Apples iPad als iErlegende Wollmilchsau für den Unterricht?
Apples neues Hybridgerät "iPad", eine Mischung aus iPhone und Notebook, könnte auf die Digitalisierung der Schule starken Einfluss nehmen: kein lästiges Hochfahren, keine nervigen Musterlösungen, keine zerschossenen Betriebssysteme. Verändert Apple mit dem iPad ungeplant das schulische Lernen?

Was ist das Apple iPad?
Ende Januar 2010 stellte Apple ein neues elektronisches Gerät vor: Das “iPad”. Ein daumendicker Bildschirm (“fettabweisende Beschichtung”) in der Größe eines DIN A4-Blattes, mit dem man surfen, Texte lesen und schreiben kann. Kurz: Ein iPhone in groß (ohne Telefon-Funktion). Je nach Ausstattung kostet das iPad zwischen 500 und 1000 Euro. (mehr: iPad-Produktseite bei Apple)
“Taugt das iPad für die Schule?”
“Taugt das iPad für die Schule?”, fragt Ulf Blanke und gibt im Forum “mobiles lernen-21” auch gleich die passende Antwort:
Aus meiner Sicht bietet das iPad einen vielversprechenden Ansatz, um erfolgreich in der Schule eingesetzt zu werden. Der Grund dafür ist vor allem die Software. Während PCs und Notebooks offene Systeme sind, ist das iPad - genauso wie das iPhone, welches ja mit dem gleichen Betriebssystem läuft - ein geschlossenes System. Was für Power-User einen großen Nachteil darstellen mag, weil keine tiefgreifenden Systemveränderungen vorgenommen werden können, ist für den schulischen Einsatz ein enormer Vorteil. Der Aufwand, um Notebooks vor versehentlichen oder absichtlichen Veränderungen der Softwarekonfiguration zu schützen, würde ebenso entfallen wie der Zwang, die Geräte in regelmäßigen Abständen per Image mit neuer Software zu versorgen. Ein Segen für alle Schuladministratoren!
Darüber hinaus bietet die Software-Grundausstattung des iPad bereits vieles, was in Schule zum Einsatz kommt: Allen voran die Möglichkeit - per WLAN oder im Mobilfunknetz - durch das Internet zu surfen und Webanwedungen (wie z.B. Google Docs) zu nutzen.
Forum ‘mobiles lernen-21’, Beitrag ‘Taugt das iPad für die Schule?’ von Ulf Blanke, 30.01.2010
Dieses Posting bringt es genau auf den Punkt: Das primäre Hindernis für die schülerseitige Nutzung von Computern (Notebooks ...) im Schulalltag ist der Wahnsinn mit der Technik: Die Netzwerkkarte funktioniert nicht, hier haben die Schüler/innen eine Installation zerhauen, dort einen Virus eingefangen; heute können sich drei Schüler/innen nicht mehr anmelden, morgen kann die ganze Klasse nicht mehr drucken, übermorgen funktioniert der Zugriff auf das Netzlaufwerk nicht mehr, nächste Woche sind alle Einstellungen weg. Das Hochfahren der Rechner dauert brutto zwischen 5 und 15 Minuten (Laptopwagen!), weitere 5 Minuten gehen drauf, weil bei einem Rechner das Word-Icon aus dem Startmenü verschwunden ist.
All diese Probleme hätte man mit einem iPad-ähnlichen Gerät nicht oder nur in äußerst reduzierter Form. Ob das iPad den tatsächlichen Anforderungen im Unterricht genügen kann (Zugriff auf Netzlaufwerke, Dateihandling ...), muss sich erst noch in der Praxis zeigen.
iPad im Unterricht
Man wird einwenden, dass auch mit dem iPad die üblichen Probleme nicht verhindert werden können: Schüler/innen spielen und surfen heimlich während des Unterrichts, vergessen ihr Passwort oder zerstören das Gerät mit einer spitzen Schere. Das sind jedoch Probleme, die durch den pädagogischen Rahmen (Unterrichtsgestaltung, Nutzungsbedingungen ...) bestimmt sind. Natürlich werden Viele auf den alten Trick reinfallen und die iPads sofort mit massenhaft Apps und Sondereinstellungen vollstopfen - und sich dann wundern, warum die Schüler/innen die ganze Zeit “etwas anderes” tun. Und nach einem Reset des Geräts hat der Systemadministrator wieder stundenlang zu tun, bis er den ursprünglichen Zustand wieder hergestellt hat. In genau diese Falle tappen die meisten Schulen bei der Nutzung ihres neuen interaktiven Whiteboards (vgl. Lehrerfreund 21.01.2009: Unterricht mit interaktivem Whiteboard - 3 Tipps zum Einstieg).
Der Vorteil des iPads liegt darin, dass den Schüler/innen ohne technischen Firlefanz eine Station mit den wesentlichen notwendigen Funktionalitäten zur Verfügung gestellt werden kann: Internetzugang und Zahlen-/Textgestaltung in einfacher Form. Mehr braucht man für den normalen Unterrichtsalltag nicht, auch wenn die zahlreichen Berichte über erfolgreiche Laptopklassen etwas anderes suggerieren. Keiner braucht Powerpoint. Sollen die Schüler/innen ihre Informationen ersurfen und dann ihre Präsentation von Hand gestalten. Keiner braucht spezielle Lernsoftware. Zur Steuerung des Lernprozesses ist schließlich die Lehrer/in da - und nicht das iPad.
Beitrag vom 01.02.2010, 11:40 | diesen Beitrag versenden
Warum außerdem so viel Geld ausgeben, für etwas, was es billiger gibt!
Weiter Nachteile/Fragen dazu:
- nicht multitaskingfähig
- statt OpenOffice(?) noch mehr abhängig von Googles-Webdiensten
- Akku-Austausch nicht möglich
- ...
MfG Birgit Lachner
was ist denn an der Musterlösung nervig?? 15 Minuten Bootzeit??? Betreiben Sie noch 386 auf denen Windows 7 installiert wurde???
Desweiteren sollte man hier keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Wie bitte wollen Sie die ganzen lehrwerksbezogenen Lernprogramme auf einem Ipad nutzen geschweige denn CAD Software oder ähnlich Komplexes?! Achso, Sie brauchen keine Lernsoftware.... schade, wenn Sie auf solche in meinen Augen sinnvolle ERGÄNZUNGEN verzichten.
Zum Preis: 500 - 1000 Euro für ein Gerät, dass nicht einmal einen USB Port besitzt? Für 1000 € kaufe ich 3 vollwertige PCs.
Keiner braucht Powerpoint? Diese pauschalisierende Aussage ist in meinen Augen schlichtweg falsch und trifft höchstens noch in der GS zu. Ansonsten sollten Sie sich an Hochschulen und bei zukünftigen Arbeitgebern in bestimmten Bereichen informieren, was diese von den Schulabsolventen erwarten - oder wollen Sie unsere Schüler genauso unvorbereitet an die Uni schicken wie wir es damals waren?
Gewissen Grundfertigkeiten im umgang mit PC & Co. gehören heute einfach dazu -alles andere ist in meinen Augen realitätsfremd.
http://www.heise.de/foren/S-Mobil-Organizer-PDAs/forum-7348/list/
Wir reden von Bruttozeiten von 15 Minuten, zu denen es kommen kann, wenn man Notebooks aus dem Laptopwagen holt, austeilt usw. Mindestens 5 Minuten brutto sind erforderlich, um den Computerraum aufzuschließen, alle Rechner hochzufahren und alle Personen erfolgreich anzumelden.
@Alex, @Birgit Lacher
Selbstverständlich müssen unsere Schüler/innen das Präsentieren mit Präsentationssoftware erlernen, und selbstverständlich ist die Verwendung von fachspezifischer Software sinnvoll und notwendig, ebenso der Anschluss von Zuspielern via USB o.ä.
Aber: Wir reden hier von der Integration digitaler Medien in den Unterrichtsalltag. Und das hat zumindest bisher mit herkömmlicher Hardware nicht funktioniert (wenn man von einigen wenigen gut unterstützten Projektschulen und einigen wenigen gut ausgebildeten Medienprofis absieht).
also wir haben 2 vollausgestatte PC Räume,und jeweils 3 PC in den Klassenzimmern. Das Ganze an einem paedML Windows Server. Die Integration klappt hier ohne irgendwelche Probleme - vorausgesetzt man plant seinen Unterricht entsprechend.
Toller Beitrag.
Spricht mir aus dem Herzen.
Für den Preis des iPads wird man mind. 2 ordentliche Note(oder Net)books mit 10"-15" Monitor bekommen inkl. einer anfängerfreundlichen Ubuntu (Netbook Remix) Version.
Die fehlende Möglichkeit (freie) Software zu installieren und die Entscheidung Apples ein komplett Appstore und damit properitär abhängiges Gerät zu entwickeln macht das iPad absolut untauglich für die Offenheit eines Internets und der Offenheit von Unterricht. Offene Standards nicht zu unterstützen (und ich spreche nicht von Flash!) ist eine strategische Entscheidung in Bezug auf Umsatz und der kundenseitigen Abhängigkeit durch Apple.
Aus meiner Sicht benötigt die Lehre keine didaktisch reduzierten Geräte, die mich in meiner freien Entfaltung hindern und uns von Herstellerseite nicht gewünschten Inhalten fernhält. Zum Internetsurfen ist das Gerät wahrlich zu teuer und wie gesagt auch nur mäßig tauglich(Flash, Java, Silverlight und viele weitere 3rd Party Technologien) ...
Ich für meinen Teil finde das UI-Design und die Strategie von Apple zwar innovativ (und diese Ausrichtung fehlt bei PC Herstellern stark) - aber leider nutzen sie dieses auch komplett zum abhängig machen der Kunden. Selber Schuld, wer sich ein iPhone oder iPad kauft. Man ist damit noch abhängiger als von Microsoft...
Es wird so sein wie beim iMac - jeder will einen - keiner nutzt ihn. Just my 5 cent.
Liebe Grüße,
E.Brüggemann
an unserer Schule setzen wir seit über fünf Jahren elternfinanzierte Notebooks ein. Zur Zeit handelt es sich dabei um Netbooks, auf denen Ubuntu installiert ist. Eigentlich eine ganz gute Lösung. Wenn nur der Administrationsaufwand (bei über 100 Geräten) nicht so erheblich wäre ...
Ich glaube und hoffe, dass das iPad hier eine machbare Alternative darstellt. Wenn andere Hersteller ähnliche Geräte anbieten, soll mir das nur Recht sein. Bis dahin deckt das iPad (fast) alles ab, was wir bisher mit den Netbooks gemacht haben.
Mit kollegialen Grüßen
Ulf Blanke
"jeder will einen - keiner nutzt ihn"
Keiner nutzt ihn? Da spricht der Zulauf in den vier verschiedenen Mac Gruppen in unserer Gegend doch eine andere Sprache.
Und warum wird so wenig gegen die "Weltherrschaft"
Wer hat damals protestiert, als die Schule in Deutschland keinen staatlichen Zuschuß bekamen, wenn sie kein MS sondern Apple Equipment kaufen wollten? Das interessierte kaum einen.
Wieso teuer? Das iPhone ist viel kleiner und auch noch teurer.
Da kann man nur hoffen, daß die Leute, die hier so aufschreien, keine Entscheidungsträger sind.
Klar, der deutsche Spruch: Nur was weh tut, macht hart. (o.ä., sorry, falsch zitiert) lebt immer noch, also weiter mit Win OS rumärgern, sonst verweichlichen wir. Dann holen wir doch am besten auch wieder die Holzbänke in den Zügen hervor und verkaufen unsere Autos.
Man kann seine Zeit und Energie mit besserem verbringen als mit Ärger über den Computer. Das haben viele erkannt und sind jetzt sehr zufriedene Mac-Anhänger. Das scheinen einige aber nicht wahrhaben zu wollen.
Wenn euch das iPad reicht (wo ebenfalls keine Software ohne administrativen Aufwand installiert werden kann) und ihr die Notebooks der Kids nicht soweit dicht macht, dass nicht jeder Veränderungen vornehmen kann (ich weiss, schwierige Entscheidung bei Elternbesitz...) wird das iPad überhaupt nichts an eurem Dilemma ändern. Hier steht und fällt das Problem doch mit dem Content bzw. den Anwendungen, die ihr einsetzen wollt.
Insofern ist das iPad gerade in dieser Hinsicht überhaupt kein Heilsbringer. Das ganze wird sich erst damit ändern, wenn Cloudcomputing für jedermann einsetzbar und vom Lehrer administrierbar wird. Derzeit läuft die Tendenz stark in diese Richtung ein Gerät zu entwickeln, dass komplett in der Cloud funktioniert (also im Endeffekt nur mit Browser startet und gesteuert wird). Das ChromeOS von Google zielt stark in diese Richtung. Das wird allerdings zu politisch/philosophischen Problemen führen bis eine unabhängige Plattform existiert. Und genau das ist das Problem: Schule kann es sich meiner Meinung nach nicht erlauben, nur eine Software zu promoten und den Rest der Welt auszublenden. Dieses würde beim Einsatz des iPad derzeit geschehen...
Ich für meinen Teil halte eure Netbook Lösung schon für recht schlau. Toll, dass ihr wohlhabende Eltern habt, die das tragen...
Liebe Grüße,
E.Brüggemann
Können Sie mir Näheres über den genannten Administrationsaufwand der Netbooks sagen?
Z.B. Zeitbedarf pro Woche, wer macht das, was sind die Hauptproblempunkte usw.
Vielen Dank!
der zentrale Unterschied zwischen Netbook und iPad ist aus meiner Sicht, dass es sich beim iPad um ein geschlossenes System handelt, das vom User im Prinzip nicht - willentlich oder versehentlich - "beschädigt" werden kann. Das Netbook dagegen muss gegen solche User-Eingriffe abgesichert werden, was einen gehörigen Administrationsaufwand mit sich bringt.
Auch ich setze große Hoffnungen in das Cloud-Computing und denke, dass das iPad - bei allen Eischränkungen - durchaus eine geeignete Geräteplattform darstellt. Es geht also ganz und gar nicht darum, eine bestimmte Software zu promoten ...
@Mister M.
Der Zeitbedarf beträgt im Durchschnitt zwei bis drei Stunden (geschätzt). Die Administration mache ich. Näheres kann man z.B. unter http://blog.initiatived21.de/2009/12/laptopklassen-bericht-aus-der-praxis/ erfahren.
Gruß
Ulf Blanke
@Ulf Blanke - und genau diese Geschlossenheit ist es, die mir persönlich große Sorgen bereitet. Der Wille sich von einer Firma beschränken und abhängig machen zu lassen wird durch ein hochintelligentes und innovatives Interface erkauft. Bitte nicht mißverstehen - ich ehre Apple sehr - aber die Politik trage ich nicht mehr.
Übrigens zeigt die Praxis der Geschlossenheit bei jeglichen Plattformen (sei es Spielkonsolen oder z.B. pwned iPhones), dass der Bedarf und der Wille ein Gerät zu hacken bzw. zu modifizieren extrem ansteigt. Ein iPad zu knacken wird innerhalb kürzerer Zeit für viele ScriptKids ein netter Zeitvertreib, um die neusten 3D Spiele doch noch darauf installieren zu können die vom Lehrer eigentlich nicht vorgesehen sind... Und das wird erheblich einfacher sein als ein Ubuntu zu hacken...
Übrigens ist es doch bei euch an der Schule doch so, dass ihr euch dafür entschieden habt das Netz nicht zu filtern, oder? Warum ist das so ? Ich könnte mir vorstellen, dass ähnliche Beweggründe, hier eine Rolle spielten, oder?
Ich denke nach wie vor, dass eine Plattform an sich keine Lösung sein kann. Sie erzeugt nur den Bedarf nach neuen Lösungen für Probleme die noch nicht in der Praxis erkannt worden sind. Es ist wie in sozialen Systemen - sie sind relativ unberechenbar.
Lieben Gruß, ich muss zur Schule
Ekkehard Brüggemann
p.s. Das jeweilige Freischalten der Nachrichten hier nervt. Das Verzögert die Kommunikation doch extrem. Kann das nicht mal bitte ausgeschaltet werden?
Leider geht das nicht, weil hier manchmal Postings reinkommen, die dringend zensiert werden müssen (wenn z.B. Kolleg/innen + Schulort namentlich genannt werden). Danke für Ihr Verständnis.
Redaktion, 03.02.2010
Es geht in dieser Diskussion um das iPad und nicht um Macintosh Rechner. Das iPad ist konzeptionell komplett anders aufgebaut.
Können Sie Ihre Aussagen "mit WinOS rumärgern" u.ä. auch begründen, oder sind es haltlose Argumente eines, wie wird das gleich nochmal genannt, Apple Fanboys
Lieber Kollege,
der Internetzugang an unserer Schule ist definitiv beschränkt und gefiltert. Wir setzen dafür den Schulserver IServ (http://www.iserv.eu) ein.
Grundsätzlich ist der Internet-Zugang bei uns komlett gesperrt (bis auf Wikipedia und einige ausgesuchte Seiten), es sei denn, ein Kollege schaltet ihn frei - ganz gezielt, für ein einzelnes Gerät oder auch für eine ganze Klasse. Nach Ablauf der voreingestellten Zeit (z.B. 15 Minuten) wird der Zugang wieder automatisch gesperrt.
Dieses Verfahren hat sich bei uns sehr bewährt!
Gruß
Ulf Blanke
Da ich zur Zeit immer ein MacBookAir mitschleppe und im Unterricht alles direkt mit Numbers erfasse, kann ich auf jeden Fall dieses Gerät ersetzen. Numbers läuft auf dem iPad und Keynote auch, wo ich dann nur noch das iPad an den Beamer anschließen müsste. Wenn TeacherTool dann noch einer angepassten Version vorliegt, kann man sehr viel Arbeit sparen.
Ich besitze leider nicht das MacBook Air, sondern schleppe jeden Tag mein MacBook Pro mit in die Schule. Wenn ich meine Tasche mit Büchern, Heften und Mappen dann auch noch mit meiner 1,5l Flasche Wasser bestücke, ist mir das echt schon fast zu schwer.
Aus diesem Grund hab ich mir auch TeacherTool besorgt, aber die Hantiererei mit dem iPohne ist mir zu fummelig. Aus diesem Grund habe ich mich noch nicht richtig in TT eingearbeitet und komme auch nicht so gut damit klar. In dem entsprechenden Forum habe ich auf Fragen ziemlich herablassende Antworten bekommen, als ich nach bestimmten Funktionen gefragt habe. Auch wenn alle so zufrieden mit dem Support sind, ich bin es nicht. Als Anfänger und in dem Bereich eher ein Blondchen, ist es vielleicht auch nervig für die ganzen hochbegeisterten Freaks.
Das iPad könnte die Lösung sein (dann muss es ja auch nicht mit TT gehen) - weniger Gewicht als das MacBook und nicht so fimschig wie das iPhone. Daran, dass ich die Schüler daran arbeiten lasse, habe ich nun wirklich nicht gedacht.
Mein Problem mit TeacherTool ist ebenfalls die fummelige Bedienung (d.h. ich setze es z.Z. auch nicht ein), was aber auf dem iPod wegen der Screengröße nicht anders geht. Ich habe allerdings auch einen Kollegen, der mit TT gut zurecht kommt und ganz entspannt am Halbjahresende seine ausgedruckten Kursbücher abgibt ...
Ein angepasstes TT mit seinen vielen Hilfsfunktionen auf einem größeren Bildschirm (=iPad) wäre toll.
Ich muss dir allerdings zustimmen. TT auf dem iPad wäre ein Kaufargument für mich und dann würde ich mir auch die Mühe machen, das auf die Reihe zu bekommen.
Deine Beobachtungen und möglicherweise negativen Erfahrungen mit dem Forum auf lehrertreff.net kann man aber sicher nicht verallgemeinern. Ich habe bisher noch sehr selten unfreundliche oder gar "herablassende" Antworten dort gelesen. Davon hier in Bausch und Bogen zu reden, halte ich für völlig verfehlt. Übrigens gibt es nicht nur das Forum (das ja von Usern betrieben wird), sondern auch die Möglichkeit, mir direkt eine Mail zu schicken. Davon hast du aber wohl bisher keinen Gebrauch gemacht und deshalb kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum du mit dem Support unzufrieden bist. Ich habe bisher, selbst in Zeugnis- und Klausurzeiten, nicht eine einzige Mail mehr als 24 Stunden unbeantwortet gelassen. Selbst im Falle von gemeldeten Bugs habe ich in den meisten Fällen binnen 24 Stunden reagiert und ein Update veröffentlicht. Den Vorwurf eines mangelnden Supports weise ich daher vollständig zurück.
@Nils, Schülerfreund
Ich gebe euch Recht, dass die Bedienung des iPhones u.U. als "fummelig" bezeichnet werden kann. Das ist dann aber kein Problem, das auf TT beschränkt wäre, sondern das müsste ihr dann, um der Wahrheit die Ehre zu geben, für das ganze iPhone bemängeln - vielleicht fehlt es auch etwas an Übung!? TeacherTool jedenfalls benutzt derzeit nichts anderes als die vom iPhoneOS angebotenen Bedienelemente in den von Apple vorgesehenen Ausmaßen. Einige, nach iPhoneOS-Standards benutzte Bedienelemente wurden sogar von mir künstlich vergrößert, um die Treffgenauigkeit zu verbessern, denn ich weiß, dass man in der Hektik des Moments nicht so gut "zielt" wie zu Hause auf dem Sofa.
Bezüglich des iPads: TT wird, wie die meisten Apps, vom Fleck weg auf dem iPad laufen. Es wird sicherlich auch eine ans iPad angepasste spezielle Version geben, die die Größe des Bildschirms durch eine neu gestaltete Benutzeroberfläche besser ausnutzt. Priorität hat aber derzeit ein Desktop-Modul für TT. Was das alles können wird, verrate ich hier noch nicht - es wird aber dem Mobilitätsgedanken, der hinter TT steckt, durch neuartige Konzepte Rechnung tragen, wie das bisher noch von keinem anderen Lehrerprogramm geboten wurde, so viel kann ich jetzt schon versprechen.
seien Sie doch bitte nicht so empfindlich. Ich habe den Support gar nicht in Bausch und Bogen schlecht gemacht. Ich habe allerdings auch keine Erfahrungen gemacht, die mir gefielen. Mehr habe ich nicht gesagt. Ich weiß aber, dass sehr viele zufrieden sind... ich wäre es ja auch gern.
Es ist so, dass ich (nach wie vor) hoffnungslose Anfängerin bin und im Forum zwei Fragen stellte. Beide Male bekam ich von Ihnen selbst die Antworten. In beiden Fällen habe ich keine Antwort auf meine Fragen bekommen, sondern den Hinweis, dass das ja wohl ein Problem der Schule sei.
Mit Verlaub, die Verfahrensweisen unserer Schule sind für mich kein Problem, sie machen Sinn und ich könnte sie selbst dann nicht ändern, wenn ich es wollte. Ein Problem war nur, wie ich das evtl mit TT hinbekommen könnte. Wenn es nicht geht, dann hätte gereicht, dass Sie mir das sagen. Ihre Diktion wirkte auf mich jedoch herablassend.
Da ich noch viel mehr Unsicherheiten gehabt hätte, aber mich nun auch nicht mehr traute zu fragen, hab ich es halt gelassen.
Dass ich das Fummelige am iPhone nicht TT anlaste, dachte ich nicht extra erwähnen zu müssen. Wenn Sie meinen Beitrag nochmal lesen, müssten Sie erkennen, dass ich das auch gar nicht getan habe. Jedoch empfinde ich Apps, mit denen ich gut zurecht komme, als weniger fummelig. Das ist weniger sachlich als emotional begründet. Wurstfinger habe ich nun auch nicht wirklich. Käme ich mit TT gut zurecht, würde ich das Fummelige vielleicht gar nicht bemerken.
Wissen Sie, ich habe mich als eine Frau, für die ein Computer bis heute ein Mysterium ist, freudig und optimistisch auf mein neues MacBook, mein iPhone eingelassen und an TT gewagt, in dem Glauben, dass ich das alles schon hinkriege. Im Falle von TT gelingt es mir leider bis heute nicht, davon zu profitieren.
Ich zweifele nicht, dass TT toll ist, ich komme aber nun mal leider nicht damit klar - so toll es auch sein mag. Ich hätte es ja mit dem Forum weiter versucht und mich einarbeiten wollen, wenn ich mich nicht das Gefühl gehabt hätte, dass meine Frage genervt hat. Und nicht zuletzt: Warum soll ich Ihnen eine Mail schreiben, wenn Sie es selber waren, dessen Diktion ich als herablassend empfand?
Wenn eine Antwort sogar länger als 48 Stunden gedauert hätte, hätte ich das nicht als problematisch empfunden. Hingegen das Gefühl zu nerven, führt bei mir zu sofortigem Rückzug.
Vielleicht waren Ihnen meine Fragen zu banal oder vielleicht waren Sie aus einem anderen Grund genervt, aber meine Wahrnehmung war halt leider so, dass ich mir daraufhin dachte: Ok, du hast schon so oft 25 Euro zum Fenster raus geschmissen, dann kommt es auf das eine Mal auch nicht an.
Es tut mir leid, dass ich daraufhin die Lust an TT und das Einarbeiten daran verlor.
Es ist auch nicht so, dass ich TT auf immer und ewig verbanne. Ich glaube nach wie vor, dass es gut ist - und vielleicht ja auch für mich. Wenn ich aber besonders unsicher bin (und das bin ich in der digitalen Welt und besonders bei TT), brauche ich eben Support, bei dem ich mich aufgehoben fühle und keine Antworten, die mir das Gefühl vermitteln, ich sollte mich für meine doofe Frage entschuldigen.
Viele Grüße
seien Sie doch bitte nicht so empfindlich
Bin ich nicht - wirklich nicht, sonst hätte ich den Forumssupport längst aufgegeben
Vielleicht können wir ja einen Neustart machen: .
Allerdings wird man keinem Ministerium erklären können, dass jetzt Designer-Geräte von Apple angschafft werden müssen. Vielmehr sehe ich hier einen Punkt, dass man die Industrie challengen sollte, ein auf die Bedürfnisse von Schulen ausgerichtetes Produkt zu konzipieren. Und das sollte dann auch deutlich günstiger sein als ein iPad.
http://www.areamobile.de/news/11641-gratis-iphone-fuer-schueler
Ich selbst halte nur begrenzt etwas davon, nachdem aber selbst schon Fünftklässler iPhones und iPod-Touch-Geräte besitzen, habe ich einmal sinnvolle, kostenlose Apps für meine Schüler gesammelt:
http://wp.me/phGsq-By
Ich habe einen Schüler, der wegen einer leichten Behinderung mit einem Netbook die Tafelnotizen übernimmt, mit EINEM Schüler geht das ja noch, aber wenn es dann überall piepst und Fehlermeldungen aufploppen... dann wirds schon nervig, befürchte ich.
Mein iPhone setze ich gerne im Unterricht ein, für Erdkunde gibts kurze Hörspiele, die jungen Zuhörer müssen dann Informationen heraushören, zudem zeige ich Filme per Link-Kabel direkt vom iPhone auf dem Fernseher, alte DVD- oder gar Videoabspielgeräte braucht da kein Mensch mehr.
Nachdem unser nächster Kopierer im nächsten Gebäude ist, fotografiere ich auch ab und zu Textaufgaben ab, schneide sie am iPhone zurecht und setze sie auf einer Powerpoint-Folie zusammen, die man dann schnell ausdrucken kann.
Das iPad kaufe ich mir natürlich auch :o)
 
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