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Menschenrechte

USA: Prügelstrafe in Schulen von 21 Bundesstaaten erlaubt (erwünscht?) 23.08.2008, 02:45

Prügelstrafe an einer Schule, 1842
Bild: Theodor Hosemann: Prügelstrafe 1842, S. 28 / Wikimedia Commons [CC0 (Public Domain)]

Eine aktueller Report von Human Rights Watch zeigt, dass im Schuljahr 2006/07 mehr als 220.000 Schüler/innen in den USA körperlich diszipliniert wurden. In den Schulen von 13 US-Bundesstaaten gehört die Prügelstrafe zur Normalität. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Gewalt oft besser wirkt als Reden.

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  • (geändert: )
Karte der USA, auf der die Staaten, in denen die Prügelstrafe erlaubt/teilweise erlaubt/verboten ist, eingezeichnet sind

Buchumschlag des HRW-Reports 'A Violent Education', auf dem einige Paddel (=Prügelgerägte) abgebildet sindDer am 20. August 2008 veröffentlichte Report von Human Rights Watch “A Violent Education” liest sich nicht erfreulich: 120 Seiten vollgestopft mit Details rund um die Prügelstrafe (ein großer Teil der Daten wurde in Mississippi und Texas, den Hochburgen der Prügelstrafe, erhoben).

Die folgenden Seitenzahlen beziehen sich auf die pdf-Datei des Reports (online zu lesen hier).

  • Im Schuljahr 2006/07 wurden mehr als 220.000 Schüler/innen geschlagen, meistens wegen minderer Vergehen wie Reden im Unterricht, Zuspätkommen oder Verstoß gegen den Dresscode (z.B. T-Shirt nicht in die Hose gesteckt (S. 35).
  • Vor allem in den Südstaaten ist schulisches Prügeln verbreitet (Mississippi: 7.5% aller Schüler/innen geschlagen, Arkansas: 4.7%, Alabama: 4.5% - tabellarische Übersicht).
  • Schwarze Kinder werden doppelt so oft geschlagen wie weiße, Förderschüler/innen doppelt so oft wie “normale”.

Die Prügel wird meist von Mitgliedern der Schulleitung exerziert, in der Primarstufe (“elementary school”) auch von den Lehrkräften. Im Regelfall erhält man Hiebe auf den Hintern mit dem “Paddle” - ein Paddel aus Holz, gerne durchlöchert (= vor dem Aufprall kann eine höhere Geschwindigkeit und damit ein verbesserter Erziehungseffekt erreicht werden). In manchen Schulbezirken sind die Maße vorgegeben:

[...] students are typically hit on their buttocks with a wooden paddle, approximately 15 inches long, between two and four inches wide, and one-half inch thick, with a six-inch handle at one end. The size of paddles can vary. For instance, one teacher in a Mississippi high school stated that his “principal uses a paddle with a flat head and a thin neck and handle. [...] The South Delta School District, a different Mississippi district, specifies dimensions in its official policy: paddles must be 14-15 inches long, two inches wide, and 1/4-3/8 inches thick. [...]
Sometimes the paddle is modified to improve the paddler’s swing or to inflict greater pain. The paddle might have holes in it, allowing it to move faster and therefore hurt more.

A Violent Education, HRW 2008, S. 14f

Da diese Paddel nicht regulär zu erwerben sind, werden sie von den Lehrer/innen entweder in liebevoller Arbeit selbst angefertigt, oder die Schüler/innen machen das im Technikunterricht; vor der Einweihung unterschreibt die ganze Klasse darauf:

We received multiple reports of students making paddles as a part of their woodworking (“shop”) class. One high school teacher reported, “the kids would make them in shop class and have all their friends sign them.” A former principal noted, “I made my paddles myself [...] Sometimes teachers give their paddles nicknames such as “Dr. Pepper.”

A Violent Education, HRW 2008, S. 18

Die Anzahl der Hiebe hängt von individuellen Regelungen der Schulbezirke (school districts) ab, man will die Schüler/innen ja nicht umbringen. In manchen Bezirken liegt die Höchstgrenze bei zwei, in anderen bei fünf (Klasse 1-6) und sieben (Klasse 7-12) (S.21). Im Mississippi-Delta aber kennt man keine Limits:

A former high school teacher in the Mississippi Delta noted that students might accumulate a number of licks: “Say they had 30 licks, they could choose 10 today, 10 more the next day.”

A Violent Education, HRW 2008, S. 18

Der Lehrer haut schon mal richtig derb drauf; das bestätigen auch im Web kursierende (oft heimlich aufgenommene) Videos des Paddling-Rituals. Sehr oft bleiben von der Bestrafung heftige Blutergüsse oder Striemen:

A middle school student in rural Mississippi was severely bruised when his beatings escalated. He was sent to the office for paddling, and “[w]hen I came back, [the teacher] said I was laughing so she sent me back and I got three more licks…. The principal was like, ‘you’re in here again already?’… He said, ‘Do you realize that every time you come in here I’m going to hit you harder and harder?’” When his mother met him after school, she noticed he was in pain. She found his buttocks were black from bruising. It took more than a week for the bruises to heal, and during this period “he couldn’t sit down.”

A Violent Education, HRW 2008, S. 51, vgl. S. 1

Kommentar

Beim Lesen des Reports muss berücksichtigt werden, dass Human Rights Watch die Öffentlichkeit aufrütteln will und entsprechend harte Beispiele (v.a. aus Texas und Mississippi) anführt. Die schwammigen Häufigkeitsangaben zeigen jedoch deutliche Tendenzen auf (“Many victims of corporal punishment in schools ...”, “Many students report ...”), ähnlich Websites wie corpun.com oder stophitting.com.

Es gibt an diesem Report zwei Aspekte, die verwundern.

Die Härte, mit der zugeschlagen wird.
Im Regelfall ist die Bestrafung gewollt schmerzhaft. Die Funktion der Prügelstrafe ist damit tatsächlich die körperliche Bestrafung eines Minderjährigen durch eine/n Erwachsenen, die in einigen Staaten der USA gesellschaftlich nicht nur geduldet, sondern sogar gewollt ist. Dass gerade LehrerInnen dieses Spiel mitspielen und vorantreiben, ist erstaunlich.
Die Prügelstrafe gehört im Schulsystem einiger Staaten zur Normalität.
Es ist keineswegs so, dass irgendwelche brutalen Lehrkräfte in einem Keller mal einen aufsässigen Schüler verprügeln. Vielmehr hat die Prügelstrafe durch ihre Verankerung in Gesetzen, Verordnungen und Schulalltag eine institutionelle Berechtigung; Anzahl der Schläge und Größe des Paddels sind festgelegt, der Schulleiter zeigt sein Paddel stolz und liebevoll vor - es tritt ein Gewöhnungseffekt sowohl bei Schüler/innen als auch Erziehungspersonen ein:
Some students and teachers have seen or heard paddling so often that they are no longer outwardly affected by the experience. A former Mississippi teacher described how another teacher came into her classroom and paddled a student. The rest of the class’s reaction was “normal. They got quiet and watched. For a select few I know they feared, but most of them laughed.” Another teacher noted, “Once you’ve been in it for a while, I don’t know … you get immune to it happening around you.”

A Violent Education, HRW 2008, S. 28

Körperliche Züchtigung ist nicht nur in moralischer, sondern auch in pädagogischer Hinsicht sehr problematisch, denn sie legt jungen Menschen eine autoritäre, gewalttätige Grundordnung nahe. Auch dass die Lehrer/innen in Texas neuerdings eine - allerdings: verdeckt getragene - Waffe in die Schule mitnehmen dürfen, zeigt, wie sehr Gewalt dort grundsätzlich als Handlungsoption wahrgenommen wird. Die Wirksamkeit steht für viele Pädagogen nicht in Frage:

Some teachers say they just can’t reach a child by talking. They say if they don’t spank, the child feels like he got away with something and the behavior worsens.

corpun.com 03.06.2001: Spare the rod? Not here, most agree

gefunden bei matthiasheil.de, Abteilung ‘Schule’ (22.08.2008)

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Kommentare

50

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  • #1

    Den Amerikanern die Prügelstrafe vorzuhalten ist einfach nur eine Ablenkung vom Versagen des deutschen Bildungssystems.

    Solange die Schule sich nicht verpflichte seine Schüler zu qualifizieren, anstatt sie zu selektieren versagt das System. In Finnland machen 95% der Schüler das Abi und die Finnen haben bei Pisa die besten Ergebnisse.
    Schlechtes Benehmen, schlechte Leistungen und Versagen sagt mehr über das System und seine Lehrer, als über die Schüler.
    Die Schule ist immer noch ein Ort für massenhafte Traumatisierung, die lebenslänglich hochgradig belastet.

    Hier ein Beispiel für wirklich innovative Schulkonzepte:
    https://www.youtube.com/watch?v=RQr6-XVhvlQ

    Freundliche Grüße
    nlp-coach

    schrieb coach am

  • #2

    @Kurt:
    Ich freue mich dass Sie mit Wohlwollen an Ihre eigene Kindheit zurückblicken können, und ich möchte mich als Kind der 1990 auch nicht in fremden Gefilden einmischen. Der heutigen Jugend eine generelle Verrohtheit zu unterstellen ist jedoch eine typische Reaktion der älteren Generation auf die Jungen. Das gibt es bereits mindestens seit Aristoteles. Sind Sie wirklich sicher dass Gewalt ein Neuzeitliches Phänomen ist? Oder ist es möglicherweise ein veränderter Blick auf die Welt?

    Ich denke nicht dass die Gewalt hierzuland von mangelner körperlicher Züchtung von Lehrern rührt. Wie in früheren Kommentaren bereits erwähnt wurde ist die physische Gewalt immer dann ein Mittel, wenn anderere Versuche der Einflussnahme versagen. Ohne dieses letzte Mittel zur Durchsetzung von “Regeln” generell ausschließen zu wollen, sollte man sich dennoch die Frage stellen, wie man dem Gegenüber vermitteln will mit welchem Recht man seine “Regeln” durchsetzt. Denn es ist mE. die Gerechtigkeit bzw. die Ungerechtigkeit einer jeden Gewaltnahme die einen unerbittlichen Widerstand hervorruft oder zur Einsicht führt, weniger die Art der Gewalt.

    Generell halte ich körperliche Gewalt, wie ich sie auch in meiner eigenen Kindheit Zuhause erlebt habe, als wenig konstruktiv. Sie war meist nur Ausdruck der Verzweiflung und Überforderung (nach den Worten meines gelegentlich schlagenden Vaters) und hat vielmehr mein Vertrauen geraubt, dass man als Kind in seine Bezugpersonen legt.

    Ob eine Erziehung glückt oder nicht - ich würde das nicht am Einsatz von körperlicher Gewalt festmachen. Vielmehr an der natürlichen Authorität des Erziehenden, an geistiger Größe und Emphatie. Wer dies nicht hat, für den bleibt nur der Rohrstock.

    schrieb Jugendlicher am

  • #3

    Zu unserer Schulzeit gehörte der Rohrstock auf jeden Lehrertisch - und nicht nur zum Anschauien! Wir Jungs hatten vor ihm Respekt, aber keine wirkliche Angst. Keiner von uns Jungs wünschte ihn weg, weil wir alle wussten, wie dringend wir ihn brauchten. Die Schulordnung von 1923 sah ihn - zu unserem Glück(!) vor. “Geprügelt” wurde allerdings bei uns nie, aber “Haue” bekamen wir sehr oft - in der Schule und zu Hause erst recht. “Prügel” muss verboten sein und bleiben, “Haue mit einem Hilfsmittel” aber ist mindestens für vorpubertäre Jungs durch nichts ersetzbar. Rohrstock oder paddle (USA) ist gleich wirksam und bleibt notwendig, um die heute zu beobachtende Gewalt selbst unter KIndern zu verhindern. So etwas hat es zu unserer Kinder- und Jugendzeit nicht gegeben.

    schrieb (#80) Kurt am

  • #4

    Ich finde zu einer guten gerechten Erziehung gehört auch mal eine ordentliche Tracht Prügel auf den nackten Hintern dazu.

    schrieb heribert am

  • #5

    Kein ernstlicher Befürworter der Prügelstrafe (wie ich es auch bin) ist der Ansicht, dass bei jeder Kleinigkeit sofort der “Rohrstock” tanzen soll. Zuerst steht eine Verwarnung und ein leichtes Strafmittel (Nachsitzen, zusätzliche Hausaufgaben usw). Ist der Schüler(in) uneinsichtigt und nicht willens, sein Verhalten zu ändern, darf natürlich - von schweren Ausnahmefällen abgesehen - nicht sofort die körperliche Bestrafung erfolgen - sonders erst die Ankündigung und als ultimo ratio der Verzug. Bei Gewalt gegen Lehrern und Mitschülern (besonders gegen jüngere Altersklassen) wäre es allerdings lächerlich, erst mal mit einer Verwarnung oder Androhung zu kommen, nein, in solchen Fällen muß sofort gehandelt werden.

    schrieb Hansi am

  • #6

    @nlp-coach

    Können Sie ihre infame Unterstellung, die Lehrerschaft würde sich zur Hälfte während ihres gesamten Beruflebens nicht fortbilden, irgendwie beweisen? Oder ist dies mal wieder einer dieser üblichen unglaublich qualifizierten Beiträge…

    Aber vielleicht denken Sie da ja an ihre pseudowissenschaftliche neurolinguistische Programmierung. Und dann kann ich nur hoffen, dass nicht nur eine Hälfte unseres Berufsstandes noch nie bei Ihnen gewesen ist… sondern selbstverständlich auch die andere…

    Lassen Sie ihre versteckte Werbung sein!


    By the way…
    Ich kenne keine Kollegen, die beleidigen, rumschreien und weglaufen. Und ich habe an einer Schule mit besonderem sozialen Anforderungsniveau unterrichtet. Leider kann ich nicht behaupten, dass ich dort nicht SuS kennengelernt hätte, die genau dieses getan haben. Obwohl… Beleidigen, Rumschreien und Weglaufen gehörte eigentlich noch zu den harmlosesten Vorkommnissen…

    Was halten Sie von Spucken, Schlagen, **** zeigen, mit Waffen drohen etc. Glauben Sie hier greifen noch ansonsten bewährte pädagogische Maßnahmen? Was würden Sie tun, wenn ein Schüler ihnen mit einem Messer gegenüber steht und Ihnen deutlich macht dies einsetzen zu wollen…
    Mit den Worten eines befreundeten Amerikaners: Take him down as fast as you can!

    Und wenn jetzt jemand andere Mittel (durchaus berechtigt) vorschlagen möchte… Was wäre, wenn es ihr Kind ist, dass in einer solchen Situation bedroht würde… Wünschen sie einen “einsatzfreudigen” Lehrer oder einen Beschwichtigenden samt totem Kind. (Beide Fälle erlebt…)

    Sicherlich entspricht diese von mir geschilderte Situation nicht den harmlosen Beispielen (an Schülerverhalten) des Artikels mit ihren auch m. E. übertriebenen Reaktionen der Lehrenden. Aber es gibt Situationen in denen auch physische Gewalt genutzt werden muss. Teilweise auch um Schüler vor sich selbst zu schützen. Zum Glück sind diese noch einigermaßen selten.

    Von der alltäglichen psychischen Gewalt, der Kinder und Jugendliche nebenbei auch in selbstbewusst antiautoritären Elternhäusern oder u.U. bei ***-Coaching ausgesetzt sind, möchte ich gar nicht erst anfangen.
    Dies hinterlässt tw. tiefere Narben als jeder Hieb.

    Mit diesen wieder weit abschweifenden Worten
    Gruß der Teebeutel Rainman

    schrieb Rainman am

  • #7

    Ich denke man muß genauer hinsehen. Scheinbar geht man hier davon aus, dass beim kleinsten Vergehen sofort mit aller Gewalt losgeschlagen wird. Man darf einerseits nicht vergessen, dass die Regeln und auch die Folgen bei Regelverstössen bekannt sind. Andererseits wird man als Schüler (Jugendlicher etc.) natürlich versuchen Regeln trotzdem zu umgehen - wer hat das in seinem Leben noch nicht getan?
    Ich denke das es schon zuerst Verwarnungen gibt, bevor die Paddle hervorgeholt werden (um sie auch einzusetzen). Das die Paddle gerne schon einmal so gezeigt werden, oder sichtbar hingelegt oder aufgehangen werden, ist aus meiner Sicht eine eindeutige Erinnerung an die Einhaltung der Regeln.
    Ich selbst bin kein Befürworter von “schlagenden Argumenten”, aber die Kehrseite der antiautoritären Erziehung ist in einigen deutschen Schulen leider schon so weit, dass Lehrkräfte, unter Ausnutzung des Wissens, dass sie nicht mit körperlicher Durchsetzungn drohen dürfen, drangsaliert und teilweise selbst mit Gewaltandrohungen leben müssen. Wie “redet” man mit Menschen, die sich partout an keine Regeln halten wollen, weil sie um keine großartigen Konsequenzen fürchten müssen?
    Um das Feld noch zu erweitern: Wie redet man mit Einbrechern, Räubern oder sonstigen Gewalttätern, um sie von ihrem Vorhaben abzuhalten? Welche Maßnahmen kann man ergreifen um deutlich zu machen “Du überschreitest eine Regel”, wenn das Gegenüber sich genau dessen bewusst ist?
    Ich selbst bin von meinen Eltern so gut wie nie mit einem “Klaps” oder einer Ohrfeige versehen worden, obwohl meine Eltern dies noch sehr gut kannten - damals durften Lehrer das hier in DE auch noch. Sie haben immer gesagt, dass es nicht geschadet hat. Und ich bin mir sicher, dass dem ein oder anderen Aufsässigen in der Schule damit deutlich schneller klar würde, wie weit er es treiben darf.

    schrieb GK am

  • #8

    Erschütterter Leser - ich kann ihre Reaktion gut verstehen! Wenn es Strafen für nichts gibt, dann herrscht Willkür.
    Natürlich sollte es keine Prügelstrafe geben! Mir geht es darum, das Schüler respekrvoll und achtsam behandelt werden. LehrerIn die beleidigen, rumschreien und weglaufen sind das Problem. Zuviele LehrerIn sind einer Klasse und dem Lehrberuf nicht gewachsen. Die Hälfte der Lehrer schafft es ,sich während ihrer ganzen Berufstätigkeit kein mal fortzubilden.

    schrieb nlp-coach am

  • #9

    ich wollte nur kurz einwerfen, auch wenn es sehr verspätet ist, dass man nicht die gesamte Jugend als frech und undiszipliniert einschätzen kann! und selbst wenn ein Fehlverhalten vorliegt ist physische Gewalt das Letzte was man verwenden sollte, um die jeweiligen Schüler zur Vernunft zu bringen! Es ist widerlich. Wer denkt, dass eine Prügelstrafe für ein paar mal zu spät kommen oder kurze Kommentare im Unterricht adäquat ist, ist meiner Meinung nach unmoralisch und unmenschlich! Gewalt ist in keinster Weise eine Lösung. Einige Kommentare wirken doch schon eher erschreckend!

    schrieb erschütterter leser am

  • #10

    Uns hat es nicht geschadet, wenn wir im Internat zur strengen Direktorin einbestellt wurxden. Ganz im Gegenteil

    schrieb Helmut am

  • #11

    Ich absolviere als Austauschlehrerin ein Praktikum in Bolivien. Wir unterrichten an einem vornehmen Internat. Die jungen Damen und Herren kommen oft als verwöhnte Früchtchen hierher. Die Eltern sind uns dankbar,wenn ind der Disziplin vieles nachgeholt wird, auch mit Hilfe einer Lederpeitsche. Siewird ausschließlich von der Direktorin bzw. ihrem jungen Stellvertreter eingesetzt.

    schrieb Annalena am

  • #12

    Wie sah denn das Ritual aus?

    schrieb Irina am

  • #13

    Ich absolvierte in einem Südstaat eine Au-Pair-Aufenthalt bei einer fundamental christlichen Familie. Es herrschte eine wunderbare Disziplin und eine auffällige gegenseitige Rücksichtnahme. Des Rätsels Lösung: Am Freitagnachmittag wurde gebeichtet, gebetet , sündige Kinder (vier beiderlei Geschechts, zwischen 10 und 16 Jahren) legten sich über einen Strafhocker. Das geschah ganz ruhig und nach einen Ritual. Und dann sauste das breite Strafholz, paddel genannt, über die Gesäße. Anfangs war ich entsetzt, doch bald erkannte ich die Wirksamkeit dieser Erziehungsmethode.

    schrieb Irina am

  • #14

    Ich habe von 1992 bis 1996 mit meinen Eltern (Vater=Amerikaner, Mutter = Deutsche) in den Südstaaten gelebt, zur Zeit studiere ich in Deutschland. Unsere damalige Clique bestand aus reinen Rowdies, ich und habe in den ganzen Jahren das Paddel (und andere Peitschen) häufig auf meinen “nackten” gespürt, ebenso wie meine Kumpels, so gar noch mit 16. Aber jeder Schlag war vollkommen gerechtfertigt und hat uns allen gut getan und anständige junge Männer aus uns gemacht. Wenn ich mir die “frechen” kids hierzulande angucke, kann ich nur feststellen, daß diesen meine - und deren meiner damaligen Clique - fehlt, denn allein durch Worte wird niemand “brav”.

    schrieb Mark am

  • #15

    Wer sich das Benehmen von Schüler(innen) in öffentlichen Verkehrsmittel ansieht, dem ist klar, daß nur die Prügelstrafe für Ordnung sorgen kann.

    schrieb Wilhelm am

  • #16

    Im Gegensatz zu Ihnen Herr M. zeige ich mich und stehe damit öffentlich zu meiner Meinung.

    Als Elternsprecherin an der Schule meiner Tochter weiss ich auch von was ich spreche.

    Getroffene Hunde bellen.

    schrieb coaching verband am

  • #17

    @coaching verband:
    Haben Sie auch Beweise für Ihre Behauptungen oder phantasieren Sie sich nur etwas zusammen?

    Und was soll die Werbe-Verlinkung auf einen NLP-Coaching-Verband über Ihren Namen? Haben Sie kommerzielle Interessen in diesem Bereich?

    schrieb Mister M. am

  • #18

    In Deutschland wird auch noch öfters geschlagen. Oder die Schüler werden mit Objekten, wie Schlüsselbund beworfen.

    Das Mass an Beleidigungen, das deutsche Schüler abbekommen ist unübertroffen.
    Psychoterror ist dann eine deutsche Disziplinierungsvariante.

    schrieb coaching verband am

  • #19

    Ich selbst war im US-Süden Austauschschüler und habe die Strafe für dreimaliges Zuspätkommen innerhalb von 6 Wochen erhalten. Ich konnte wählen: drei Schläge oder am Samstagmorgen nachsitzen. Ich entschied mich für die unmittelbare Strafe, die zwar weh tat, aber zugleich zur Folge hatte, dass ich nie wieder zu spät gekommen bin. Ich bin kein Gewaltfreund und halte solche Strafen für solche “Vergehen” für übertrieben, aber “Pepe” hat recht - es gibt Schüler (egal ob in den USA oder hier), die keine andere Sprache verstehen.

    schrieb Ex-Austauschschüler am

  • #20

    Eine Bestrafung mit dem Rohrstock mit Gewalt gleichzusetzen betrachte ich als Unverschämtheit. Zu Zeiten unserer Großeltern lag auch hierzulande in jedem Klassenzimmer nicht nur ein Rohrstock bereit, sondern er wurde bei Notwendigkeit auch eingesetzt, und zwar mit Erfolg. Wohin die Weichheit der heutigen Elterngeneration hinführt, können wir doch tagtäglich der Presse entnehmen. Auch unsere persönlichen Erfahrungen im Alltag zeugen doch davon, daß die kids heutzutage keinen Respekt und kein gutes Benehmen mehr kennen.

    schrieb Martina am

  • #21

    An Kurt:

    Ob man Rohrstock oder Klopfpeitsche (was ist das überhaupt?) auch als Arbeitsmittel absetzen kann?

    schrieb Interessierter Leser am

  • #22

    Es ist ja verständlich, wenn Schüler sich gegen eine Erziehung mit dem Rohrstock aussprechen. Verwunderlich ist jedoch die Haltung von Elternpaaren und Lehrern, die dagegen Sturm laufen.
    Wir wissen doch alle, wie verrohrt die Kinder und Jugendlichen heutzutage sind, weil sie keine Grenzen kennen und keine Grenzen aufgezeigt bekommen. Ordnung und anständiges Benehmen wird in den Schulen und den Elternhäusern erst dann wiedereinkehren, wenn wir von Bestrafungen mit dem Rohrstock nicht zurückschrecken. Es geht nicht um Mißhandlungen, sondern um eine liebevolle Erziehung unter Anwendung des Rohrstockes oder einer Klopfpeitsche.

    schrieb Kurt am

  • #23

    Zum Leser Nakaten kann ich nur sagen: eigene Erlebnisse oder von Ihren Kindern sind wahrscheinlich in Ihrem Leben nicht zu zählen, nicht wahr? Sonst könnte man nicht so einfach Gewalt in der Erziehung oder in der Gesellschaft befürworten. Meine Tochter wurde vor kurzem mit der Prügelstrafe in USA konfrontiert und die Gefühle von ihr und von mir als Mutter waren Machtlosigkeit, ungerecht invadiert und gedemütigt zu sein, Wut und Traurigkeit. Ich habe niemals meine Kinder geschlagen, ich wurde dagegen von meiner Mutter schwer geschlagen, nur “weil ich rebell” war. Ergebniss: ich emigrierte mit 20 aus meinem Land, so weit weg wir möglich von diesen Eltern. Ich lebte damals in einem gewaltsamen, diktatorischen System, das viele zerstörten Menschen hinterliess. Kinder oder Menschen mit Gewalt “formieren” zu wollen ist krankhaft und nicht natürlich.

    schrieb MonikaT am

  • #24

    @ NLP Coach

    Da ich Ihnen nach Ihrem letzten Beitrag nicht mehr glaube, diese Diskussion ernsthaft führen zu wollen, klinke ich mich jetzt hier aus.

    schrieb Audiofilmkritik am

  • #25

    @Audiofilmkritik

    Körperliche Gewalt ist doch nicht schlimm. Viele suchen sie. Klitschko hat sein Bedürfniss danach zum Beruf gemacht.
    Andere waren in Brokdorf dabei, um sich mit der Staatsgewalt zu prügeln. Es ist die Bedeutung, die sie der Gewalt und dem Gewalterleben geben, die dann wirkt.

    Manche Lehrer gehen zur Prostituierten, die sich als Schulmädchen verkleidet, um sich von ihr verprügeln zu lassen. Dafür bezahlen sie dann Geld.

    schrieb NLP Coach am

  • #26

    @ NLP Coach:
    “Dafür gab es Schläge. Ehrlich gesagt, mir hat sie nicht wehgetan.
    In meinen Zeugnissen, die bekommt man dort monatlich, stand dann aber nicht, das ich den Unterricht störe, sondern das ich mich für andere Schüler einsetze und ein starken Gerechtigkeitssinn habe und auch eine positive Führungspersönlichkeit sei. Soetwas Positives habe ich in keinen meiner deutschen Zeugnisse gelesen.”

    -Wollen Sie damit andeuten, dass es besser ist, Fehlverhalten “an Ort und Stelle” zu bestrafen, dafür aber die Zeugnisse inhaltlich zu Gunsten des Positiven zu gewichten, damit der Schüler keine Steine in den Weg gelegt bekommt? Ich persönlich habe keine Studien vor Augen, die darlegen, ob nun körperliche Gewalt oder Mangel an Lob und Anerkennung sich negativer auf Menschen in der Entwicklungsphase auswirken. Trotzdem, und wir drehen uns im Kreis, trotzdem relativiert etwas, was Sie besser finden (Erwähnung positiver Charaktereigenschaften) in keinem Falle Schläge als “pädagogische” Maßnahme.


    “Das geht dem deutschen System völlig ab. Wie man ihren Beiträgen merkt.”

    -Erklären Sie mir bitte, in wie fern meine Einträge darauf schließen lassen, dass in meiner Schulzeit nicht sowohl auf meine negativen, als auch meine positiven Seiten eingegangen worden sein soll (ob das so war, sei einmal dahingestellt). Form und Inhalt? Sie haben also den Unterricht gestört, um sich für andere Schüler einzusetzen?

    schrieb Audiofilmkritik.de am

  • #27

    @Audiofilmkritik

    Sie enttäuschen mich nicht - ich bin das gewohnt.

    Es ist doch ein deutsches Forum für deutsche Lehrer und es geht um Hilfen bei Verbessern des Unterrichts in Deutschland oder?
    Oder geht es darum hier das amerikanische Schulsystem zu reformieren?

    An der Schule meiner Tochter ist gerade wieder eine Lehrerin beim Schulamt kritisiert worden, weil sie regelmäßig Schüler schlägt. Naja, ist eine gestandene Pädagogin mit 30 Berufsjahren.
    Und die bleibt auch bis zur Rente.

    Nochmal, besonders Stolz darauf zu sein die Schüler, die man unterrichtet offiziell nicht mehr zu schlagen, das nennen sie vermutlich eine pädagogische Höchstleistung.

    Noch einmal etwas persönliches: Auch in den USA wurde ich in der Schule geschlagen. Eher diszipliniert. Beispielsweise, wenn ich mehrmals einfach dazwischen redete und den Unterricht unterbrach, ohne mich zu melden, wie es die Regel erwartete. Dafür gab es Schläge. Ehrlich gesagt, mir hat sie nicht wehgetan.
    In meinen Zeugnissen, die bekommt man dort monatlich, stand dann aber nicht, das ich den Unterricht störe, sondern das ich mich für andere Schüler einsetze und ein starken Gerechtigkeitssinn habe und auch eine positive Führungspersönlichkeit sei. Soetwas Positives habe ich in keinen meiner deutschen Zeugnisse gelesen.

    Die Lehrer in den USA reagierten auf beides, die Form (Störung) und den Inhalt (Einsetzen für andere Schüler, Fairness).
    Das geht dem deutschen System völlig ab. Wie man ihren Beiträgen merkt.

    Und noch einmal ich verabscheue physische Gewalt! Ich finde es furchtbar, wenn Lehrer oder Polizisten Menschen prügeln. Oder Soldaten Menschen gar töten.

    schrieb NLP Coach am

  • #28

    Ich muss Sie enttäuschen, ein Forum, das zum Inhalt hat, dass in 21 Staaten Amerikas die Prügelstrafe praktiziert wird, hat meistens tatsächlich die Kritik an eben diesem System zum Inhalt (es sei den, man empfindet diese Erziehungsmaßnahme als sinnvoll). Aber vielleicht ist ja der Webmaster für eine Anregung in Sachen “Kritik am deutschen Bildungssystem” dankbar - unter dem Artikel wären Ihre Kommentare auch besser aufgehoben als hier…
    Übrigens: Dem Bibelzitat nach dürfte man überhaupt nichts mehr kritisieren - das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein. Nur weil es hier Probleme gibt, hindert mich das nicht daran, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

    schrieb Audiofilmkritik am

  • #29

    Ich habe oben schon mal was geschrieben, als es noch ums Thema ging. Jetzt schreibe ich dasselbe, aber diesmal gleich richtig:

    Für mich haben die Prügelstrafe und elitäres Aussondern eines gemeinsam: Sie sind mir menschlich zuwider, und außerdem sind sie ineffektiv. Sie sind nicht geeignet, unsere Kinder besser zu machen, noch unsere Welt. Sie sind Trugschlüsse, an die die Erzieher fest geglaubt haben, solange sie es nicht besser wussten.

    Ob das bei jedem ethischen Problem so ist, weiß ich nicht. Aber hier ist das ethische das korrekte Verhalten.

    schrieb RG am

  • #30

    @Audiofilmkritik

    Ich wusste nicht, dass dieses Forum ein Pranger für ausländische Bildungssysteme sein soll.

    Das Leid ausländischer Schüler mag gr0ß sein, besonders in Afrika oder Russland.
    Das immense Leid deutscher Schüler sollte seinen Platz hier bekommen, darum geht es mir.

    Und: Wer ohne Schuld, der werfe den ersten Stein.

    schrieb webdesign am

  • #31

    @ webdesign
    “Geprügelt wurde ich in unserem deutschen Schulsystem.”

    Sie scheinen immer noch davon auszugehen, dass es in diesem Forum davon geht, nachzuweisen, dass das deutsche System dem amerikanischen überlegen ist, wie mir scheint. Lesen Sie alles nochmal durch, und Sie werden sehen, dass die meisten Leute hier schlicht schockiert sind, dass es in vielen US-Staaten gesetzlich möglich ist, die Schüler körperlich zu züchtigen. Ich bin sicher, Sie haben eine ganz hervorragende Ausbildung, und sind eine rundum hervorragende Persönlichkeit, aber das macht es noch keinen Deut besser, dass man in Texas legal prügeln darf. Oder finden Sie gar am Ende, dass “ein paar hinter die Ohren noch keinem geschadet haben”?

    schrieb Audiofilmkritik am

  • #32

    @Audiofilmkritik

    Geprügelt wurde ich in unserem deutschen Schulsystem. Meinen Freunden wurden mit Schlüsselbunden die Nase zerschmetter, weil er bei unseren Physiklehrer mit einschlafen provoziert hatte. Er konnte nicht mit offnen Augen schalfen, wie die meisten andern.

    ....Es gibt für Sie keinen Grund, so schwere Geschütze aufzufahren, niemand will Ihnen hier unterstellen, dümmer oder schlechter gebildet zu sein und mit Ihrer herablassenden Art und Ihrem agressiven Auftreten gelingt es Ihnen sicherlich nicht .... mich davon zu überzeugen, das sie was davon verstehen, um was es hier geht. Denken sie mal über ihre Projektionen nach!

    schrieb webdesign am

  • #33

    @ Webdesign:
    Ich habe tatsächlich mit meinem Comment nicht vorgehabt, eine differenzierte Problemaufnahme des deutschen Bildungssystems durchzuführen, das wäre hier auch am falschen Ort, schließlich ist das Thema hier eine problematische Vorstellung von sinnvollen Disziplinarmaßnahmen in 21 Bundesstaaten der USA.  Allerdings finde ich es legitim, sich über die Prügelstrafe aufzuregen, obwohl das eigene Land nicht perfekt ist. Es gibt für Sie keinen Grund, so schwere Geschütze aufzufahren, niemand will Ihnen hier unterstellen, dümmer oder schlechter gebildet zu sein, weil sie ihre Ausbildung in den USA gemacht haben, aber mit Ihrer herablassenden Art und Ihrem agressiven Auftreten gelingt es Ihnen sicherlich nicht, den hiesigen Ruf des amerikanischen Bildungssystems zu verbessern…

    schrieb Audiofilmkritik am

  • #34

    @Audiofilmkritik

    Vielleicht liegt es am hiesigen Bildungssyste, das sie nicht verstehen?

    Worum es mir geht: Man sollte erst mal vor der eigenen Tür kehren, bevor man sich über den Staub anderer aufregt.

    Die Integrationskraft und Wertschätzung durch amerikanische Lehrer ist wesentlich weiter entwickelt. Die sind natürlich auch keine Beamte, die sich den Luxus leisten können, das Schulversagen den Schülern anzudichten.

    schrieb webdesign am

  • #35

    Hallo,

    in der Tat finde ich die Vermischung von Finnland und D und den USA nicht sehr hilfreich.

    Dass Schüler in den USA ein höheres Selbstwertgefühl haben können, weil dort die Anforderungen im Vergleich zu einem deutschen Gymnasium niedriger sind dürfte klar sein.
    Würde man in den USA zwei Fremdsprachen verpflichtend für einen High school Abschluss machen und statt dessen keine Credits mehr für Neigungskurse wie Golf, Technik (Rasenmäher reparieren) usw. vergeben, dann sähe es dort auch nicht mehr so rosig aus.

    Außerdem wissen wir alle, wie in den USAmit viel Showeffekten auch jede noch so durchschnittliche Leistung einen Goldkranz bekommt. Schüler der Woche, des Monats usw. - jeder wird irgendwann auf das Tablett gehoben.

    schrieb Michael Schmidt am

  • #36

    @ Webdesign:

    Das geht etwas am Thema vorbei, oder? Ob das Schulsystem hier oder in den Staaten besser ist, hat erstmal wenig mit der Prügelstrafe zu tun, oder wollen Sie sagen, dass die Züchtigung maßgeblich daran beteiligt ist, dass den Schülern ihr Selbstwert (im Gegensatz zu denen im bösen Deutschland) erhalten bleibt? Mit Ihrem Beitrag haben Sie mir leider, obgleich angekündigt, nichts erklären können, die Begründung, dass es in den Staaten besser sein soll, weil in Finnland die Absolventenquote höher als in Deutschland ist, finde ich kurios…

    schrieb Audiofilmkritik am

  • #37

    Ich erkläre es Ihnen.

    In Finnland machen 75% der Schüler das Abitur. In D nur 25%.
    Da eine durchschnittliche Intelligenz reicht, um Abi zu machen ist doch die Frage, wie die Pädagogen es hinbekommen, ihre Schüler so zu demotivieren und ihre Talent so brach liegen zu lassen, das es ihnen nicht möglich ist, den Anforderungen zu genügen.

    Gott sei Dank gibt es Ausnahmeschulen.

    Deutschland braucht mehr Studenten, es braucht Akademiker, wenn es kein Drittweltland werden soll.

    Ich war in den USA auf der Schule - Texas und Californien. Der Selbstwert wird einem nicht dort, sondern hier auf den Schulen geraubt.

    schrieb webdesign am

  • #38

    Es ist widerlich, widerlich und ekelhaft. Und das Schlimmste ist, dass wir mit gebundenen Händen dastehen, und die Leute da drüben gewähren lassen müssen…

    schrieb Audiofilmkritik am

  • #39

    @webdesign

    Was hat man Ihnen denn angetan, dass Sie derartige Kommentare verfassen?

    Und erklären Sie uns mal, warum die Pädagogen dafür verantwortlich sein sollen, wenn “nur” 25 % in D das Abitur schaffen.

    Außerdem werden die Abiturientenzahlen derzeit doch poltisch nach oben gepuscht. D braucht mehr Abiturienten? Gut, dann senken wir die Anforderungen. In BaWü werden dafür schwierige Fächer rausgemnommen bzw. Wege eröffnet, um auch ohne zwei Fremdsprachen ein Abitur zu bekommen.

    schrieb Michael Schmidt am

  • #40

    Die Aufregung ist doch Ablenkung. Das Märtyrium an deutschen Schulen ist doch schlimmer. Der Psychoterror ist doch zerstörerischer als manche Ohrfeige. Selektion und Ausgrenzung ist das Ziel.
    25% schaffen in .de das Abitur. Ein Armutszeugnis für die Pädagogen und die Institutionen. Soviel Versagen kann sich kein Unternehmen leisten.

    schrieb webdesign am

  • #41

    Danke für diesen Artikel. Im Unterricht habe ich ihn in Bezug setzen können zum Kapitel “Der Prügler” aus Kafkas “Proceß”. http://www.kafka.org/index.php?pruegler

    schrieb Db am

  • #42

    Ach, und ich hab noch eines vergessen: Vorbildfunktion des Führenden. Wahrscheinlich der wichtigste Faktor. Da versagt die Prügelstrafe ja dann total.

    Übrigens gibt es nicht wenige, die Ohrfeigen deswegen für gerechtfertigt halten, weil sie angeblich “wirken”. Lies mal die Kommentare weiter oben. An die habe ich in meiner ersten Reaktion gedacht.

    schrieb Rene am

  • #43

    Du hast Recht. So kann man das nicht stehen lassen. Ich wollte noch anfügen, und hatte das auch schon geschrieben, dass ich Ohrfeigen widerlich finde, wie alle Form von Gewalt. Habe ich wieder gestrichen, um mein Argument zu straffen.

    Und die anderen Methoden: positive Verstärkung.

    Sorry für den nachlässigen Beitrag, den du zu recht kritisierst.

    schrieb Rene am

  • #44

    Also wenn Ohrfeigen effektiv wären - was auch immer das heissen mag - dann war das in ordnung? - das darf doch nicht wahr sein!
    und ohrfeigen unter eine methode der menschenführung zu subsumieren, wenn auch als eine nicht so effektive als ...??? ist der hammer.
    und der übelgelaunte leser fragt sich nun, was sind das für “wesentlich effektivere methoden”?

    schrieb es-ist-zum.kotzen am

  • #45

    Die unvorstellbare und allgegenwärtige Gewalt, die durch die gesamte Geschichte hindurch unter den Menschen üblich war, würden wir heute gar nicht mehr aushalten. Das ist zunächst einmal kein Vergleich, mit der Gewalt, über die wir hier reden.

    Mein Argument gegen Ohrfeigen ist einfach, dass sie nicht effektiv sind, auch wenn die Befürworter das gerne behaupten. Sie lösen keine Probleme und sie führen auch nicht zum gewünschten, einsichtigen Verhalten. Es gibt wesentlich effektivere Methoden der Menschenführung.

    schrieb Rene am

  • #46

    Wer nicht hören will muss fühlen, ob dies per Prügel sinnvoll ist ist fraglich..

    schrieb NLP Coach am

  • #47

    Manchmal ist das angebracht, es darf nur nicht brutal werden und dem Sadismus des Lehrers dienen.Aber einige Schüler a la Rütli-Schuli Berlin verstehen im Extremfall keine andere Sprache.

    schrieb Pepe am

  • #48

    hallo gernot

    deine überlegung, “es (muss) ... gewalt geben, sonst wäre eine gewaltenteilung unnötig” ist logisch nicht nachvollziehbar und stellt die dinge, historisch betrachtet, auf den kopf.
    es ist doch wohl so: weil verschiedenste subjekte (und organsiationen) gewalt ausüben und dies in zukunft weiter tun wollen, hat die aufgeklärte und aufmüpfige bourgoisie u.a. das regelwerk der gewaltenteilung eingerichtet.

    das zu diskutierende problem sollte doch die gewalt in jeglicher form und ihre prinzipielle ablehnung sein. macht man sich die verwerflichkeit der gewalt, insb. gegen abhängige, schwächere, religiöse minderheiten u.v.m. klar, dann ist man doch herausgefordert, nach anderen formen der konfliktlösung zu suchen oder nicht?
    mfg

    schrieb Es-ist-zum-Kotzen am

  • #49

    Ohne jetzt für die Prügelstrafe zu sprechen, finde ich die sehr vereinfachende Unterscheidung zwischen Reden (= keine Gewalt ) und Prügelstrafe (= Gewalt) sehr bedenklich. Jenseits von körperlicher Züchtigung gibt es ein großes Feld von Gewaltanwendung! Im Übrigen muss es sogar Gewalt geben, sonst wäre eine “Gewaltenteilung” unnötig. Der Staat und Autoritäten müssen Gewalt ausüben, sonst wären Ordnungen und Strukturen nicht durchsetzbar. Auch der flache Slogan “Gewalt ist keine Lösung”, der landauf landab regelgrecht grassiert ist in höchstem Maße bedenklich.

    Was üben denn die Ordnungsmächte (Polizei ... ) aus?

    schrieb Gernot Nakaten am

  • #50

    Nur noch 13 US-Staaten, an denen die Prüelstrafe zur Normalität gehört? Reicht das aus, um allen sadistischen Lehrern ein genügend grosses Betätigungsfeld zu überlassen?
    Leider gibt der Bericht nur die Anzahl der geschlagenen Schüler wider.
    Wieviele Lehrer haben sich da wohl abrackern müssen?

    schrieb es-ist-zum-kotzen am

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