Hütt än Rappe, morn än Rappe, gits ä schuöni Zippelchapä
Wie viel verdienen Lehrer in der Schweiz?
Bildquelle: flickr-User chriscom, CC BY-SA 2.0
Eine LCH-Studie gibt uns recht genaue Auskunft über die Lehrergehälter in der Schweiz: Eine Gymnasiallehrer/in verdient zum Berufseinstieg ca. 7.000 Euro monatlich, eine Grundschullehrer/in knapp 5.000 Euro monatlich. Die Gehälter liegen allerdings unter den Durchschnittsgehältern auf dem freien Arbeitsmarkt.
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Eingetragen am 13.10.2012, 21:36 Uhr in Im Gespräch | Lehrergehalt |
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Der LCH (Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer) hat eine Studie veröffentlicht, in der die Gehälte von Schweizer Lehrer/innen mit Gehältern in der freien Wirtschaft verglichen werden: Studie Salärvergleich: Löhne Lehrberufe – Privatwirtschaft (PDF) - auf dieses Dokument beziehen sich die im Folgenden genannten Seitenzahlen. Die Studie wurde im Juni 2010 veröffentlicht, die Gehaltsdaten ("Saläre") der stammen aus dem Jahr 2009 (Seite 9).
Da solche Studien immer schnell unübersichtlich werden, weil es zahlreiche Schularten und Gehaltsstufen gibt, beschränkt sich die LCH-Studie auf vier Schularten mit je zwei Erfahrungsstufen: Gymnasium, Berufsschule, Sekundarschule, Primarschule (= Grundschule), jeweils Berufseinsteiger und Lehrer/innen mit 6 Jahren Berufserfahrung. Da in der Schweiz auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen herrschen, wurde ein "Rerenzkanton" angenommen, nämlich die Lehrergehälter im Kanton Bern (S. 10).
Lehrer vs. Privatwirtschaft - Vergleichsgröße Arbeitszeit
Der Referenzwert für Lehrer/innen mit 100% Deputat (= Vollzeit) liegt bei 1.950 Sollstunden pro Jahr. Die LCH-Studie zur Arbeitszeit von Lehrer/innen in Der Schweiz (2009) (PDF) hat zwar gezeigt, dass Lehrer/innen mehr arbeiten. Dennoch wird in der Gehaltsstudie davon ausgegangen, dass die Arbeitszeiten vergleichbar sind:
Allfällig geleistete Mehrstunden sind nicht Gegenstand der Betrachtung. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sowohl bei den Lehrpersonen wie auch in der Privatwirtschaft eine vergleichbare Anzahl an zusätzlichen Stunden geleistet wird.
Damit basieren die angegebenen Jahresgehälter für Lehrpersonen auf einer mit den untersuchten Märkten vergleichbaren Soll-Arbeitsleistung in Jahresstunden.
LCH-Studie Gehaltsvergleich Lehrer/innen – Privatwirtschaft (PDF), S. 10
Gehalt von Lehrer/innen in der Schweiz
Die Studie lässt sich in einem Diagramm zusammenfassen:

Es sind jeweils das durchschnittliche Gehalt bei Berufseinstieg und nach 6 Jahren erfasst. Eine etwas differenziertere Darstellung (Unterteilung der Gehälter in der Privatwirtschaft nach Quartilen) in der Studie ab S. 14.
Die Gehälter sind in Schweizer Franken dargestellt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags (10/2012) steht der Franken bei 0.82 Eurocent (1 Euro = 1.21 CHF). Zur Orientierung eine grobe Umrechnungstabelle:
| Schweizer Franken | Euro |
|---|---|
| 70.000 | 57.920 |
| 85.000 | 70.330 |
| 100.000 | 82.750 |
| 115.000 | 95.160 |
| 130.000 | 107.570 |
Eine Grundschullehrer/in verdient in der Schweiz also rund 6.200 Euro/Monat, eine Gymnasiallehrer/in rund 7.000 Euro/Monat. Das sind Bruttobeträge, in der Schweiz bleibt jedoch wesentlich mehr Netto vom Brutto als bspw. in Deutschland. In Deutschland würde eine Gymnasiallehrer/in entsprechend rund 3.500 Euro/Monat verdienen (siehe z.B. Lehrergehälter in Deutschland: Bundesländer-Rangliste 2010)
In jedem Fall muss berücksichtigt werden, dass den hohen Löhnen in der Schweiz auch hohe Lebenshaltungskosten gegenüberstehen (z.B. Lebenshaltungskosten in der Schweiz).
Als Lehrer/in verdient man weniger
Die Lehrer/innen in der Schweiz verdienen deutlich weniger als die Beschäftigten in anderen Sparten. Die Differenz beträgt bis zu 70%. Als Beispiel der Vergleich mit den Beschäftigten im öffentlichen Sektor (i.d. Studie als "Public" bezeichnet):

In den "Feststellungen zur Lohnvergleichsstudie" werden die Abweichungen so zusammengefasst:
- [...] Vergleicht man die Gehälter der Lehrpersonen sowohl beim Einstieg wie auch nach sechs Erfahrungsjahren mit äquivalenten Marktwerten, dann zeigt sich eine klare Abweichung nach unten. Die Gehälter der Lehrpersonen liegen unterhalb dem 1. Quartil anforderungsgleicher Funktionen im Markt.
- Diese Abweichung nimmt mit steigender Erfahrung und Lebensalter vorerst weiter zu und gleicht sich erst beim Erreichen des Maximalgehalts bei den Lehrpersonen wieder an (nach ca. 25 Dienstjahren). [...]
- Lehrpersonen erhalten ein marktübliches Einstiegsgehalt für Universitäts- oder Fachhochschulabsolventinnen und –absolventen. Dieses liegt je nach Branche und Funktion zwischen CHF 80‘000 und CHF 100‘000 pro Jahr.
- Einzig das Gehalt für Lehrpersonen auf Primarschulstufe liegt unterhalb des marktüblichen Einstiegsniveaus. [...]
LCH-Studie Gehaltsvergleich Lehrer/innen – Privatwirtschaft (PDF), S. 33f - Hervorhebungen Lehrerfreund
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4 Kommentare von Lehrerfreund/innen
nicht vergessen, dass die Berufspendler allesamt in Deutschland besteuert werden und damit wesentlich mehr Steuern zahlen als die Schweizer Kolleg/innen, in manchen Kantonen wie Basel-Land fallen bspw. bei vier Kindern auch bei 10000 CHF/Monat kaum noch Steuern an—das relativiert die dort höheren Lebenshaltungskosten der Schweizer
Wenn ich in der schweiz arbeite und hier in deutschland wohne, mit wie viel abzügen muss ich als sek 1 lehrerin rechnen?
danke für eure antworten..
An wen wende ich mich, wenn ich in der Schweiz als Lehrer arbeiten möchte. Momentan bin ich an einer Berliner Berufsschule für die Fächer Deutsch und Englisch tätig, habe aber auch die Befugnis, an Gymnasien zu unterrichten.
Wieviel verdient ein Sekundarlehrer an einer Privatschule in der Schweiz??
Danke für Ihre Antwort!
LG Martin ![]()
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