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Burnout

Eigene Belastungsituation mit COPSOQ-Online-Fragebogen bestimmen

Kleiner Ausschnitt aus dem COPSOQ-Fragebogen

Bildquelle: Ausschnitt aus COPSOQ-Fragebogen

Der standardisierte Copsoq-Online-Fragebogen erlaubt es (auch) Lehrer/innen, ihre berufliche Belastungssituation zu bestimmen und mit einer großen Referenzgruppe zu vergleichen. Dazu müssen knapp 90 Fragen online beantwortet werden (Dauer: ca. 15 Minuten). Die Ergebnisse werden im Vergleich zu den Angaben von >5000 Teilnehmer/innen dargestellt.

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Eingetragen am 27.04.2011, 15:53 Uhr in Im Gespräch | Burnout | Arbeitsbedingungen | Nachrichten |

2 x kommentiert, 1374 x gelesen in 2013. Diesen Beitrag kommentieren.

Über den COPSOQ-Fragebogen

COPSOQ: deutsche Standard Version
Der COPSOQ - Fragebogen ist ein Screening- Instrument zur Erfassung psychischer Belastungen und Beanspruchungen bei der Arbeit.
Die deutsche Version des Fragebogens wurde auf der Basis des dänischen und englischen Copenhagen Psychosocial Questionnaire entwickelt und 2003 - 2004 an einer breiten Stichprobe von 2561 Beschäftigten erprobt. Wissenschaftliches Ziel war die umfassende Prüfung der Messqualitäten des Fragebogens, d.h. seiner Eignung zur Erfassung psychosozialer Faktoren bei der Arbeit.
Praktisches Ziel war daneben die Erstellung eines verkürzten Instrumentes, das allen Interessierten in Praxis und Forschung kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Das Ausfüllen der verkürzten Version dauert ca. 15-20 Minuten.
...
Wir machen für Sie die gesamte Erhebung samt Auswertung, Bericht und Vergleich mit externen Referenzwerten zum Selbstkostenpreis, dafür werden die Daten vollständig anonymisiert in die Datenbank integriert.

copsoq.de

Ausschnitt aus dem COPSOQ-TestDer COPSOQ-Online-Fragebogen ist in verschiedene thematische Abschnitte eingeteilt: Anforderungen bei der Arbeit, Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben, Spielräume bei der Arbeit, Entwicklungsmöglichkeiten, Verhältnis zu Vorgesetzten und Kolleg/innen, persönliche Gefühlslage.

Lehrer/innen und der COPSOQ-Fragebogen

Viele Fragen sind wie auf Lehrer/innen zugeschnitten:

  • Ist Ihre Arbeit ungleich verteilt, so dass sie sich auftürmt?
  • Der Zeitaufwand meiner Arbeit macht es schwierig für mich, meinen Pflichten in der Familie oder im Privatleben nachzukommen.
  • [besonders schön:]Können Sie selbst bestimmen, wann Sie eine Pause machen? (oder auch: Wenn Sie private Dinge erledigen müssen, können Sie Ihren Arbeitsplatz ohne besondere Erlaubnis für eine halbe Stunde verlassen?)

An solchen Fragen zeigt sich ganz deutlich die ambivalente Situation des Lehrerdaseins: Während der Unterrichtszeit kann man ohne Erlaubnis des Gongs nicht mal aufs Klo - beim Korrigieren zu Hause dagegen hat man jede erdenkliche Freiheit, so lange die Arbeit erledigt wird.

Und dann natürlich DIE LEHRERFRAGEN schlechthin:

  • “Ist Ihre Arbeit sinnvoll?”
  • “Sind Sie stolz, dieser Einrichtung anzugehören?”
  • “Müssen Sie manchmal Dinge tun, die eigentlich auf andere Weise getan werden sollten?”
  • “Müssen Sie manchmal Dinge tun, die Ihnen unnötig erscheinen?”

Ergebnisse

Die Ergebnisse werden schön grafisch aufbereitet nach Themenbereichen geordnet dargeboten und können gespeichert werden. Das sieht dann z.B. so aus:

Ausschnitt: Fiktive Ergebnisse eines COPSOQ-Tests

Leider werden als Referenz die Daten aller bisherigen Teilnehmer/innen herangezogen; eine Filterung z.B. nach dem Berufsbild “Lehrer/in” ist nicht möglich.

Zum COPSOQ-Fragebogen online.

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2 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) maria antonia meinte am 07.05.2011, 9:36 dazu:
" 

raspberry Eigentlich eine ganz nette Geschichte - bloß: gibt es eigentlich nur männliche Teilnehmer? Für weibliche ist anscheinend kein Platz vorhanden! D. h. Frauen scheitern schon an der zweiten Frage, es sei denn, sie wollen sich als männlich outen. Und damit hat sich’s mit der Bestätigung, dass man sich nahe am bounout bewegt.

(#2) lehrerin09 meinte am 20.02.2013, 18:10 dazu:
" 

Ich habe Copsoc auch mitgemacht.
Ich bin im LehrerInnenrat, und war auch (mit Kolleginnen) beauftragt, mich mit der Auswertung zu beschäftigen.
Natürlich nicht in der Unterrichtszeit, sondern nebenher. Also noch noch mehr Arbeit für die LehrerInnen, obwohl bei uns eindeutig rauskam, dass wir überlastet sind. Na Toll!!!
Und die Hilfe war lediglich Aufzeigen, so dass wir uns dann selbst helfen können…
Unsere Schulleitung war stolz auf manche Ergebnisse, hat aber auch die anderen Meinungen als Miesmacher abgestempelt. Also den Dreck schön unter den Teppich gekehrt. Unter der Devise: Alles Schön, wer das nicht findet, ist selbst schuld…

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