Versuche zu Magnetismus (2)
Wenn durch einen Leiter ein Strom fließt, bildet sich um ihn herum ein kreisförmiges Magnetfeld. Auf diese Weise lassen sich Elektromagnete erzeugen, die man beliebig ein- und abschalten kann.
2. Ausbildungsjahr
Elektromagnetismus
Allgemeines
Wenn durch einen Kupferdraht ein Gleichstrom fließt, entsteht um ihn herum ein Magnetfeld. Mit zunehmender Stromstärke nimmt die Stärke des magnetischen Felds zu. Wo sich dabei der Nordpol oder Südpol bildet, hängt von der Stromrichtung ab; die Pole kehren sich bei Änderung der Stromrichtung um.
Spulen: Wickelt man den Leiterdraht
zu einer Spule, dann verstärkt sich die magnetische
Feldkraft, weil sich dann die Felder der einzelnen Leiterstücke addieren. Die Seite, auf der die magnetischen Feldlinien die Spule verlassen, ist
der Nordpol, die Seite, auf der sie eintreten, ist der Südpol.
Die Stärke des magnetischen Feldes nimmt zu,
- je mehr Windungen die Spule hat,
- je größer die Stromstärke ist, und
- wenn sich ein Weicheisenkern in ihr befindet.
Versuch 5
Das Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters beweisen wir mit kleinen Kompassen, die wir um den Leiter herum anordnen. Die Kompassnadeln richten sich tangenzial zur Stromrichtung aus.
Versuch 6
Durch die Löcher einer Plexiglasplatte wickeln wir einen Kupferdraht zur Spule und legen eine Gleichspannung an. (Spannung langsam steigern. Es sollte nicht mehr als 1A Strom fließen.) Die Nadel eines in den Spulentunnel eingelegten Kompasses schlägt aus, wenn Strom fließt; sie kehrt nach dem Abschalten des Stroms in ihre Ruhelage zurück.
Versuch 7
Durch eine auf den Schenkel eines U-Magneten gesteckte Leiterschleife schicken wir Strom. Im Fall a) verstärkt sich das am U-Magneten bestehende ruhende Magnetfeld rechts und schwächt sich links ab: Der Leiter wird nach links gedrückt.
Ein umgekehrt fließender Strom bewirkt eine Auslenkung nach rechts. Dieser Versuch zeigt das Motorantriebs-Prinzip.
Versuch 8
An eine Spule (z. B. mit 1200 Windungen) eine Gleichspannung anlegen.
a) E-Magnet + Kompass, ohne eingeschobenen Eisenkern: Bei einem bestimmten Abstand des Kompasses erkennt man kaum eine magnetische Wirkung.
b) Nun schiebt man einen Eisenkern ein: Die magnetische Wirkung verstärkt sich und lässt die Kompassnadel ausschlagen.
c) Der Schalter wird geöffnet: Kein Magnetfeld mehr; die Kompassnadel kehrt in ihre Nord-Süd-Lage zurück.
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Wird mit »Versuche zu Magnetismus (3)« fortgesetzt
Beitrag vom 23.01.2009, 09:21 | diesen Beitrag versenden
Hallo!
Die Grafik zu Versuch 6 hat einen entscheidenden Fehler: die oberen “geschnittenen” Feldlinien zeigen richtig in Richtung Norden- die unteren aber in die falsche Richtung!
Bitte unbedingt überprüfen!
Hallo Kollege,
vielen Dank für den Hinweis. Fehler ist berichtigt.
Gruß
tec.LEHRERFREUND
 
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