Gruppenbildung im Unterricht

Methoden zur Gruppeneinteilung: Familie Meier, Moleküle 19.01.2012, 18:18

Zwei Unterrichtsmethoden zur zufälligen Einteilung von Schüler/innen in Gruppen: 'Familie Meier' und 'Moleküle'. Kopiervorlage mit Beschreibung der Methoden, Anmerkungen zur Durchführung und zum Ablauf.

Schüler bei Gruppenarbeit
Bild: FNF: Gruppenarbeit[CC by]
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Die beiden Arbeitsblätter sind mit freundlicher Genehmigung des Lehrerselbstverlags der Methodenkiste für alle Schulformen und Fächer entnommen (Familie Meier: S. 7, Moleküle: S. 17).

Die Methodenkiste (12,90 Euro) von Jan Schönfeld ist eine Sammlung von Methodenkarten, auf denen jeweils eine Unterrichtsmethode übersichtlich erklärt wird. Sie enthält auf 116 Seiten ca. 50 Methoden für den Unterricht mit Kopiervorlagen. Methodenkiste beim Lehrerselbstverlag: Methodenkiste für alle Schulformen und Fächer

Methoden zur Gruppenfindung

Sie finden hier zwei Methoden zur Bildung und Einteilung von Gruppen. Es geht dabei um eine zufällige Einteilung, außerdem um eine Auflockerung der Atmosphäre und Aktivierung der Schüler/innen. Beide Methoden können auch im Rahmen von Kennenlernspielen eingesetzt werden (s.a.: Die 5 besten Kennenlernspiele).

Beide Methoden liegen (wie alle Methoden in der Methodenkiste) als Kopiervorlagen vor. Für Methodentrainings könen diese Kopiervorlagen an die Schüler/innen verteilt werden; sie können aber auch "nur" als Folie oder als Erklärung/Inspiration für die Lehrer/in dienen (Ablauf, Formulierung der Arbeitsaufträge usw.).

1. Familie Meier

Bei dieser Methode kommt kurzzeitig viel "Action" auf. Die Schüler/innen müssen dabei genau darauf achten, wie "ihre" Familie Meier geschrieben ist. Kann verwendet werden, um eine Lerngruppe/Klasse aus einem Motivationsloch zu ziehen und vor einer anstrengenden Gruppenarbeit etwas Bewegung zu erzeugen.

Laden Sie die Methodenkarte hier als PDF: Methode "Familie Meier" (PDF)

Methode Familie Meier (Gruppenbildung) - Vorschaubild

Information zur Methode "Familie Meier":

Die kleinen Zettel werden mit Namen beschriftet. Je nach Gruppengröße und Wunschgröße der Einzelgruppen werden entsprechend viele Namen auf den Zetteln verteilt!
Bsp.: 24 in der Gruppe, vier Personen sollen in einer Gruppe zusammenfinden - Sechs Namen je 4x verteilt auf 24 Kärtchen!

Ablauf

  1. Du erhältst einen Zettel. Zeig ihn niemandem sonst!
  2. Jetzt gehtʼs los:
    Du musst möglichst schnell deine Gruppe bilden
    Tipp: Eine Gruppe bilden jeweils die Personen, die den gleichen Namen/ Begriff auf dem Zettel stehen haben.
  3. Wenn das Signal ertönt:
    Du rufst deinen Namen (der auf dem Zettel steht) und versuchst, die anderen passenden Gruppenmitglieder zu finden, die auch den gleichen Namen haben!
  4. Sucht euch einen Platz:
    Stellt euch gemeinsam als Gruppe zusammen, und das Spiel ist beendet! Nun könnt ihr gemeinsam weiterarbeiten!

Nur für den Lehrer

So weit, so einfach. Jetzt kommt das Schwierige: die Namen der Gruppen lauten:

  • Familie Maier
  • Familie Meier
  • Familie Mayer
  • Familie Meyer
  • Familie Mair
  • Familie Meir
  • Familie Mayr
  • Familie Meyr

2. Moleküle

Auch hier entsteht kurzfristig ein hohes Aktivierungspotenzial. Die Methode "Moleküle" hat zwei Vorteile:

  1. Sie kann ohne weiteres Material spontan durchgeführt werden. Allerdings müssen Tische und Stühle beiseitegeräumt werden.
  2. Es sind Gruppen beliebiger Größe ohne organisatorischen Vorlauf möglich. Man muss nicht einmal die Klassengröße kennen.

Wenn man die Methode zum zufällige Einteilen von Gruppen einsetzt, wird der Ablauf nur bis Schritt 2 durchgeführt, da die Gruppen gebildet sind und das Spiel damit ein Ende gefunden hat.

Laden Sie die Methodenkarte hier als PDF: Methode "Moleküle" (PDF)

Methode Moleküle (Gruppenbildung und Gruppenfindung) - Vorschaubild

Informationen zur Methode "Moleküle"

So wie hier beschrieben eignet sich die Methode auch bestens als erste Dynamisierung in einem Kennenlernprozess. Für Gruppenbildung wird entsprechend reduziert.

Ablauf

  1. Freie Atome im Raum
    Du und alle anderen bewegt euch über die Spielfläche, ihr seid freie Atome.
  2. Vom Atom zum Molekül
    Der Spielleiter ruft nun eine Atomanzahl; genau diese Anzahl an Atomen muss sich nun zu Molekülen verbinden.
    Die Moleküle dürfen jeweils nur genau so groß sein - kleiner oder größer gilt nicht.
    Such dir also bspw. vier andere Atome, wenn der Spielleiter die Zahl “fünf” ruft!
  3. Wenn du übrig geblieben bist, scheidest du leider aus.
    Wenn die Regeln es so vorsehen, kannst du auch einen Strafpunkt erhalten oder musst einen Pfand abgeben (je nach Spielzweck).
  4. Anschließend startet die nächste Runde.
    Die setzt sich fort, bis nur noch wenige Spieler übrig sind.

Gruppenfindung und Weiterarbeit:
Nach ein paar Runden kann das Spiel auch beendet werden, wobei die aktuellen "Moleküle" als Gruppen für weitere Aktionen zusammen bleiben.

Alle Inhalte entnommen aus Jan Schönfeld (2011): Methodenkiste für alle Schulformen und Fächer (12.90 Euro, Lehrerselbstverlag)
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