Versuch 13: Steigt das Meer, wenn die Eisberge schmelzen?
Im Klimawandel schmelzen Kilometer dicke Landgletscher ebenso ab wie riesige schwimmende Eisberge. Das werde zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen und tief gelegenen Städten Überschwemmungen bringen, hört man immer wieder. Stimmt das?
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Eingetragen am 14.06.2011, 16:35 Uhr in Naturwissenschaft und Technik | prima.tec | Wasser |
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Ulis Versuche (lies auch bei Versuch 1 nach)
Steigt das Meer, wenn der Eisberg schmilzt?
Eiswürfel im Glas
Mit jedem neuen Jahr wird es uns bewusster: Wir leben mitten im Klimawandel. Die Sommer werden immer länger und heißer, in den Wintermonaten erleben wir nur noch selten ergiebige Schneefälle. Im hohen Norden schmelzen uralte und Kilometer dicke Landgletscher ebenso wie die oft riesigen schwimmenden Eisberge. Das werde zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen und tief gelegenen Städten wie Hamburg Überschwemmungen bringen, hört man immer wieder. Sind die Eisberge daran schuld?
Ein einfacher Versuch: Wie er geht
Wir brauchen ein Trinkglas, einen Teller und einen Eiswürfel. Den Eiswürfel werfen wir ins Glas und füllen so lange mit Wasser auf, bis es knapp vor dem Überlaufen ist. Wir wollen wissen, wieviel Wasser über- und in den Teller läuft, wenn der Eiswürfel schmilzt.
Was wir beobachten:
Der Eiswürfel wird beim Schmelzen immer kleiner, und doch - es läuft bis zuletzt kein Tropfen über.
Was dahinter steckt:
Eiswürfelherstellung: Beim Gefrieren dehnt sich Wasser aus und wird zu Eis; das Volumen eines Würfels ist ein Elftel größer als das des zuvor flüssigen Wassers. Dadurch wurde der Eiswürfel leichter als das Wasser; deswegen schwimmt er und ragt dabei aus dem Wasser heraus. Etwa 90 Volumenprozent des Eises befinden sich unter der Wasseroberfläche und nur zirka 10 Volumenprozent darüber. Dies macht Eisberge für in der Nähe vorbeifahrende Schiffe so gefährlich.
Beim Schmelzen im Glas verliert der Eiswürfel sein größeres Volumen wieder und nimmt genau den Raum ein, den der Eiswürfel im Wasser besaß.
Dass beim Abschmelzen des Polareises der Meeresspiegel steigt, hat also nichts mit den schwimmenden Eisbergen zu tun. Der Meeresspiegel steigt nur wegen der Ausdehnung des sich erwärmenden Wassers und der auf der Erdoberfläche abschmelzenden Riesengletscher.
Was WIKIPEDIA dazu meint:
»Als Folge der Erderwärmung erhöht sich der Meeresspiegel. Nach verschiedenen Szenarien des IPCC sind bis 2100 Anstiege zwischen 0,19 m und 0,58 m möglich, wobei die Erhöhung nicht gleichmäßig ausfällt sondern sich aufgrund von Meeresströmungen und anderen Faktoren regional unterschiedlich darstellt. Von diesen Berechnungen noch ausgenommen sind die schwer zu modellierenden Eisschilde Grönlands und der Antarktis, die aber z. T. bereits jetzt und möglicherweise künftig zunehmend abschmelzen. Der Meeresspiegel war bislang um 1 cm bis 2 cm pro Jahrzehnt gestiegen und erhöht sich aktuell mit etwa 3 cm pro Dekade. Für die Meeresspiegelerhöhung werden im Wesentlichen zwei Faktoren verantwortlich gemacht: Zum einen dehnt sich das Meerwasser bei höheren Temperaturen stärker aus, zum anderen kommt es bei höheren Temperaturen zum verstärkten Abschmelzen von Gletschern«.
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Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.
