Wortarten - Übersicht mit Beispielen

Arbeitsblatt (2 Seiten), auf denen die (nunmehr nur noch neun) Wortarten mit Beispielen übersichtsartig erklärt werden.

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Von unserer Kollegin NN - Danke!

Vorschau Arbeitsblatt WortartenübersichtDiese Übersicht über die Wortarten kann an die Schüler/innen ausgeteilt und zur Grundlage für den Grammatikunterricht werden. Übungen finden Sie hier auf dem Lehrerfreund u.a. im Bereich Grammatik.

Inhalt des Arbeitsblattes:

DIE WORTARTEN (Übersicht)

A Veränderbare (flektierbare) Wörter

- deklinierbare

1. Substantiv (Nomen, Hauptwort)

Es bezeichnet Personen, Sachen, Begriffe.

2. Artikel (Geschlechtswort)

Er hilft, das Substantiv zu verändern, bezeichnet das grammatische Geschlecht und bestimmt in einigen Fällen die Bedeutung des Substantivs (z.B. Band, Tor, Kiefer etc.)

3. Pronomen (Fürwort)

Das Pronomen kann ein Nomen vertreten oder es wie ein Artikel begleiten.

-  Personalpronomen (persönliches Fürwort)

Es steht stellvertretend für Personen und Sachen. Es kann dekliniert werden wie ein Nomen: ich - meiner - mir - mich;  du - deiner - dir - dich etc.

-  Reflexivpronomen (rückbezügliches Fürwort)

Es bezieht sich auf ein Nomen oder Pronomen zurück: Ich erinnere mich. Formen: mich, dich, sich, uns, euch, sich

-  Relativpronomen (bezügliches Fürwort)

Es leitet einen Nebensatz ein, bezieht sich auf ein Substantiv oder Pronomen im Hauptsatz. Dabei richten sich Genus und Numerus des Relativpronomens nach dem Bezugswort, der Kasus ergibt sich daraus, welches Satzglied das Relativpronomen darstellt.
Formen:
a) der, die, das (veraltet: welcher, welche, welches) 
Beispiel: Der Mann, den ich gesehen habe…
b) was
bezieht sich auf einen ganzen Satz oder auf die Indefinitpronomen etwas, viel, wenig, nichts, alles, allerlei, mancherlei.
Beispiel: Es kommt immer zu spät, was mich sehr ärgert.
Merke: Vor diesen Relativpronomen steht immer ein Komma!
c) wer
bezieht sich immer auf Personen, wird aber nur gebraucht, wenn das Relativpronomen dem Wort, auf das es sich bezieht, vorausgeht.
Beispiel: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…

-  Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort)

verweist auf eine bestimmte Person oder Sache. Es kann Stellvertreter oder Begleiter des Substantivs sein.
a) dieser, diese, dieses, diese ( auch: der, die, das, die)
verweist auf eine Person/Sache, die sich in räumlicher oder zeitlicher Nähe zum Sprecher/Schreiber befindet oder die im Text zuletzt genannt wurde. 
Beispiel: Dieser Mann da ist mein Lehrer. (Begleiter)
Beispiel: Den habe ich hier noch nie gesehen. (Stellvertreter)
b) jener, jene, jenes, jene
verweist auf eine Person/Sache, die räumlich oder zeitlich weiter entfernt ist oder im Text vorher genannt wurde.
Beispiel: An jenem Tag vor zwanzig Jahren… (Begleiter)
Beispiel: Dieses Haus gefällt mir, aber jenes da hinten finde ich hässlich. (Stellvertreter)
c) derjenige, diejenige, dasjenige, diejenigen * derselbe, dieselbe, dasselbe, dieselben * selbst, selber (nachgestellt)

-  Interrogativpronomen (fragendes Fürwort)

fragt nach Personen, Sachen, Vorgängen oder Eigenschaften.
a) Wer? Was? (Stellvertreter)
b) Welcher? Welche? Welches? Welche? (Begleiter oder Stellvertreter)
c) Was für ein? (Begleiter)

-  Possessivpronomen (besitzanzeigendes Fürwort)

bezeichnet Besitzverhältnisse oder die Zugehörigkeit bzw. Verbundenheit von Lebewesen oder Gegenständen. Als Begleiter stimmt es mit dem zugehörigen Nomen in Numerus, Kasus und Genus überein (mein Vater - meine Mutter - mein Kind- meine Kinder; meines Vaters - meiner Mutter - meines Kindes etc.)

-  Indefinitpronomen (unbestimmtes Fürwort)

bezeichnet eine Person oder Sache in ganz allgemeiner, unbestimmter Weise. Auch es kann Stellvertreter oder Begleiter sein. Die gebräuchlichsten Indefinitpronomen: man, jemand, niemand, jeder, jedermann, einer, keiner, mancher, einige, etliche, mehrere, viele, wenige, alle, etwas (was), nichts.

4. Adjektiv (Eigenschaftswort)

Es bezeichnet einen Zustand oder eine Eigenschaft.

- konjugierbare

5. Verb (Zeitwort)

Es bezeichnet eine Tätigkeit, einen Vorgang oder einen Zustand.

B Unveränderbare (unflektierbare) Wörter

6. Adverb (Umstandswort)

Es dient als nähere Bestimmung zu einzelnen Wörtern, z.B.
- zu Verben: Sie freuen sich sehr.
- zu Adjektiven: Das ist sehr schön.
- zu Substantiven: der Kerl dort…
- zu Adverben: Ich komme sehr gern.

7. Präposition (Verhältniswort)

Sie drückt ein Verhältnis zwischen Personen und/oder Sachen aus (mit, auf, unter etc.).

8. Konjunktion (Bindewort)

Es verbindet Wörter, Hauptsätze und Nebensätze miteinander (und, dass, denn).

9. Interjektion (Empfindungswort)

Es drückt Gefühle aus (ach, au, oh, pfui etc.).

 






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