Blitzventil
Das gebräuchlichste Fahrradventil ist das Schlauchventil. Bei ihm wird ein kurzes Schlauchstückchen über den Ventilkegel gezogen. Leichter zu pumpen geht es aber mit dem »Blitzventil«. Auch das bekannte »französische Ventil«, das Sclaverand-Ventil, hat sich Euli genauer angeschaut.
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Eingetragen am 12.09.2008, 17:39 Uhr in prima.tec | Fahrrad |
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Tagebuch
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Blitzventil
Immer wieder schaue ich Uli zu, wenn er einen Reifen aufpumpt. Das muss schwere Arbeit sein, denn ich habe ihn auch schon zur Tankstelle fahren sehen, wo er sich am Druckluftkompressor bediente.
Beim Aufpumpen wunderte mich, warum die Luft aus der Luftpumpe nur in den Reifen hinein ging, aber am Ende des Pumpenhubs nicht ausströmte. Um dies zu verstehen, holte ich mir eines Tages einen Ventileinsatz herauf. Meine Ventildemontage hatte leider einen leeren Reifen zur Folge, aber Uli schien nach dem Aufpumpen am nächsten Tag erleichtert darüber zu sein, dass sein Reifen nicht platt war.

Das Ventil soll die aus der Pumpe kommende Luft in den Schlauch hineinlassen, die zusammengepresste Luft dann aber zurückhalten.
Das Blitzventil ist ein besonders leichtgängiges Ventil. Wie funktioniert es?
EULI fand dies heraus:
Eine Überwurfmutter drückt den Ventilschaft in den Ventilkörper. Ein
kleiner Dichtkegel aus Gummi auf dem Ventilschaft verhindert das Ausströmen der
Luft.
Beim Aufpumpen geht der Einsatzkegel nach links, und die
Luft strömt in den Schlauch. Lässt der Luftpumpendruck nach, dann drückt der
Überdruck im Schlauch den sehr leichten Einsatzkegel mit dem Dichtring
auf die Ventilöffnung zurück.
Die Zeichnung ist ein so genannter Halbschnitt. Auf ihm sieht man oberhalb der Mittellinie das Ventil von außen; die untere Hälfte zeigt das Innenleben des Ventils.
Das Sclaverand-Ventil
Die Konstruktion schien mir ein bisschen umständlich, wenn ich Ulla beim Aufpumpen beobachtete. Sie ist Ulis Schwester und hat an ihrem Rad so ein Ventil. Während Uli einfach die Staubkappe des Blitzventils abdreht und dann pumpt, muss Ulla immer zuerst an einem Mütterchen drehen und es nach dem Aufpumpen wieder zudrehen.
Aufgaben und Fragen:
1. Besorge ein Schlauchventil (mit übergezogenem Schlauchstückchen).
Warum geht das Pumpen mit diesem Schlauchventil so schwer?
2. Blitzventil: Du pumpst den Reifen auf. Warum strömt aus dem Schlauch keine Luft durch das Ventil zurück, wenn du aufhörst zu pumpen?
3. (Schwer): Wozu hat das Blitzventil am linken halbrunden Ende die vier Schlitze? (Es hat in erster Linie etwas mit der Montage des Einsatzkegels zu tun).
4. Während des Pumpvorgangs gibt es zwei Drücke: Den von der Pumpe erzeugten Druck und den im Reifen herrschenden Druck. Was kann man über die Höhe der beiden Drücke sagen, wenn Luft aus der Luftpumpe in den Reifen strömen soll?
5. Erkläre die Funktion des Sclaverand-Ventils:
- Was muss man vor dem Aufpumpen des Reifens tun? Welche Sinn hat dies?
- Was muss man nach dem Aufpumpen tun?
6. Was geschieht, wenn man die Rändelmutter zudreht? (Unter Rändel versteht man eine gerillte Oberfläche, die den Fingern das Drehen erleichtert).
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Eingetragen am 12.09.2008, 17:39 Uhr in prima.tec | Fahrrad |
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Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.
