Aufbau und Gliederung einer Präsentation (Folie/Unterrichtsentwurf)
Eine Folie zu Aufbau/Gliederung einer Präsentation und Vorschläge für den Unterrichtsgang (Schwerpunkt auf Einleitung und Schluss). Für jeden Gliederungsabschnitt (Einleitung/Hauptteil/Schluss) sind Funktionen und mögliche Inhalte aufgeführt.
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Eingetragen am 28.02.2008, 12:11 Uhr in Deutschunterricht | Deutsch-Highlights | Praesentation |
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Anhand dieser Folie kann Schüler/innen vermitteln werden, wie eine ordentliche Präsentation grundsätzlich aufgebaut ist. Die Folie bekommen die Schüler/innen auch ausgedruckt als Merkzettel
Es werden vor allem Einleitung und Schluss der Präsentation behandelt, da die Schüler/innen sich hier sehr gut vorbereiten können. Es sollte den Schüler/innen vermittelt werden, wie wichtig diese beiden Teile sind (Einleitung: erster Eindruck, bestimmt in Großteilen das restliche Geschehen; Schluss: kann viel retten, bleibt als letzter Eindruck dominant bestehen).
Unterrichtskonzept: separates Üben von Einleitung und Schluss
Einleitung und Schluss sollten unbedingt getrennt geübt werden, da so eine Menge Kollateralschäden wie Nervosität oder inhaltliche Verwirrung ausbleiben und man sich auf die wesentlichen Punkte konzentrieren kann.
Einleitung
- Jede/r Schüler/in schreibt ein mögliches (gerne auch abstruses) Präsentationsthema auf einen Zettel.
- Zettel einsammeln, (evtl. auf jugendgefährdende Inhalte hin kontrollieren), mischen, jede/r Schüler/in zieht einen Zettel.
- Hausaufgabe: ausführliche Vorbereitung einer kurzen Einleitung zum Thema. Wer unsicher ist, darf auch Satzfetzen auswendig lernen (bietet sich v.a. bei Begrüßung an). Einleitung soll frei beherrscht werden!
- Einleitungen vor der Klasse durchführen und besprechen/auswerten (evtl. auf mehrere Termine oder Gruppen verteilt; mehr als drei/vier Einleitungen am Stück sind für die Unterrichtsdynamik schädlich).
Schluss
1. Präsentation(en) besorgen
Entweder benutzt man Präsentationen, die die Schüler/innen erstellt haben (gerne auch: sonstige irgendwie aufbereitete Themen anderer Fächer o.ä.), oder man erarbeitet gemeinsam eine Präsentation in der Klasse. Alternativ besorgt man sich eine Präsentation von einem Neffen oder aus dem Internet (z.B. bei Slideshare, wo man einen deutschsprachigen Suchbegriff eingibt, z.B. schule). Ganz geeignet ist hier z.B. die Präsentation zum Thema ‘Locarno’, die von einem Schüler für ein Referat erstellt wurde (weiter unten auf dieser Seite eingebunden, zehn Folien).
2. Hauptteil besprechen
Wenn es sich um eine fremde Präsentation handelt, kann man den Aufbau des Hauptteils besprechen: Ist eine klare Struktur/Gliederung erkennbar? Textmenge, Listen, Bildeinsatz ...?
3. Schluss erstellen und besprechen
Die SchülerInnen erstellen in Partner-/Gruppenarbeit einen Schluss zur (imaginären) Präsentation. Dabei können (sollen?) auch hier Versatzstücke formuliert und auswendig gelernt werden (v.a. Angebot für Nachfragen, Schlussformel). Wurde der Schluss in Gruppenarbeit erstellt, wird aus jede/r Gruppe ein Mitglied gelost, das den Schluss vorträgt. Da alle Gruppen einen Schluss zur gleichen Präsentation erstellt haben, können die Schlüsse gut verglichen werden.
Übungen zu Einleitung und Schluss
Alternativ oder ergänzend können die Einleitungen und Schlüsse von den Schüler/innen schriftlich festgehalten werden und dann gruppenweise z.B. in einer Schreibkonferenz überarbeitet/besprochen werden.
Beispielpräsentation “Locarno”
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2 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Liebe Kollegen,
mir ist bei der Lektüre des Aufsatzes (wieder einmal) klar geworden, wie wichtig es ist, den Aufbau der Präsentation zu thematisieren und zu üben. Wir sind konfrontiert mit Jugendlichen, die mit Medien Konsum und Spielerei verbinden - und so sind häufig auch ihre Präsentationen aufgebaut: viel Technik, viel Text - aber keine Struktur, keine eigene, darbietende Leistung. Wir müssen aufpassen, dass wir uns keine Generation von Schwaflern, die sich auf die Powerpoint-Krücke lehnt, heranzüchten. Denn warum ist “präsentieren” so wichtig und angeblich für den beruflichen Werdegang so relevant? Weil man dabei lernt, ein Thema strukturiert (!) anderen vorzustellen. Deshalb: Danke an den Lehrerfreund für dieses Konzept!
Schade, dass die Beispiel-Präsentation nicht mehr zugänglich ist.
Michael
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