Vergleich: Arbeitszeiten der Lehrer/innen nach Bundesländern
Für Lehrer/innen wird die Arbeitszeit in "gehaltene Unterrichtsstunden pro Woche" gemessen. Die Pflichtstundenzahl unterscheidet sich dabei von Bundesland zu Bundesland. An der Spitze liegt Mecklenburg-Vorpommern (27.1 Stunden), das Schlusslicht bildet Sachsen-Anhalt mit 25 Stunden.
“Pflichtstundenzahl” - Arbeitszeiten von Lehrer/innen
Lehrer/innen müssen außerhalb der Ferien eine bestimmte Anzahl von Unterrichtsstunden abhalten. Diese Zahlen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und hängen von der Schulform ab (an Gymnasien muss weniger unterrichtet werden als an Grund- und Hauptschulen, Beispiel Baden-Württemberg: Gymnasium 25 Stunden, Grundschulen: bis 28 Stunden/Woche).
In der Regel können Lehrer/innen ihr “Deputat” (d.h. ihre Unterrichtsverpflichtung) relativ frei bestimmen. Dazu stellen Sie (nach Absprache mit der Schulleitung) vor Ablauf eines Schuljahres einen entsprechenden Antrag und geben an, wie hoch ihr Deputat im nächsten Schuljahr sein soll. Aus diesem Grund ist der Lehrerinnen-Beruf gerade für Eltern hoch interessant; viele frische Mütter steigen erst mal acht Stunden pro Woche wieder ein. In einigen Bundesländern wird diese Freiheit reglementiert: Wenn ein Über- oder Unterangebot an Lehrkräften herrscht, werden bestimmte Deputatsansprüche nicht genehmigt.
In Deutschland bedeutet ein Volldeputat im Durchschnitt (über alle Schulformen) 26.5 Unterrichtsstunden (s.a. Lehrerfreund 19.10.2008: Lehrer-Arbeitszeit im internationalen Vergleich).
Sind 26 Stunden Unterricht viel oder wenig?
In der Diskussion erhitzen sich die Gemüter, denn 26 (45-Minuten-)Stunden und 13 Wochen Ferien klingt nach einer wirklich entspannten Situation. Allerdings kommt zu den Unterrichtsstunden (je nach Fach und Schulform) ein nicht unerheblicher zeitlicher Aufwand dazu: Unterrichtsvorbereitung/-nachbereitung, Konferenz, Elterngespräche, Korrekturen usw., so dass Lehrer/innen mit Volldputat im Jahresschnitt nicht weniger Arbeitsstunden aufwenden als andere Personen (siehe Beitrag Lehrer arbeiten 51 Stunden die Woche und Kommentare #2 und #6 dazu). Ebenfalls nicht zu vergessen ist dabei, dass Unterrichten ein hochgradig anstrengendes Geschäft ist: Das disziplinierende Zentrum von 30 (manchmal: unwilligen) Personen zu bilden stellt einen hohen energetischen Aufwand dar.
Viele Lehrer/innen reduzieren deshalb ihr Deputat, um ihre Belastung zu reduzieren. Dafür bekommen sie natürlich weniger Geld.
Arbeitszeit von Lehrer/innen im Bundesländer-Vergleich
Die GEW Hessen hat anlässlich des geplanten Lehrer/innen-Streiks am 17.11.2009 eine Tabelle über die Volldeputate der einzelnen Bundesländer zusammengestellt, die wir hier mit freundlicher Genehmigung abbilden (aus: Präsentation Pressekonferenz 22.09.2009 (pdf)):
| Durchschnitt | Rang | |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 26.2 | 11 |
| Bayern | 26.8 | 4 |
| Berlin | 26.8 | 4 |
| Brandenburg | 26.5 | 6 |
| Bremen | 26.5 | 6 |
| Hamburg | 25.4 | 14 |
| Hessen | 27 | 2 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 27.1 | 1 |
| Niedersachsen | 26.2 | 11 |
| Nordrhein-Westfalen | 26.9 | 3 |
| Rheinland-Pfalz | 26.1 | 13 |
| Saarland | 26.5 | 6 |
| Sachsen | 26.5 | 6 |
| Sachsen-Anhalt | 25 | 16 |
| Schleswig-Holstein | 26.4 | 10 |
| Thüringen | 25.4 | 15 |
Quelle: KMK, Berechnungen der GEW Hessen | ||
Bei der Lektüre der Tabelle sollte berücksichtigt werden:
- Zwei Stunden Unterschied ist mehr, als man denkt. In einem Nebenfach bedeutet das: eine Klasse mehr - mit allem, was so dranhängt: 30 zusätzliche Schüler/innen; Vorbereitung; Konferenzen; Korrekturen; Eltern; Geben, Berechnen und Verwalten der Noten usw. Zwei Deputatsstunden bedeuten auf das Jahr gerechnet mindestens 130 Arbeitsstunden (= Zeitstunden) mehr Arbeit.
- Die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In vielen westlichen Bundesländern werden Lehrer/innen grundsätzlich verbeamtet, neben der erfreulichen Jobsicherheit haben sie dadurch auch mehr auf dem Konto. In einigen Bundesländern (v.a. im Südwesten der BRD: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen) sind viele öffentliche Schulen besser mit Sach- und Geldmitteln ausgestattet als im Norden und Osten Deutschlands, wo Lehrer/innen teilweise ihre Kopien für den Unterricht selbst bezahlen.
Die Bildungsminister/innen der Länder regulieren ihre Finanzen, indem Sie die Deputate für Lehrer/innen in regelmäßigen Abständen anheben, was regelmäßig zu lautstarken Protesten der Lehrer/innen führt. Neuerdings wird auch das Streiken für Beamte und Beamtinnen gesellschaftsfähig - was die Diskussion um die Höhe der Volldeputate durchaus dynamisieren dürfte.
Beitrag vom 04.11.2009, 10:11 | diesen Beitrag versenden
a) ihre Kopien für den Unterricht aus eigener Tasche bezahlen und
b) ihre Stundenverpflichtung wegen der Arbeitsbelastung reduzieren, wenn der Dienstherr die Regelstundenzahl mal wieder heraufsetzt
natürlich alles "wegen der Schüler, die können ja nichts dafür und haben ein Recht auf guten Unterricht",
wird sich an diesem System NICHTS ändern.
Mindestens 32 Stunden, bei überwiegend theoretischen Fächern an einer Berufsfachschule, schlauchen dermaßen, dass kreativer Unterricht nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sehr selten möglich ist.
Wer die Unterrichtszeiten ausdehnen möchte hat sicherlich nie unterrichtet oder ist sehr schnell in die Verwaltung "geflohen".
genauso schön einfach und falsch wie die Annahme, 25 Stunden Unterricht und 13 Wochen Ferien seien ein lockerer Job, ist leider auch Ihre Ansicht, reine Nebenfachlehrer hätten grundsätzlich mehr Freizeit als Korrekturfachlehrer.
Ich unterrichte Musik und Katholische Religion, bin also "reiner Nebenfachlehrer". Aber was bitte ist ein sogenanntes "freies Wochenende"?? Wann werden die sog. Korrekturfachlehrer endlich begreifen, dass auch "die anderen" ihren Unterricht so gut zu machen versuchen, dass dann eben die Vorbereitungszeit und ggf. zusätzliche Projekte (Schülervorspiele, Aufführungen, Synagogen- und Moscheebesuche, entsprechend groß ist? Warum sollen wir in der Diskussion um die Lehrerarbeitszeit unsere unterschiedlichen Arbeitsbereiche immer wieder gegeneinander ausspielen?
"Warum sollen wir in der Diskussion um die Lehrerarbeitszeit unsere unterschiedlichen Arbeitsbereiche immer wieder gegeneinander ausspielen?" Ganz einfach, weil professionell erstellte Arbeitszeituntersuchungen bei LehrerInnen gezeigt haben, dass die Unterschiede in der gleichen Schulart einfach enorm sind und wir doppelten KorrekturfachlehrerInnen uns das einfach nicht mehr bieten lassen wollen! In allen europäischen Ländern ist das Stundendeputat der KorrekturfachlehrerInnen gegenüber NebenfachlehrerInnen deutlich reduziert, damit diese auch ihre Arbeit vernünftig machen können und ihre Gesundheit nicht ruinieren. Nur in Deutschland ist - wie so vieles im Bildungssystem - die Herstellung gerechterer Lehrerarbeitszeiten verschlafen worden! Es geht um keine Rangfolge der Fächer, sondern um die zeitliche Belastung, die bei den Korrekturfächern einfach erheblich
ist. So viele Konzerte, die zudem noch im AG-Bereich eingeübt werden, können Sie in einem Jahr gar nicht geben! Zudem haben Sie noch Religion - wo ist da der vergleichbare Aufwand? Ich denke, wir vergleichen unsere Fächer viel zu wenig! Ich bin nämlich noch Klassenlehrer und habe alle Klassen in einem engen Zeitkorsett auf ihre Prüfungen vorzubereiten, die ich zum größten Teil noch selbst erstellen muss, um später Berge von Klassenarbeiten, Klausuren, Lernstandserhebungen, Zentralen Prüfungen, Facharbeiten, Praktikumsberichten und schriftlichen Hausaufgaben mit nach Hause zu bringen. Dazu kommt eine erhebliche Anzahl von Nachschreibarbeiten, die ebenfalls erstellt und korrigiert werden muss. Das kann man gar nicht oft genug sagen!Die unterschiedliche zeitliche Belastung in den verschiedenen Fächern einer Schulform lässt sich nicht wegdiskutieren.
Natürlich bedeutet ein Nebenfach weniger schriftliche Arbeiten pro Klasse, aber eben auch deutlich mehr Klassen.
Ich habe in diesem Schuljahr acht verschiedene Klassen bzw. Gruppen (da sich in katholischer Religion bei uns die Gruppen grundsätzlich aus Schülern aus drei bis sechs verschiedenen Klassen zusammensetzen) bei 20 Gesamtwochenstunden. Bei einem Hauptfachlehrer wären das - in vierstündigen Fächern - vier Klassen.
Wäre ich nicht an einem Musikprofil-Gymnasium, hätten die meisten Klassen eine Wochenstunde und ich hätte noch mehr Klassen. In den letzten Jahren hatte ich zwischen 12 und 15 verschiedene Schülergruppen vor mir!
Und was heißt, Konzerte werden "zudem noch im AG-Bereich" eingeübt? Gehört der zur Freizeit??? Und glauben Sie bitte nicht, das sei wenig Vorbereitungs- und Organisationszeit. So ganz nebenbei gibt es da obendrein noch eine dreitägigen externen Intensivprobenphase und den dafür nötigen Aufwand...
"Zudem haben Sie noch Religion - wo ist da der vergleichbare Aufwand?" - Achso , das ist natürlich das absolute Schnarchfach, für das man gar nichts tun muss, weil die Schüler ja ohnehin soooo interessiert sind! Gilt für Musik übrigens auch. Was glauben Sie was für eine Vorbereitung oft nötig ist, um mit Schülern einer neunten Klasse aktiven Musikunterricht mit Instrumenten zu machen. Oder haben Sie schon mal von einem Verlag eine Ausgabe eines Brandenburgischen Konzerts für 30 Glockenspiele gesehen?
Natürlich gibt es in Nebenfächern - nicht zuletzt, weil dort schriftliche Arbeiten nicht verbindlich vorgeschrieben sind - eher die Möglichkeit, mit weniger Aufwand durchzukommen. (In jedem Fach gibt es Kollegen, die es sich leicht machen.) Aber das ist nicht der Normalfall!
Was heißt denn mehr Klassen? Sie haben das gleiche Stundendeputat wie Hauptfachlehrer!Jede Stunde muss doch individuell vorbereitet werden und dass Sie sich ein paar Namen mehr merken müssen (schon mal mit fotografieren probiert?)gleicht doch ein riesiges Korrekturpensum nicht aus! Wer kontrolliert die Leistung in den Wenigstundenfächern? Das frage ich ganz offen! Es gibt keinen Druck durch PISA und man kann immer viele schöne Dinge (oft ohne Vorbereitungszeit) machen, die die Schüler bei Laune halten!
Schön, dass Sie die Intensivprobenphase erwähnen(AGs gehören bei uns zum Stundendeputat!). Auch ich organisiere Klassen- und Studienfahrten, die ebenfalls aufwändig vorbereitet werden müssen, weil ich mit den Hauptfächern immer auch Klassenlehrer bin. Wann haben Nebenfachlehrer schon einmal eine eigene Klasse? Wenn Sie in Ihrer Intensivprobenphase sind,in der Ihr Unterricht ausfällt, kann ich übrigens die Vertretung in Ihrer Klasse übernehmen! Dazu kommen noch die Artikel in der Zeitung über die hervorragende Arbeit und die Lorbeeren (incl. Beförderung) von der Schulleitung, die nicht an das vielbeschworene Kerngeschäft denkt, sondern an die Außenwirkung! Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich befürworte den Musikbereich in der Schule, an dem ja viele Kolleginnen und Kollegen auch noch hobbymäßig teilnehmen, aber er ist nur teilweise gegen die strenge Korrekturarbeit (mit all den Tätigkeiten, die sich um diese noch herumranken) von Kollegen mit zwei Korrekturfächern aufzuwiegen!
Ich glaube schon, dass Musikunterricht auch manchmal schwierig und stressig sein kann. Der Unterricht in den Hauptfächern ist fast immer schwierig und stressig, weil hier ständig eine ganz bestimmte Leistung abgefragt wird, die eingefordert und überprüft wird. Und dann kommen noch die enormen Korrekturlasten dazu! Ganz schlimm wird es, wenn problematische Schüler oder Klassen hinzukommen!
Ich wundere mich, dass sich hier nicht mehr Kolleginnen und Kollegen in gleicher Situation zu Wort melden, aber ich vermute, dass sie viel zu erschöpft und mit Korrekturarbeit beschäftigt sind, als sich in einem solchen Forum zu tummeln.
Meine Ausführungen machen deutlich: Ein Lehrerarbeitszeitmodell muss her, das Arbeitszeit so gerecht wie möglich abbildet!
Offenbar habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Der Hinweis auf die deutlich mehr Klassen bezog sich auf die Anzahl der zu korrigierenden Arbeiten. Wenn Sie in einem vierstündigen Hauptfach vier Klassenarbeiten im Schuljahr zu korrigieren haben, sind das bei einem Musiklehrer in der Regel zwei bis vier Klassen (Musik ist außerhalb des Musikprofils ein überwiegend überwiegend einstündig). Die wenigsten Nebenfachlehrer werden ihre Zeugnisnoten außschließlich aufgrund der mündlichen Leistung machen, also in jeder Klasse pro Schuljahr etwa zwei schriftliche Arbeiten schreiben lassen - macht (gehen wir mal von einer zwei- und zwei einstündigen Klasse aus) schon mal sechs schriftliche Arbeiten.
Sicher sind diese oft schneller korrigiert als z.B. ein umfangreicher Deutschaufsatz, aber z.B. alleine die Korrektur einer in einen Text gefassten Analyse eines Notenausschnittes zu korrigieren, ist zeitlich auch sehr aufwendig. Ich bestreite nicht, dass die meisten Hauptfächer unterm Strich mehr Korrekturaufwand beinhalten als die meisten Nebenfächer. Aber ich bin überzeugt, dass dieser Unterschied durch andere Dinge weitestgehend aufgewogen wird. Fragen Sie doch mal einen Kollegen mit Mathematik und Erdkunde, für welches Fach er mehr Vorbereitungsaufwand hat - und nebenbei, wie es bei diesen beiden Fächern mit dem Korrekturaufwand aussieht!
Übrigens bin auch ich Klassenlehrer und war in den letzten Jahren praktisch jedes zweite Jahr im Schullandheim, mit allem, was an Organisation und Aufwand dazugehört (und auch da mussten die armen Kollegen mich vertreten - bitte nie wieder dieses grauenvolle Argument!)
Ich zitiere: "Der Unterricht in den Hauptfächern ist fast immer schwierig und stressig, weil hier ständig eine ganz bestimmte Leistung abgefragt wird, die eingefordert und überprüft wird. Und dann kommen noch die enormen Korrekturlasten dazu! Ganz schlimm wird es, wenn problematische Schüler oder Klassen hinzukommen!" - Bis auf die unbestritten größere Korrekturlast gilt alles genauso für jedes Nebenfach! Und besonders in meinen Fächern bedeutet dies auch noch einen hohen Aufwand, die extrinsische Motivation durch Noten (die in den Hauptfächern ja in der Regel noch eine große Rolle spielt) zu nahezu hundert Prozent durch aufwendige Vorbereitung eines instrinsisch ansprechenden Unterrichts zu ersetzen. (Schon mal was vom KuMuTu-Erlass gehört, der Musik praktisch irrelevant für jede Versetzung macht?)
Übrigens weiß unsere Schulleitung mit Sicherheit sehr wohl das "Kerngeschäft" jedes einzelnen Kollegen zu schätzen. Und Beförderungen werden definitiv nicht aufgrund irgendwelcher Unterrichtsprojekte vergeben!
Ich gebe Ihnen in vielem, was Sie schreiben, ja Recht: Ich habe in meinen Fächern viele Freiheiten. Aber ich kenne auch Kollegen, die in ihren Hauptfächern wesentlich weniger Arbeit haben als ich. Es kommt eben immer drauf an, was man draus macht...
bitte beruhigen Sie sich: Ich bin Ihrer Meinung, unterrichte selbst zwei Sprachen und damit Korrekturfächer, eins davon bis zur FHR und AHR. Ich weiß um den Aufwand der Korrekturen und der Prüfungserstellung.
Meine Überlebensstrategien (außer im Lehrerrat um gerechtere Behandlung zu kämpfen - bislang allerdings erfolglos): möglichst kurze Klassenarbeiten schreiben. Sie haben auch weniger zu korrigieren, wenn Sie lange, schwierige Texte mit kniffeligen Fragen wählen, für deren Verständnis die Schüler länger brauchen und so weniger Zeit für ihre eigene Textproduktion haben. Teilweise gebe ich auch Höchstwortzahlen für Schülerantworten vor, damit ich keine Romane mit nach Hause schleppen muss. Außerdem korrigiere ich bei Nichtabschlussarbeiten zügig und schlage nicht mehr jede zweifelhafte Äußerung nach: im Zweifelsfall entscheide ich mich häufig für die Lösung des Schülers und streiche keinen Fehler an
Wie eingangs erwähnt, kämpfe auch ich für bessere Bedingungen der Korrekturfachlehrer;ich habe aber in meiner Schule eine starke Lobby von Technikkollegen gegen mich und kenne es, unverstanden zu sein und belächelt zu werden - darum hier mein Mitgefühl für Sie und mein Rat, sich nicht kleinkriegen zu lassen und wie ich zu sehen, wo und wie Sie reduzieren können, um in diesem ungerechten System nicht vor die Hunde zu gehen. Mit kollegialen Grüßen ...
posten.
Danke
PS.Lehrern sollte man eine Uniform anziehen dann
könnte man sie beim Freizeitstress besser
erkennen.
du bist gewiss nicht vom Fach und holst immer wieder die gleichen Vorurteile aus der Mottenkiste! Politiker und Eltern, die mittlerweile die komplette Erziehung ihrer Sprösslinge an die Schulen weitergegeben haben, haben uns mittlerweile mit Aufgaben zugeschüttet, wovon die breite Öffentlichkeit wenig erfährt. Viele Reformen werden begonnen und wieder eingestellt; das Schulministerium lässt ständig neue Versuchsballons aufsteigen, die die Lehrerschaft in mühevoller Kleinarbeit auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen und umsetzen muss. Für die enorme zusätzliche Arbeit, die in den Schulen zudem sehr ungleich verteilt ist, wird keine Entlastung gewährt. In den Lehrerkollegien brodelt es.
P.S.: Die Bauleute sitzen jetzt sicher vor dem Fernseher beim Bier und kassieren Schlechtwettergeld!
Aber nur zur Info: War heute von 8 bis 15 Uhr in der Schule, habe dann zuhause von 16 bis 20.30 gearbeitet. Gestern dasselbe! Die nächsten zwei Stapel Arbeiten, die zur Korrektur dran sind, liegen bereits seit über einer Woche auf dem Schreibtisch. Dazwischen habe ich für die Nikolausfeier meiner 5. gedichtet, verpflichtende Evaluationsbögen ausgefüllt, meine nächste Arbeit für eine 10. Klasse konzipiert etc, etc. Freizeit heute und gestern: von 7 bis 20.30 jeweils 90 Minuten. So büße ich das freie Adventswochenende mit Besuch von meiner Familie, das ich mir einfach mal so gegönnt habe! Ganz schön dekadent, oder?
Freizeitstress ist mir in den letzten sieben Jahren, in denen ich meinen Beruf ausübe (E/F Gym), nur in den paar Stunden passiert, in denen ich meinem aufwendigen und kostspieligen Hobby, zwei Paar Socken im Jahr zu stricken, nachgegangen bin. Ein anderes gibt es nicht, denn außer in den Sommerferien kann ich es leider nicht ausüben...
Vielleicht sollten sie es mal mit einer vernünftigen Arbeitsplanung versuchen - wie jeder andere Arbeitnehmer es auch machen muss.
In jedem Arbeitsgebiet steigt der Stresspegel an.
Mich wundert es nur, dass ich im Internet permanent von jammernden Lehrern hören, die ihre Arbeit nicht schaffen. Ich frage es, wie Freunde von mir es machen, dass sie eigentlich jedes Wochenende frei haben, die Ferien nehmen können und auch unterhalb der Woche ein Privatleben haben. ich werde sie mal fragen.
Darunter sind Klassenlehrer mit Deutsch, Mathe- und Physiklehrer (der maßgeblich an der Projektgruppe soziales Lernen beteiligt ist) - beides Vollzeit beschäftigt, andere lehrer, die wohl umgerechnet eine 30 Stundenwoche haben.
Natürlich gibt es in Klausurphasen stressige Zeiten - aber auch das ist ziemlich normal.
Also erklärt mir doch mal das unterschiedliche Bild:
Stress ohne Ende mit zig Überstunden wöchentlich und dem Lehrerbild aus meinen privaten Umfeld. Ich weiß, dass es kein einfacher Job ist - auch nicht psychisch, aber meine psychischen Belastungen sind sicherlich im Job auch nicht geringer.
Oder geht es euch hier darum, auf die Stresswippe mit aufzuspringen, wenn der 50 Stunden wöchentlich arbeitet, arbeite ich bestimmt 55...
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