Bagger: Oberwagen und Unterwagen (Kettenbagger)

Unterwagen mit Kette, Drehdurchführung, Oberwagen mit Arbeitsausrüstung. mehr ...

Lösung zur Aufgabe Getriebeglocke

Aufgabe: Eine fehlerhafte Zeichnung soll verbessert werden. mehr ...

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Der Autor

Hermann MetzIch bin Hermann Metz. Als Ma­schinen­bau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fach­lehrer an der Gewerbe­schule Brei­sach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinen­technik und der Kraft­fahrzeug­technik unterrich­tete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meister­schülern zu tun. Aus meiner Lehr­erfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technik­unterricht zusammen­gestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeits­blätter usw.

Wälzlager

Beim Wälzlager überträgt der Lagerzapfen Kräfte über Lagerringe und Wälzkörper (Kugeln, Rollen, Nadeln) auf das Lagergehäuse. Gegenüber der gleitenden Reibung bei Gleitlagern zeichnen sich Wälzlager durch die wesentlich geringere Rollreibung aus.

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Eingetragen am 07.11.2008, 15:51 Uhr in Technologie | Maschinenelemente, Funktionsgruppen | Technisches Zeichnen | Kräfte | Reibung | Wirkungsgrad | Kräfte und Drehmomente |

9 x kommentiert, 9329 x gelesen in 2013. Diesen Beitrag kommentieren.

2. Ausbildungsjahr

Wälzlager

Beim Wälzlager werden die Lagerkräfte vom Lagerzapfen über die Wälzkörper (Kugeln, Rollen, Nadeln) auf das Lagergehäuse übertragen. Anstatt der gleitenden Reibung bei Gleitlagern arbeiten Wälzlager mit der wesentlich geringeren Rollreibung.

Aufbau eines Wälzlagers
Bestandteile eines Wälzlagers sind der Außen- und Innenring und die Wälzkörper (Kugeln, Rollen). Der Käfig garantiert einen bestimmten Abstand zwischen den Wälzkörpern. Ringe und Wälzkörper bestehen aus gehärtetem Stahl.

Bauformen: Es gibt Kugel- und Rollenlager, die nach Belastungsrichtung weiter in Radial- und Axiallager eingeteilt werden können. Ein Teil der Lager kann aber sowohl Axial- als auch Radialkräfte übertragen. Grundsätzlich sind Rollen für die Aufnahme größerer Lasten geeignet als Kugeln. Die Übertragungsgeometrie der Walze besteht aus einer Linie, die der Kugel aus einem Punkt. Die Linie ist eine Aneinanderreihung von vielen Punkten. Das folgende Bild zeigt eine Auswahl wichtiger Wälzlagerbauformen.

Waelzlager teilt man ein in Kugellager und Rollenlager

Kugellager
Radial-Rillenkugellager sind die am häufigsten verwendeten Lager. Sie übertragen hohe radiale, aber auch geringe axiale Kräfte.
Schrägkugellager übertragen Kräfte im Winkel von etwa 50 bis 70° zur Achse.
Pendelkugellager sind zweireihig (= zwei Kugelreihen) ausgeführt. Sie können Fluchtfehler und Wellendurchbiegungen ausgleichen.
Axialrillenkugellager sind für hohe Axialkräfte; sie können keine Radialkräfte aufnehmen.

Rollenlager
Zylinderrollenlager: Für hohe Radialkrafte; zerlegbar.
Kegelrollenlager eignen sich für hohe Kräfte in axialer wie radialer Richtung. Zerlegbar; genaue Einstellung des Lagerspiels möglich.
Pendelrollenlager (= Tonnenlager): Einsatz wie Pendelkugellager, für hohe Belastung.
Nadellager beanspruchen nur wenig Platz in radialer Richtung.

Lagerkurzzeichen:
Die Kennzeichnung von Wälzlagern wird nicht einheitlich gehandhabt. DIN 623-1 verwendet ein verschlüsseltes Kurzzeichen. Dieses gibt Auskunft über die Lagerform und den Bohrungsdurchmesser. Nachsetzzeichen geben Informationen über Lagerluft, Wärmebehandlung usw.

Beispiel:

Waelzlager-Kurzzeichen geben Auskunft über den Bohrungsdurchmesser und die Lagerbauart

 

Lageranordnung
In einer Lagerung mit größerem Lagerabstand muss man einem der beiden Lager die Möglichkeit lassen, bei Erwärmung und Ausdehnung der Welle axial zu wandern. Dies erreicht man durch die Anordnung »Fest- und Loslager«. Bild unten: Beide Lager werden durch radiale Kräfte belastet. Das axial nicht bewegliche Festlager nimmt die gesamte Axialkraft auf, während sich das Loslager bei Ausdehnung der Welle in Achsrichtung verschieben kann. Dadurch wird ein Verspannen der Wälzkörper in den Laufringen verhindert.
Bei Zylinderrollenlagern ohne Anlaufborde und Nadellagern findet die axiale Verschiebung und damit der Dehnungsausgleich in den Lagern selbst statt.

Eine Waelzlagerung besteht aus einem Festlager und einem Loslager

Aufgabe:

Benennen Sie die in der Axialkolbenpumpe eingebauten Wälzlager.

Hydraulikpumpe mit Axialrillenkugellager, Nadellager und Radialrillenkugellager

Hier eine Kurzbeschreibung der Axialkolbenpumpe: Ein Motor treibt die innen liegende Welle, den Rotor (4), an. Die Axialkolben (5) - meist 5 oder 7 Stück - werden mit Federkraft auf das schräg liegende Axialrillenkugellager (9) gedrückt und können so während 1 Umdrehung aus ihrem Zylinder heraus und wieder hinein wandern. Heraus wandern heißt Öl durch die Steuerscheibe hindurch ansaugen, hinein wandern dagegen Öl heraus drücken, d. h. fördern. Die besondere Situation macht es unnötig, den Rotor durch ein Festlager zu fixieren: Er schwimmt vielmehr, so dass die Rotorstirnfläche immer auf die Steuerscheibe drücken kann und auf diese Weise die Abdichtung zwischen deren nierenförmigen Steuerschlitzen gewährleistet.

Im tec.LEHRERFREUND finden Sie Wälzlager-Darstellungen unter den Themen
- Festigkeitsberechnungen
- Planetengetriebe
- Fahrradvorbau
- Kegelräder

Weitere sind in Arbeit.

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Eingetragen am 07.11.2008, 15:51 Uhr in Technologie | Maschinenelemente, Funktionsgruppen | Technisches Zeichnen | Kräfte | Reibung | Wirkungsgrad | Kräfte und Drehmomente |

9 x kommentiert, 9329 x gelesen in 2013. Diesen Beitrag kommentieren.

9 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Maik meinte am 08.06.2009, 3:28 dazu:
" 

Respekt!

Ich ärgere mich das ich nicht schon eher über diese Tolle Seite gestolpert bin.

Hat mir sehr weiter geholfen. Für jeden Maschinenbau Studenten empfehlenswert!

Danke Herr Metz!

(#2) Ali3 meinte am 22.02.2011, 18:47 dazu:
" 

welchen zweck erfüllt Pos. 13 ?

(#3) Marina meinte am 23.02.2011, 0:33 dazu:
" 

Super Seite - ich bin gerade in der Prüfungsvorbereitung für die Sommerprüfung, Abschlussprüfung Teil 2 - und muss sagen, dass wichtiges Wissen kompakt zusammengefasstwurde - so macht das Lernen gleich mehr Spaß!;)

Großes Lob smile

(#4) tec.LEHRERFREUND meinte am 23.02.2011, 12:47 dazu:
" 

Hallo Ali3,

Teil 13 ist ein zwischen den Gehäusehälften 1 und 2 eingelegter O-Ring. Er dichtet die Pumpe nach außen ab.

Gruß
tec.LEHRERFREUND

(#5) Alex meinte am 13.03.2012, 15:41 dazu:
" 

Ich habe eine Frage zu den Schnittzeichnungen der Lager.
Sind die grau ausgemalten Flächen nötige axiale Fixierungen für die Lager oder was ist damit gemeint?

(#6) tec.LEHRERFREUND meinte am 13.03.2012, 23:58 dazu:
" 

Hallo Alex,

Ihre Vermutung ist richtig: Es sind Hülsen, die die Lager axial halten.
Auch wenn Einzelheiten nicht dargestellt sind, sind sie meist aus Montagegründen erforderlich.

Gruß
tec.LEHRERFREUND

(#7) Alex meinte am 15.03.2012, 23:44 dazu:
" 

Danke : )
Grüße
Alex

(#8) Markus meinte am 19.03.2012, 16:25 dazu:
" 

Hallo tec. LEHRERFREUND!

Können Sie mir einen einfachen Weg zur Demontage der Lageranordnung beschreiben?

Gruß
Markus

(#9) tec.LEHRERFREUND meinte am 19.03.2012, 21:13 dazu:
" 

Hallo Markus,

meinen Sie die Lagerung mit der Bildunterschrift »Lagereinbau«? Falls ja:
(Anmerkung: Die Lagerung - weil es lediglich um das Thema Fest- und Loslager geht - vereinfacht ohne Hilfen für Montage und Demontage gezeichnet.)
Schritte
1. Die beiden Deckel abschrauben
2. Sicherungsringe und Distanzscheiben vor den Lagern demontieren
3. Sicherungsring beim großen Zahnrad demontieren
4. Rechtes Lager abziehen
5. Linkes Lager abziehen
6. Welle heraus ziehen. Dabei werden die beiden Zahnräder abgestreift.

Gruß
tec.lehrerfreund

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