Arbeitsblätter

Übungen zur Inhaltsangabe 14.08.2011, 16:28

5 einfache differenzierte Übungen zur Inhaltsangabe. Es sollen folgende Merkmale der Inhaltsangabe angewendet und geübt werden: Präsens, 3. Person, indirekte Rede, neutraler Stil, Knappheit.

Ausschnitt aus Arbeitsblatt 'Übungen zur Inhaltsangabe'
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Diese Übungen behandeln die grundsätzlichen Merkmale der Inhaltsangabe und können auch von schwächeren Klassen durchgeführt werden. In den Übungen 1, 3 und 4 werden die Merkmale der Inhaltsangabe differenziert - d.h. die Schüler/innen müssen sich nur auf ein oder zwei Merkmale konzentrieren.

Alle Übungen können unabhängig voneinander durchgeführt werden.

Die im Folgenden dargestellten Übungen finden Sie zusammengefasst und in ausdruckbarer Form in Übungen zur Inhaltsangabe (PDF, 3 Seiten).

Merkmale der Inhaltsangabe - Übungen

Merkmal 1: Inhaltsangabe steht im Präsens [=Gegenwart] (Vergangenheit: Perfekt [=haben-Form])
Merkmal 2: Inhaltsangabe steht in der 3. Person [=Er-Form] - nicht 1. Person [= Ich-Form]
Merkmal 3: Indirekte Rede statt direkte Rede
Merkmal 4: Überflüssiges weglassen
Merkmal 5: Sachlicher, neutraler Stil

1) Kreuze an: Was muss jeweils verändert werden (Mehrfachnennung möglich!)

 

M1 Zeitform

M2
3. Person

M3 Redeform

M4 Kürzen

M5
Stil

a) In einem kleinen, beschaulichen Städtchen, das direkt an einem Fluss lag, neben grünen Wiesen, wohnte die Schneiderin Brunhilde.

 

 

 

 

 

b) Sie war schön und klug.

 

 

 

 

 

c) Der Räuber sagte: "Du bist schön!"

 

 

 

 

 

d) Im ach so herrlich blauen Himmel schwebte lustig und flink ein Flugzeug.

 

 

 

 

 

e) Sein Vater hatte einen dunklen, buschigen, dichten Bart, er war groß wie ein gewaltiger Riese und kaute ab und zu, wenn er Lust hatte, Kautabak.

 

 

 

 

 

f) "Mein Sohn", sagte der Vater, "bitte begleite mich zum Markt. Ich möchte, dass du mitkommst. Lass uns gemeinsam zum Markt gehen."

 

 

 

 

 

g) Der Duft ihres Parfüms versetzte mich in einen wohligen Schauer, ich konnte kaum mehr atmen, mein Gehirn setzte aus, ja, ich wurde blind vor Liebe - alles nur wegen ihres Parfüms!

 

 

 

 

 

h) Der Lehrer gibt mir ein schlechtes Zeugnis.

 

 

 

 

 

h) Der Lehrer gibt mir ein schlechtes Zeugnis, weil meine Inhaltsangabe nicht im Präsens steht.

 

 

 

 

 

2) Verändere die Sätze aus Übung 1 so, dass sie den Anforderungen an eine Inhaltsangabe genügen.

Beispiel: a) In einer kleinen Stadt wohnt die Schneiderin Brunhilde.

3) Kürze die folgenden Sätze auf ihre wesentliche Aussage. Hilfe: Beantworte dazu die Frage "Was geschieht?" möglichst knapp.

 

Hilfsfrage: Was geschieht?

Plötzlich, aus dem Nichts heraus, völlig überraschend, stand vor ihr in seiner ganzen Pracht der Prinz und sah sie gütig aus seinen graugrünen, liebevollen Augen an.

 

Der Schaffner fing an zu brüllen wie ein wild gewordener Stier.

 

 

Der Schaffner fing an zu brüllen und zu schreien, die Adern auf seiner Stirn schienen fast zu platzen - er sah aus wie ein wild gewordener Stier.

 

 

Die Halsschlagadern des Schaffners traten hervor und sein Gesicht wurde feuerrot. Er schnappte nach Luft und bekam keinen Ton heraus - dann aber begann er zu brüllen, er brüllte so laut, dass die Scheiben der Straßenbahn bebten und ein kleiner Junge sich die Ohren zuhalten musste. Er war wie ein wild gewordener Stier.

 

 

Jeden Sonntag - und wirklich: ausnahmslos jeden! - ging Josef K. auf den nahe gelegenen Fußballplatz, der vor einigen Jahren endlich einen Rasen bekommen hatte (zuvor war es ein Sandplatz gewesen, wo man sich die Knie immer aufschürfte), und schaute sich das Spiel seines Lieblingsclubs Rot-Weiß Pommes an.

 

Als er vor dem Geschäft stand, wurde sein Hals trocken und sein ganzer Körper überzog sich mit einer Gänsehaut - pure, nackte, kalte Angst übermannte ihn.

 

 

Der Fluss der Zeit wälzte sich voran wie die Wolken des Himmels, getrieben vom unaufhaltsamen Winde, die Blätter an den zahlreichen Bäumen, die die Allee säumten, wurden gelb und begannen herunterzufallen.

 

Unser Präsident, man mag von ihm halten, was man will, war ein großer Betrüger.

 

4) In jedem der folgenden Texte wird jeweils eine Anforderung der Inhaltsangabe ein- oder mehrmals missachtet. Unterstreiche die entsprechenden Stellen

4-1) Zeitform
Er fährt mit hoher Geschwindigkeit zum Tatort. Dort trifft er seinen Gehilfen John Smith, der bereits mit der Spurensicherung begonnen hat. Smith fragt den Kommissar, ob er schon einen Verdacht habe. Statt zu antworten geht der Kommissar wortlos hinaus und zündete sich eine Zigarette an.

4-2) 3. Person
Als sie die Karten verteilt haben, beginnt Fritz mit dem Würfeln. Er würfelt mehrere Sechsen hintereinander. Ich werfe ihm vor, dass die Würfel gezinkt seien. Fritz springt auf und rennt nach draußen.

4-3) Redeform
Auf die Frage nach dem Alibi schaut der Tätowierte den Kommissar drohend an und fragt: "Verdächtigen Sie etwa MICH?" Der Kommissar beschwichtigt ihn und erklärt, dass er der Form halber alle Beteiligten nach einem Alibi fragen müsse.

4-4) Überflüssiges weglassen
Der Kommissar zieht seine Pistole und schießt. Der Schuss trifft den fliehenden Teppichhändler jedoch nicht. Die Kugel bohrt sich in den Boden. Der Teppichhändler springt über die Mauer und ist verschwunden.

4-5) Sachlicher Stil
Der Kommissar ist verdammt sauer, weil er den Teppichhändler nicht erwischt hat.

5) Suche in der folgenden Inhaltsangabe die Fehler und unterstreiche sie. Schreibe anschließend die Inhaltsangabe in korrekter Form neu.

In einem kleinen Städtchen wohnt die Schneiderin Brunhilde. Sie hat wenig Geld und muss deshalb abends in einer Schänke bedienen. Es ist die Gastwirtschaft "Der Löwe", ein nettes Restaurant, das sich seit 50 Jahren im Familienbetrieb befindet. Eines Tages kommt ein Prinz in die Schänke. Er trinkt zwei Bier, einen Kaffee und ein Glas Wasser. Er sieht Brunhilde. Er denkt: "Ich muss sie heiraten, sonst werde ich nie mehr glücklich." Aber Brunhilde war zu sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt und sah den Prinzen gar nicht. Plötzlich hörte sie seine sanfte Stimme, hell wie Glocken und sanft wie der Frühlingswind: "Brunhilde, oh Brunhilde, ich möchte dich, geliebte Brunhilde, heiraten!" Sie sieht ihn an und sagte: "Oh mein Prinz, oh! Ich glaube - nein! Ich weiß: Ich möchte euch auch heiraten! Deshalb sage ich: Ja!" Schon wenige Tage später - so rasch kann das gehen im Leben - waren die beiden verheiratet.

Download: Übungen zur Inhaltsangabe (PDF, 3 Seiten)

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