Schraubverbindungen (2): Schrauben anziehen
Euli möchte wissen, warum an Ulis Werkzeugwand so viele verschiedene Schrauben-Anziehwerkzeuge hängen.
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Eingetragen am 07.09.2011, 08:23 Uhr in prima.tec | Mechanik | Technik des Alltags |
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Ulis Versuche (lies auch bei Versuch 1 nach)
Schrauben anziehen
An Ulis Werkzeugbrett sehe ich neben Hämmern, Sägen und anderen Werkzeugen etliche Schraubendreher und Schraubenschlüssel hängen. Er braucht sie, um beim Basteln Schraubenverbindungen zusammen- und aufzuschrauben. Aber warum benötigt er so viele unterschiedliche Werkzeuge dafür?
Seit ich mir die Schraubenköpfe einmal genauer angesehen habe, weiß ich, dass sie - damit man sie verdrehen kann - ganz unterschiedliche Formen besitzen. Innen liegende Formen können einfache Schlitze, Kreuzschlitze, Innensechskante oder Torx-Formen sein. Für sie benötigt man einfache Schraubendreher oder Winkelschraubendreher. Besonders lobte er die Knarre oder Ratsche, in die man kleine Einsätze für verschiedene Schrauben stecken könne. Weil man in Deutschland Dinge gerne mit ihrem englischen Namen bezeichnet, nennt man die Einsatzstifte auch »Bits«.
Die Bezeichnungen der Innenprofile fürs Anziehen: (Bild WIKI)

b Philips
c Pozidriv
d Torx
e Inbus
f Robertson
g Tri Wing
h Torq-Set
i Spanner
Werden Schrauben am Kopf außen angezogen, denn braucht man für diese Profile passende Maulschlüssel.
Seinem Freund, der öfter mit dem Fahrrad vorbeikommt, hat Uli kürzlich erklärt, wie sich das mit diesen Formen verhält. Bei Verbindungen, die viel aushalten müssen, sagte er, nehme man meistens Schrauben mit Innensechskant oder mit Torx-Loch. Torx komme aus dem Englischen, aber auf Deutsch könne man auch Innensechsrund dazu sagen. Torx-Schrauben könne man mit besonders hohen Kräfte anziehen. Ich glaube, anstelle von Kräften sagte er sogar »Drehmomente«. Das liege daran, dass die Sternform dem Schraubendreher auch bei kleinen Köpfen eine große Angriffsfläche biete.


Uli, der ein ganz Gewissenhafter ist, meinte noch: »Am allerwenigsten kann ich es leiden, wenn ein Schraubendreher nicht passt. Schnell hat man einen Schlitz beschädigt, weil der Schraubendreher heraus rutscht, wenn er zu klein ist für einen bestimmten Schlitz. Besonders bei kleineren Kreuzschlitzen gleitet der Schraubendreher leicht aus dem Schlitz und beschädigt ihn. Die Schraube danach anzuziehen, wird dann immer schwieriger.«
Ein Torx-Winkelschraubendreher (Bild WIKI):

Bits für verschiedene Anzieh-Profile:

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Siehe auch den Beitrag Schraubenverbindungen
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Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.