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Komasaufen

Schweiz: Täglich 5 Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus 01.04.2009, 18:31

Wie auch in Deutschland nimmt in der Schweiz der Trend zum Exzess-Saufen zu. Täglich verzeichnen die Schweizer Krankenhäuser die Aufnahme von fünf Personen zwischen 10 und 23 Jahren wegen (leichterer oder schwererer) Alkoholvergiftung.

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  • (geändert: )

So habe sich die Zahl der (in Krankenhäusern behandelten) Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen zwischen 2002 und 2005 verdoppelt, berichtet tagesanzeiger.ch (tagesanzeiger.ch 01.04.2009: Täglich trinken sich fünf Jugendliche ins Spital – Tendenz steigend. Der allgemeine Trend des übertriebenen Alkoholkonsums (auch als “Binge-Drinking” bezeichnet) bestätigt sich auch nach diesen Angaben: Vor allem die Fälle der Übertreibung nehmen zu.

Zwar nahm der allgemeine Alkoholkonsum bei Jugendlichen etwas ab, doch die Tendenz zum exzessiven Konsum wird stärker. Experte Gerhard Gmel spricht von einer Polarisierung: Diejenigen, die ohnehin nur gelegentlich trinken, trinken noch weniger, die anderen bechern dafür umso mehr.

tagesanzeiger.ch 01.04.2009: Täglich trinken sich fünf Jugendliche ins Spital – Tendenz steigend

Das entspricht der Entwicklung in Deutschland (z.B. Lehrerfreund 14.12.2008: Immer mehr Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen). Auffällig ist dabei, dass es sich bei den Exzesstrinker/innen häufig um sonst unauffällige Jugendliche handelt, die nicht in die Vorstellung vom Semialkoholiker passen. Jüngstes Beispiel ist das traurige Ende des Rafael N., der Ende März 2009 an den Folgen des Konsums gepantschter Spirituosen in der Türkei verstarb:

Nachdem sie in ihrem Hotel keine Drinks mehr ausgeschenkt bekamen, so sagt es der Hoteldirektor einer türkischen Zeitung, sollen sich die Lübecker Schüler an einem Kiosk selbst mit harten Spirituosen versorgt haben. [...] Er kenne die Klasse nur als vorbildlich, sagt Schulleiter Knoll.

sueddeutsche.de 31.03.2009: Tödliches Komasaufen auf der Klassenfahrt

Vielleicht hängt auch diese Diskrepanz zwischen Alltags- und Wochenendverhalten mit den Schwierigkeiten zusammen, die sich bei der Abgrenzung von den Eltern auftun: Lehrerfreund 01.04.2008: ‘Die Mutter hat ein Arschgeweih ...’ - Die neue Elterngeneration.

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