Stilblüte: Diebstahl von Früchten

Häufige Fehler im Deutschaufsatz - Arbeitsblatt mehr ...

Anzeige
Kleines Logo von tec.Lehrerfreund

Ideen und Materialien für den Technikunterricht: tec.Lehrerfreund.de

Lehrermangel

Zahl der pensionierten Lehrer/innen steigt und steigt

Die Zahl der pensionierten Lehrer/innen steigt und steigt: 2008 wurden fast doppelt so viele Lehrer/innen pensioniert wie 1998. Der Anteil der Lehrer/innen, die wegen Dienstunfähigkeit pensioniert werden, sinkt jedoch immer weiter.

Diesen Beitrag weiterempfehlen

Diesen Beitrag versenden

Zu diesem Beitrag

Eingetragen am 24.11.2009, 13:29 Uhr in Statistiken | Newsticker |

1 x kommentiert, 85 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Das Statistische Bundesamt Deutschland teilt mit, dass im Jahr 2008 insgesamt 19.500 verbeamtete Lehrer/innen in den Ruhestand versetzt wurden. 1998 waren es noch halb so viele. Der permanente Anstieg der Pensionierungen ist auf die hohen Einstellungszahlen in den 1960er und 1970er Jahren zurückzuführen. Insgesamt gibt es nun in Deutschland 268.200 pensionierte Lehrer/innen, die Pension erhalten (15.100 mehr als im Jahr zuvor).

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Zahl der vorzeitigen Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit jedes Jahr aufs Neue einen Tiefstand erreicht. Während im Jahr 2000 noch 64% aller Lehrer/innen wegen Dienstunfähigkeit vor dem 63. Lebensjahr pensioniert wurden, lag diese Zahl 2003 bei 34%, 2007 waren es nur noch 23%. Für das aktuell ausgewertete Jahr 2008 wurde ermittelt, dass 22% der Lehrer/innen wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in Ruhestand gehen. Ausgelöst wurde diese Entwicklung dadurch, dass seit 2001 bei vorzeitiger Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit kein Anspruch auf volle Pensionszahlung besteht (s.a. Lehrerfreund 09.12.2005: Pensionierungen von Lehrer/inne/n 2004. Ein weiteres Mal kommentiert das Statistische Bundesamt also lapidar: “Dies ist der tiefste Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993.”

Die Zahl der vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit pensionierten Lehrer/innen liegt damit unter der der Burnout-Quote von 30-35%, die für Lehrer/innen regelmäßig genannt wird. Entweder stimmt also diese Zahl nicht, oder viele Lehrer/innen schleppen sich trotz Burnout bis zum regulären Pensionsalter, um keine Abschläge an ihrer Pension hinnehmen zu müssen.

Ganze Pressemitteilung: Statistisches Bundesamt Deutschland, Pressemitteilung 447 vom 24.11.2009: Zahl der Pensionierungen von Lehrerinnen und Lehrern weiterhin hoch

Diesen Beitrag weiterempfehlen

Diesen Beitrag versenden

1 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Mister M. meinte am 25.11.2009, 0:39 dazu:
" 

Es ist eher so:

Die Abschläge finden vorher statt: Viele Kollegen und Kolleginnen reduzieren ihre Stundenzahl deutlich, um bis zur offiziellen Pensionsgrenze durchhalten zu können, denn: Lieber gesund in Pension als krank in die Dienstunfähigkeit. Finanziell bedeutet aber beides eine empfindliche Einbuße.

Aber ketzerisch gedacht: Eventuell sind kaputtgearbeitet, dienstunfähige Lehrkräfte für den Staat sogar langfristig billiger…

Nach oben

Geben Sie Ihren Kommentar hier ein:

Name

E-Mail (wird nicht angezeigt)

Homepage

Ihr Kommentar (HTML möglich)

Daten merken
Benachrichtigung bei Antworten

Hinweis: Der Kommentar wird von einem Moderator geprüft.

Nach oben

1330 Einträge, 11588 Kommentare
Seite generiert in 0.5219 Sekunden bei 128 MySQL-Queries
30 Lehrer/innen online (3 min Timeout / 179 )

Anzeige

Banner: Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer bei versicherung900