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»Erfrischungsgetränke« behindern die Nährstoffzufuhr

Das FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung) berichtet, dass "Erfrischungsgetränke" die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen aus anderen Nahrungsmittel negativ beeinflussen.

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Eingetragen am 18.11.2008, 16:58 Uhr in Nachrichten | Jugendliche |

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Definition Erfrischungsgetränk

Erfrischungsgetränke sind “Kaltgetränke, die meist kohlensäurehaltig sind und süß-sauer aromatisiert. Das meistgetrunkene Erfrischungsgetränk ist Cola .... Zu den Erfrischungsgetränken gehören laut Lebensmittelbuch Fruchtsaftegetränke, Fruchtschorlen, Limonaden und Brausen. [...]
Der Begriff Erfrischungsgetränk kann als Euphemismus betrachtet werden, da aus medizinischer Sicht beispielsweise Mineralwasser, Tee und Buttermilch eine erfrischendere Wirkung zugeschrieben wird, als den häufig stark gezuckerten Industrieprodukten.” (Wikipedia: Erfrischungsgetränk).

Jugendliche trinken Erfrischungsgetränke

Immer wieder krampft sich unser LehrerInnenherz zusammen, wenn wir sehen, was SchülerInnen so mit sich rumschleppen: riesige Colaflaschen, Energy-Drinks und irgendwelchen Fruchtsaftgetränkeschrott. Die lustig lachende Limette auf der Verpackung kann uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fruchtsaftgehalt nur bei 13% liegt und die zweite Zutat nach Wasser “Zucker” ist. Und tatsächlich trinkt ein Großteil der Kinder und Jugendlichen schon morgens vor der großen Pause einen Liter von diesem (aus trophologischer Sicht:) Müll.

Die DONALD-Studie, Auswertungskategorie “Erfrischungsgetränke und Ernährungsqualität”

Die DONALD-Studie (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) erfasst seit das Ernährungsverhalten vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter und erhebt Daten über Wachstum, Entwicklung, Stoffwechsel und Gesundheitsstatus.

Anhand dieser Daten wurde bei Kindern und Jugendlichen in der BRD untersucht, ob der Konsum von Erfrischungsgetränken einen Einfluss auf die Ernährungsqualität, gemessen an der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, hat. Und tatsächlich heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung:

Die Ergebnissen zeigten, dass der Verzehr von Erfrischungsgetränken (gemessen in Megajoule, MJ) sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen mit einer Verschlechterung der Zufuhr zahlreicher Vitamine und Mineralstoffe assoziiert war. Bei Mädchen sank mit steigendem Verzehr von Erfrischungsgetränken die Zufuhr der Vitamine A, K, Riboflavin und Folat sowie der Mineralstoffe Kalzium, Magnesium, Phosphor and Kalium. Bei Jungen sank die Zufuhr von Riboflavin, Pantothensäure, Kalzium, Eisen, Phosphor und Kalium. Die Zufuhr von Vitamin C, E und Niacin, die häufig in Erfrischungsgetränken angereichert werden („ACE-Getränke“), stieg dagegen bei Jungen mit dem Verzehr dieser Getränke an. [...]

Die Auswertung der DONALD Studie bestätigte den vermuteten negativen Effekt des Verzehrs von Erfrischungsgetränken auf die Zufuhr verschiedener Mikronährstoffe und die Gesamtqualität der Ernährung. Bemerkenswert war aufgrund der bei Mädchen ohnehin niedrigen durchschnittlichen Zufuhrwerte besonders der negative Zusammenhang mit der Zufuhr von Folat und Kalzium. Neben den Risiken für eine überhöhte Energiezufuhr durch den Verzehr von Erfrischungsgetränken sind die negativen Auswirkungen auf die Ernährungsqualität ein weiteres Argument, eine Einschränkung des Verzehrs dieser Getränke bei Kindern und Jugendlichen zu empfehlen.

FKE 14.11.2008: DONALD-Studie - Erfrischungsgetränke und Ernährungsqualität, Hervorhebung Lehrerfreund

Als Lehrperson sollten wir unsere SchülerInnen ruhig darauf hinweisen, schaden wird es ihnen bestimmt nicht.

gefunden bei geomix.at 18.11.2008: Erfrischungsgetränke wirken auf Nährstoffzufuhr

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