Abhandlungen zur Notengebung bei Hokey
Der wild bloggende Hokey hat seine fünfteilige, lesenswerte Serie zum Thema "Noten" abgeschlossen. Wer sich für Funktionen der Notengebung, Gütekriterien oder die Vor- und Nachteile von Noten interessiert, wird dort fündig.
Hokey ist ab Februar 2007 Lehramtsanwärter in Bielefeld und macht sich jetzt schon allerlei Gedanken über seinen zukünftigen Beruf. Deshalb sind auch die Ausführungen zur Notengebung theoretischer Natur, es kann im Blog aber von PraktikerInnen kommentiert werden.
Die Serie “Noten” ist in fünf Teile untergliedert. Alle Teile sind unterhaltsam geschrieben, teilweise inhaltlich jedoch etwas dünn. Wer einen unterhaltsamen Überblick braucht, sollte auf jeden Fall mal reinklicken (unten auf dieser Seite weiterführende Links):
- Teil 1: Würfeln Lehrer doch?
- Einleitende Bemerkungen zum Thema Notengebung, ganz amüsant zu lesen:
Unter Schülern kursieren tausend Theorien darüber, wie Lehrer an ihre Noten kommen. Ganz oben auf der Liste der Spekulationen findet man den berühmten Würfel, der das perfekte Instrument zu sein scheint, um Uneingweihten das Mysterium „Notengebung” zu erklären. Denn selbst im äußersten Fall, also nach dreizehn mühsamen Schuljahren plus zweimal Sitzenbleiben, hat ein Schüler keine Ahnung, wie die Lehrer seine Noten schlussendlich gefunden haben. Jeder weiß (bzw. hofft), dass der Würfel nur ein Scherz ist und alles mehr oder weniger geregelt abläuft [...]
- Teil 2: Funktionen der Notengebung
- Überblick über Sozialisierungsfunktionen und pädagogische Funktionen der Notengebung
- Teil 3: Gütekriterien und so ...
- Sehr knappe Übersicht über die Kriterien Objektivität, Validität und Reliabilität.
- Teil 4: Auch Lehrer machen Fehler
- Ausreichend vollständige Übersicht mit kurzen Erklärungen z.B. zu logischen Fehlern, Halo- und Pygmalioneffekt oder Tendenzen - alle mit hübschen Beispielen:
Sie sind Lehrer, wählen CDU und haben „Zecken“ schon immer gehasst? Dann sollte die junge Dame mit dem pinkfarbenen Irokesenschnitt vielleicht besser die Klasse wechseln.
- Teil 5: Pro Noten
- Ein Plädoyer dafür, wieso Noten trotz aller Kritik gebenswert sind. Als Hauptargumente werden Kommunizierbarkeit (=Standardisierung) und Arbeitsaufwand genannt. In der Tat: Wenn man LehrerInnen aus notenfreien Schulen befragt (z.B. in der Laborschule Bielefeld), erntet man meist nur stummes Zähneknirschen.
- Lehrerfreund: Leistungsbeurteilung in der Schule (Skript)
- Lehrerfreund: ‘Bewerten und Korrigieren’ (Bereich Deutsch)
- Lehrerfreund: Noten ausrechnen mit Excel
- Lehrerfreund: Notenverwaltungsprogramme
Weitere wichtige Links zur Notengebung
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Beitrag vom 14.11.2006, 14:31 | diesen Beitrag versenden
Zwei Dinge hätte ich aber noch. Denn die Reihe geht ja noch weiter; der nächste Beitrag wird sich mit alternativen Methoden der Notenvergabe auseinandersetzen und der letzte Beitrag wird dann (m)ein Fazit liefern.
Die inhaltlichen Dürre habe ich billigend in Kauf genommen, da die meisten meiner Leser keine Lehrer o.ä. sind und ich diese nicht zu sehr mit testtheoretischen Gütekriterien oder Bezugsnormen langweilen wollte. Die Reihe soll Laien einfach nur zeigen, dass Lehrer sich tatsächlich Gedanken um die Notenvergabe machen, dass das Ganze aber auch nicht so einfach und intuitiv ist, wie es von außen manchmal scheint.
Viele Dank und viele Grüße,
Hokey
