Gedicht analysieren mit Powerpoint
Das Gedicht "Mächtiges Überraschen" (Goethe) wird mit Powerpoint nicht-linear präsentiert; dadurch werden Sinnbereiche explizit. Tolle Unterrichtsidee von Lehrer-Online für die Sekundarstufe II.
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Eingetragen am 17.10.2006, 11:29 Uhr in Deutschunterricht | Praesentation | Medien und Unterricht | Lyrik |
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Die Grundidee ist wirklich gut: Sukzessive werden einzelne Wörter des Gedichts geordnet nach Sinnbereichen eingeblendet: zuerst “Wasser”, dann “Natur”, dann Verben der Bewegung, dann Adjektive. Dieses Vorgehen lässt sich mit wenig Aufwand auf jedes halbwegs niveauvolle Gedicht übertragen und kann die Mehrschichtigkeit der Symbol- und Bilderwelt sehr schön anschaulich machen.
Die Unterrichtseinheit ist auf ein bis drei Stunden in der Sekundarstufe II konzipiert und enthält neben der Powerpoint-Folie Lernziele, einen didaktisch-methodischen Kommentar und Vorschläge zum Unterrichtsverlauf. Wie häufig leidet allerdings auch hier die Qualität des didaktischen Konzepts etwas unter der goldenen Kalbheit des Computergottes: Ist die Präsentation erst mal über die Leinwand gehuscht, muss man nur noch ein bisschen Blabla machen, und alle Lernziele erfüllen sich wie von selbst.
Immerhin: Die Idee ist toll, und es gab schon schlechtere Beispiele für sinnlose Mediendevotion. So kulminiert die recht ausführlich geplante Unterichtseinheit ‘Exillyrik – Leben im Exil’ in dem Arbeitsauftrag:
Zur Weiterarbeit (Präsentation)
Übernehmt den Text eines ausgewählten Gedichts in die Textverarbeitung und arbeitet das Gedicht in eine Geschichte/Reportage/Zeitungsbericht/Brief aus der Ferne um. Nehmt dabei auch Angaben der Biographie des Exillyrikers zur Hilfe!
Alternativvorschlag: Bereitet eine Powerpoint-Präsentation oder eine Website vor, in der ihr euer Gedicht einarbeitet.
exil-club.de 09.07.2003: Unterichtseinheit ‘Exillyrik – Leben im Exil’
Mit solchen Arbeitsaufträgen züchten wir Menschen, die uns im späteren Leben maßlos mit umfangreichen Powerpointpräsentationen langweilen. Denn in der Schule lernen sie, ohne Sinn und Verstand jeden thematisch halbwegs relevanten Müll aus dem Web in ihre Präsentationen reinzustopfen, weil die LehrerIn dann Tränen der Wonne in den Augen bekommt.
Powerpoint ist schon irgendwie zum Kotzen.
Wer wissen möchte, warum ich das so sehe, möge bitte hier weiterlesen.
- Lehrer-Online 06.10.2006: Gedichtanalyse mit PowerPoint
- exil-club.de 09.07.2003: Unterichtseinheit ‘Exillyrik – Leben im Exil’ (Direktlink aufs PDF).
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2 Kommentare von Lehrerfreund/innen
very good indice
Ich finde Power point sehr sehr nützlich da es in unserer jetzigen Zeit aufwand und Mühe erspart!Es ist zugleich ein Bonus für die heranreifende Jugend,da es individualität ,inteligenz und leistungsbereitschaft fördert.
mfg
Dr.ALBERT OXFORD the third(AKEDEMI FÜR TECHNIK DER HOCHBEGABTEN)
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