Gastkommentar

Interaktive Whiteboards im Unterricht: So muss es sein 28.03.2012, 15:51

Kommentar des Lehrerfreunds S. Zimmermann, der es in aller Kürze auf den Punkt bringt: Interaktive Whiteboards sind ein motivierendes, sinnvolles Unterrichtstool - wenn man sie richtig einsetzt.

Interaktives Whiteboard
Bild: Wikimedia Commons
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Der folgende Text wurde vom Lehrerfreund S. Zimmermann als Reaktion auf Beispiel: Unterrichtseinheit mit interaktivem Whiteboard verfasst. Er fasst die wesentlichen medienpädagogischen und didaktisch-methodischen Aspekte in wenigen Worten zusammen - deshalb hier für die Öffentlichkeit.
Danke an S. Zimmermann für die Erlaubnis zur Veröffentlichung!

In die Ecke, Besen, Besen! Seids gewesen.

Schulen und ihre Lehrpläne spiegeln die Gesellschaft wider.
Warum sollten Schulen in puncto Ausstattung noch auf eine Tafel zurückgreifen, wenn Kids bereits in der 4. Klasse mit Playstation portable, iPod und Co. daherkommen?

Das Whiteboard kann eine mächtige Waffe sein, was die Motivation der Kinder angeht! Hier liegt aber auch der Haken. Es muss nicht DIDAKTISCHE (was wird gelernt und was soll erreicht werden) Leitfäden für dieses Medium geben - sondern METHODISCHE (wie wird es gelernt).

Und da schließe ich mich den Kritikern an, die da sagen, dass Frontalunterricht schnell Alltagsprogramm ist. Wie schnell kanns passieren, dass sich der Lehrer Willi während der Mathestunde in tollen Bildern und Videos verliert, während die Schüler Löcher in die Wand gähnen. Eigenaktivität, selbstentdeckend-forschendes Lernen oder kooperative Zusammenarbeit sind WÄHREND dieses Mediums natürlich nicht möglich. ABER: ich glaube, Whiteboards bahnen durch kurze, einführende Präsentationen genau diese Selbstständigkeit bei den Kindern an - sie motivieren, strukturieren und sind flexibel. Sie geben die wahre Medienwirklichkeit der Kinder aus ihrem Alltagsverständnis wieder, ja, transportieren sie in die Schule.

In meinen Augen ist der Lehrer, der sich diesen Umstand zu nutze macht, nicht “modern” (was ein schreckliches Attribut zur Rechtfertigung neuer Medien im Unterricht!) - er weiß, wie er die Kinder heutzutage packen kann und er weiß genau, wo er sie wieder loslassen sollte. Da fangen die von ganz alleine an, selbstständig, aktiv, kooperativ zu sein.

Aufruf: Mehr Whiteboards. Mehr Aufklärung für Lehrer (sowohl in technischer als methodischer Hinsicht). Mehr Motivation für Schüler. Mehr Flexibilität im Unterricht.



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