Batterie 24V

Große Mobilmaschinen benötigen kraftvolle, in Reihe geschaltete Batterien. mehr ...

Lösung zur Aufgabe Getriebeglocke

Aufgabe: Eine fehlerhafte Zeichnung soll verbessert werden. mehr ...

Der Freund der Lehrer/innen - Tipps, Materialien, Analysen: www.lehrerfreund.de

Neueste Kommentare:

Der Autor

Hermann MetzIch bin Hermann Metz. Als Ma­schinen­bau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fach­lehrer an der Gewerbe­schule Brei­sach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinen­technik und der Kraft­fahrzeug­technik unterrich­tete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meister­schülern zu tun. Aus meiner Lehr­erfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technik­unterricht zusammen­gestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeits­blätter usw.

Warum stürzte der Airbus 330 ab?

Es war ein tragisches Unglück am 1. Juni 2009: Ein Airbus der Air France stürzte auf seinem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik und riss 228 Passagiere und Besatzungsmitglieder in den Tod. Der Grund dafür könnte eine Messsonde gewesen sein.

Diesen Beitrag weiterempfehlen

E-Mail-Tipp versenden

Zu diesem Beitrag

Eingetragen am 03.07.2009, 19:34 Uhr in Naturwissenschaft und Technik | Technik des Alltags |

2 x kommentiert, 741 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Eine ZEITUNGSMELDUNG

Am 15. 6. berichtete der SPIEGEL, der Computer des AIRBUS habe vor dem Absturz 24 Fehlermeldungen nach Paris gefunkt. Ihnen zufolge könnte das Unglück mit dem Pitotrohr zusammenhängen. Dieses Rohr - benannt nach seinem Erfinder Henri Pitot - ist eine Messeinrichtung, die über den Luftdruck Rückschlüsse auf die jeweilige Fluggeschwindigkeit zulässt. Bereits 1996 hätten Airbus-Ingenieure einen möglichen Defekt an diesem Rohr beschrieben: »In Gewitterwolken mit hoher Eiskristalldichte können die druckabhängigen Daten beeinträchtigt werden.« Die Beeinträchtigung: Das Pitotrohr wird von den Eiskristallen verstopft und misst falsch.

Das Pitotrohr ist eine praktische Anwendung der Bernoulli-Gleichung. Als Staurohr liegt das Pitotrohr parallel zur Luftströmung, die frontal auf die Rohröffnung trifft. Der hintere Teil ist mit einer Druckmesseinrichtung verbunden. In diesem System unterscheidet man drei Drücke: den statischen (Umgebungs-) Druck, den Staudruck und den Gesamtdruck. Der Gesamtdruck, den das Pitotrohr misst, ist die Summe aus Staudruck und statischem Druck. 

Bild: Pitotrohre am Airbus (Bild WIKIPEDIA


Die Fließgeschwindigkeit der Luft wird aus der Größe des Staudruckes (auch dynamischer Druck) berechnet. Der Gesamtdruck ist der Druck, den die umgebende Luft auf den Flugkörper ausübt. Der Staudruck steigt mit zunehmender Fluggeschwindigkeit.
Der statische Druck dagegen entspricht dem Luftdruck der Umgebungsluft. Steht das Flugzeug am Boden, ist der statische Druck gleich dem Gesamtdruck, weil der Staudruck Null ist. Die Differenz zwischen Gesamtdruck und statischem Druck misst man mit einem Manometer. Sie ist nach dem Bernoulli-Gesetz die Ausgangsgröße für die Berechnung der Luftgeschwindigkeit, wenn die Luftdichte bekannt ist.

Pitotrohr

Wie funktioniert das PITOT-Rohr?

Das Pitotrohr, ein Metallrohr, besitzt außer dem zentralen Staurohr Kanäle, die mit der äußeren Umgebung verbunden sind. Die Kanäle führen zu einer Messdose. Das Pitotrohr selbst ist am Flugzeugrumpf dort angebracht, wo eine ungestörte Luftströmung wahrscheinlich ist. Beim Airbus ist dies unterhalb der Nasenspitze. Das Rohr kann beheizt werden, um die Gefahr der Vereisung und damit das Risiko eines Instrumentenausfalls zu verhindern.

Gelangen Eiskristalle in das Rohr, dann misst die Messdose einen zu kleinen Staudruck, was gleichbedeutend mit einer geringen Geschwindigkeit ist. Der Autopilot geht in diesem Fall von einem Strömungsabriss aus und schaltet die Triebwerke auf erhöhten Schub. Dieser wäre jedoch nicht erforderlich, denn die Fluggeschwindigkeit ist ja in Ordnung. War die Strömung bis dahin nicht abgerissen: Der erhöhte Schub könnte nun durch unkontrollierbare Luftwirbel an den Tragflächen zum Absturz führen.

Zu diesem Beitrag

Eingetragen am 03.07.2009, 19:34 Uhr in Naturwissenschaft und Technik | Technik des Alltags |

2 x kommentiert, 741 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

2 Kommentare von Lehrerfreund/innen

Nach oben
(#1) Luke meinte am 15.05.2010, 17:15 dazu:
" 

Das hier dargestellte Messprinzip entspricht dem einer Prandtlsonde nicht dem eines Pitorohrs.

(#2) tec.LEHRERFREUND meinte am 16.05.2010, 13:37 dazu:
" 

Hallo Luke,

das Geschwindigkeitsmess-System in Flugzeugen hat´s offensichtlich in sich. Können Sie uns den Unterschied zwischen Prandtl und Pitot nicht kurz erklären?

Vielen Dank im voraus.
Gruß
tec.LEHRERFREUND

Nach oben

Geben Sie Ihren Kommentar hier ein:

Name

E-Mail (wird nicht angezeigt)

Homepage

Ihr Kommentar (HTML möglich)

Daten merken
Benachrichtigung bei Antworten

Bitte tippen Sie das folgende Wort ab (Spamschutz):

tafel

da →

Hinweis: Der Kommentar wird von einem Moderator geprüft.

image

1756 Einträge, 12437 Kommentare
Seite generiert in 0.2177 Sekunden bei 78 MySQL-Queries
42 Personen online (max. 209 am 18.03.2012)