USA: Prügelstrafe in Schulen von 21 Bundesstaaten erlaubt (erwünscht?)
Eine aktueller Report von Human Rights Watch zeigt, dass im Schuljahr 2006/07 mehr als 220.000 Schüler/innen in den USA körperlich diszipliniert wurden. In den Schulen von 13 US-Bundesstaaten gehört die Prügelstrafe zur Normalität. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Gewalt oft besser wirkt als Reden.

Der am 20. August 2008 veröffentlichte Report von Human Rights Watch “A Violent Education” liest sich nicht erfreulich: 120 Seiten vollgestopft mit Details rund um die Prügelstrafe (ein großer Teil der Daten wurde in Mississippi und Texas, den Hochburgen der Prügelstrafe, erhoben).
Die folgenden Seitenzahlen beziehen sich auf die pdf-Datei des Reports (online zu lesen hier).
- Im Schuljahr 2006/07 wurden mehr als 220.000 Schüler/innen geschlagen, meistens wegen minderer Vergehen wie Reden im Unterricht, Zuspätkommen oder Verstoß gegen den Dresscode (z.B. T-Shirt nicht in die Hose gesteckt (S. 35).
- Vor allem in den Südstaaten ist schulisches Prügeln verbreitet (Mississippi: 7.5% aller Schüler/innen geschlagen, Arkansas: 4.7%, Alabama: 4.5% - tabellarische Übersicht).
- Schwarze Kinder werden doppelt so oft geschlagen wie weiße, Förderschüler/innen doppelt so oft wie “normale”.
Die Prügel wird meist von Mitgliedern der Schulleitung exerziert, in der Primarstufe (“elementary school”) auch von den Lehrkräften. Im Regelfall erhält man Hiebe auf den Hintern mit dem “Paddle” - ein Paddel aus Holz, gerne durchlöchert (= vor dem Aufprall kann eine höhere Geschwindigkeit und damit ein verbesserter Erziehungseffekt erreicht werden). In manchen Schulbezirken sind die Maße vorgegeben:

[...] students are typically hit on their buttocks with a wooden paddle, approximately 15 inches long, between two and four inches wide, and one-half inch thick, with a six-inch handle at one end. The size of paddles can vary. For instance, one teacher in a Mississippi high school stated that his “principal uses a paddle with a flat head and a thin neck and handle. [...] The South Delta School District, a different Mississippi district, specifies dimensions in its official policy: paddles must be 14-15 inches long, two inches wide, and 1/4-3/8 inches thick. [...]
Sometimes the paddle is modified to improve the paddler’s swing or to inflict greater pain. The paddle might have holes in it, allowing it to move faster and therefore hurt more.
A Violent Education, HRW 2008, S. 14f
Da diese Paddel nicht regulär zu erwerben sind, werden sie von den Lehrer/innen entweder in liebevoller Arbeit selbst angefertigt, oder die Schüler/innen machen das im Technikunterricht; vor der Einweihung unterschreibt die ganze Klasse darauf:
We received multiple reports of students making paddles as a part of their woodworking (“shop”) class. One high school teacher reported, “the kids would make them in shop class and have all their friends sign them.” A former principal noted, “I made my paddles myself [...] Sometimes teachers give their paddles nicknames such as “Dr. Pepper.”
A Violent Education, HRW 2008, S. 18
Die Anzahl der Hiebe hängt von individuellen Regelungen der Schulbezirke (school districts) ab, man will die Schüler/innen ja nicht umbringen. In manchen Bezirken liegt die Höchstgrenze bei zwei, in anderen bei fünf (Klasse 1-6) und sieben (Klasse 7-12) (S.21). Im Mississippi-Delta aber kennt man keine Limits:
A former high school teacher in the Mississippi Delta noted that students might accumulate a number of licks: “Say they had 30 licks, they could choose 10 today, 10 more the next day.”
A Violent Education, HRW 2008, S. 18
Der Lehrer haut schon mal richtig derb drauf; das bestätigen auch im Web kursierende (oft heimlich aufgenommene) Videos des Paddling-Rituals. Sehr oft bleiben von der Bestrafung heftige Blutergüsse oder Striemen:
A middle school student in rural Mississippi was severely bruised when his beatings escalated. He was sent to the office for paddling, and “[w]hen I came back, [the teacher] said I was laughing so she sent me back and I got three more licks…. The principal was like, ‘you’re in here again already?’… He said, ‘Do you realize that every time you come in here I’m going to hit you harder and harder?’” When his mother met him after school, she noticed he was in pain. She found his buttocks were black from bruising. It took more than a week for the bruises to heal, and during this period “he couldn’t sit down.”
A Violent Education, HRW 2008, S. 51, vgl. S. 1
Kommentar
Beim Lesen des Reports muss berücksichtigt werden, dass Human Rights Watch die Öffentlichkeit aufrütteln will und entsprechend harte Beispiele (v.a. aus Texas und Mississippi) anführt. Die schwammigen Häufigkeitsangaben zeigen jedoch deutliche Tendenzen auf (“Many victims of corporal punishment in schools ...”, “Many students report ...”), ähnlich Websites wie corpun.com oder stophitting.com.
Es gibt an diesem Report zwei Aspekte, die verwundern.
- Die Härte, mit der zugeschlagen wird.
- Im Regelfall ist die Bestrafung gewollt schmerzhaft. Die Funktion der Prügelstrafe ist damit tatsächlich die körperliche Bestrafung eines Minderjährigen durch eine/n Erwachsenen, die in einigen Staaten der USA gesellschaftlich nicht nur geduldet, sondern sogar gewollt ist. Dass gerade LehrerInnen dieses Spiel mitspielen und vorantreiben, ist erstaunlich.
- Die Prügelstrafe gehört im Schulsystem einiger Staaten zur Normalität.
- Es ist keineswegs so, dass irgendwelche brutalen Lehrkräfte in einem Keller mal einen aufsässigen Schüler verprügeln. Vielmehr hat die Prügelstrafe durch ihre Verankerung in Gesetzen, Verordnungen und Schulalltag eine institutionelle Berechtigung; Anzahl der Schläge und Größe des Paddels sind festgelegt, der Schulleiter zeigt sein Paddel stolz und liebevoll vor - es tritt ein Gewöhnungseffekt sowohl bei Schüler/innen als auch Erziehungspersonen ein:
Some students and teachers have seen or heard paddling so often that they are no longer outwardly affected by the experience. A former Mississippi teacher described how another teacher came into her classroom and paddled a student. The rest of the class’s reaction was “normal. They got quiet and watched. For a select few I know they feared, but most of them laughed.” Another teacher noted, “Once you’ve been in it for a while, I don’t know … you get immune to it happening around you.”
A Violent Education, HRW 2008, S. 28

Körperliche Züchtigung ist nicht nur in moralischer, sondern auch in pädagogischer Hinsicht sehr problematisch, denn sie legt jungen Menschen eine autoritäre, gewalttätige Grundordnung nahe. Auch dass die Lehrer/innen in Texas neuerdings eine - allerdings: verdeckt getragene - Waffe in die Schule mitnehmen dürfen, zeigt, wie sehr Gewalt dort grundsätzlich als Handlungsoption wahrgenommen wird. Die Wirksamkeit steht für viele Pädagogen nicht in Frage:
Some teachers say they just can’t reach a child by talking. They say if they don’t spank, the child feels like he got away with something and the behavior worsens.
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Beitrag vom 23.08.2008, 01:45 | diesen Beitrag versenden
Leider gibt der Bericht nur die Anzahl der geschlagenen Schüler wider.
Wieviele Lehrer haben sich da wohl abrackern müssen?
Was üben denn die Ordnungsmächte (Polizei ... ) aus?
deine überlegung, "es (muss) ... gewalt geben, sonst wäre eine gewaltenteilung unnötig" ist logisch nicht nachvollziehbar und stellt die dinge, historisch betrachtet, auf den kopf.
es ist doch wohl so: weil verschiedenste subjekte (und organsiationen) gewalt ausüben und dies in zukunft weiter tun wollen, hat die aufgeklärte und aufmüpfige bourgoisie u.a. das regelwerk der gewaltenteilung eingerichtet.
das zu diskutierende problem sollte doch die gewalt in jeglicher form und ihre prinzipielle ablehnung sein. macht man sich die verwerflichkeit der gewalt, insb. gegen abhängige, schwächere, religiöse minderheiten u.v.m. klar, dann ist man doch herausgefordert, nach anderen formen der konfliktlösung zu suchen oder nicht?
mfg
Mein Argument gegen Ohrfeigen ist einfach, dass sie nicht effektiv sind, auch wenn die Befürworter das gerne behaupten. Sie lösen keine Probleme und sie führen auch nicht zum gewünschten, einsichtigen Verhalten. Es gibt wesentlich effektivere Methoden der Menschenführung.
und ohrfeigen unter eine methode der menschenführung zu subsumieren, wenn auch als eine nicht so effektive als ...??? ist der hammer.
und der übelgelaunte leser fragt sich nun, was sind das für "wesentlich effektivere methoden"?
Und die anderen Methoden: positive Verstärkung.
Sorry für den nachlässigen Beitrag, den du zu recht kritisierst.
Übrigens gibt es nicht wenige, die Ohrfeigen deswegen für gerechtfertigt halten, weil sie angeblich "wirken". Lies mal die Kommentare weiter oben. An die habe ich in meiner ersten Reaktion gedacht.
25% schaffen in .de das Abitur. Ein Armutszeugnis für die Pädagogen und die Institutionen. Soviel Versagen kann sich kein Unternehmen leisten.
Was hat man Ihnen denn angetan, dass Sie derartige Kommentare verfassen?
Und erklären Sie uns mal, warum die Pädagogen dafür verantwortlich sein sollen, wenn "nur" 25 % in D das Abitur schaffen.
Außerdem werden die Abiturientenzahlen derzeit doch poltisch nach oben gepuscht. D braucht mehr Abiturienten? Gut, dann senken wir die Anforderungen. In BaWü werden dafür schwierige Fächer rausgemnommen bzw. Wege eröffnet, um auch ohne zwei Fremdsprachen ein Abitur zu bekommen.
In Finnland machen 75% der Schüler das Abitur. In D nur 25%.
Da eine durchschnittliche Intelligenz reicht, um Abi zu machen ist doch die Frage, wie die Pädagogen es hinbekommen, ihre Schüler so zu demotivieren und ihre Talent so brach liegen zu lassen, das es ihnen nicht möglich ist, den Anforderungen zu genügen.
Gott sei Dank gibt es Ausnahmeschulen.
Deutschland braucht mehr Studenten, es braucht Akademiker, wenn es kein Drittweltland werden soll.
Ich war in den USA auf der Schule - Texas und Californien. Der Selbstwert wird einem nicht dort, sondern hier auf den Schulen geraubt.
Das geht etwas am Thema vorbei, oder? Ob das Schulsystem hier oder in den Staaten besser ist, hat erstmal wenig mit der Prügelstrafe zu tun, oder wollen Sie sagen, dass die Züchtigung maßgeblich daran beteiligt ist, dass den Schülern ihr Selbstwert (im Gegensatz zu denen im bösen Deutschland) erhalten bleibt? Mit Ihrem Beitrag haben Sie mir leider, obgleich angekündigt, nichts erklären können, die Begründung, dass es in den Staaten besser sein soll, weil in Finnland die Absolventenquote höher als in Deutschland ist, finde ich kurios...
in der Tat finde ich die Vermischung von Finnland und D und den USA nicht sehr hilfreich.
Dass Schüler in den USA ein höheres Selbstwertgefühl haben können, weil dort die Anforderungen im Vergleich zu einem deutschen Gymnasium niedriger sind dürfte klar sein.
Würde man in den USA zwei Fremdsprachen verpflichtend für einen High school Abschluss machen und statt dessen keine Credits mehr für Neigungskurse wie Golf, Technik (Rasenmäher reparieren) usw. vergeben, dann sähe es dort auch nicht mehr so rosig aus.
Außerdem wissen wir alle, wie in den USAmit viel Showeffekten auch jede noch so durchschnittliche Leistung einen Goldkranz bekommt. Schüler der Woche, des Monats usw. - jeder wird irgendwann auf das Tablett gehoben.
Vielleicht liegt es am hiesigen Bildungssyste, das sie nicht verstehen?
Worum es mir geht: Man sollte erst mal vor der eigenen Tür kehren, bevor man sich über den Staub anderer aufregt.
Die Integrationskraft und Wertschätzung durch amerikanische Lehrer ist wesentlich weiter entwickelt. Die sind natürlich auch keine Beamte, die sich den Luxus leisten können, das Schulversagen den Schülern anzudichten.
Ich habe tatsächlich mit meinem Comment nicht vorgehabt, eine differenzierte Problemaufnahme des deutschen Bildungssystems durchzuführen, das wäre hier auch am falschen Ort, schließlich ist das Thema hier eine problematische Vorstellung von sinnvollen Disziplinarmaßnahmen in 21 Bundesstaaten der USA. Allerdings finde ich es legitim, sich über die Prügelstrafe aufzuregen, obwohl das eigene Land nicht perfekt ist. Es gibt für Sie keinen Grund, so schwere Geschütze aufzufahren, niemand will Ihnen hier unterstellen, dümmer oder schlechter gebildet zu sein, weil sie ihre Ausbildung in den USA gemacht haben, aber mit Ihrer herablassenden Art und Ihrem agressiven Auftreten gelingt es Ihnen sicherlich nicht, den hiesigen Ruf des amerikanischen Bildungssystems zu verbessern...
Geprügelt wurde ich in unserem deutschen Schulsystem. Meinen Freunden wurden mit Schlüsselbunden die Nase zerschmetter, weil er bei unseren Physiklehrer mit einschlafen provoziert hatte. Er konnte nicht mit offnen Augen schalfen, wie die meisten andern.
....Es gibt für Sie keinen Grund, so schwere Geschütze aufzufahren, niemand will Ihnen hier unterstellen, dümmer oder schlechter gebildet zu sein und mit Ihrer herablassenden Art und Ihrem agressiven Auftreten gelingt es Ihnen sicherlich nicht .... mich davon zu überzeugen, das sie was davon verstehen, um was es hier geht. Denken sie mal über ihre Projektionen nach!
"Geprügelt wurde ich in unserem deutschen Schulsystem."
Sie scheinen immer noch davon auszugehen, dass es in diesem Forum davon geht, nachzuweisen, dass das deutsche System dem amerikanischen überlegen ist, wie mir scheint. Lesen Sie alles nochmal durch, und Sie werden sehen, dass die meisten Leute hier schlicht schockiert sind, dass es in vielen US-Staaten gesetzlich möglich ist, die Schüler körperlich zu züchtigen. Ich bin sicher, Sie haben eine ganz hervorragende Ausbildung, und sind eine rundum hervorragende Persönlichkeit, aber das macht es noch keinen Deut besser, dass man in Texas legal prügeln darf. Oder finden Sie gar am Ende, dass "ein paar hinter die Ohren noch keinem geschadet haben"?
Ich wusste nicht, dass dieses Forum ein Pranger für ausländische Bildungssysteme sein soll.
Das Leid ausländischer Schüler mag gr0ß sein, besonders in Afrika oder Russland.
Das immense Leid deutscher Schüler sollte seinen Platz hier bekommen, darum geht es mir.
Und: Wer ohne Schuld, der werfe den ersten Stein.
Für mich haben die Prügelstrafe und elitäres Aussondern eines gemeinsam: Sie sind mir menschlich zuwider, und außerdem sind sie ineffektiv. Sie sind nicht geeignet, unsere Kinder besser zu machen, noch unsere Welt. Sie sind Trugschlüsse, an die die Erzieher fest geglaubt haben, solange sie es nicht besser wussten.
Ob das bei jedem ethischen Problem so ist, weiß ich nicht. Aber hier ist das ethische das korrekte Verhalten.
Übrigens: Dem Bibelzitat nach dürfte man überhaupt nichts mehr kritisieren - das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein. Nur weil es hier Probleme gibt, hindert mich das nicht daran, über den eigenen Tellerrand zu schauen.
Sie enttäuschen mich nicht - ich bin das gewohnt.
Es ist doch ein deutsches Forum für deutsche Lehrer und es geht um Hilfen bei Verbessern des Unterrichts in Deutschland oder?
Oder geht es darum hier das amerikanische Schulsystem zu reformieren?
An der Schule meiner Tochter ist gerade wieder eine Lehrerin beim Schulamt kritisiert worden, weil sie regelmäßig Schüler schlägt. Naja, ist eine gestandene Pädagogin mit 30 Berufsjahren.
Und die bleibt auch bis zur Rente.
Nochmal, besonders Stolz darauf zu sein die Schüler, die man unterrichtet offiziell nicht mehr zu schlagen, das nennen sie vermutlich eine pädagogische Höchstleistung.
Noch einmal etwas persönliches: Auch in den USA wurde ich in der Schule geschlagen. Eher diszipliniert. Beispielsweise, wenn ich mehrmals einfach dazwischen redete und den Unterricht unterbrach, ohne mich zu melden, wie es die Regel erwartete. Dafür gab es Schläge. Ehrlich gesagt, mir hat sie nicht wehgetan.
In meinen Zeugnissen, die bekommt man dort monatlich, stand dann aber nicht, das ich den Unterricht störe, sondern das ich mich für andere Schüler einsetze und ein starken Gerechtigkeitssinn habe und auch eine positive Führungspersönlichkeit sei. Soetwas Positives habe ich in keinen meiner deutschen Zeugnisse gelesen.
Die Lehrer in den USA reagierten auf beides, die Form (Störung) und den Inhalt (Einsetzen für andere Schüler, Fairness).
Das geht dem deutschen System völlig ab. Wie man ihren Beiträgen merkt.
Und noch einmal ich verabscheue physische Gewalt! Ich finde es furchtbar, wenn Lehrer oder Polizisten Menschen prügeln. Oder Soldaten Menschen gar töten.
"Dafür gab es Schläge. Ehrlich gesagt, mir hat sie nicht wehgetan.
In meinen Zeugnissen, die bekommt man dort monatlich, stand dann aber nicht, das ich den Unterricht störe, sondern das ich mich für andere Schüler einsetze und ein starken Gerechtigkeitssinn habe und auch eine positive Führungspersönlichkeit sei. Soetwas Positives habe ich in keinen meiner deutschen Zeugnisse gelesen."
-Wollen Sie damit andeuten, dass es besser ist, Fehlverhalten "an Ort und Stelle" zu bestrafen, dafür aber die Zeugnisse inhaltlich zu Gunsten des Positiven zu gewichten, damit der Schüler keine Steine in den Weg gelegt bekommt? Ich persönlich habe keine Studien vor Augen, die darlegen, ob nun körperliche Gewalt oder Mangel an Lob und Anerkennung sich negativer auf Menschen in der Entwicklungsphase auswirken. Trotzdem, und wir drehen uns im Kreis, trotzdem relativiert etwas, was Sie besser finden (Erwähnung positiver Charaktereigenschaften) in keinem Falle Schläge als "pädagogische" Maßnahme.
"Das geht dem deutschen System völlig ab. Wie man ihren Beiträgen merkt."
-Erklären Sie mir bitte, in wie fern meine Einträge darauf schließen lassen, dass in meiner Schulzeit nicht sowohl auf meine negativen, als auch meine positiven Seiten eingegangen worden sein soll (ob das so war, sei einmal dahingestellt). Form und Inhalt? Sie haben also den Unterricht gestört, um sich für andere Schüler einzusetzen?
Körperliche Gewalt ist doch nicht schlimm. Viele suchen sie. Klitschko hat sein Bedürfniss danach zum Beruf gemacht.
Andere waren in Brokdorf dabei, um sich mit der Staatsgewalt zu prügeln. Es ist die Bedeutung, die sie der Gewalt und dem Gewalterleben geben, die dann wirkt.
Manche Lehrer gehen zur Prostituierten, die sich als Schulmädchen verkleidet, um sich von ihr verprügeln zu lassen. Dafür bezahlen sie dann Geld.
Da ich Ihnen nach Ihrem letzten Beitrag nicht mehr glaube, diese Diskussion ernsthaft führen zu wollen, klinke ich mich jetzt hier aus.
