Ritalin bei ADS/ADHS

Rein statistisch sitzen in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder, die den Wirkstoff Methylphenidat (z.B. im Medikament Ritalin, Medikinet, Concerta ...) bekommen, weil sie auf ADS oder ADHS diagnostiziert wurden. Die allermeisten Diagnosen sind Fehldiagnosen, die Pharmaindustrie freut sich und macht ein Milliardengeschäft.

Ritalin bei ADS/ADHS Beiträge

INCB-Report 2014

Ritalin & Co: Weltweiter Verbrauch steigt und steigt

Der weltweite Verbrauch von Methylphenidat (Wirkstoff von Ritalin, Medikinet, Concerta usw.) ist von 2012 auf 2013 um rund 66 Prozent gestiegen; Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten pro-Kopf-Verbrauch. Häufig wird inzwischen auch an Zweijährige verschrieben. Der internationale Suchtstoffkontrollrat fordert von den Regierungen eine strengere Kontrolle.

Ritalin-10-Verpackung mit Steigungsraten-Pfeil
Bild: Editor182/Wikimedia Commons (Montage) [CC0 (Public Domain)]

Ritalin & Co

Methylphenidat - Verbrauch in Deutschland 1993-2013

Der Ritalin-Goldrausch hat seinen Höhepunkt erreicht. Die explosionsartige Zunahme des Verbrauchs von Methylphenidat (Wirkstoff u.a. von Ritalin, Medikinet ...) konnte seit 2010 etwas eingedämmt werden, 2013 wurde erstmals ein Rückgang des Methylphenidat-Verbrauchs festgestellt. Dennoch werden in Deutschland jährlich mehr als 1.800 Kilogramm Methylphenidat verbraucht, das entspricht bei normaler Dosierung rund 60 Millionen Tagesdosen.

Diagramm mit Pillen collagiert: Methylphenidatkonsum in Deutschland
Bild: Pixabay [CC0 (Public Domain)]
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Hamsterkäufe von Methylphenidat

Engpass: Das Ritalin wird knapp

In den USA wurde in den letzten Monaten (Beginn des Jahres 2011) zu wenig Methylphenidat (Wirkstoff für ADHS-Medikamente wie Ritalin, Concerta usw.) hergestellt, da die Arzneimittelzulassungsbehörde FDA den Bedarf falsch eingeschätzt hatte. Novartis, der Ritalin-Hersteller, hat angekündigt, in den USA auszuhelfen. Die Engpässe versetzen Patient/innen dennoch in Panik, viele klappern verzweifelt die Apotheken nach dem Medikament ab. Auch in deutschen Foren macht sich Nervosität breit. Man könnte denken, es handelt sich um eine Droge.

Ausgetrockneter Boden
Bild: flickr-User aloshbennett [CC by]

Neuro-Enhancement

Im Trend: Hirndoping mit Espresso, Red Bull und Ritalin

Mit Energy-Drinks wie Red Bull puschen sich Schüler/innen bei Klassenarbeiten, wer Glück hat, bekommt das wesentlich effektivere Ritalin. Die Lehrer/innen halten sich beim Korrigieren mit Kaffee wach. Und die Eltern trinken erst mal einen Schnaps, um die Fünf zu verdauen. Die Bereitschaft zum Hirndoping nimmt quer durch alle Gesellschaftsschichten zu und kultiviert dabei eine sehr fragwürdige Zielvorstellung: Erfolg ohne Leistung.

Pillen
Bild: pixabay [CC0 (Public Domain)]

Behandlung von ADHS

Niederländische Studie: 2 von 3 ADHS-Kindern durch Diät symptomfrei

Niederländische Forscher/innen haben Kinder mit ADHS einer "Eliminationsdiät" unterzogen. Bei 64% der Kinder verschwanden durch die Diät die ADHS-Symptome vollständig; ADHS wäre damit in vielen Fällen als Nahrungsmittelunverträglichkeit einzustufen. Allerdings sind bei jedem Kind andere Lebensmittel für die ADHS-Symptomatik verantwortlich - welche das jeweils sind, lässt sich nicht so einfach herausfinden.

Obst und Waage als Metapher für ADHS-Diät
Bild: pixabay [CC0 (Public Domain)]

Dämpfer für die Pharmaindustrie

Ritalin-Verschreibung soll »zum Schutz von Kindern« eingeschränkt werden

Immer mehr Kinder mit der (oft: falschen) Diagnose »ADS«/»ADHS« erhalten den äußerst umstrittenen Wirkstoff Methylphenidat (z.B. Ritalin) - man spricht bereits von einer »Modediagnose«. Um diese Entwicklung zu stoppen, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, dass die Verschreibung solcher Medikamente »aufgrund des Risikopotentials dieser Arzneimitteltherapie« eingeschränkt werden soll. Der Beschluss muss noch von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler genehmigt werden.

Ritalin-Tablette 10mg, Vorder- und Rückseite
Bild: justice.gov

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