Hydraulische Antriebe (11): Wie funktioniert ein Stromteiler?
Stromteilventile teilen einen Eingangsförderstrom auf in zwei Teilströme. Dabei bleibt das aus beiden Teilförderströmen gebildete Verhältnis konstant.
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Eingetragen am 28.07.2011, 16:20 Uhr in Technologie | Hydraulik | Hydraulische Antriebe |
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So funktioniert ein Stromteiler (auch Stromteilventil)
Stromteilventile teilen einen Eingangsförderstrom in zwei Teilströme auf. Dabei bleibt das aus beiden Teilförderströmen gebildete Verhältnis Qlinks / Qrechts konstant. Die vereinfachte Darstellung zeigt, wie ein Stromteiler funktioniert. Wesentlich für ihn sind die beiden unterschiedlich großen Blendenquerschnitte zwischen 1 und 2 sowie 3 und 4, die die Teilströme bestimmen.
Der Gesamtförderstrom Qges wird - abhängig von den Querschnitten der linken Blende 1-2 und der rechten Blende 3-4 - in die Teilförderströme Qlinks und Qrechts aufgeteilt, also: Qges = Qlinks + Qrechts
Der im Regelablauf hin und her gehende Kolben verändert die Drosselquerschnitte 7 und 8 so, dass an den Stellen 2 und 4 stets der gleiche Druck herrscht. Die Lastwiderstände der angeschlossenen Verbraucher haben darauf keinen Einfluss.

Regelvorgang:
Es werden zwei Hydromotoren angetrieben. Wir betrachten drei Situationen a), b) und c).
a) Der rechte Hydromotor bleibe wegen eines hohen äußeren Widerstands stehen. Qrechts = 0 –> p4 steigt stark an. Der Regelkolben wird ganz nach links geschoben und schließt dabei den Ausgang zum linken Hydromotor. Es fließt kein Öl mehr.
b) Beide Hydromotore bleiben wegen hoher äußerer Widerstände stehen. Es fließt kein Öl mehr; in allen Ventilräumen des Stromteilers herrscht derselbe Druck, d. h. der Regelkolben bleibt in seiner letzten Position stehen.
c) Qlinks verringert sich. Dann sinkt die Druckdifferenz p1 – p2. Setzt man p1 als konstant voraus, bedeutet dies einen Anstieg des Drucks p2. Die sich daraus ergebende größere Kolbenkraft verschiebt den Regelkolben nach rechts. Folge: Der linke Drosselquerschnitt vergrößert sich und der rechte Drosselquerschnitt verkleinert sich. Folge: Qlinks steigt wieder an und das anfängliche Kräftegleichgewicht am Regelkolben stellt sich wieder ein, so dass der Regelkolben wieder seine anfängliche Position einnimmt.
Steigt dagegen Qlinks , dann steigt auch die Druckdifferenz an der linken Blende p1 – p2. Nimmt man auch jetzt wieder p1 als konstant bleibend an, heißt dies: Am Ausgang der linken Blende fällt p2 ab. Dadurch verschiebt sich der Regelkolben nach links, wodurch sich der linke Drosselquerschnitt verkleinert und der rechte sich vergrößert. In der Folge fällt Qlinks wieder ab, und das anfängliche Kräftegleichgewicht am Regelkolben sowie die anfängliche Lage des Regelkolbens stellen sich wieder ein.
Der hier für den linken Teilförderstrom Qlinks beschriebene Regelvorgang würde sich bei entsprechenden Veränderungen auch im rechten Teilförderstrom Qrechts abspielen.
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Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.