Warum Powerpoint mich ankotzt
Ich benutze Powerpoint. Meine LernerInnen benutzen Powerpoint. Alle benutzen Powerpoint. Dabei ist es die satanischste Erfindung, die jemals gemacht wurde.
Das Schlimmste an Powerpoint sind die Bullet-Listen. Stumpfsinnig werden sie heruntergelesen, die Welt wird in Listenformat gebracht - Argumentationsmuster oder Zusammenhänge werden irrelevant.
Sorry. Ich meinte natürlich:

Clifford Stoll bringt es auf den Punkt:
Clifford Stoll hat 1999 einen Aufsatz geschrieben: “Die PowerPoint-Pest” (Clifford Stoll (2002): LogOut, 202-209) . Auch wenn die Verhältnisse damals anders lagen (rotierende Cliparts waren revolutionär, heute sind sie schlichtweg peinlich), trifft sein Aufsatz doch in großen Teilen erschreckend die heutige Realität. Es hat sich nichts geändert: Powerpoint ist noch immer zum Kotzen.
PowerPoint ist der Feind jeden guten Vortrags. [...] Was das Reden in der Öffentlichkeit betrifft, ist PowerPoint die Wahl der Feiglinge.
Früher waren es kleine Schwächen oder das Erzählen von Anekdoten und ein paar Späße, die den Redner dem Publikum sympathisch machten. Heute starren die Zuhörer entweder auf die Videoprojektionen oder lesen in dem verteilten Material. Der Vortragende selbst hinter seinem Pult ist nebensächliches Zubehör.
Beitrag vom 17.10.2006, 10:36 | diesen Beitrag versenden
Strukturierte Bullet-Listen sind gut. Aber man solltte den Kindern auch mal zeigen wie so etwas geht. Powerpoint kann nichts dafür, wenn die Menschen keine hierachischen Listen erstellen können.
Schau doch mal z.B. deine Präsentation zur Kundenbindung an - kaum Listen, viel frei reden. So stelle ich mir das vor. Dass da Listen SIND, stört mich keineswegs. Aber du hast schätzungsweise pro Vortragsminute einen Bullet. Das finde ich einen guten Schnitt. Powerpointsklaven haben gerne mal 10-15 Bullets pro Vortragsminute.
Gleichwohl sollen Schüler (von einem gewisen Alter an) wissen, dass es dieses Werkzeug gibt und wie es benutzt wird - so wie sie es von einem Overheadprojektor auch wissen sollen.
Medienkompetenz (Ziel vieler Lehrpläne) besteht dann auch darin zu wissen, warum im Gedichtbeispiel die Overheadfolien die bessere Entscheidung wären (unter anderem, weil man differenzierte GA-Aufträge verteilen kann, weil die von den Gruppen unterschiedlich markierten Folien dann übereinandergelegt werden können, weil der einfachere Weg meist der bessere ist ...)
Grüße aus NRW
Martin
Sind lernende Lehrende notwendig, wenn es um den Einsatz dieser Visualisierungstechnik geht?
Grundsätzlich gilt, dass die Technik nicht mehr aus einem Vortrag machen kann, als er an Substanz hat.
" welch eine ironie das ich ne seite finde wo Lehrer Diskutieren sowas erlebt man nicht oft!!
das hat mich erstaunt! wahrscheinlich sind sie kein lehrer, oder doch? wir im kollegium diskutieren täglich. man kann es auch reden oder sich austauschen nennen. aber davon lebt doch unser beruf: vom austausch und der diskussion. es liegt an jedem einzelnen, wie er oder sie sich einbringt.
grüße aniella
Aber powerpoint kann nichts retten, was nicht da ist.
So einfach, wie es sich Tufte ("Powerpoint is evil") Cl. Stoll oder heute Matthias Pöhm (http://snipurl.com/poehm) machen, ist es nicht.
Was aus meiner Sicht falsch läuft, ist die Ausbildung: welcher Lehrer ist denn *ausgebildet*, Powerpoint anständig zu vermitteln??
ich glaube, dass einige Powerpoint-"Weisheiten" (wie z.B. dieses unsägliche *maximal x Aufzählungen*) immer weiter getragen werden, ohne dass da fundiertes Wissen hinter steht.
Und wenn es dann noch ein bißchen stärker in den Bereich der Präsentation auf einer Bühne gehen darf: Wenn Sie unter http://www.schule-musik.de oben rechts auf "virtueller Bühnenrundgang klicken", finden Sie Beispiele und weiterführende Informationen zur Rückprojektion (siehe dort Beamer / Beamerbeispiel).
Viel Freude beim Entdecken dieses leider viel zu wenig bekannten Mediums, das nach meiner Erfahrung meist sehr viel Kreativität auslöst - trotz langjähriger Erfahrung staune ich immer noch, was die Schüler/innen immer wieder an faszinierenden Präsentationsmöglichkeiten entdecken!
Natürlich ist eine Kombi-nutzung mit anderen Medien denkbar - auch PowerPoint o. ä. Aber an der Tafel zeigt sich erst, wer seine Sache im Griff hat. Mickrige Whiteboards sind allerdings völlig out. Außerdem ist das Ressourcenverschwendung par excellence.
Bei 45min Unterricht ( -2min, bis Ruhe in der Klasse ist, -2min vor Unterrichtsende und geschätzten 5-10min für den Aufbau eines Beamers (inkl. Notebook hochfahren usw...) - was bleibt mir da für den Unterricht...
In dieser Hinsicht verschlafen die Schulen und Lehrerausbilder die Zugabfahrt...
Alleine darauf zu vertrauen, dass sich die Schüler das schon selbst beibringen, halte ich für zu gleichgültig. (Denn das könnte man ja zu jedem Thema sagen.)
=> wie stelle ich mein Anliegen, meine Idee angemessen vor anderen Menschen dar?
DIESE Frage sollte doch jeder Schüler im Laufe seiner Ausbildung beantworten können und auf diesem Feld Kompetenzen erwerben. - Ganz unabhängig von PP, Tafel, Flipchart oder ohne alles...
PS: es gibt Lehrer in meinem Kollegium, für die ist das Wort "Flipchart" ein Fremdwort...
Wollen wir hier Mrs.POWERPOINT wählen oder sachlich bleiben? Im normalen Tagesgeschäfts machts eben aus MEINER Sicht keinen Sinn (obwohl ICH natürlich MR.POWERPOINT bin;o)
Ich brauche aber meine 45min für den Unterricht und kann keine 10min für die Technik verschwenden.
"Powerpoint steht doch längst auf dem Lehrplan, zumindest für Realschule/Bayern, also was soll dieses Theater?"
Kann es wahr sein? Unauffälliges Product Placement an der Schule? Jede Fernsehanstalt hätte schon eine millionenschwere Klage am Hals.
Auf den Schul-PCs ist Microsoft Office drauf und Präsentationstechniken (9. Klasse Informatik, bayerische Realschulen) werden eben erlernt, macht euch doch erst mal schlau, bevor ich auf so eine Geprälle antworten muss!
Wie solls denn sonst laufen? Sollen sich die Schüler mit BASICS erst ein Officeprogramm basteln?
Wenn man auch auf das Leben nach der Schule vorbereiten wollte, dann wäre doch Fahrschulunterricht innerhalb der Schule auch angebracht, oder?
Mit gut strukturierten Tafelbildern bzw. Overhead-Folien hat PowerPoint gemeinsam, dass der beschränkte Raum den Vortragenden zu einer gedanklichen Ökonomie nötigt: Schwätzer und Chaoten können sich hier selbst disziplinieren.
Geht trotz allem mit der Zeit, sonst müsst ihr mit der Zeit gehen. Ehrlich gesagt manche dieser Antworten find ich zum K......
Es gibt bessere Mittel und Wege als Powerpoint, nach und nach kommt jeder drauf, Bullets hin oder her! ;o) So, zu diesem Thema äußere ich mich nicht mehr, finde es erschrecken, welches Niveau ich hier vorfinden muss - und ich bin mit meinen 34 sicher nicht der Oldie hier!
was mich ankotzt, ist, dass für alles PowerPoint (Word, Excel, Computer, Medien, Bücher, Internet usw.) schuldig gemacht wird/werden. Das entscheidende ist, was der Mensch daraus macht. Es ist wichtig, die neuen Medien, Präsentationsmittel technisch bedienen zu können, aber die beste Präsentation taugt nichts, wenn man nichts zu sagen hat, wenn man unvorbereitet in die Stunde/in den Vortrag geht. Lernen und lehren wir mit diesen Techniken effektiv umgehen.
Sollen die Schlaumeier weiterhin ihre Klassen mit Multimedia überfordern und dann auf die Unfähigkeit der Schüler schimpfen, weil die Notenschnitte nicht passen!
Vertrauliche Feedbacks meiner Schüler lassen erkennen, dass der Schülerkopf auf "Freistunde" bzw "Filmschau" umschaltet, wenn der Lehrer den Beamer aufstellt...
Erst mal drüber nachdenken - und dann das Ego hier wieder durchspülen!
So, jetzt ist aber echt Feierabend hier für mich!
1. Hat Martin Recht. Immer nur rumnölen bringt keinem der Beteiligten was, außer dass diese Seite hier voller wird (Stichwort "Informationsmüll").
2. Mir fällt auf, dass du dich eines besserwisserischen Umgangstones bedienst, der (so wie Powerpoint) zum Kotzen ist: "Also, jetzt wirds wirklich albern" ... "Stimmt, hier sind schon ein paar ganz Schlaue dabei, da kommt nicht jeder ran" ... "finde es erschrecken, welches Niveau ich hier vorfinden muss" ..."na, nach den ganzen doofen Bemerkungen von 9mal-Klugis sag ich nur"
usw.
Ich sage Dir: Ich bin froh, dass ich nicht dein Schüler bin.
Ihr habt only ein Problem!
Und es ist so simple..
"EUER PROBLEM IST ES, DASS IHR ÜBERFORDERT SEIT, ZU MERKEN, DASS EURE SCHÜLER UNTERFORDERT SIND"
wer diesen Satz nicht gleich verstanden hat, sollte ihn ruhig öfters mal lesen...
übrigens:
mein Ziel ist es, mir (dank Powerpoint),
ne goldene Nase zu verdien, um davon meinen Kindern später, einen Privatlehrer zu gönnen..
". Starke Aussage. Und wie isses mit Differentialrechnung und Shakespeare-Interpretationen auf der O-Stufe? Für Leute mit Ihrem IQ sicher nur ein Klacks.
Mit Powerpoint ne goldene Nase? Da gibt es Besseres. Z. B. Macromedia Director oder Authorware. Powerpoint ist Einfallslosigkeit von der Stange.
Und statt Ptrivatlehrer zu beschäftigen, sollten Sie lieber mehr Service von der Schule verlangen. Zuviele Luschen sind da unterwegs, die ihren Job nicht drauf haben und das eigene Versagen den Kindern anlasten. Im Profi-Fußball läuft sowas anders, wie man weiß.
nicht @ all Lehrkräfte, sondern an die Lehrkräfte zu diesem Thema
" Powerpoint kotz mich an " sind/waren gemeint
@ saintp..
Meine Aussage wurde nicht vom IQ dargestellt, sondern ehr..
von emotionaler Intelligenz
@ Frau Schlau...
ein Talent (Kreativität) zu fördern,
wird sicherlich niemals zum Hochmut werden
Die Frage vorneweg an sie alle.
Haben sie während ihres Studiums (wenn das nicht schon ein wenig zu lange her ist) gelernt mit aktuellen Medien Präsentationen vorzubereiten und ordentlich zu gestalten?
Ich als angehender Dipl. Informatiker habe dazu einige Seminare zum Präsentations Design und ähnlichen über mich ergehen lassen müssen. Und ich kann hierzu nur sagen: (PowerPoint wurde ja oben angesprochen) Das eine gute Präsentation die Schüler und auch die Lehrkräfte fesseln kann. Wenn man zunächst einmal davon ausgeht, dass nicht einfach von den Folien die an die Tafel gebeamt werden abgelesen wird, sondern nur ein Bruchteil gelesen der Rest frei vorgetragen wird. Sich statt in der Std schon vor der Stunde den Beamer anschmeißen und schauen, dass die Technik funktioniert wäre ja auch mal eine Alternative anstatt dies erst in der Stunde zu machen. Weiterhin sollte man sich auch mal überlegen Kostenlose Alternativen zu den Überteuerten Microscrott Produkten die auf dem Markt zu Verfügung stehen zu nutzen ( OpenOffice Star Office usw.) Auch an die Betriebsysteme sollte hier gedacht werden. Statt sich teure Systeme mit überteuerte Software und Schnick Schnak anzuschaffen sollte man auch mal über den Teller Rand schauen. Ihr Schüler sollten lernen wie man es aktuell in der Berufswelt vorfindet. Ich würde gerne einen ihrer Schüler sehen, der in der Uni oder im Berufsleben eine Tafel als Präsentations Medium benutzt. Fall er nicht gerade Lehrer wird.
Ich denke, dass generell viel mehr auf die Schüler eingegangen werden müsste, damit die Schüler lernen wie man solche Medien nutzt. Ich gebe Nachhilfe von der 5 Klasse bis zum Studium. Komischer weise, wenn einer von denen eine Präsentation halten soll wissen die meisten nicht einmal wie sie PowerPoint richtig nutzen sondern klatschen ihre Präsentationen voll mit Animationen Bildern uns sonstigem. Auch die Sache mit den Bullets. Es gibt Themen da geht es nun mal nicht anders als solche Bullets dauernd zu benutzen sicherlich ist dies nicht die beste Variante. Andersrum ist es nunmal auch so, dass PowerPoint und andere Varianten ein Riesen Potenzial haben um Schüler lange und fesselnd an einen Vortrag zu halten. Nur müsste dafür auch die Ausführende Person Ahnung haben wie sie das Nutzt. MFG N8
Je mehr Gelehrter, umso verkehrter, je mehr Studierter, umso verwirrter.
Nixfiaunguat an alle Gscheitwaschln
Meine Alternativ ist das Zusammenstellen der Präsentation in Adobe InDesign (oder Quark) und danach Vorführung im Acrobat.
"Die jungen Leute von Heute sind schlau - sie fragen einen Lehrer - machen Sie eine Popwerpointpräsentation oder haben Sie was zu sagen?" Besagter Herr unterhielt die restlichen zirka 200 Teilnehmer ohne jegliches Bild nur mit "Metaphern" in seinem Bann.
 
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