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Hohe Sparneigung

Studie: Jugendliche wissen nicht, was Inflation ist - und sparen (deshalb?) eisern

Nach einer Studie des Bundesverbandes deutscher Banken weiß die Hälfte der 14- bis 24-Jährigen nicht, was unter Begriffen wie "Inflationsrate" oder "Angebot - Nachfrage" zu verstehen ist. Immerhin attestiert die Studie den Jugendlichen eine "hohe Sparneigung".

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Eingetragen am 06.07.2009, 22:23 Uhr in Newsticker |

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In der aktuellen Jugendstudie des Bundesverbandes deutscher Banken wurden insgesamt 753 14- bis 24-Jährige zu wirtschaftlichen Themen befragt (Jugendstudie 2009 des Bankenverbandes (pdf)). Demnach sind diese Jugendlichen zwar häufig (in Gesprächen, Schule, Ausbildung, Familie) mit der Wirtschaftskrise konfrontiert und konstatieren insgesamt ein großes Interesse an wirtschaftlichen Themen - 80% der befragten Jugendlichen befürworten ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft. Allerdings wirkt diese Begeisterung eher oberflächlich, wenn man das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge und Mechanismen betrachtet (Seitenzahlen nach der Jugendstudie 2009 (pdf)):

  • 45% können mit dem Prinzip “Angebot und Nachfrage” nichts anfangen (S. 12).
  • 54% können den Begriff “Inflationsrate” nicht erklären, nur 6% können die “ungefähre Höhe der Inflationsrate” nennen (S. 12).
  • 40% verbinden mit dem Begriff “Soziale Marktwirtschaft” “nichts Bestimmtes” (S. 11).
  • 28% verbinden mit dem Begriff “Globalisierung” “nichts Bestimmtes” (hier wird die Quote v.a. durch Hauptschüler/innen gedrückt, von denen jede/r Zweite mit dem Begriff “Globalisierung” nichts anfangen kann) (S. 11)

Weiterhin bescheinigt die Studie den Jugendlichen einen ehernen Optimismus (trotz Krise) und die Bereitschaft zum Sparen:

Die Deutschen bleiben auch in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ihrem Ruf als „Sparweltmeister“ treu. Dabei stehen die Jüngeren den Älteren kaum nach. Der Anteil der regelmäßigen Sparer hat auch in der jungen Generation weiter zugenommen.

Jugendstudie 2009 des Bankenverbandes (pdf), S. 5

Schulden machen die Jugendlichen vor allem bei Eltern, Freunden oder Verwandten. Das ist weniger dramatisch, als es klingt: “In der Mehrzahl der Fälle geht es um eher kleinere Geldbeträge.” (S. 15)

Viele Lehrer/innen mutmaßen, dass sich die Jugend zum Schlechten hin verändert. Offensichtlich hat man jedoch - ungeachtet aller iPods und Killerspiele - immer noch einen Haufen grundsolider zukünftiger Familienväter und -mütter vor sich. Hoffentlich werden sie durch die Inflationsrate der nächsten Jahre nicht überrascht.

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