufsvorschlag - Karikatur „Schwarzer zerreißt die Karte“ -> Sklavenfrage als Auslöser? -> nein, versch. Motive (HA) -> Leitfrage
- Gegensätze N-S (TA)
- Lincoln Gettysburg Address: Welche am. Ideale finden sich da? Welche historische Bedeutung misst er dem Krieg zu?
- Problematisierung (im Zshg. mit Lincoln „Sklavenbefreiung ist mir egal“): Wirtschaftliche oder ideologische Motive? Aus welchen Gründen wird ideologisch kaschiert?
7 (Hoch-) Industrialisierung Welche Gründe führten dazu, dass der Aufstieg so rasant vor sich ging? Grundlagen für Aufschwung der USA zur Weltmacht
Verlaufsvorschlag Planspiel "Eisenbahnbau"
8/9 Big Business und Soziale Frage Wirtschaftlicher Liberalismus und demokratisches Denken – ein Widerspruch? Auswirkungen des Selbstverständnisses (= hier: Liberalismus) auf Wirtschaft und somit Gesellschaft; Liberalismus erscheint erstmals als mögliches Defizit der Gesellschaft; erste Eingriffe des Staates (Sherman-Act)
Verlaufsvorschlag HA: SekText Hochindustrialisierung/BigBiz, Rockefeller-Biographie (inkl. Sherman-Act) (in Praxis Geschichte x)
- Einstieg: Karikatur „Big Bosse“ --> Leitfrage
- New Freedom (Klett) und Carnegie: at PA --> Thesen an Tafel, ordnen
- Vor- und Nachteile diskutieren
- Ergebnis: Es kommt auf die Definition von Liberalismus an (wie New Deal)
- Gegenwartsbezug: Microsoft-Kartellrechts-Prozess (Historische Analogie)
((( Fallanalyse Rockefeller möglich)))
10 Imperialismus und Weg in den Ersten Weltkrieg In welchem Maße entsprechen die von den am. Politikern geäußerten Rechtfertigungen den tatsächlichen Intentionen der Außenpolitik? Selbstverständnis als Rechtfertigung außenpolitischer Aktivitäten
Verlaufsvorschlag - Karikatur „Roosevelt Big Stick“ –> Umschwung in Außenpolitik
- Wie wird dieser Umschwung gerechtfertigt? Thacher oder Conant -> USA braucht neue Absatzmärkte UND Roosevelt 1904
- Sammeln, vergleichen – Problematisieren
- Problematisierung: Wieso müssen Politiker lügen? Sind es wirklich Lügen?

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11 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Constanze Elsner meinte am 11.07.2004, 14:45 dazu:
" 

Hi,
mich interessiert das unter Punkt 5 erwähnte “Manifest Destiny”. Wissen Sie, wo ich das Original in der deutschen Übersetzung finden kann? Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichem Gruß!
Constanze Elsner

(#2) Lehrerfreund meinte am 11.07.2004, 16:14 dazu:
" 

Auszugsweise Übersetzungen gibt’s in manchen Schulbüchern. Im Web sind wir noch nicht fündig geworden. Immerhin findet sich das englische Original von John L. O’Sullivan , z.B.
* http://www.civics-online.org/library/formatted/texts/manifest_destiny.html
* http://www.mtholyoke.edu/acad/intrel/osulliva.htm

Wenn jemand eine Übersetzung davon erstellt, wären wir erfreut, diese auf Dem Lehrerfreund posten zu können.

(#3) sabrina meinte am 16.11.2004, 16:24 dazu:
" 

diese seite ist vollkommen bescheuert!!!!!!!!!!!
also geht die bloß nie wieder besuchen

(#4) Niele meinte am 15.02.2005, 16:53 dazu:
" 

Worin bestand das ?manifest destiny?der werdenen USA?

(#5) Ole Schütza meinte am 11.04.2005, 12:06 dazu:
" 

In allen Geschichtsbüchern heißt es, dass Manifest Destiny stamme aus dem JAhr 1845. Der Artikel O’sullivans “The NAtion of Futurity” aus dem US Democratic Review datiert jedoch auf 1839. Wie passt das zusammen?

Ich habe eine Übersetzung der NAtion of Futurity erstellt. Wie soll ich sie posten?

(#6) steffen meinte am 23.02.2006, 10:50 dazu:
" 

die seite bringt mir eigentlich nichts!!!

(#7) a meinte am 07.05.2006, 13:56 dazu:
" 

anderen bringt sie aber was !

(#8) anonym meinte am 26.11.2006, 20:34 dazu:
" 

sollten lehrer nicht im studium lernen wie man unterrichtet?! hmmm

(#9) Fisch meinte am 03.03.2007, 18:17 dazu:
" 

Also ich wüsste gern mal etwas über die Nationalstaatenbildung der USA! Das Wort taucht hier aber nicht mal auf. Beginnt die nun mit dem Unabhängigkeitskrieg, Bürgerkrieg, mit der Kolonialisierung oder wie?
Hilfe - wichtig:-) Mfg

(#10) ks meinte am 19.05.2010, 10:03 dazu:
" 

grin na klar lernen lehrer im studium von geschichte wie man unterricht. man studiert das fach geschichte und nicht die didaktik u.s.w. das kommt dann erst und ganz schnell im referendariat. in dem 50% merken, dass sie sich für den falschen beruf entschieden haben, aber schon zu viel investiert und zu alt sind, um sich nach anderen berufsmöglichkeiten umzuschauen!

(#11) Ref meinte am 29.08.2011, 15:22 dazu:
" 

Die Reihenplanung ist wirklich gelungen und sehr hilfreich!

Könnten sie mir vielleicht mitteilen, wo die Quellen von Thacher und Conant zu finden sind?

Herzlichen Dank!

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