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Politiker/innen in der Gebärdensprache

mini-Vorschau: Oskar Lafontaine in der Gebaerdensprache

In der Gebärdensprache für Gehörlose gibt es äußerst köstliche Kürzel für die aktuellen SpitzenkandidatInnen wie Lafontaine, Fischer, Schröder, Merkel, Westerwelle.

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Eingetragen am 20.09.2005, 13:19 Uhr in Originelles | Bundestagswahl 2005 |

6 x kommentiert, 304 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Bild: Oskar Lafontaine in der GebaerdenspracheIn der Gebärdensprache müssen Begriffe und Namen aus Effizienzgründen wesentlich häufiger auf den Punkt gebracht werden als in der gesprochenen Sprache. Bei Personen sind dabei unterscheidende, charakterisierende visuelle Merkmale relevant.

Die Zeit zeigt uns die Gesten für die momentan wichtigsten Politiker/innen:
  • Angela Merkel - wird durch den "Miesmund" ausgedrückt
  • Gerhard Schröder - der "Schwanker"
  • Guido Westerwelle - "Aknehaut"
  • Oskar Lafontaine - der Mann mit der Nase
  • Joschka Fischer - der "Dickdünne"

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6 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Rita meinte am 21.09.2005, 18:12 dazu:
" 

lustig LOL

(#2) Manfred Hahne meinte am 08.10.2005, 12:15 dazu:
" 

auf die Gefahr hin, mich als humorlos abzustempeln (da ich darüber nicht lachen kann): Äußerliche Merkmale wie Akne-Haut oder lange Nase zur Darstellung in Gebärdensprache zu missbrauchen, erscheint mir erstens als Verletzung der Persönlichkeit der Betroffenen und zweitens als Verhunzung einer anerkannten, der akustischen Sprache gleichzusetzenden Kommunikationsform - nee, Leute, das ist gar nicht lustig und originell erst recht nicht ... mad

(#3) Christoph meinte am 22.11.2005, 14:37 dazu:
" 

@ Manfred Hahne

Die Gebärdensprache der Gehörlosen verwendet für Namensgebärden in der Regel immer besondere Merkmale oder Eigenschaften der gemeinten Person. Das ist in der Regel in keiner Weise böse gemeint. Bei dem einen ist es die Brille, bei anderen die abstehen Ohren oder sein Hang zu ausschweifenen Reden. Im Fall von Frau Merkel ist es dann der Mundwinkel.

Warum stellt es einer Verhunzung dar? Die Gebärdennamen entstammen der Gehörlosengemeinschaft und wurden nicht vön Hörenden erfunden!

(#4) maschan meinte am 21.01.2006, 13:20 dazu:
" 

cool smirk  cool hmm

(#5) Irene H. meinte am 21.11.2007, 18:19 dazu:
" 

Auch ich finde es geschmacklos, äußerliche Negativmerkmale zu verwenden.
So wie ich auch die zunehmende Tendenz bei Satirikern geschmacklos finde, sich über Äußerlichkeiten, für die man nichts kann (!) lustig zu machen!! Phantasievoller wäre es, wenn man in der Gebärdensprache schon Äußerlichkeiten benutzen muß, positive Merkmale zu verwenden!

(#6) Pauline M. meinte am 12.10.2008, 11:44 dazu:
" 

Bei der Namensgebung in der DGS geht es keinesfalls darum, sich über “Makel” lustigzumachen! Man verwendet ja nun einmal Gebärdennamen, damit man nicht ständig den Namen buchstabieren muss & die Person von oben bis unten beschreiben muss, wenn man über sie redet. Darum muss eine auffällige Äußerlichkeit oder auch eine Charaktereigenschaft, die sehr dominant ist, her!
Als ich mein Studium (Gebärdensprache) angefangen hab, schlug mein gehörloser Dozent auch “Zweifel” für mich vor, da ich nicht in der Lage bin, ohne ewige Zweiflerei eine Entscheidung zu treffen. Letztendlich stellt mein Gebärdenname nun meine “großen Augen” dar. Bei einer Kommilitonin ist es halt die Stupsnase. Aber so weiß wenigstens jeder, wer gemeint ist. Und da lacht auch niemand drüber oder sonstiges. Die Gehörlosen sind einfach nur direkter als Hörende & verschweigen nicht unbedingt alles, was sowieso jeder denkt, weiß & sieht!

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