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Professor im Dienste der Pharmaindustrie

Studie: ADS/ADHS-Kinder sind mit Ritalin leistungsfähiger 27.04.2009, 11:51

Eine aktuelle US-amerikanische Studie kommt zu der Erkenntnis, dass Kinder in der Schule besser sind, wenn sie Medikamente (wie z.B. Ritalin) bekommen. Dass eine medikamentöse Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen in den wenigsten Fällen sinnvoll ist, wird nicht diskutiert.

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  • (geändert: )

Die am 27.04.2009 veröffentlichte Studie der Universität Kalifornien unter Leitung von Prof. Richard M. Scheffler kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder mit ADS/ADHS unter dem Einfluss von Medikamenten in der Schule leistungsfähiger sind. Gemeint sind damit Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat; in Deutschland kennt man sie unter den Namen Ritalin, Medikinet Retard oder Equasym retard.

Es wurden Grundschüler/innen untersucht, die ADS/ADHS-Symptomatik zeigten. Ein Teil bekam Medikamente (Experimentalgruppe), ein Teil nicht (Kontrollgruppe). Die Experimentalgruppe schnitt bei der schulischen Leistungsüberprüfung signifikant besser ab als die Kontrollgruppe (wobei die Leistungen immer noch schlechter waren als bei Kindern ohne ADS/ADHS).

“Wir behaupten nicht, dass Medikamente die Lösung sind”, sagt der Untersuchungsleiter Richard Scheffler von der Universität von Kalifornien. „Aber unsere Untersuchung zeigt, dass ADS/ADHS-Kinder, die Medikamente bekommen, in Lesen und Mathenatik besser sind als diejenigen [ADS-]Kinder, die keine Medikamente bekommen.“

nu.nl 27.04.2009: ADHD-kinderen presteren beter met medicijnen, Übersetzung Lehrerfreund

Diese Erkenntnis ist genau so banal wie die Feststellung, dass man mit dem Auto schneller bei der Arbeit ist als ohne. Die spontane Wirksamkeit von Medikamenten gegen ADS/ADHS steht ja nicht in Frage. Vielmehr ist zu überprüfen, ob und unter welchen Umständen der Einsatz von Ritalin etc. sinnvoll sein kann.

Ganz richtig bemerkt Dr. Gumpert dazu, dass der Kern des Problems in den unklaren Kriterien für die Diagnose ADS/ADHS liegt; die Diagnose kann meistens nicht zweifelsfrei gestellt werden.

Kinder, die unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leiden, haben ein Ungleichgewicht der Botenstoffe und sprechen somit in der Regel, leider auch hier nicht zu 100 %, auch auf die medikamentöse Therapie an. Dabei hat jedes Medikament seine individuellen Nebenwirkungen (z.B. Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Depressivität, gesteigerte Kampfbereitschaft) [...]

Dabei ist folgendes wichtig zu wissen: Eine medikamentöse Therapie “heilt” das ADS nicht, es lindert lediglich die Symptome und zwar genau so lange, wie die Medikamente eingenommen werden.

Doktor Gumpert: Die medikamentöse Therapie des ADS

Es ist unbestritten, dass vor der Verschreibung von Medikamenten andere Behandlungsformen im Vordergrund stehen müssen. Im Mittelpunkt steht das Kind - dem muss es gut gehen, alles andere ist fünftrangig.

Das Erkenntnisinteresse von Richard Scheffler ist jedoch anders gelagert: Sein Forschungsgebiet ist die Ökonomie des Gesundheitswesens (Biographie Prof. Scheffler (pdf)), somit stellen sich für ihn eher Fragen, wie man das Gesundheitssystem finanziell entlasten kann. Zwar sei medikamentöse Behandlung von ADS/ADHS nicht die zwingende Antwort, betont er; ganz klar ist aber die Präferenz der Methyphenidat-Therapie, „weil die frühe schulische Entwicklung für die weitere Laufbahn oft ausschlaggebend ist.“ (dnews.de 27.04.2009: ADHS-Kinder leisten mehr mit Medizin) Dass durch alternative Heil- und Behandlungsmethoden langfristig deutlich mehr Kosten eingespart werden können, liegt außerhalb des Horizonts des US-amerikanischen Forschers. Inwieweit er darüber hinaus gute Kontakte zur Pharmaindustrie pflegt, ist nicht bekannt.

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Kommentare

102

Zum Artikel "Studie: ADS/ADHS-Kinder sind mit Ritalin leistungsfähiger".

  • #1

    @101:
    Wenn Du nach Alternativen gesucht und diese auch ausprobiert hast, damit aber zu keiner Lösung gekommen bist, dann ist Dir nicht zu verdenken, dass Du zu solchen Mitteln greifst. Es sollte aus meiner Sicht aber immer das allerallerletzte Mittel sein!

    Allgemein:
    Die Frage ist, warum gab es diese Symptome vor 30 Jahren in einem vertretbaren Ausmaß? Menschliche Körper sehen heute genau so aus wie damals. Es wurde nichts umkonstruiert.
    Es muss also etwas hinzugekommen sein, oder verloren gegangen sein.

    Also was ist der Einfluss, der diese Symptome bewirkt?
    Können Pillen diese Einflüsse verhindern? Wird durch Pillen die Umweltverschmutzung geringer? Gibt es dadurch weniger Strahlung, oder weniger Fernsehen, oder gesündere Ernährung im Supermarkt, oder weniger Stress? Wenn nein, was sollen diese Pillen dann lösen/heilen?

    … Wenn aus dem Nichts Milliardenumsätze möglich sein könnten, dann wird marketingmäßig einiges ins Rollen gebracht. Und da stehen wir nun mit ein paar Pillen, deren tatsächliche Herstellungskosten wahrscheinlich ähnlich denen von Tic Tac liegen.

    Drogenrückstände bleiben teilweise jahrzehntelang im Fettgewebe des Körpers gespeichert (dazu zählt auch das Gehirn) und können jederzeit durch äußere Umstände restimuliert werden. Da kann ich nur sagen: Viel Spaß beim Autofahren. Stellen sie sich vor, ein Bus-Fahrer hat in seiner Kindheit solche Pillen bekommen und reagiert dann zu langsam …


    Wenn dies nur mehr Menschen begreifen würden: Gesunde, gut ausgebildete Kinder sind die Zukunft eines Landes, Punkt.

    Drogen und Psychopharmaka sind hauptsächlich Gifte (siehe Nebenwirkungen im Beipackzettel) und verändern so manchen Körper irreparabel.

    schrieb zum_bleistift am

  • #2

    Wir haben alles probiert,,,,,,,,Ernährungsumstellung nach dem glykämichen Index, Omega 3 Fettsäurekapseln, Heilpraktiker. Leider war unser Sohn auch nicht durch Training (ADHS Erziehungstraining, Lehrgang Automatisierung von täglichen Abläufen, Rituale usw.) in der Lage das umzusetzen. Der war so hibbelig und fahrig in allem was er tat das er das noch nicht einmal aufnehmen konnte. Der sieht den Vogel auf dem Baum, hört seine Schwester telefonieren, ein Auto vorbeifahren und schon konnte er keinen klaren Gesprächen folgen und auch keiner Tätigkeit. Mit Hilfe des Medikamentes geht das, ist aber ein Prozeß von längerer Dauer, da es automatisiert ins Langzeitgedächnis muß. Therapie bekommt er auch. Und wenn er das mit Hilfe des Medikamentes gelernt hat, dann freue ich mich riesig, das Zeug abzusetzen. Ich bin selbst betroffen habe aber damit umgehen gelernt, ebenfalls mit Medikament. Wenn in einer Familie soviel Chaos herrscht muß man selbstverständlich auch gucken, ob man nicht evt. selbst derjenige ist, der nicht alle Latten am Zaun hat und deshalb nichts geht und alles nervös ist. Wir sind auf einem guten Weg, aber das war ein langer und harter. Zumal ich alle Möglichkeiten der Hilfe via Internet selbst herausfinden mußte. Danke auch an die Menschen von den ADHS Selbsthilfegruppen. Ich verstehe, wenn andere gegen das Medikament sind. Aber was würden Sie tun, wenn ihr Kind nicht beschulbar ist ohne Medikament? Ich hätte meinen Sohn dann aufgrund nicht beschulbar in eine Nervenklinik geben müssen, nehme ich mal so an, Kind zuhause lassen mit 9 Jahren und Schulverweis geht ja schlecht. Die hätten ihm das Medikament wohl dann auch gegeben. Wäre eine interessante Sache, mal herauszufinden, wieviele
    Kinder in einem Heim für schwererziehbare Kinder leben, ADHSler sind schwer erziehbar. Ich lächle mich jeden Morgen im Spiegel an und sage mir , das heute ein wunderbarer Tag werden wird. Und das gebe ich meinem Sohn mit zur Schule. Ich liebe meine Kinder und ich geb alles dafür, ihnen zu vermitteln, daß das Leben wunderbar ist. Und das in unseren Schwächen oft unsere Möglichkeiten liegen.

    schrieb Andrea am

  • #3

    @96:
    Ich kenne den Struwwelpeter aus meiner Kindheit. Er hat mich schon damals wegen seiner Grausamkeit abgeschreckt (Finger abschneiden wegen dem Daumenlutschen, oder verbrennen, halb ersaufen …). Mir wurde vor langer Zeit gesagt, dass der Autor ein Psychiater war. Meines Wissens nach gab es damals auch noch keine Psychologen. Die kamen doch erst mit Freud, Jung und Adler? Bei meinem ersten Kind schaute ich mir meine übrig gebliebenen Kinderbücher wieder an. Damals habe ich nicht verstanden, wie ein Psychiater einem Kind so grausame Gedanken vermitteln kann, die Kinder in Angst und Schrecken versetzen können.

    Die WHO ist mir bekannt. Wissen Sie, wie das Auswahlverfahren abläuft, ob etwas ins Buch (DSM) kommt oder nicht (also von den Krankenkassen bezahlt werden muss)? Es wird einfach abgestimmt, ob es rein kommt, oder nicht. (Es gibt keine naturwissenschaftlich anerkannten chemischen Analyseverfahren wie bei herkömmlichen Krankheiten. Kann ja auch nicht sein, denn es wurde ja bisher kein Virus, keine Bakterie o.ä. isoliert, aufgrund dessen es als eine Krankheit eingestuft werden könnte! Auch nach mehr als einem Jahrhundert der Forschung mit Ratten und Menschen!!!) Deshalb wird bei psychiatrischen Tests keine Blutprobe analysiert, obwohl sie behaupten, es sei alles körperlich.
    Also selbst wenn ein Dopamin- oder Noradrenalinmangel vorliegt, wäre noch nicht eingegrenzt, ob dieser Mangel aufgrund einer anderen Krankheit oder von einem Ernährungsmangel, einer Allergie o.ä. herrührt. Das ist total schwammiges Gebiet.

    Grundsätzlich: Dass etwas verkehrt läuft ist völlig klar. Wenn, wie von Ihnen aufgeführte Verhaltensweisen vorliegen, muss auch eine Abhilfe angeboten werden, die praktizierbar ist. Aber müssen dafür Psychopharmaka herhalten, die fast ausschließlich aus Nebenwirkungen bestehen?

    Es gibt noch andere Substanzen, die bewirken, dass der Patient nicht nur ruhig dasitzt, sondern nicht einmal aufstehen kann, so “entspannt” sind die Muskeln. Die verwenden Psychiater beim Elektroschock. Bis zu 400 Volt werden da durch die Schläfen gejagt. Die Patienten brechen sich nun nicht mehr die Knochen oder beißen sich Zähne dabei aus! Wie human. (… das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.)

    Nur gegen etwas zu sein bringt nicht viel. Deshalb führe ich hier ein paar Alternativen auf, von denen ich denke, dass sie die erwünschten Ergebnisse bringen, aber wesentlich verträglicher sind. Die ersten laufen auf eine Lebensmittel-Allergie hinaus.

    Alternativen:
    1) Die hier im Forum vorgestellte Niederländischen Diät-Studie , die hervorragende Ergebnisse gebracht hat – und
    2)  Allergie-Ausleitungen , die Heilpraktiker mit großem Erfolg anwenden (mittels elektronischem Gerät; es gibt mehrere Hersteller). Mir kam eine Erfolgsquote von über 90% zu Ohren. Das müsste natürlich nochmal überprüft werden. Das Problem für viele Eltern ist sicherlich, dass diese Kosten von den Krankenkassen nicht erstattet werden.
    Aber – keine Nebenwirkungen! Wenn das keine Alternative zu den Psychopharmaprodukten ist, dann weiß ich es auch nicht!
    3) Sollte jemand einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren haben: Leinsamen enthält die meisten Omega-3-Fettsäuren. Man bekommt sie bspw. beim EDEKA.

    schrieb zum_bleistift am

  • #4

    @98:
    Sicherlich haben Sie recht damit. Niemand möchte, dass einer im Leben Probleme hat, oder dass einige den anderen Probleme machen.

    Meine “Angriff” richtet sich gegen Psychopharmaka, nicht gegen die Menschen. Auch nicht gegen diejenigen, die sie einnehmen. Aber sehr wohl gegen diejenigen, die sie als positiv/brauchbar o.ä. hinstellen.

    Ich würde gerne die Obduktionsbefunde von Verstorbenen sehen, die Methylphenidat in größeren Mengen eingenommen haben. V.a. vom Gehirn (verstopfte Blutgefäße, abnormale Entwicklungen), zusammen mit der eingenommenen Gesamtdosis.

    Oder eine Statistik der letzten 5 Jahre, wie viele Kinder gestorben sind, die Methylphenidat o.ä. einige Zeit eingenommen haben. Nicht einmal kompliziert (mit 100% bewieser Ursache), sondern nur, wenn Patient und dann gestorben => wird gezählt. Ich würde nur Mechanisches wie Autounfälle, Hausbrand u.ä. ausschließen. Dem könnte man den sonstigen Durchschnitt bei Kindern gegenüber stellen. Wenn da etwas gravierend im Argen liegt, würde man das sehen.

    schrieb zum_bleistift am

  • #5

    Möglicherweise widersprechen Sie sich alle gar nicht so sehr, wie es scheint. Dass es Situationen gibt, in denen Ritalin/Methylphenidat einen absolut untragbaren Zustand abmildert, ist ja unumstritten. Die Frage ist nur, in wie vielen Fällen es auch Alternativen zu Ritalin & Co gibt - schließlich hat Ritalin keinerlei therapeutischen Nutzen und dafür zahlreiche überaus krasse Nebenwirkungen. Wahrscheinlich ist ein der überwältigenden (!) Mehrzahl aller Fälle die Gabe von Psychopharmaka nicht notwendig.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #6

    Ritalin muss nicht sein:
    http://www.wireltern.ch/artikel/jetzt-mal-ruhig-420/

    schrieb Tom am

  • #7

    @ Andrea: Danke für das Lob. Ich liebe Dich!

    @zum Bleistift:
    Es wäre mal gut sich richtig zu Informieren. Mal in Wikipedia nach ADHS zu suchen wäre nicht verkehrt.

    ADHS gibt es nicht?
    Komisch, laut WHO (World Health Organisation) ist es in der IDC-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) ist AD(H)S als F90.x klassifiziert.
    Aber wahrscheinlich habe die Pharmakonzerne die WHO bestochen, dass die Krankheit aufgenommen um noch mehr Umsatz zu machen, oder?
    Haben Sie schon mal den Struwwelpeter von Heinrich Hofmman (1845) gelesen?
    Erstes Buch über ADHS. Heinrich Hoffmann war übrigens Kinderpsychologe
    Sei es drum.

    Ich weis nicht, ob Sie ADHS’ler kennen und diese mal über einen längeren Zeitraum erleben.

    Das ist oft nicht ganz so spassig und zum Teil auch recht laut (Geschrei, Türengedonner) oder die Gefühlswelt spielt verrückt.
    Wenn Sie zum Bespiel sagen, ihr Gegenüber könnte eine Kleinigkeit besser manchen, kommt Aufgrund des ADHS (bzw der Dopaminunterversorgung im Hirn und der automatisch resultierenden Unzufriedenheit) an: Ich bin wohl zu Blöd zu Leben und der größte Arsch der rumläuft. Was denkst Du bloß von mir. Da kann ich mich ja gleich umbringen ....
    Und ich meine damit nicht nur die Reaktion einen Kind oder Teenanger (was viele ja für normal halten), das ist auch bei einem erwachsen Menschen so. Das Alter spielt keine Rolle.

    Wenn Sie zu erstem mal sehen, wie das Ritalin wirkt würden Sie erstatunt sein, wie ruhig es auf einmal wird.
    Wenn z.B. der zum Flummi gewordene Sohn auf einmal am Abendbrottisch sitzen bleibt
    In den 50iger Jahren oder vorher hat man das übrigens noch mit Schlägen antsatt mit Ritalin geregelt. War bestimmt sehr gut für die Psyche des Kindes.

    Das sitzten bleiben funktioniert auch in der Schule (am Platz, nicht im Jahrgang), was innerhalb der Klasse auch förderlich ist.
    Neben meinen Sohn sind noch drei weitere ADS’ler (mit und ohne H) in seiner Klasse.
    Zum Glück haben wir mittlerweile eine Lehrierin, die Dank der Aufklärungarbeit meiner Frau, das Thema so einigermaßen Überblickt und das sehr gut meistert und auch anderen Lehrern vermitteln. Leider geht Sie nach der Klasse in Rente und andere Kinder profitieren nicht mehr davon.

    Jedenfalls wird Ihr Leben wird ingesammt etwas ruhiger, wobei es immer noch mal spitzten des Chaoses gibt.

    Fakt ist, es gibt ADHS und Ritalin hilft.

    Qualifizierte Antworten werden von mir übriges nur akzeptiert, wenn jemand mit einem oder meheren ADHSler der mittleren bis schweren Ausprägung zusammen lebt und das ganze ohne Ritalin als toll empfindet.

    Und ja, wenn Ritalin so hilft bin ich gerne bereit die Pharma Konzerne zu ünterstützte. Wir haben es mal mit pflanzlichen Alternativmittelchen versucht. Unser Sohn war kurz vor dem Schulverweis. Mit Ritalin, das den Pegel enes nicht ADHSlers oder auch Normalmenschen herstellt, so wie zum_bleistift einer ist, hat sich das Thema erledigt.

    schrieb Olaf (Typ mit Verständis von #94) am

  • #8

    #94:
    Wenn Du denkst, dass nur sogenannte ADHS’ler sich in der Pubertät nicht verstanden fühlen, oder im Leben mit unerwarteten Wendungen, schmerzhaften Begebenheiten und Ungerechtigkeit zu kämpfen haben, dann kann ich Dir nur sagen, dass dies viel, viel öfter vorkommt, als es in einer zivilisierten Welt vorkommen sollte.

    Auch ich habe mich in der Pubertät kaum von jemandem verstanden gefühlt. Aber heute kann ich sehen, dass es mir auch ein wenig an Kommunikationsfähigkeit gefehlt hat.

    Drogen und Psychopharmaka werden Deine Probleme nicht beheben – niemals. Sie werden Dir kurze Zeit etwas vorgaukeln und Dich dann erst recht in den Abgrund stoßen.
    Ich habe einige Berichte von Leuten gelesen, die es geschafft haben, von Drogen weg zu kommen. Ich wusste vorher nicht, wie schrecklich die Selbstabwertungen sind und die Hoffnungslosigkeit ist, die diese täglich erleben, so lange sie von Drogen abhängig sind. Sie sind nicht mehr frei. Ihre Handlungen werden von der Chemie erzwungen.

    In den 50er-Jahren hat man für Contergan geworben und Schwangere dazu ermutigt, dies einzunehmen. Ich kenne einen solchen Fall. Elisabeth (Jahrgang 1958) hat verstümmelte Finger und Einschnürungen an den Beinen. Ihre Jugend war nicht leicht – wie man sich vorstellen kann.
    Die Verstümmelungen von Methylphenidat sieht man nicht äußerlich. Bei Affen wurden sie allerdings nachgewiesen. Das Gehirn war betroffen.
    Einige heftige Nebenwirkungen aus der Ritalin-Packungsbeilage habe ich ja einmal gepostet (#75 in https://www.lehrerfreund.de/schule/1s/ritalin-verschreibung-einschraenkung/3764).
    Also Hände weg von solchem Zeug!

    schrieb zum_bleistift am

  • #9

    Ich habe ADHS undlange nichts davon gewußt…ich fühlte ich bin anders wie andere meinen Gedankengängen konnte kaum jemand folgen… aufgrunddessen habe ich mich immer allein gefühlt bis auf die Momente wo ich Menschen traf die genauso waren als ich es ist schlimm das Gefühl zu haben falsch zu sein nicht in diese Welt zu passen war die schlimmste Jugendliche des Ortes unverstanden und irgendwie abgelehnt von den Eltern damit auch ohne jeden Halt wenn die Basis(das Verstandenwerden im Elternhaus) fehlt meine große Liebe nahm sich das Leben (vermutlich auch ADHS ständig Drogen Totalverweigerung Bundeswehr usw) als er nach dem Tod seiner Mutter wieder im Knast landete…im übrigen war er sehr inteligent…trotz Besuchs der Hauptschule ...eine Ehe von mir gescheitert der hat es mit mir nicht ertragen aus dieser Ehe eine Tochter normale Schule nicht geschafft macht jetzt Abitur mit der ILS Fernschule ich habe Glück gehabt neu geheiratet ein Typ der es tatsächlich mit mir aushält und den ich nur bewundern kann für sein Verständnis…wir haben einen Sohn Diagnose ADHS was mir im Prinzip mein vorheriges Leben erklärt hat da ADHS erblich ist früher waren wir Jäger und haben unsere Gruppe beschützt heute braucht man diese Fähigkeiten nicht ehr es ist keine Krankheit nur eine besondere Fähigkeit leider ohne Medikamente nicht zu schaffen wir sind ja auch nutzlos geworden…es gibt keine Säbelzahntiger mehr die wir erlegen müssen damit sie euch nicht fressen während ihr überlegt ob das wohl ein Säbelzahntiger sein könnte… seid also froh daß wir Medikamente nehmen als das wir irgendwann vor lauter Beschäftigungslosigkeit vielleicht euch fressen…ätzend das es immer noch Menschen gibt die ADHS wegdiskutieren wollen: da gibt es nichts zu diskutieren man leidet ein Leben lang weil man anders tickt als andere bis an weiß woran es liegt ADHS macht einsam egal ob man selbst betroffen ist oder sein Kind mit einem solchen Kind kann man nur beschränkt Gäste einladen und Urlaube müssen genau überlegt werden ich jedenfalls bin mit unserem Schatz ständig am trainieren wie man durchs Leben kommt ohne anzuecken nicht jedes Fettnäpfchen anzuziehen und seine Mutter nicht zu erwürgen weil sie das a)alles erwartet und b)selbstverständlich davon ausgeht daß man alles sortieren kann:sein Zimmmer den Schulranzen und seine Gefühle und die Beziehung zu anderen nebenbvei sollen woir Mütter den Kindern Flügel verleihen:er wird im nächsten Jahr ein Haus bauen:eine Vergrößerung des Kinderspielhauses unser Sohn ist neun Jahre alt…eine große Bitte an den Rest der Menschheit: Seien Sie doch einfach in Hinsicht von ADHS Mensch….Diabetes und Alsheimer werden doch auch akzeptiert

    schrieb Andrea am

  • #10

    Ritalin ist eine Droge.Unverantwortlich wer seinen Kind dieses Zeug gibt, nur damit man seine Ruhe hat.Schämen solltet ihr Euch.

    schrieb Kevin am

  • #11

    Wahnsinn…jetzt habe ich alle Beiträge gelesene und bin von der hier von fast allen beteiligten investierten Energie überwältigt…sowohl positiv, als auch negativ!
    #schülerfreund…sie sind auf der einen Seite offensichtlich gewillt, für ihre Schüler das Beste zu wollen, was für sie spricht. Die Tatsache, dass sie als einzige Hilfe für diese ganz besonderen Kinder die Medikation sehen verleitet mich hier Sie als bequem und ignorant zu bezeichnen. Wenn die einen Eltern, entsprechend der ihnen verfügbaren Kräftepotenziale und Möglichkeiten die Medikation wählen, ist das legitim und ich hoffe für das Kind, dass es nicht alles ist was für es getan wird. Wenn die Eltern des anderen Kindes sich dagegen entscheiden ist das auch legitim und ich hoffe, dass sie genug Energie, Liebe und Kraft aufbringen, sich gegen Lehrer wie sie zu behaupten und es genügend andere Hilfestellungen und Aktivitäten gibt, die für das Kind
    unternommen werden!
    Warum ich so dreist bin das zu schreiben?
    Meine Meinung:
    1. Eine Krankheit ADHS gibt es nicht, nur Menschen mit auffallendem (abweichendem) Verhaltensmuster
    2. Ich bin froh, dass jemand ADHS ins Leben gerufen hat, denn nur so wurde es zu dem viel diskutierten Thema
    3. Ich lebe seit 43 Jahren mit ADHS und habe einen 12jährigen Sohn mit ADHS.
    4. A für Abenteuer(bereitschaft), D für Depression, H für Herausforderung, S für Sieg die positive Definition oder A für Ausgrenzung, D für Druck, H für Hypersensibilität, S für Suizid die negative Definition.
    5. Heute bin ich froh, dass ich es habe, ja fast stolz!

    Der Weg bis hier war hart und lang, aber zum Glück sind WIR ja mit außerordentlich viel Kraft und Ausdauer gesegnet, wenn es drauf ankommt.

    #vaterinbedrängnis…daran, dass Sie sich trotz der Schwerhörigkeitsdiagnose und Schulwechsel noch hier befinden, legt mir die Vermutung nahe, dass sich das Leben um Ihren Sohn noch nicht ganz normalisiert hat. Er scheint mir ein sehr wissbegieriger und aufgeweckter Kerl zu sein, der vom Leben mehr erwartet, als die Norm. Geben sie ihm weiter den Input, den er offensichtlich von Ihnen erwarten kann, aber schützen Sie ihn nicht vor allen äußren Einflüssen. Er hat mit einer ausgewogenen Mischung aus Verständnis und Selbstverantwortung die Kraft seinen Weg zu finden.

    #betroffeneMutter…eine Intakte Ehe und Familie kann an einem ADHS Kind nicht zerbrechen, aber ein ADHS Kind kann zerbrechen an einer gespannten Familiensituation!

    Zappelphilipp und Hans guck in die Luft…ADHS und ADS modern formuliert…gab es schon immer! Aber der Zappelphilipp fällt mehr auf (zu seinem Glück), denn die Hans Guck in die Luft sind die Suizid gefährdeten.
    Was macht sie aus?
    Sie sind wissbegierig, fragen viel und oft, weil sie sich die Antwort nicht merken können, bzw. bei der Beantwortung schon die nächste Frage im Sinn haben oder zeitgleich bemerkt haben, dass ein Sitznachbar einen Stuhl braucht, den sie ihm kommentarlos hinstellen ohne ein Danke zu erwarten. Sie sind extrem aufmerksam, aber eben für alles gleichzeitig ohne einen gesunden Reizfilter. durch ihre hohe Sensibilität, spüren sie, was der gegenüber denkt oder fühlt. Mein Sohn fragte mich schon oft, “was hast du gerade gesagt?”, wenn ich genau wusste, dass ich nichts gesagt, aber etwas gedacht habe. Sie haben gesunde Instinkte und großes Talent (man könnte es auch Glück nennen) aus Intuition das richtige zu tun.
    Sehr richtig wurde hier angeführt, dass wir früher in die Schule kamen um Lesen und Schreiben zu lernen und heute erwartet wird, dass sie schon zählen und ansatzweise lesen und schreiben können. Aber nicht von den Lehrern! Es sind die Übermütter, die schon in der Krabbelgruppe hervorheben, wie lieb und intelligent ihre Halbwüchsigen sind, die mit schüttelndem Kopf kommentieren, wenn ein Treibauf in der Gruppe ist, der auffallt. Die sich bei Lehrern beschweren, dass sich ihr ohnehin schon schulisch erstklassiges Kind nicht konzentrieren kann, wegen dem Störenfried in der Klasse. Die ihre Kinder noch an der Schultür fragen:“na, was der soundso denn heute wieder gemacht?”
    Lehrer, haben keine Zeit haben den Kindern auch mal zu zu hören, weil sie eben länger brauchen um die Flut an Informationen in ihrem Kopf in einfache Sätze zu fassen. wenn ich eine Klasse mit einem solchen Kind habe und merke, es kann nicht mehr wirklich still sitzen, dann lassen sie doch die ganze GrundschulKlasse mal spielerisch aufstehen und 10 Kniebeugen machen oder einmal unter dem Tisch durch krabbeln. Das tut allen gut! Teilen Sie ein solches Kind als Mülleimerboten ein, der für sie ab und zu aufstehen muss, um etwas in den Müll zu Schmeissen. Bestrafen sie ab und zu mal die Kinder, die es abgelenkt haben (was nicht selten nach System geschieht, weil sie es auflaufen lassen wollen). Bleiben sie gerecht, konsequent und hartnäckig in ihrem Handeln und sie werden sehen, wieviel ruhiger es in der Klasse wird, wenn die Mitschüler sich auf einmal daran gewöhnen, dass nicht immer der gleiche Schuld ist und bestraft wird. Lassen sie solche Kinder nicht vorne sitzen, sondern ganz hinten. Dann muss es sich nicht immer umdrehen, weil es alles sieht, was im Klassenzimmer Geräusche macht. Wechseln sie regelmäßig die Sitzordnung, so dass diese Kinder nicht alleine an einem Tisch vereinsamen. Setzen Sie besonders gute ruhige Schüler neben sie, die tun ihnen gut. Heben sie öfter mal die Talente dieser Kinder hervor und lassen sie sie Projekte ausarbeiten, über die die anderen staunen werden.
    Nicht möglich!? Blödsinn, der Lehrer in der 3. Klasse meines Sohnes hat allein durch seine strenge aber allen gegenüber gerechte Art jegliches Mobbing unterbunden. Hier können wir Eltern nicht eingreifen, denn wir sind nicht mit im Unterricht. DAS ist ihre Aufgabe! Suchen sie im Zweifelsfall das hilfreiche und nicht anklagende Gespräch mit den Eltern. Strafen sie sinnvoll (und Strafen werden immer wieder nötig sein). Ein Kind, dass mit dem Stuhl umfällt, weil es gekippelt ist, muss halt mal 15Minuten stehen! Wer im Klo alle Wasserhähne andreht, muss diese eben mal putzen. Wer auf immer wieder doch auf die verbotene Eisfläche auf dem Schulhof geht, muss Salz streuen…verstoßbezogene Strafe, und NICHT Pausenverbot und Nachsitzen oder Schreibarbeiten für ein Kind, das eh jede Bewegung nötig hat.
    Ich höre hier lieber auf, sonst wird es noch eine Doktorarbeit.
    Hört auf, euch hier Vorwürfe zu machen und fangt an, die Energie in alternative Lösungen zu stecken!

    schrieb Mina am

  • #12

    Ich beziehe mich auf den Beitrag und auf kein Kommentar.

    Da es keine genaue Quellenangabe gab, blieb mir nichts anderes übrig, als nach dem genannten Autor (Prof. Richard M. Scheffler) zu suchen. Die einzige passende Studie die zum Thema passte hatte den Titel
    “The Global Market for ADHD Medication”. Hier habe ich allerdings keinen Hinweis auf die das übersetzte Zitat “Wir behaupten nicht, dass Medikamente die Lösung sind”, sagt der Untersuchungsleiter Richard Scheffler von der Universität von Kalifornien. „Aber unsere Untersuchung zeigt, dass ADS/ADHS-Kinder, die Medikamente bekommen, in Lesen und Mathenatik besser sind als diejenigen [ADS-]Kinder, die keine Medikamente bekommen.“ (im Beitrag) finden. Sodass ich mich Frage, hab ich die falsche Studie, hab ich was überlesen oder wurde hier eine falsche Behauptung veröffentlicht, die die ganze Diskussion entfacht hat?

    Wäre ganz hilfreich, wenn der Autor des Beitrags evtl. nochmal guckt, ob er die genannte Studie noch irgendwo hat. Ist für die Uni, wär echt super.

    schrieb Lexomat am

  • #13

    Ich beziehe mich auf den Ursprungsartikel, also auf den Beitrag und auf kein Kommentar.
    Habe nach dem genannten Autor Prof. Richard M. Scheffler gegoogelt und die einzige Studie die ich fand und passte war “The Global Market for ADHD Medication”.

    Leider konnte ich in dieser Studie keinen Hinweis darauf finden, was die ganze Diskussion hier entfacht hat.

    Ich würd gern nur eine genaue Quellenangabe zu der im Beitrag genannten Aussage gehabt.

    schrieb Lexomat am

  • #14

    #88: In welchem Kommentar steht das?
    Welchen Autor meinst Du?

    schrieb zum_bleistift am

  • #15

    Ich habe mir die Studie “The Global Market for ADHD Medication” von dem genannten Autoren gelesen, da ich die oben genannte Aussage ebenfalls für eine Diskussion verwenden wollte.

    Leider konnte ich das übersetzte Zitat
    “Wir behaupten nicht, dass Medikamente die Lösung sind”, sagt der Untersuchungsleiter Richard Scheffler von der Universität von Kalifornien. „Aber unsere Untersuchung zeigt, dass ADS/ADHS-Kinder, die Medikamente bekommen, in Lesen und Mathenatik besser sind als diejenigen [ADS-]Kinder, die keine Medikamente bekommen.“

    leider nicht wiederfinden, auch da eine richtige Quellenangabe fehlt. Eine genaue Quellenangabe und der Originaltext wären hilfreich.

    schrieb Lexomat am

  • #16

    @mark

    Hallo,
    nichts liegt mir ferner als irgendjemanden zu diskreditieren oder zu beleidigen.

    Ich möchte mich dafür entschuldigen, wenn ich dies in irgendeiner Form getan habe.

    Auf der anderen Seite muss man auch verstehen, dass meine gesamte Familie incl. Kind eben diese Diskreditierung und Beleidigungen meines Verstandes auch nicht gerade als angenehm empfand(-indet).

    Ich habe keinen nutzen mehr an diesem Forum und noch weniger möchte ich hier “ein Exempel statuieren” oder wichtig tun. Auch ist mir das nicht so wichtig, als dass ich dies tun müsste.

    Es ist mir nur ein Anliegen bei allen Eltern, die dieses Forum vielleicht lesen ein Wachrütteln zu erreichen.
    Und vielleicht auch bei den ADHS “Jüngern”.

    Es kann jedem solang vollkommen egal sein ob es ADHS gibt oder nicht, wie es einen nicht selber betrifft. Wie bei jeder (akzeptiert man die Existenz denn) Diagnose ist es vollkommen unnütz, kontraproduktiv und schaded dem Ansehen nicht nur der “Kurpfuscher” und “Überarbeiteter Lehrer, die die Diagnose trotz Mangels and Kompetenz am liebsten immer Stellen würden”

    Genau darum kann ich nicht verstehen, warum jeder meint der kleinste Schnupfen sei ADHS.

    Und wie ich bereits mehrfach erwähnte: Ich hätte auch schlimmere Diagnosen für meinen Sohn akzeptiert, Neuronal, phsyisch oder mental gleich, wenn man nur konstruktiv an das eigentliche “Problem” gegangen wäre und sich um das Kind gekümmert hätte.

    Dann hätte vielleicht auch der ein oder andere Doktor bei Ux Untersuchungen mal die Augen aufgemacht…

    Fakt steht und besteht: Unsere Gesellschaft schiebt Bürokratie vor normalem Menschenverstand. Die ganzen Fördergesetze sind übelst implementiert (Übrigens ist mein Sohn Kind mit “Migrant” laut der offiziellen Einstufung weil seine Mutter Niederländerin ist hahaha..!!!! er hat 2 Pässe und spricht 3 Sprachen….man man man…

    Vorläufig letzter Eintrag.

    Glück auf!

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #17

    Ja, eine Weiterbildung kann ein guter Weg sein. Es kommt halt darauf an, was da gelehrt wird.

    Wenn man den Leuten lehrt, dass es AD(H)S gibt, dass man es an dem und dem erkennt, dann liegt man schon daneben. Denn erst muss diese Krankheit physikalisch-chemisch existieren. Das ist bisher nicht nachgewiesen worden. Weiters sollte ein Medikament auch heilen. Beides ist nicht der Fall.

    Was der Fall ist, ist, dass es schwieriges Verhalten von Kindern gibt; dass Kinder dem Leistungsdruck nicht Stand halten usw.

    Wenn Sie genügend English können, dann lesen Sie bitte den Artikel in der Newsweek (http://www.newsweek.com/2010/01/28/the-depressing-news-about-antidepressants.html). Dieser macht auch deutlich, was vergleichsweise bei Verabreichung von Placebos passiert.
    Der Artikel endet damit: Kirsch (Forscher an der University of Connecticut) dringt darauf, dass es wichtig ist zu wissen, dass viel vom Nutzen eines Antidepressivums auf dem PLACEBO-EFFEKT beruht. Wenn Placebos Leute verbessern können, dann kann Depression auch ohne diese Medikamente behandelt werden – die Nebeneffekte mit sich bringen, ganz zu schweigen von den Kosten.

    Im Artikel stand auch:
    2008 wurde mit Antidepressiva in den USA 9,6 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
    Nur 60% der angemeldeten Studien wurden der staatlichen FDA (Food and Drug Administration) zugänglich gemacht. 40% verschwanden in der Schublade. Sie wurden erst gar nicht an die FDA herausgegeben (weil sie zu schlecht ausfielen?).

    Ich spreche den Eltern nicht ab, dass sie eine Verbesserung sehen. In den meisten Fällen könnten sie ein vergleichbares Resultat erhalten, wenn sie Placebos verabreichen würden (das würde dann keine Nebeneffekte für ihr Kind mit sich bringen).

    schrieb zum_bleistift am

  • #18

    Eine umfangreiche Weiterbildung von Ärzten, Krankenschwestern, Pädagogen, Psychologen, Therapeuten aller Art und eine sachliche Aufklärung von Eltern und allen, die mit echtem (!) ADHS zu tun haben ist wohl der beste Weg, um der Diskussion die unnötigen Spitzen zu nehmen.

    Eine Fehldiagnose ADHS ist genauso kontraproduktiv wie andere Fehldiagnosen. Immerhin fürchten laut einer Statistik ( http://bit.ly/9jQHUA ) Eltern nichts mehr als eine ADS-Diagnose beim eigenen Kind.

    Woher das wohl kommen mag? Ich denke, da spielen die unreflektierte Leistungsüberuferung und die Abstiegs-Ängste der Mittelschicht die größten Rollen. Angst ist nun kein guter Antrieb zum Auffinden sachlicher Argumente. ADHS-Betroffene fühlen sich zu Recht angegriffen, wenn jemand ihre verdammt realen ADHS-Lebens-Probleme versucht, kleinzureden, nur um seine eigenen Kinder (und manchmal auch sich selbst) nicht im Lichte einer psychischen Andersartigkeit betrachten lassen zu müssen - da wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
    Wer nichts damit anfangen kann oder will oder muss, der hat doch damit längst nicht den Auftrag, den esoterischen Kreuzzug gegen die Wissenschaft zu unterstützen. Von ADHS-Seite sollte hingegen etwas mehr Geduld und Nachsicht mit ängstlichen Zeitgenossen an den Tag gelegt werden kann, denn selbst, wenn Geduld und Nachsicht infolge der Emotionalität bei ADHS-Betroffenen spärlich vorhandene Tugenden sind (wunderbar ersichtlich auf dieser Kommentarseite), ein ADHSler ist trotz seiner Störung verantwortlich für sein Verhalten!

    Versuchen wir also, die Situation für ADHS-Betroffene aus deren Sicht zu begreifen und kritteln nicht dauernd an etwas herum, was schon längst nicht mehr zur Debatte steht: ADHS ist ziemlich real und die Hilfe wird dringend benötigt - zum Wohle der Betroffenen und der Gesellschaft, die ohne Kreativität und Gestaltungskraft eh schnell mal zur hörigen grauen Masse mutiert…

    schrieb mark am

  • #19

    @OM

    Gut.. ich werde akzeptieren, dass es ADHS geben könnte, wenn alle militanten Verfechter der ADHS-These akzeptieren, dass es andere Gründe für die Probleme Ihrer Kinder geben könnte….

    Komisch ist nur, dass diese meist sooooo davon überzeugt sind, dass Sie aggressiv werden und einen für verrückt erklären, “konsumiert” man nicht sofort die angebliche Krankheit seines Kindes (wie erwähnt hatte mein schwerhöriger Sohn ja immer und überall ADHS :), ach ja und ich bin ja verrückt *denk* )
    DAs finde ich nämlich unerträglich….. unsere Kinder nicht??

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #20

    @82
    Dass man den Eltern einen Bären aufgebunden hat – ist das in Ordnung?
    Dass ich das kommuniziere, ist respektlos gegenüber den Eltern?
    Das klingt irgendwie verdreht …

    Wo ist etwas medizinisch Greifbares, das AD(H)S beweist? Man behandelt es ja chemisch. Also muss es etwas geben, dass ein medizinisches Labor nachweisen kann, sonst macht das doch keinen Sinn.

    Fragen Sie einmal in einem Labor nach, wie viele tausende erprobte Testreihen es gibt, um Krankheiten nachzuweisen. Aber es gibt meines Wissens nicht eine einzige, die AD(H)S isoliert und damit nachweist. Ist das nicht interessant?

    Verstehen Sie jetzt, dass ich schreibe, dass viel geredet wird, aber alles haltloses PR (Public Relations) ist.


    Möglicherweise wäre es eine gute Abhilfe, nur etwa 20 Schüler je Klasse zu haben, auf die der Lehrer individuell eingehen kann – so wie früher. Möglicherweise reicht die Zuwendung, die Fernseher, Computerspiele usw. bieten, den Heranwachsenden nicht. Die Eltern sind in der Arbeit, die Lehrer sind mit allem Möglichen überfrachtet … Nicht alle Kinder sind gleich stabil und kommen damit zurecht. Auch gibt es zu Hause zeitweise Krach – wie das Leben halt so spielt.

    Und wenn sie dann nicht funktionieren, gibt es das Modeetikett AD(H)S, das ALLE aus der Verantwortung nimmt.

    schrieb zum_bleistift am

  • #21

    @80

    Mit der Aussage “ADHS gibt es nicht” verhalten sie sich sehr respektlos gegenüber allen betroffenen Eltern, Kindern und sonstigen Personen, die mit dieser “Modekrankheit” in Kontakt kommen.

    Dass Medikamente wie Ritalin und Co. zu oft verschrieben werden, möchte ich nicht bestreiten. ADHS pauschal als Mythos abzutun, finde ich jedoch unerträglich.

    Im ersten Kommentar wird die Situation übrigens sehr treffend geschildert.

    schrieb OM am

  • #22

    @Bleistift:

    Ich stimme Ihnen zu.
    Man versucht die Vergabe von Drogen und die damit verbunde Änderung des Verhaltens eines Kindes als Heilmittel hinzustellen.

    Dabei sollten sich alle Verfechter der “ADHS-These” mal folgendes Szenario vor Augen führen:

    Man stelle sich einen Menschen vor (Kind oder nicht, bei diesen nur noch verwerflicher), der nervös ist (warum ist erstmal egal, falsche Blutwerte, Trauma, Erziehung egal..)

    Jetzt kommt ein anderer Mensch daher und verschreibt Ihm Marihuanna als “Medizin”. Mensch wird langsam träge und letargisch…

    So.. nun sagen wir mal wir haben das Heilmittel gegen seine Krankheit (Ich nenn sie mal SNFN=Schöner Name für Nichst) nämlich Marihuana gefunden.

    Jetzt schreiben wir noch in viele Zeitungen, dass wir 1. eine neue Krankheit entdeckt haben (SNFN) und auch gleich noch das Heilmittel und verkaufen dieses sehr teuer an alle nervösen Menschen dieser Welt..

    So nun haben wir überarbeitete 3te, die nervöse Menschen störend empfinden und sich nicht mit diesen abgeben wollen.. Diese lesen nun bereitwillig diese “Abhandlung” und bringen alle nervösen dazu Dope zu rauchen :)

    uuups.. Klingt wie ADHS und Retalin?
    Richtig…

    Gruss

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #23

    @73
    Sie haben sich da ziemlich im Ton vergriffen. Wie kommen Sie dazu, Mutter zu fragen, ob sie Verfolgungswahn hat?

    @77
    Ich möchte mich nicht wiederholen. Lesen Sie bitte meine Beiträge wie z.B. #66, #69 und#70.
    Wenn Sie halbwegs Englisch können, dann empfehle ich den Artikel in der Newsweek (http://www.newsweek.com/2010/01/28/the-depressing-news-about-antidepressants.html), der ist recht verständlich.
    Das zu Psychiatern und Antidepressiva.

    ADHS gibt es nicht. Es wird einfach bestimmtes unerwünschtes Verhalten mit einer Abkürzung bezeichnet.
    Beispiel: Wenn Jugendliche sich störrisch verhalten ist das die MSDIV-Krankheit. Das könnte ich ebenso behaupten. Und dann verkaufe ich eine Droge als Abhilfe für MSDIV. Glauben Sie mir, die Kinder würden sich auch anders verhalten – also wirkt sie? Psychodrogen verändern Verhalten, haben aber Nebenwirkungen, die nicht ohne sind. Da die Krankenkassen für Methylphenidat pro Gramm mehr zahlen als reines Gold kostet, kann man viele PR-Agenturen bezahlen. Und so rauscht es im Blätterwald. Überall tauchen Berichte auf. Und wenn das über Jahre behauptet wird, glauben das Viele.

    Bis heute konnte kein Virus, keine Bakterie, nichts im Blut oder Gehirn nachgewiesen werden, dass AD(H)S beweisen würde. Nur mysteriöses Gerede existiert. Aber davon viel.

    Der Artikel in der Newsweek (zweitgrößtes US-Magazin) zeigt auf, dass Placebos bei fast allen Fällen praktisch die gleiche Wirkung hervorrufen wie Antidepressiva. Ist das nicht interessant?
    In den Staaten gibt es den “Freedom of Information Act” und so konnte die Redakteurin die Forschungsunterlagen der Pharmakonzerne einsehen.

    schrieb zum_bleistift am

  • #24

    @Schülerfreund:

    Hallo
    Schiefgegangen ist, dass von vornherein “fest stand”, dass mein Sohn ADHS hat! Genau da ist der Knackpunkt: Nachdem ADHS ja auf so ziemlich alles irgenwie passt (jenachdem wen man fragt) wird es auch in und auf so ziemlich alles gedeutet…Und jeder jeder deutet mit…. Dabei ist das eigentliche Problem erst mal sehr nebensächlich. Es geht hier nur um “das richtige Label”.

    Dieser Tatsache entlehnt beruht dann auch meine Abneigung der generellen Verallgemeinheitlichung, der eine Feld-Wald-und-Wiesen-Diagnose wie die schöne Erfindung ADHS Tür und Tore öffnet.
    Man fühlt sich da doch sehr an “Schweinegrippenimpfung” und Konsorten erinnert. Auch hier gings erst mal um Profit. Wobei man hier vielleicht noch eine berechtigte Angst Zugrunde legen konnte. Bei ADHS ists einfach immer der Fall, wenn ein Kind mal nicht spurt.

    Doch Hörtests wurden auch früher (unabhängig von ADHS Diagnostik) gemacht, wie aber erwähnt kaschierte mein Sohn seine Limitation mit Intelligenz.

    Übrigens gibt es immer noch Lehrer, die die nun vorliegende, fundierte Diagnose lieber noch ein bisschen wegreden und Sachen wie ADHS immer noch erwähnen!!! Wiederum um nicht auf das Kind eingehen zu müssen. Ja diesmal eben auf seine Behinderung… alles in Allem wohl ein hoffnungsloser Fall….

    Gruß

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #25

    @betroffene Mutter

    Dieses Kind, von dem ich sprach, ist heute aufgeweckt, fröhlich, hat Erfolgserlebnisse und ist ausgeglichen.
    Das andere Kind jedoch leidet sichtbar schon darunter, dass es so vieles nicht kann. Es leidet darunter, dass es die Fliege an der Wand ablenkt und zu Blödsinn animiert, wenn es doch endlich Mathe kapieren will. Dieses Kind WILL Mathe kapieren und es WILL nicht ständig sich und andere aufmischen. Es KANN nicht anders. Wie bitte sollte sich das System denn bitte an diese Kinder anpassen. Die fluktuieren doch viel zu sehr, als dass sich irgend etwas ihnen anpassen könnte ;-)
    Das Hauptargument allerdings sollte sein, dass diese Kinder selber unter ihrem eigenen Verhalten leiden und sie sich nicht so verhalten wollen, wie sie es tun - und kriegen dann auch noch von allen Seiten Druck (Eltern, Mitschüler, Lehrer), wenn sie Mist gebaut haben, für ein Verhalten, dass sie gar nicht an den Tag legen wollten.
    Man sollte sich vielleicht mal damit richtig kundig machen, bevor man sich ne Meinung bildet.
    Niemand will ADHS-Kinder ausgrenzen und niemand meint ADHS-Kinder seien weniger wert.

    So, wie Sie das schildern, sind eben auch meine Erfahrungen.

    @Vaterinbedrängnis
    Das, was “betroffene Mutter” da schreibt, macht mich stutzig. Sie schreibt doch, dass ein Hörtest obligatorisch sei? Was ist denn bei Ihnen schief gelaufen, dass es so lange gedauert hat bis die Schwerhörigkeit ihres Sohnes erkannt wurde?

    schrieb Schülerfreund am

  • #26

    @schulfreund73

    Ich wäre froh wenn es mehr Lehrer wie Sie gäbe und mit dem Verständnis.
    Diese ganzen Diskussionen hier sind lächerlich.
    Nur Eltern/bzw. Lehrer die kein ADHS Kind haben und sich “nicht jahrelang” mit diesem Thema befasst haben können so reden.
    Wir hatten jahrelang Frustration,Depression,Kampf.
    Seit mein Kind medikamentös behandelt wird hat es sich nicht nur massiv in der Schule verbessert, wir haben auch ein Stück Lebensqualität zurück bekommen. Ein harmonisches Familienleben und das
    wichtigste: Ein glückliches und zufriedenes Kind!

    Überlassen sie die Analysen doch bitte den Fachärzten!
    Ein seriöser Kinder- und Jugendpsychologe macht viele Tests, bezieht Lehrer und Eltern mit ein und macht zusätzlich genaue körperliche Untersuchungen..wie z.B. einen speziellen Höhrtest
    beim HNO.
    @VaterinBedrängnis:
    Ich vermute mal das bei einer diesen Untersuchungen heraus kam das ihr Kind schlecht hört also seien sie doch froh das sich Gedanken um ihr Kind gemacht wurden sonst wüsste Sie diese Diagnose bis heute noch nicht.

    Jahelang musste ich für mein Kind kämpfen bis wir die Diagnose hatten.Mich machen so Diskussionen furchtbar wütend!Vor allen Dingen von Leuten die überhaupt keine Ahnung haben.

    Die Kinder werden auch nicht ruhig gestellt. Im Gegenteil, da Sie ausgeglichener sind und nicht mehr depressiv werden, sind sie offener und vor allen Dingen selbstbewusster !

    schrieb betroffeneMutter am

  • #27

    @Mutter:

    Richtig so!

    (in Dickschrift mit 1000 Ausrufezeichen) ;)

    :)

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #28

    Von einem gebildeten Menschen hätte ich eigentlich mehr erwartet, als nur ausfallend und beleidigend zu werden.

    Im Übrigen wird es Zeit zu begreifen, dass nicht der Mensch an das System, sondern das System an den Menschen angepasst werden muss.

    schrieb Mutter am

  • #29

    @Schülerfreund…

    Ich sehe das Problem weniger beim Kind.
    Wie Sie bereits anmerken

    “...Eins wird mediziert und alle sind glücklich (einschließlich Kind) “

    1. Die einzig emotional gewachsenen Personen, die diese Midizinierung qualitativ Bewerten sind eben NICHT die Kinder. Gehe ich von Psychischen oder Neurologischen Erkrankungen aus, so könnte -würde man Ihre These bestätigen- den Kranken wohl kaum als beurteilungsfähig einstufen!!! Noch weniger wenn dies ein Kind ist, welches emotional und mental noch nicht “erwachsen” ist. Also ist wohl klar: “ALLE” sind nur die Eltern und Lehrer und damit wird die Medikamentierung zur Egoistischen Simplifizierung. Soll heißen: Lass uns das Kind medikamentieren, damit es in die “Schachtel” passt.
    2. Fraglich ist ja ansich schon die Diagnose ADHS!!! Fragt man 10 Psychologen, Neurologen oder Psychater kriegen sie vielleicht max. 5 davon dazu ADHS als valide, konkret zu bestätigende Diagnose anzuerkennen.
    3. Ritalin ist neu, teuer, nicht langzeiterforscht etc….
    Will man wirklich Kindern so etwas aufdrücken um Verständniss unnötig zu machen???
    4. “Das ist hier keine Diskussion um den Wert eines Menschen” ist es sehr wohl!. Was sind uns unsere Kinder wert? Hätte ich mich nicht rigoros gegen 2 Schulen 2 Lehrer 2 Direktoren 4!!! Ärzte und damit sogen. “Spezialisten” gewehrt, so wäre mein Sohn inzwischen unter Drogen und könnte immer noch schwer hören….. Welchen Wert hat ein Kind (= ein Mensch) wenn wir so leichtfertig handeln um einen Menschen in die Doktrin zu quetschen???

    merci

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #30

    @Mutter

    “Und was ist das eigentlich für eine Gesellschaft, in der der Mensch nur noch etwas wert ist, wenn er funktioniert, Leistung bringt?”

    Haben Sie Verfolgungswahn?
    Das ist hier keine Diskussion um den Wert eines Menschen. Ich sehe doch selbst, wie die Kinder darunter leiden, wenn sie ihre Aufmerksamkeit nicht auf etwas richten können. Es geht darum, den Kindern zu helfen und Ursachen zu finden, worunter sie leiden.
    Es ist bedauerlich, wenn sich dann solche Fehler herausstellen wie bei “Vaterinbedrängnis”, aber das heißt nicht, dass es nicht auch richtige Diagnosen gibt und den Kindern ohne Ritalin nicht geholfen werden kann.
    Ich habe seit diesem Schuljahr eine Klasse übernommen mit zwei ADHS-Kindern. Eins wird mediziert und alle sind glücklich (einschließlich Kind) und eins wird nicht mediziert und alle sind unglücklich (besonders Kind) So, wie das Kind jetzt drauf ist, wird es die Schule nicht schaffen. Wenn die Eltern meinen, es sei kein ADHS, dann sollen sie sich auf Ursachenforschung begeben, denn sonst schaden sie ihrem Kind, nicht mir. Ich habe viele Kinder, die sich schlecht benehmen (in dieser Klasse mindestens 10), ich käme auch nicht aber die Idee, jedem Kind davon ADHS zu unterstellen. Bei den meisten bin ich mir sicher, dass ich das innerhalb der ersten zwei Monate auf die Reihe kriege, aber nicht bei dem zuletzt erwähnten Kind. Da sollten die Eltern schon daran interessiert sein, ihrem Kind zu helfen, denn so lassen sie es vor die Wand fahren.

    Also, nix mit “ein Kind, das nicht funktioniert, ist in der Gesellschaft nix wert”, sondern es gibt Eltern, die nur die “ich armes Opfer, alle hassen mein Kind”-Leier drauf haben.

    schrieb Schülerfreund am

  • #31

    Hallo,

    long time no hear:

    Ich dachte es wäre intessant mal wieder eine kleine Info zu meinem Sohn fallen zu lassen :) (Erinnerung.. mein Sohn hatte angeblich ADHS!)

    Nach Monaten von einem Arzt-zum-nächsten-Gespringe und weiteren (gut abgewehrten) Versuchen meinen Sohn in die ADHS-Schiene zu stecken und zu “medikamentieren” stellte sich heraus er ist schwerhörig.

    Dies kaschierte er Zeit seines Lebens mit überdurchschnittlicher Intelligenz (Aussage der Ärzte)

    Seid er ein Hörgerät sein Eigen nennt haben wir ein Anderes Kind!

    Damit möchte ich meiner vormaligen Aufforderung noch mal Ausdruck verleihen:

    -Eltern: Kämpft für Eure Kinder, glaubt nicht jeder (wenn auch noch so gut gemeinten) ADHS Diagnose und geht auf Eure Kinder ein!!!!

    Liebe Grüße
    A
    Dies als kleine

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #32

    Nachdem ich nun selber ein Antidepressiva eingenommen habe und schon nach sieben Tagen mehr als entsetzt feststellen musste, dass das   Schrecklichste war, was mir je wiederfahren ist, kann ich nur sagen, dass für mich dieses Zeug verboten gehört. Ich kam mir vor, als wenn mein Gehirn in einer Zwangsjacke steckt.
    Als Mutter eines Kindes, dass unter starken Konzentrationsproblemen leidet, stecke ich nun in dem Dilemma mich gegen alle heutigen Gesellschaftsnormen stellen zu müssen, um zu verhindern, dass es auch Opfer der Pharmaindustrie wird. Ich will damit die moderne Medizin nicht grundlegend in Frage stellen. Aber leider wird damit viel zu unkritisch umgegangen.

    Und was ist das eigentlich für eine Gesellschaft, in der der Mensch nur noch etwas wert ist, wenn er funktioniert, Leistung bringt?
    Was ist das für eine Gesellschaft, die Kinder mit Medikamenten gefügig macht?

    Im übrigen macht nicht das Nichterhalten dieser Droge ihn unglücklich, sondern der perverse Leistungsdruck, der heutzutage schon auf kleinen Kindern lastet.

    schrieb Mutter am

  • #33

    Obwohl ich obige Infos schon einige Wochen mit mir rum trage, fallen mir immer neue Zusammenhänge auf.
    Ich weiß nicht, ob ich bisher die Größenordnung obiger Statements rüber gebracht habe?

    Glaxo ist der zweitgrößte Pharmakonzern der Welt. Der Vorstandsvorsitzende hat bekannt gegeben, das sich Glaxo künftig nicht mehr mit der Erforschung neuer Antidepresiva beschäftigen wird. Das betrifft Milliardenumsätze! AstraZeneca ist der fünftgrößte.

    Wenn ein Konzern wie Glaxo, der seit Jahrzehnten eng mit Psychiatern zusammenarbeitet, keine brauchbare Messmethode in Erfahrung bringen konnte, dann haben die Psychiater auch keine! 
    Die tappen völlig im Dunklen bei lebenden Patienten!!! Ihre Diagnosen ...

    schrieb zum_bleistift am

  • #34

    Es werden also Geisteskranke über die Wirkungen befragt und man möchte logische Antworten erhalten …??? Weiter kann man sich von wissenschaftlichen Methoden nicht entfernen.
    Dies ist meine Meinung über psychiatrisches Zeugs.

    Ich bin ja noch die Info-Quellen schuldig:
    THE WALL STREET JOURNAL berichtete über Glaxo und REUTERS über AstraZeneca; beide im April 2010.

    Besonders hinweisen möchte ich darauf, dass auch die Forschung bezüglich ‘bipolar disease’ aus den selben Gründen nicht weitergeführt wird.
    Aber lest doch selbst:

    THE WALL STREET JOURNAL:
    GlaxoSmithKline PLC said it will stop research into new antidepressants and focus on diseases for which it believes it can develop more valuable drugs, a major shift for a company that developed some of the biggest-selling antidepressants of the past 20 years.
    ...
    “Clinical trials of antidepressants are among the “most expensive and highest-risk” of all drug trials, Mr. Witty [CEO] said,
    because companies often don’t know until the end of very large studies whether a drug works. It is also hard to prove that
    a depression drug is working, he said, because patient improvement is measured by subjective mood surveys,
    and not by the clear-cut blood tests and biological measures used in other diseases.”

    REUTERS (Presseagentur):
    AstraZeneca will still invest across the same therapy areas but said it would drop discovery in schizophrenia, bipolar disease,
    depression, anxiety, acid reflux, thrombosis, ovarian and bladder cancers, systemic scleroderma and hepatitis C.
    It also plans to end early vaccine research other than for flu and respiratory syncytial virus (RSV).
    “AZ is going to continue to be a research-focused company. We will not diversify to the extent that some of the others are doing,”
    development head Anders Ekblom told Reuters.
    “We are focusing on the diseases areas where we would like to be.”
    UNPREDICTABLE TRIALS
    The decision to drop psychiatry drug research reflects the unpredictable and risky nature of clinical trials to assess medicines
    working on the brain, as well as a lack of good scientific opportunities, he said.
    For AstraZeneca, this a major shift, since its second biggest seller is schizophrenia drug Seroquel and it recently struck a deal
    worth up to $1.24 billion for an antidepressant from Targacept.

    schrieb zum_bleistift am

  • #35

    @Mister M.
    Klar, wenn genug Geld da ist, dann kann man wachsen.
    Die Schweinegrippe diente meiner Meinung nach nur dazu, die Krankenkassenbeiträge in die Höhe zu schrauben. Einmal erhöht füllt es jeden Monat den Pott aufs Neue.

    Ja, wenn man Jeden für ein wenig schwachsinnig hinstellt, kann man aus Jedem einen Patienten machen.
    Das ist doch unmenschlich!
    (Die wollen offensichtlich so etwas wie eine DIN Norm für Menschen. Jede menschliche Abweichung ist mit Medikamenten zu behandeln. Menschliches ist offenbar unerwünscht!???)

    schrieb zum_bleistift am

  • #36

    Der medizinische Bereich wurde doch erst vor kurzem von unserer Kanzlerin zum Wachstumsmotor erklärt.

    Und was wächst in diesem Bereich am stärksten?

    Psychische Erkrankungen natürlich…

    Läuft doch alle nach Plan!

    schrieb Mister M. am

  • #37

    Zwei der ganz großen Pharmakonzerne (Glaxo und AstraZeneca) ziehen sich aus der Antidepressiva-Forschung zurück.

    Als Grund gaben die Vorstandsvorsitzenden (CEO) u.a. folgendes an:
    Die Verbesserung des Patienten wird mittels subjektiver Gemütsverfassungs-Befragung gemessen und
    nicht durch einen eindeutigen Bluttest oder biologische Messungen, wie sie bei anderen Erkrankungen verwendet werden.
    … als auch einem Fehlen von guten wissenschaftlichen Möglichkeiten.

    Obige Aussagen decken sich mit der, die ich hier in #14 gemacht habe!  :-)

    schrieb zum_bleistift am

  • #38

    Nach der äußerst amüsanten Lektüre der “Diskussionen” angeblich erwachsener Menschen, wollte ich hier mal wieder eine fachliche Frage stellen.
    Suche eine Studie über ADHS-Kinder an Gymnasien. Wie hoch ist der Anteil?Wie hoch ist die Quote der Abbrecher?etc…
    Wenn jemand von auch solch eine Studie kennt, oder weiß wo ich solch eine Studie evtl finden kann wäre ich sehr dankbar.

    schrieb junah am

  • #39

    @savannah

    Für deine Fragen würde ich das adhs-anderswelt.de - Forum empfehlen. Dort gibt’s auf Anfrage auch Adressen mit Ärzten in einem bestimmten PLZ-Bereich (Kinder und Erwachsene)
    Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute!

    schrieb Mark am

  • #40

    Hi Savannah,

    lass Dich nicht wahnsinnig machen.

    Nicht jedes Kind ist gleich und wir sollten uns daran erinnern.
    Auch gehört nicht jeder auf das Gymnasium.

    RItalin ist NICHT die Lösung für die Probleme Deines Kindes genausowenig wie Du nicht der Grund für die Probleme bist.

    Du klingst Verzweifelt..
    Lese mal oben wie verzweifelt ich war…

    ABer: Ich hatte Recht!! :)

    Nach wenigen Monaten habe ich ein anderes Kind.

    NICHT wegen ADHS “Medikation” sondern durch Schulwechsel !!!

    Nicht alles glauben was man Eltern einreden will.

    Ich habe sehr gute erfahrungen mit der Psychosozialen Beratung des Jugendamtes gemacht. Sehr kompetent, hilfreich und freundlich dort.

    Frage lieber Menschen um Hilfe als zu Medikamenten oder Selbstvorwürfen zu greifen

    Liebe grüße
    Andreas

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #41

    Bin Mutter eines 17 Jährigen mit starker ADHS. Bis jetzt habe ich mich geweigert meinem Sohn das Ritalin oder andere Psychopharmaka zu geben. Jetzt bin ich mir nicht so sicher ob das gut war. mein Sohn war schon seit Geburt anders; Schreikind mit niedrigem Schlafbedürfnis, konnte mit Gleichaltrigen nie spielen, in der Volksschule vorlaut, zappelig, ständig auf Achse.
    Dann, im Gymnasium kamm der totale Absturz, habe Ihm in die Berufschule gesteck, auch von dort wurde er entfernt-weil er die Lehrstelle im Reisebüro nicht halten konnte. Also keine Lehrstelle - kein Schulplatz für Ihm.
    Jetzt mache ich mir Vorwürfe, das ich sein Leben zerstört habe, das es vielleicht mit Ritalin viel besser gelaufen wäre…
    Mein Sohn hatte schon Kontakte mit Drogen, Gott sei Dank haben wir das rechtzeitig abblocken können, aber wie soll es weiter gehen ???
    Ich weiss nicht wie es mit Ritalin ist, ich weiss nur, das es ohne Ritalin ein totaler Stress und Chaos ist und das nicht nur fürs Kind oder den Jugendlichen, aber auch für Eltern und Geschwister.

    schrieb savannah am

  • #42

    @irdema

    “..., dass bekannt ist, das Jugendliche, die gelernt haben, sich mit diesem - oder ähnlichen - Medikamenten “einzustellen” dazu neigen, dies auch später mit Drogen wie z. B. Haschisch zu tun!”

    das ist falsch, ritalin hat bei ADHS-Betroffenen eher eine suchtvorbeugende Wirkung.

    “In anderen Worten, es handelt sich hier nicht um einen Einzelfall, sondern um eine bestätigte Korrelation, von denen jedoch die Betroffenen oft erst erfahren, wenn die Katastrophe eingesetzt hat.”

    die Katastrophe findet im Versorgungsmangel der Betroffenen mit ausreihenden Therapieplätzen statt. Leider gibt es noch zu wenig Experten für ADHS. Es ist sicher richtig, ein Auge auf Fehlverschreibungen zu haben, so gigantisch ist das Problem allerdings nicht. Es gibt keine bedrohliche Fehlverschreibungsrate.

    Übrigens - um von einer Korrelation zu reden, benötigt man eine gewisse Datenmenge - “So erfuhr ich von einer betroffenen Mutter…” reicht da als Datenmenge nicht aus.

     

    “Hauptsache, das Kind ist ruhig gestellt und zappelt nicht?”

    hauptsache, das Kind kann durch therapeutische Begleitung trotz ADHS einen Weg finden, sich positiv zu entwickeln und dadurch im späteren Leben besser zurecht kommen. Hier geht es um konkrete Hilfe!


    Die hysterischen Ritalin-Angsthasen mit ihren verbalen Pseudo-Aufrüttel-Bomben und Katastrophen-Szenarien sowie ihrer Nullsummeninformation aus siebtklassigen Quellen sind der Elefant im Porzellanladen der ADHS-Therapie.

    Die Medikation und ihre Rolle in der Therapie steht doch schon längst nicht mehr zur Debatte!
    Warum? Nun, die Qualität der Informationen zeichnen sich nun mal dadurch aus, dass sie überprüft worden sind. Im Zeitalter des Internet keine allzu schwierige Aufgabe..

    schrieb Mark am

  • #43

    Hallo,
    ich finde den Umgang mit Ritalin äußert bedenklich: So erfuhr ich von einer betroffenen Mutter, dass bekannt ist, das Jugendliche, die gelernt haben, sich mit diesem - oder ähnlichen - Medikamenten “einzustellen” dazu neigen, dies auch später mit Drogen wie z. B. Haschisch zu tun! Wenn diese Jugendlichen dann auch noch Haschisch und dieses Medikament in Kombination verwenden, kann es zu Psychosen kommen! In anderen Worten, es handelt sich hier nicht um einen Einzelfall, sondern um eine bestätigte Korrelation, von denen jedoch die Betroffenen oft erst erfahren, wenn die Katastrophe eingesetzt hat. Ich finde, wenn das bekannt ist, kann man doch nicht hingehen, und die Schüler weiter mit einem solchen Medikament behandeln - und es dann den Eltern überlassen, mit diesen, wie ich finde- sehr gravierenden Folgen, allein fertig werden zu lassen. Zudem, wie bereits mehrfach wiederholt wurde, Diagnosen oft nicht abgesichert werden. Hauptsache, das Kind ist ruhig gestellt und zappelt nicht? Egal zu welchem Preis? Das kann es ja wohl nicht sein.

    schrieb Irdema am

  • #44

    Hallo,

    vielen Dank erst einmal, dass es hier auch noch andere Meinungen gibt. Dass lässt mich für unsere Kinder hoffen.

    Wenn Ihr mal zurück-scrollt seht Ihr am Anfang meines Beitrags, dass es mir nicht darum geht, wie kann man ADHS feststell, ja noch nicht einmal ursprünglich, “existiert ADHS”

    Leider erfuhr ich ausführlich ähnliche “Ansichten” in der Schule in die mein Sohn geht , die hier auch von monini oder Schülerfreund verbreitet werde (ironie der Name, übrigens!)

    Es ist mir vollkommen egal ob ADHS existiert oder nicht, auch ob das eine Verschwörung der Pharma-Industrie ist (wobei ich da schon generell für ALLE unsere Kinder Angst empfinden muss)

    Tatsache ist allerdings -und lilli danke für Deinen Beitrag - Warum befassen wir uns in unserer Gesellschaft und Schulen nicht mit dem Kind?

    Warum muss alle Verantwortung an sogenannte “Experten” und “Mediziner” für irgendeine Krankheit, z.B. ADHS (so es existiert) abgegeben werden?

    Mein Problem fängt da an, wo es zunächst mal dem Kindeswohl nicht beiträgt es durch 1000 Tests zu schicken anstelle diese Zeit damit zu verbringen Ihm die Welt zu erklären.

    Wir reden hier von 5-6jährigen.. Sogar bei Erwachsenen würden die meisten menschen erstmal versuchen herauszufinden, wie ein Mensch tickt.

    Bei Kindern muss man gleich medikamentös dran??

    Das ist generell falsch!!!

    Und nochmal: Ich kenne so ein Verhalten nicht aus meiner Schulzeit.
    Kinder gingen in die Schule und fingen an lesen und schreiben zu lernen : Heute müssen die das schon VORHER können??

    Kinder wurde beigebracht, wie sie sich in der SChule zu verhalten haben : Heute müssen die Erstklässler nach 3 Wochen bereits perfekt sein?

    und dann die Hausaufgaben: Was erzähle ich meinem Sohn wenn er fragt “Papa, warum muss ich die Hausaufgaben machen, wenn der Lehrer die nicht korrigiert?”

    Trotz all dieser Tatsachen werden Eltern, die sich wirklich kümmern (wie ich z.B.) verurteilt.

    Wenn ich das oben richtig lese sind das meine Charakterzüge (ohne dass mich jemand hier wirklich kennt)
    - Ich lüge
    - Ich bin arrogant
    - Ich habe keine Ahnung
    - Ich sollte das Wissen um meinen Sohn anderen (Unbekannten!!!) mit Arztbrief überlassen

    Was ist hier falsch?

    Übrigens ein kurzes Update zum Treffen des JA Psychologen meiner Wenigkeit, meiner Ex mit der Direktorin und einer unbekannten Heilpraktikern:

    Aus vorgeschobenen Formalgründen wurde uns die Diskussion unter Teilnahme des JA-Beauftragten ohne angabe von Gründen verweigert.

    Wir standen 1 Stunde VOR dem Lehrerzimmer weil besagte Direktorin meinte sie müsse uns authoriär kömmen.

    Der JA Spezialist, der übrigens seid über 40!!! Jahren Dienst am Kind tut sagte sowas sei Ihm noch nie untergekommen.

    Witzig war auch, dass meines Sohnes Klassenlehrer nicht einmal teil des Gespräches sein sollte..

    Lustig oder?

    Wir werden nun aktiv eine neue Schule suchen.

    Gruss
    Andreas

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #45

    Wie wäre es, wenn man es anstatt Modekrankheit als Mode-Psychopharmakon bezeichnet würde? Das wäre natürlich besser.

    Einige Psychiater haben per Handzeichen abgestimmt, ob AD(H)S eine Krankheit ist und daraufhin wurde es ins Abrechnungsbuch für Psychiater aufgenommen. Da ist keine Substanz dahinter!
    Genau genommen ist es Beschiss! Verhalten, das sich zeigt als Krankheitssymptom zu klassifizieren, so dass jeder glauben soll, dahinter verbirgt sich eine Krankheit. Schlau gemacht! Aber es ist Betrug an den Kindern, die mit Psychopillen gefüttert werden, weil Eltern und andere glauben, es sei gut für sie.

    Nehmen sie einmal Placebos und sagen sie den Eltern und den Kindern das dies die beste Medizin ist, dann haben sie weit mehr wünschenswerte Ergebnisse.

    Ich bin mir sicher, dass Eltern und Lehrer bei einem gewissen Prozentsatz wünschenswerte Ergebnisse sehen, wenn Kinder Methylphenidat schlucken. Das sind keine Haluzinationen. Aber meine Meinung ist, dass Placebos bessere Ergebnisse liefert. Verstehen sie was ich meine? Wenn Patienten Gift schlucken und davon überzeugt sind, dass es für sie gut ist, dann wird ein bestimmter Prozentsatz positive Reaktionen zeigen.

    Es läuft nicht alles körperlich ab (siehe Psychosomatische Krankheiten).
    _

    schrieb zum_bleistift am

  • #46

    angesichts der Langzeitrobleme, die ritalinähnlichen Stoffen nachgesagt werden, (sie gehen von der Schaffung einer günstigen Startposition von Parkinson bis zum Auslösen von Darmkrebs)sollte man genau überlegen, welche Ratschläge man hilflosen Eltern erteilt. Es geht nicht darum einen bequemen Schüler zu fokussieren. Hilfreich und einsichtsvoll fand ich als mehrfach betroffene Lehrerin und Mutter diesen Artikel:

    http://www.kji-merzbach.de/download/jungs01.pdf

    ...er ist aus der geo und befasst sich mit “JUNGS”
    unserer Zeit oder unserer Sicht von ihnen. Oft sind sie es, die mit dem Phänomen auffallen.

    schrieb lilli am

  • #47

    Nun, ich gebe zu, dass ich Ihnen jetzt nicht widerlegen kann, dass der Psychologe wirklich keine Diagnosen stellen kann.
    ABER:
    Wie soll der Psychologe denn bei so einer Diagnose die Erkrankungen (bishin zum Hirntumor) ausschließen, die auszuschließen sind, was nur ein Arzt kann?
    Wie soll der Psychologe denn im Bedarfsfall medizieren?
    Er hat zwar eine kassenärztliche Abrechnungsnummer, die er aber nur zu Abrechnungszwecken hat und auch nur wenn er Therapiesitzungen mit der KV abrechnet, nicht als Mitarbeiter des Jugendamtes (wozu auch, bringt ihm ja nichts?)

    DIe Approbation (durch das Therapeutengesetz von 1999) macht ihn sicherlich weitgehend unabhängig von einem Arzt, aber nicht in der Medikation.

    Allein diese Aspekte lassen es im Grunde nicht zu, dass ein Psychologe eine solche Diagnose stellt…. es sei denn, er ist auch noch Arzt.

    Zum Gütemerkmal:
    Eine Approbation mag ein Gütemerkmal sein, aber nicht eine “Festanstellung” beim Jugendamt, denn z.B. ein befristet eingestellter Psychologe oder ein freier Psychologe kann eine Approbation vorweisen. Meine zweifelnden Worte bezogen sich nicht auf die Qualifikation eines Psychologen als Solches, sondern auf den Umstand, besagter Psychologe befände sich in einer Festanstellung.
    Es wird ebenfalls von einem approbierten Psychologen erwartet, dass er seine Grenzen kennt (nachzulesen im Therapeutengesetz von 1999)
    Mit Verlaub: Aber ein Psychologe, der AD(H)S für eine Modeeerscheinung hält, kennt nicht nur seine Grenzen nicht, sondern lässt insgesamt Zweifel aufkommen.

    Und wenn er Gutachter ist, dann bezieht sich das auf seine Qualifikation als gerichtlich bestellter Sachverständiger und nicht darauf Diagnosen zu stellen, die eindeutig sein Fachgebiet nicht mehr betreffen.

    schrieb Schülerfreund am

  • #48

    @schülerfreund:
    zit.: Ein diplomierter Psychologe ist noch immer kein Arzt. Er kann und darf solche Diagnosen gar nicht stellen. Auch wenn er dreimal Sachverständiger des Jugendamtes in Festanstellung ist (Ist das ein Gütemerkmal?)

    Das ist, wie Vieles, was Sie hier in die Welt hinausposaunen, falsch. Ein approbierter Dipl.-Psych. darf natürlich solche Diagnosen stellen, schließlich ist er staatlich zur Heilkunde zugelassen und damit dem Arzt gleichgestellt. Und wenn er Gutachter des JA ist, ist dies durchaus ein Gütemerkmal, denn dort darf er nur tätig sein, wenn er die besagte Approbation vorweisen kann.

    schrieb Sommer am

  • #49

    Ich glaube, Sie habe noch ganz andere Sachen nötig…

    Sie hätten kaum einen schlechteren Spruch wählen können als “in dubio pro reo” AD(H)Sler sind keine Angeklagten. Aber dass Sie das glauben, denke ich mir.
    Ich setze keine Krankheit voraus. Ich finde Ihre Einstellung nur ignorant, überheblich, dumm, paranoid, borniert und Ihrem Kind gegenüber unverantwortlich. Wer sich so vehement schon einem Test widersetzt, scheint Angst vor einer Inquisition zu haben. Sie kapieren es leider nicht, dass niemand Ihrem Kind was will - im Gegenteil.
    Und wenn das schon seit dem Kindergarten so ist, sollten Sie sich vielleicht doch mal Gedanken machen, ob wirklich alle überfordert, lustlos oder sonstwas sind.

    Ich bin keine Spezialistin, ich kenne nur Kinder, die wirklich richtig leiden unter diesem Syndrom. Ihnen nicht zu helfen, weil die Eitelkeit der Eltern dem entgegen steht, macht mich wütend.

    Wenn ihr Sohn Schwierigkeiten bei seiner Sozialisation hat, braucht er Hilfe, sonst wird er ein unglücklicher Mensch (bestenfalls)
    Und das nur, weil sie beratungsresistent sind?
    Weil Sie nicht mal einen Test machen lassen wollen?
    Weil Sie alle für überfordert und inkompetent halten?

    Vielleicht ist ihr Kind hochbegabt, vielleicht ist es ja wirklich ein Superburschi, aber vielleicht braucht es auch Hilfe.

    So jetzt kann es bei Ihnen beschämen, was es will, aber Intelligenz wird es nicht sein…. vielleicht Eitelkeit

    schrieb Schülerfreund am

  • #50

    @vaterinbedrängnis

    hm.. also ihr Sohn könnte hochbegabt zu sein. Das könnte in der Familie liegen.. ich möchte keine Ferndiagnose erstellen, lediglich anmerken, dass Hochbegabung sehr oft mit ADHS einhergeht.

    Eine interessante Seite zu dem Thema ist unter

    http://www.eigen-sinn.homepage.t-online.de/home.htm

    zu finden.

    schrieb mark am

  • #51

    @Schülerfreund

    ich hab es nicht nötig zu lügen
    ik heb het heelmal niet noodig om te lugen
    I have no blooming reason to lie,

    mein Sohn spricht Niederländisch, Deutsch und Englisch wie übrigens auch seine Eltern.

    Was soll ich über den Herrn vom Jugendamt now anderes erzählen?

    Ist diskreditieren von Glaubwürdigkeit in der “ADHS - Verschwörung” jetzt als neues Kampfmittel gegen “Ungläubige” im Einsatz…

    Ignorant ist nur die Einstellung sogenannter “spezialisten” wie Dir.

    Ich frage mich an welcher Stelle Du “fachkundig analysiert” hast, dass mein Sohn wider meiner Beschreibungen ADHS krank ist.

    Schon mal was von “in dubio pro reo” gehört? Setzen wir neuerdings ohne jede Veranlassung erst einmal eine Krankheit voraus bevor wir über anderes nachdenken..

    I don’t get it!
    Ik snap het niet!”
    Ich kapiers nicht!

    Aber dann hast Du das mit den bösen “Managern” ja auch nicht kapier ;) Hey meine Zugehfrau hat “Reinigungs Managerin” auf Ihrem CV.. ist die Deiner Meinung nach auch “böse” haha :)

    Du beschämst meine Intelligenz.

    Mahlzeit !

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #52

    Ein Heilpraktiker darf auch nicht und ein Hausarzt tut nicht.
    Der überweist zum Spezialisten und der kann, darf und tut.

    Schade, dass Sie sich zu dem diplomierten Psychologen in Festanstellung nicht weiter geäußert haben. Gell, der war erfunden? :-)

    Wo ist denn die dritte Sprache, mit der ihr Sohn aufgewachsen ist? Niederländisch, deutsch und ...???

    Wie ich sehe, begegnen Sie ständig Idioten. Ich fürchte, Sie werden noch verdammt vielen Idioten begegnen, die ihre ganze Kraft darin investieren, ihrem Supersohn Unrecht zu tun, als ob die keine anderen Beschäftigungen hätten.

    Wenn Sie ihre ignorante Haltung beibehalten sehe ich schwarz für ihren Supersohn. Erst recht, da Sie ja jetzt erst damit um die Ecke kommen, dass die Lehrerin nicht die Erste war, die auf Probleme aufmerksam machte.
    Alle überfordert oder inkompetent?

    schrieb Schülerfreund am

  • #53

    Hey Schülerfreund,
    ein diplomierter Psychologe darf nicht, aber ein Hausarzt, der sein Leben mit Schnupfen verbringt oder eine Heilpraktikerin darf??

    Liebe Leute…

    Mein Sohn ist nicht leidtragend. Er ist einfach total normal.

    Man kann auch Probleme herbeireden.

    Ich kann mich an ein Schulsystem erinnern, wo man sich erst einmal mit den Kindern und dann mit möglichen Ausnahmeerscheinungen auseinandergesetzt hat.

    Leider hat sich die Einstellung gegenüber Kindern in D ungemein auf Kathegorisieren und Analysieren beschränkt.

    Individualistmus wird weggeredet oder als “krankhaft” isoliert.
    Andersartigkeit muss gleich korrigiert werden weil es nicht ins Bild passt..

    Hier ein paar Beispiele.. manche in Zusammenhang mit oben erwähnten Punkten:

    - Mein Sohn ist sein ganzes Leben 3 !!! sprachig. Da seine Mutter Niederländerin ist wurde er in die Kathegory “Kind mit Migrationshintergrund ” gesteckt, geil gelle?. Schade nur, dass ich Deutscher bin, das Kind in Deutschland geboren ist perfekt Deutsch spricht etc….
    zu den Entwicklungsproblemen.. 3 Sprachen mit 5? Wahrscheinlich kriegt man das mit Konzentrationsproblemen und Lernproblemen hin. gelle??
    Lehrer, die meinen Sohn im Vorschultest hatten waren mit diesem Konzept bereits vollkommen überfordert.

    - Kindergarten: Mein Sohn könne nicht malen… oops komisch, dass er alles was ihn interessiert (er ist geborener techniker) wunderbar malt.. Tja dumm das Blumen da nicht draufstehen..
    Wiederum: Mein kind hat eine Störung…
    Ach ja ich vergass er ist auch Musiker, Singt, Spielt Gitarre, Keyboard mit 3!!! und kann bereits seid 1 Jahr Computer bedienen…
    Muss man heutzutage die Talente mitbringen, die andere vorschlagen???

    -etc. etc. etc.

    Dies ist mein Letzter Kommentar zu diesem Thema.

    Sich “mit dem Thema ADHS” zu beschäftigen macht wirklich ausscheißlich für diejenigen Sinn, die sich in die Idee verrannt haben, dass es existiert.

    Ich habe aufgehört meine Zeit mit Phantasiegebilden zu verschwenden, seid ich mit 12 Erich von Däniken las…

    Viel Freude damit mehr Eltern zu verunsichern!

    Gruss

    A

    Mein Sohn wurde bereits im Kindergarten versucht in Schubladen zu stecken

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #54

    “....dass ein diplomierter Psychologe, der außerdem noch Sachverständiger des Jugendamtes in Festanstellung ist meinen Sohn untersuchte und uns bestätigte, dass mein Sohn vollkommen normal ist!!!”

    Ein diplomierter Psychologe ist noch immer kein Arzt. Er kann und darf solche Diagnosen gar nicht stellen. Auch wenn er dreimal Sachverständiger des Jugendamtes in Festanstellung ist (Ist das ein Gütemerkmal?)
    Kommt hinzu, dass er angeblich Aussagen getroffen hat, die er nicht treffen kann und nicht treffen darf, wenn es so einen Jugendamtsmitarbeiter (gar in Festanstellung) überhaupt gibt.
    Dieser diplomierte Psychologe in Festanstellung hat mit den paar Äußerungen schon seine fehlende Kompetenz und Professionalität bewiesen. Das muss ein wahres Hohlbrot in Festanstellung sein, wenn es ihn überhaupt gibt.
    Wie hat der denn diagnostiziert, dass das Kind kein AD(H)S hat? Hat er dem Kind tief in die Augen geschaut? Ach ja, es ist ja eine Modeerscheinung ... und der weiß das?
    Naja, dein diplomierter Psychologe (gibt es auch nicht-diplomierte Psychologen?) in Festanstellung halt .... Sorry, aber das hat eine unfreiwillige Komik. “monini” ist bestimmt nur aus Höflichkeit darauf nicht eingegangen.

    Was zum_Bleistift behauptet bezüglich der Geschwindigkeit der Diagnose ist unredlich und schlichtweg falsch. Die Diagnose von AD(H)S ist eine anamnestische, die nur gestellt werden kann, wenn Beobachtungen eingeholt werden, die eine lange Zeit und verschiedene Lebenssituationen betreffen und eine Reihe von Kriterien umfassen muss. Die besagten 3 Minuten sind schon beim Vorlesen der Kriterien um, denn jede Verhaltensweise eines AD(H)Slers ist in bestimmten, kurzen Situationen völlig normal.
    Hier werden Mütter, die ihre Kinder mit Ritalin behandeln lassen als Monster dargestellt, die nur ihre Ruhe haben wollen… und Lehrer gleich mit.
    Die Hausmittelchen, die “zum_Bleistift” vorschlägt können jedenfalls nicht schaden, auch einem AD(H)Sler nicht. Sie helfen allerdings auch nicht.

    Du meinst “monini” würde in einem Frankfurter Villenviertel leben, wo die Welt noch in Ordnung ist? Wo lebst du als Manager denn, hat dir die Wirtschaftskrise so übel mitgespielt, dass du nicht nur die Villa verloren hast, sondern auch noch eine Paranoia entwickelt hast?
    Du scheinst nur beratungsresistent und ignorant zu sein, deshalb unterstellst du auch lieber der Lehrerin, sie sei überfordert und versuchst es zu untermauern mit einer zweifelhaften Aussage eines noch zweifelhafteren diplomierten Jugendamtsmitarbeiters in Festanstellung.

    Ich möchte meiner Namensvetterin “Schülerfreund 1” und “monini” beipflichten.
    Deinem Kind ist nicht geholfen, wenn du der Lehrerin ihre Kompetenz absprichst. Informiere dich doch erstmal und überlege dir mal, wie es deinem Kind geht, wenn es tatsächlich AD(H)S hat. Es wäre grausam ihm dann HIlfe zu verweigern. Wenn dein Kind seine Aufmerksamkeit nicht fokussieren kann, leidet es. Es versucht auf Eindrücke zu reagieren, die in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit auf es niederprasseln.
    Sei doch nicht so borniert und lass qualifiziert feststellen, ob dein Kind diese Krankheit hat und lass ihm ggf adäquat helfen.

    Ich habe allerdings den Verdacht, dass es dir wichtiger ist, dein Kind hat kein AD(HS) und die Lehrerin ist doof, als dass es deinem Kind gut geht.

    schrieb Schülerfreund am

  • #55

    Hallo Andreas!!

    Wie ich aus Ihrem Text herausfiltern kann, merke ich doch tatsächlich dass sie nur dass für gut halten, wie es Ihnen grade recht ist. So fallen für Sie schon die ersten Belastungen ab.

    Monini weist schließlich viel Erfahrung und Wissen auf. Im Gegensatz zu Bleistift der wie ich aus seinem Text leider entnehmen kann nicht wirklich sich mit dem Thema ADS/(H) beschäftigt hat, da er über andere Personen einige Informationen erhalten hat.
    Ich muss gestehen Andreas und Bleistift ich habe den Anschein in Ihrer SEIFENBLASE lebt es sich sehr gut.
    Schade nur, dass der betroffene Sohn der Leidtragene ist.

    Lisa

    schrieb Schülerfreund 1 am

  • #56

    monini…
    wiederum..und als kleine Verteidigung von zum_bleistift:

    Du magst die besten Intentionen haben, allerdings lebst Du wohl im Villenvirtel von Frankfurt oder in einer Seifenblase.

    Um Deine Worte zu verwenden die “Menschen, die sich um eine sachgerechte Aufklärung bemühen” existieren im realen Leben einfach nicht, oder zumindest sind diese nicht häufig.

    Ganz bestimmt findet man diese Menschen nicht bei -von mir aus- überarbeiteten Lehrerern und ganz gewiss nich bei irgendwelchen Heilpraktikern, die Ihre Analyse auf Zurufen dieser Lehrer ohne Qualifikation sofort beginnen….

    Auch bezweifle ich einfach einmal, dass zum_bleistift schlecht informiert ist, da mir o.g. Psychologe des Jugendamtes (den Sie leider in Ihrer Antwort mit keinem Worte erwähnten.. warum blos??) ähnliche Ratschläge gab.

    Daher muss ich mal schließen beide sind wesentlich kompetenter als monini.. :) (nichts für ungut)

    Sachgerecht diskutieren bedeutet alle Tatsachen zu sehen und nicht das zu diskutieren, was man gerne hätte.

    Die Realität widersprich jeglicher Ihrer Aussagen.

    Gruss
    Andreas

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #57

    Zitat:“Von so einer ausführlichen Diagnostik habe ich noch nie gehört. Die kürzeste, die mir zu Ohren kam hat 3 Minuten gedauert. Dann hatte die Mutter das Rezept in Händen.”

    Sie sollten sich schämen. Es kam Ihnen etwas zu Ohren und Sie haben noch nie gehört, dass…

    Diese Aussagen zeigen eigentlich, dass Sie überhaupt nicht in der Lage sind, sachgerecht zu diskutieren, denn eine ordentliche ADS-Diagnostik beinhaltet das, was ich angeführt habe als Mindestkanon.
    Sie sind schlecht informiert und haben sich nicht nach den richtigen Ärzten umgeschaut.

    Wahrscheinlich würde jemand, der mit der von Ihnen angeführten Diagnostik zufriedenen Leute mehr Zeit mit Information bezüglich des Kaufes eines Kühlschrankes verbringen.
    Das ist natürlich nicht die Schuld der Menschen, die sich um eine sachgerechte Aufklärung bemühen.

    schrieb monini am

  • #58

    ich vergass noch:

    danke and zum_bleistift.. die Tips sind gut wir werden uns das sicher ansehen.

    Bzgl. der vorgeschlagenen Hausärzte.. vielleicht sind die woanders besser. In Oberhausen kann man die auch ziemlich vergessen.

    Wir werden jetzt jegliche wechseln.

    Grüße
    A

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #59

    Liebe (#42) monini

    wie falsch Du liegst ist schon dadurch begründet, dass ein diplomierter Psychologe, der außerdem noch Sachverständiger des Jugendamtes in Festanstellung ist meinen Sohn untersuchte und uns bestätigte, dass mein Sohn vollkommen normal ist!!!

    Des weiteren war sein Aussage klar:

    - Der Lehrer liegt falsch in jeglicher Schlussfolgerung
    - Der Lehrer vernachlässigt seine Arbeit und prüft die Hausaufgaben meines Sohnes nicht
    - Die geprüften Hausaufgaben waren gut bewertet ohne Fehlerkorrektur
    - ADHS ist eine Modeerscheinung und hat nichts mit wirklichen Störungen zu tun. Alles nur wegschieben von Verantwortung und eingehen auf die Kinder
    etc. etc. etc.

    Ich freue mich auf Montag wenn dieser akreditierte und anerkannte SPEZIALIST sich mit der “hochgeschulten Heilpraktikerin” dieser Grundschule und dem “so wahnsinnig qualifizierten” Lehrer meines Sohnes unterhält.

    Ein glück, dass man Heilpraktiker bereits nach 2 wöchigem aufbaukurs nach der Metzgerlehre werden kann und ein glück, dass solche Leute als “Sachverständige” für ADHS herhalten dürfen.

    ARMES DEUTSCHLAND!!!

    Grüsse an den Rest
    Andreas

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #60

    Das Problem dabei ist, dass mit dem Finger den man reicht, gleich die ganze Hand genommen wird.

    Von so einer ausführlichen Diagnostik habe ich noch nie gehört. Die kürzeste, die mir zu Ohren kam hat 3 Minuten gedauert. Dann hatte die Mutter das Rezept in Händen.

    Ich verstehe, dass Lehrer Probleme mit dem Verhalten einiger Schüler haben. Auch ist mir klar, dass dies sehr belastend für Lehrer und Mitschüler ist.

    Nur Psychiater beseitigen nicht die Ursache für dieses Verhalten. Sie pinkeln in den Tank, anstatt den platten Reifen zu wechseln (sorry für diese Ausdrucksweise).

    Das AD(H)S ist eine super Marketing-Strategie. Tabletten kosten nichts in der Herstellung und alle verdienen prächtig daran. Pures Gold gibt es billiger zu kaufen als Methylphenidat-Tabletten.

    Die Szene ist schon so gut am Laufen, dass Lehrer schon Kinder auswählen und die Eltern verständigen, dass sie einen Psychiater aufsuchen sollten. Ein Traum einer Marketing-Szene. Unbezahlte Mitarbeiter. Es läuft von selbst.
    Das erinnert mich an den aus Amerika bekannten Santa Claus. Das hat mit einer für damalige Zeiten massiven Plakatwerbekampagne (Anfang des 20. Jahrhunderts) begonnen. Coca Cola LKW-Fahrer mit pelzbesetztem Mantel und Lederstiefeln in den Firmenfarben rot und weiß. Und heute stehen sie bei vielen Großkaufhäusern. Vorher gab es den rot-weißen nicht.

    @Vaterinbedrängnis
    Meine Empfehlung: Geh zu Deinem Hausarzt und lass eine Blutuntersuchung bezüglich Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen machen. Die Nahrung enthält immer weniger davon. Wenn bspw. Magnesium fehlt, sind Menschen gereizt.
    Schaffe – falls nicht bereits vorhanden – Möglichkeiten und Anreize, dass sich Dein Kind viel draußen bewegt (anstatt vor dem Fernseher zu sitzen etc.).
    Nimm Dir Zeit und frag es, ob es etwas belastet und höre gut zu. Lass es ausreden. Danke ihm dann, dass es Vertrauen zu Dir hat.

    schrieb zum_bleistift am

  • #61

    Lieber vaterinbedrängnis,

    keine Schule wird sich den Stress machen, einfach so aus Daffke Eltern zu einem Gespräch in die Schule zu zitieren. Dafür ist die übrige Belastung viel zu groß.

    Wenn eine Schule schon nach 2 Wochen die Veranlassung sieht, ein Gespräch zu führen, dann muss das abweichende Verhalten schon sehr auffällig sein und eventuell den Unterricht so stark stören, dass man etwas unternehmen muss.
    Glauben Sie mir, die Kollegen und Kolleginnen an den Grundschulen sind einiges gewöhnt, was Verhaltenskreativität betrifft und können im Normalfall damit sehr gut umgehen.

    Wenn da also Gesprächsbedarf besteht, dann macht man sich ernsthafte Sorgen.

    Natürlich sind GS-Lehrer keine Ärzte, die Diagnosen stellen. Sie können aber sehr wohl einschätzen, wie stark ein von der Norm abweichendes Verhalten ist, das Anlass zur Sorge gibt.

    Ihre Angst nach einer Diagnostik kann ich nicht nachvollziehen.
    Eine gute ADS-Diagnostik schließt nämlich im Vorfeld eine Menge anderer Dinge aus:

    Entwicklungsverzögerungen
    motorische Probleme
    psychosoziale Störungen
    emotionale Störungen
    Hör- und Seh-probleme
    Wahrnehmungssdtörungen
    Verzögerung der Hirnreifung

    etc.
    es wird ein EEG erstellt, er werden Blutuntersuchungen gemacht, es werden Berichte der Eltern, Lehrer und des Umfeldes angefordert, es werden Intelligenztests und Konzentrationstests gemacht, es gibt Gespräche und vieles Andere mehr.

    Warum würden Sie diese Untersuchungen nicht machen lassen wollen, um ihrem Kind zu helfen und Probleme festzustellen?

    Ob dann eine ADS-Diagnose herauskommt, ist eine zweite Sache.

    Wenn dann überhaupt eine ADS-Diagnose gestellt wird, ist es ja eine ganz andere Sache, wie Sie dann damit umgehen.
    Ich finde, das ist eine Brücke über die können sie dann gehen oder nicht, wenn es so weit ist.
    Vielleicht stellt der Arzt ja auch fest, dass alles ok ist und ihr Kind einfach mehr Gewöhnungszeit braucht, oder einfach Heimweh hat nach Hause oder vielleicht auch verzogen ist (entschuldigen Sie den Verdacht, aber auch das ist häufig nicht abwegig).

    Welche Ängste halten Sie davon ab, Gewissheit zu erlangen?
    Nach einer Diagnose können Sie doch viel besser ins Gespäch eintreten mit den entsprechenden Lehrern.

    schrieb monini am

  • #62

    Hallo Lisa,

    wirkürlich ist nur das Verhalten i.e. der Schule in dem mein Kind ist.

    Da ADHS noch nicht einmal klar diagnostiziert werden kann, ja es ist sogar im Disput, ob diese “Krankheit” überhaupt existiert, denke ich es ist dem wohle meine Sohnes mehr zuträchtig sich mit den Gründen seines Verhaltens auseinanderzusetzen anstelle ihn mit 6 Jahren vorzuverurteilen.

    Wie gesagt er zeigt dieses Verhalten ausschließlich in der Schule und ich werde den Teufel tun seinen Lehrern zu erlauben ihn zu verurteilen, weil diese offensichtlich nicht kompetent sind sich mit dem eigentlichen Problem zu befassen

    A.

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #63

    Hallo Andreas!!
    Mir scheint dein Kommentar etwas leicht unwirklich.
    Natürlich muss ich zugeben, wenn ein Kind auffällig wird oder ist, hat das nicht immer mit der Erkrankung ADS/(H) viel gemein. Schubladentheorie unterstüze ich auch nicht.

    Ich sehe dass es dir einfach erscheint dein Leben zu leben, (wie du es gerne hättest) Mit einem Test kann man mit Sicherheit mal einverstanden sein. Dient zur Beruhigung und Hilft im Fall der Fälle in erster Linie deinem Sohn.

    Drogen und Ritalin in einem Satz zu verwenden ist sehr gewagt und nicht zu vergleichen. Damit grüße ich deine netten Internet- Seiten. Würde mich freuen, wenn du Andreas deinem Sohn einen Gefallen tun würdest ihn zu einem Test zulassen, damit dein Sohn nicht irgendwann aus DIR einen Zombie macht.

    Lisa

    schrieb Schülerfreund 1 am

  • #64

    Hier fehlte mir noch die Sicht eines Elternteils, dessen sohn bereits nach 2 Wochen in der Grundschule in die Kathegorie ADHS geschoben werden soll, da man scheinbar kein Interesse daran hat auf das Kind einzugehen.

    Mein Sohn ist nun seid nichtmal 3 Wochen in der Schule.
    Ein netter, aufgeweckter, nicht auffälliger und ziemlich intelligenter kleiner Junge, der alles hinterfragt.

    Bereits nach 2 Wochen wurde meine Exfrau in die Schule zitiert, da mein Sohn angeblich nicht dem “normal Bild” entspricht.

    Nach verschiedensten Exkursen, (wohl gemerkt mit mir dem Vater möchte man wohl wegen guter Argumente nicht reden) kam dann diese Woche auf, dass mein Sohn ja ADHS haben könnte.. ???

    Es ist klar wie Klosbrühe, dass es einfacher ist Kinder in Kategorien zu stecken als sich mit dem eigentlichen Problemen, z.B. der Inkompetenz oder Überarbeitung der Lehrer unseres Schulsystems auseinanderzusetzen.

    Ich, Manager, auch nicht dumm, ganz bestimmt kein ADHS oder ADS (was ja wohl vererblich ist) mach mich im Internet schlau und sehe das Ritalin sowohl süchtig macht als auch vermutlich langzeitlich zu negativsten Bewustseinsänderungen führt.

    Wer rettet mein Kind vor einer gleichgültigen Gesellschaft, die Ihre Kinder lieber zu Drogenabhängigen macht, als sich mit diesen wie ein Kind auseinanderzusetzen?

    Ich bin verzweifelt.
    Klar ist, dass ich mein Kind nicht testen lassen werde.
    Lieber wandere ich aus als mir einen Zombi großzuziehen.

    m.f.g.Andreas

    schrieb Vaterinbedrängnis am

  • #65

    Ich möchte darauf hinweisen, dass ich nicht der Autor des obigen Posts bin. Dies ist mir besonders wichtig, da ich den Post für dümmlich halte und eine ganz andere Meinung vertrete. Ich habe auch kein Jurastudium absolviert, sondern bin Lehrerin.

    Ich finde zwar, dass einige Menschen hier völlig unangemessen mit AD(H)S umgehen, aber z.B. kann ich nicht nachvollziehen, wo sich herablassend geäußert wird.
    Im Ganzen möchte ich mich
    web4health,
    monini und
    mark anschließen.

    Besonders wenig Ahnung von AD(H)S hat Hartmut Zingel, denn der hat scheinbar noch nie gehört dass es dieses Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom auch ohne motorische Unruhe gibt.

    In einem anderen Beitrag (ich finde ihn leider nicht mehr, aber hier steht schon außerordentlich viel dummes Zeug) wird suggeriert, dass es die Lehrer seien, die Ritalin verordnen würden. Nun, ich denke mir, wer son wenig weiß, weiß vielleicht auch nicht, dass Lehrer keine Diagnosen stellen und auch keine Medikamente verordnen

    schrieb Schülerfreund am

  • #66

    Als ich zufällig auf diese Seite gestoßen bin, konnte ich die Diskussion über das Thema ADS/ADHS
    nicht fassen.

    Habe mir dann überlegt, ich werde mich einfach genauso primitiv und herablassend äußern wie das hier der Fall ist. Wahrscheinlich nicht einmal im Kontakt gewesen mit Menschen die unter der Symptomatik ADS leiden, dann ist es ja immer besonders einfach zu urteilen.
    Sich an irgendwelche Statistiken zu klammern ist natürlich auch der einfachere Weg als sich vielleicht einfach mal richtig mit dem Thema zu beschäftigen. Vielleicht lese ich da auch ein bisschen heraus, dass unter Ängsten gelitten wird. So kann man den Autoritären Führungsstil der in den Schulen bekanntlich bevorzugt wird nicht mehr weiter durchführen. Noten verteilen an Schüler, die “aufmerksam” sind ist natürlich schneller zu meistern.
    Aber nicht genug, die Schüler mit Problemen werden abgeschoben indem sie angeblich aus schlechten Elternhäusern kommen. Soviel zum Thema Statistik.

    Lange Rede kurzer Sinn : Ich bin froh, dass ich mich an nette Schülerfreundliche Lehrer erinnern kann.Wenn ich das hier lese, bin ich froh, dass ich mein Jurastudium gut absolviert habe und stellt euch vor : AUCH MIT ADS !!!

    Danke an meine Lehrer schade für die Schüler der Lehrer aus diesem Forum!! Bin ich Gedanken bei euch!!

    Lisa

    schrieb Schülerfreund am

  • #67

    Ich bin ausschließlich für eine sachliche Diskussion. Für mich gibt es dabei kein “aber”

    :)

    schrieb mark am

  • #68

    Ich bin auch für sachliche Diskussionen, aber es sollte auch etwas Fundiertes da sein. Vermutungen reichen mir nicht. Die Psychiatrie sollte sich von der Fixierung auf Verhalten/Symptome lösen.
    Die Psychiatrie behauptet auch, dass alles körperlich ist. Es wäre nach all den Jahrzehnten der Forschung einmal angebracht, etwas Naturwissenschaftliches vorzulegen, das dieses unerwünschte Verhalten bewirkt. Ich meine damit nicht, dass Körperflüssigkeiten gefunden werden, die die Symptome auslösen. Ich möchte das spezifische Gewebe und die Molekularstruktur der Flüssigkeiten, die das Ganze STARTEN.


    Da sie immer mehr in Erklärungsnot kommen ...
    Möglicherweise kommt als nächstes, dass man den Eltern einredet, dass ADHS vererbt wird und impliziert damit, dass sie selbst mitschuld seien. Dann würden die Eltern weniger Widerstand leisten.
    Weiters hätte man damit auch gleich eine gute Ausrede, warum die Psychiatrie ADHS bisher nicht heilen konnte.

    _

    schrieb zum_bleistift am

  • #69

    @zum_bleistift
    Ich persönlich finde es vollkommen in Ordnung, wenn Sie die Schwierigkeiten bei der Vermischung von Marketing und Gesundheitssystem aufdecken möchten.

    Die SHGs haben allerdings schon lange die Nase voll, in dieses Licht gerückt zu werden und sind auch weder gekauft noch sonstwie manipulierbar. Der ADHS e.V. hat zum Beispiel als Reaktion auf einen Frontal21-Beitrag eine Richtigstellung veröffentlicht und die Zusammensetzung seiner Spenden offengelegt.

    Dadurch wurde unter anderem bekannt, dass die Frontal21-Redaktion Aussagen durch Auslassen und Zusammenschnitt verfremdet hat und weitere Werkzeuge aus dem Propagandakasten benutzte - Das Ergebnis hatte schon fast Züge von einem der düsteren David Lynch-Filme.

    Für die Kritik an den Pharma-Unternehmen hilfsbedürftige Menschen als “Sendekanal” zu missbrauchen ist genauso unmoralisch wie die profitgierige Preispolitik der Unternehmen, welche ja nicht zuletzt auch tagtäglich mehr AIDS-Tote zur Folge hat.

    Den ADHS-Betroffenen ist erst geholfen, wenn die Diskussion versachlicht und von der Medikations-Diskussion vollständig entkoppelt ist.

    schrieb mark am

  • #70

    Ich hoffe, das ist jetzt kein Doppelpost.

    @mark
    In Fachkreisen darf man natürlich werben, und das ist gut so.

    Aber bezüglich Werbung an Patienten/Klienten gibt es gesetzlich ziemliche Einschränkungen. Ärzte dürfen keine Werbung machen.

    Deshalb geht die Pharma hier andere Wege und forciert z.B. Selbsthilfegruppen.
    Hier möchte ich behaupten, dass damit unwissentlich Eltern instrumentalisiert werden, um Marketingziele zu erreichen.

    _

    schrieb zum_bleistift am

  • #71

    @zum_bleistift
    nun, wenn Sie mal auf einer Psychiatrie-Tagung waren, wäre Ihnen schon früher aufgefallen, dass die Hersteller von Pharma-Produkten sich bei Werbung und Marketing nicht etwa vornehm zurück halten, sondern wie jeder andere Industriezweig auch mit Flyern und Werbematerial nur so um sich wirft. Nun, es wäre doch naiv, zu glauben, dass ein Unternehmen auf Marketing verzichtet und es sind nun mal Pharma-Firmen, keine liebenswerten und verständnisvollen Apotheker, der Markt, wie jeder andere hart umkämpft. Wenn Sie also denn Pharmafirmen ihre PR-Aktionen verbieten würden, fehlt dann irgendwann auch das Aspirin in Ihrer Hausapotheke und alles kann man auch nicht mit Kamillentee behandeln.

    schrieb mark am

  • #72

    Danke für die Hilfe. Mit dem FireFox ging es bei mir auch nicht.
    Aber dieser Link müsste nun funktionieren:

    http://tinyurl.com/p6dd4b

    _

    schrieb zum_bleistift am

  • #73

    Eigentlich sollte das kein Problem darstellen.
    Möglichkeit 1: Wechseln Sie den Browser (benutzen Sie Firefox).
    Möglichkeit 2: Stellen Sie über http://www.tinyurl.com eine Kurzform des Links her und posten Sie diese hier.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #74

    Sehr geehrter Moderator,
    beim Link gehen die Prozentzeichen und Ziffern schon bei meiner Vorschau verloren und deshalb funktioniert er nicht. Was kann man da machen?

    Danke
    Norbert

    schrieb zum_bleistift am

  • #75

    Dass Angela Merkel im Feb. 2009 bei der Eröffnung des Novartis-Forschungszentrums in der Schweiz mit Anwesenheit glänzte, gibt dem von Dr. Rath Gesagten eine gewisse Glaubwürdigkeit – auch wenn es vielleicht weit hergeholt ist.

    Hier der gesamte Link:
    http://www.adhs-schweiz.ch/Bilder/Tagi 28.2.09 Fortsetzung -ADHS thematisieren u Ritalin verkaufen.gif

    -

    schrieb zum_bleistift am

  • #76

    Nun, ADHS ist nicht heilbar, bei einem Drittel der unter Schizophrenie Leidenden verläuft die Krankheit chronisch. Bei Schizophrenie stehen ja bekanntlich Paranoia, Schlaflosigkeit, Verschwörungstheorien und Halluzinationen im Vordergrund. Schwer therapierbar ist z.B. die Narzisstische Persönlichkeitsstörung (vgl. Hartmut Mehdorn).

    Ein Großteil der Störungen wie Depressionen, Angststörungen und weitere Persönlichkeitsstörungen sind hingegen bei entsprechender Psychotherapie - mit oder ohne Medikamente - gut in den Griff zu bekommen. Persönlichkeitsstörungen lassen sich übrigens meistens nur in einer Gesprächs- oder Verhaltenstherapie behandeln, also ohne Medikamente, da Entwicklungsschritte in der Persönlichkeitsentwicklung nachgeholt werden müssen (kein Medikament kann das). Bei der Behandlung von ADHS und Schizophrenie spielt außerdem ganz einfach das Wissen über die Krankheit eine große Rolle (Psychoedukation).


    @zum_bleistift

    haben sie vielen Dank für ihre Wachsamkeit bezüglich der Vorgänge im Pharmazie-Sektor.
    Was nun die Gabe von Mathylphenidat angeht, wurde die gängige Verordnungspraxis durch eine Studie schon einmal überprüft, siehe folgender Link (Verordnungspraxis bei ADHS in NRW)

    http://www.egms.de/en/meetings/gmds2005/05gmds072.shtml

    schrieb mark am

  • #77

    Ich weiß, das führt jetzt ein wenig weit weg vom eigentlichen Thema. Aber dass man einen Großteil unserer Kinder unter Drogen setzen möchte, um Riesenprofite zu machen, rechtfertigt diesen Exkurs.

    Hier der Einfachheit halber die Links einzelnen:

    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=WJIovkRkP3o
    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=ji539fXwTsI
    Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=eM3PSzZDz6k
    Teil 4: http://www.youtube.com/watch?v=SKHOh0MVZmc
    Teil 5: http://www.youtube.com/watch?v=egEQ4owXSBY&feature=related

    Dazu die Originaldokumente des Nürnberger Tribunals:
    http://www.profit-over-life.org/international/deutsch/index.html

    [Zur Glaubwürdigkeit von Dr. Matthias Rath vergleiche aber auch agpf (Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V.): “Vitamin-Guru Dr. Matthias Rath: Der Wolf im Schafspelz. Dr. Rath kritisiert das “Pharma-Geschäft mit dem Krebs” und betreibt es selbst”]

    Anmerkung der Red, 13.05.2009

    schrieb zum_bleistift am

  • #78

    Wenn wir schon bei Verschwörungstheorien angelangt sind, hätte ich bei YouTube fünf Videos von Dr. Rath anzubieten. Es zeigt einen Vortrag, den er über das Öl-Pharma-Kartell gehalten hat. Er wurde ja aus dieser Ecke genügend angegriffen und deshalb hat er nachgeforscht. Er erwähnt da Absprachen, Dokumente aus den Nürnberger Prozessen und weitere interessante Zusammenhänge bis zur gegenwärtigen Politik.

    Die Nahrung hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Was durch Kunstdünger, Glashaus, geänderte Ernährungsgewohnheiten etc. verloren ging, sind Vitamine, Spurenelemente und Mineralien.

    Wenn der Körper davon mehr braucht, als er bekommt, reagiert er. Er braucht keine – bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen – keine “Medikamente”, die nur die Symptome unsichtbar machen oder kurzzeitig blockieren.

    Dadurch, dass man per Gesetz nur mehr unter gewissen Auflagen auf eine Verpackung schreiben darf, dass es heilt, wird man es auf keinen Hausmitteln wie Kamillentee mehr finden. Niemand kann damit so viel verdienen, dass er die Auflagen bezahlen kann. Das Wort “heilen” wurde praktisch per Gesetz verboten. Fragen sie mal einen Heilpraktiker.

    Letztlich kommen dann “Medikamente” zum Einsatz, die nichts heilen, sondern nur wirken, wenn man sie täglich einnimmt. Da rollt der Rubel!

    Kombiniert man dies noch mit der Vorstellung, dass die Verpackung herzustellen teurer als der Inhalt ist, kann man sehen, dass man mit Milliarden-Umsätzen auch Milliardengewinne hat und beliebig Expertisen in Auftrage geben kann und dann die passenden veröffentlicht (ich kann dies nicht beweisen, da mir Infos fehlen. Aber bei den meisten maschinell hergestellten Pillen dürfte das so sein). Man kann Werbung machen, Lobbyarbeit bezahlen usw.

    An diesem Punkt stehen wir. Die meisten psychischen Krankheiten sind unheilbar. Medikamentiert werden sie ein Leben lang. Viele verdienen gut daran und forcieren die Verbreitung und den Verkauf. Eltern und Lehrer sind oft unschlüssig und glauben den “Profis” im weißen Kittel.

    Diejenigen, die das durchschauen, haben keine Milliarden-Einnahmen und können entsprechend wenig verursachen – außer immer wieder mal aufzuschreien.

    Wenn Sie “YouTube” aufrufen erscheint auch ein Suchfeld auf der Seite.
    Geben Sie folgendes ein: Öl Pharma Kartell Dr. Rath

    Beginnen Sie mit Teil 1. Das gibt viel Diskusionsstoff!


    -

    schrieb zum_bleistift am

  • #79

    die strattera-diskussion ist bereits 2005 abgeschlossen worden. die folge dieser todesfälle war, dass es nun im beipackzettel steht.

    frontal21 hat daraus ende letzten jahres ne tolle verschwörungstheorie-sendung hingelegt und alles wieder aufgewärmt, gleichzeitig noch die apotheken-umschau (unsere gute rentner-bravo) zu ner klage veranlasst, ADHS-Selbsthilfegruppen in Mißkredit gebracht und prompt hat Scientologys Tarnorganisation KVPM mitproletet und ne hundertfach kopierte Pressemitteilung im Netz verstreut mit, ich glaube da warens dann schon hunderte Tote wegen Strattera und dem Titel “Menschrechtsverein klagt an..”

    Alles Akteure, die sich für den organisierten Unverstand einsetzen..

    Ich möchte Sie einfach bitten, in ihrer Analyse sorgfältiger vorzugehen, vielen Dank im Namen der Zivilgesellschaft!

    schrieb mark am

  • #80

    @mark
    Sie schrieben: “Diese konnten weder zu 100% in Verbindung mit dem Medikament gebracht werden, noch zu 100% ausgeschlossen werden”.
    Klar kann man bei Statistiken nicht mit Extremen wie 100% arbeiten. Vielleicht hätte es der eine oder andere sogar geschafft, wenn er voll durchtrainiert, kein schwaches Herz, das Wetter angenehmer gewesen wäre ... Das führt doch zu nichts.
    Was hilft es einem Kind, wenn es eine unentdeckte körperliche Schwäche hat und dann im Zusammenhang mit dem ADHS-Medikament stirbt? 95 Todesfälle in 3 Jahren – das ist meines Erachtens weit oberhalb dessen, zufällig zu sein!

    Die Statistik ist darauf aufgebaut, dass es einen Zusammenhang mit dem ADHS-Medikament gab. Solche Tatsachen müssen dann reportet werden, was ja Sinn macht. Die amerikanische Arzneimittelbehörde wird damit schon Erfahrung haben.

    Studien gibt es viele. Nur sind die meisten Studien, von denen ich weiß, bezahlte Studien. Auch wenn dies meist nicht gleich ersichtlich ist (Sie schreiben ja selbst, dass es möglicherweise eine Beziehung zu Pharmaunternehmen gibt). Die wenigsten Forscher sind in der glücklichen Lage, ein unabhängiges Einkommen zu haben.

    Studien sind so Sachen, die oft fehl gehen. Alleine, dass es widersprüchliche gibt, zeigt, dass einige nicht richtig sein können.
    FAKTEN, wie Todesfälle, sind eindeutig. Da gibt es keine Meinungsverschiedenheit darüber, ob der Mensch nun tot ist, oder nicht. Einzig über die Erfassung der Daten und deren Auslegung kann man streiten. Aber das muss dann mit der US-Arzneimittelbehörde ausdiskutiert werden.


    -

    schrieb zum_bleistift am

  • #81

    @zum_bleistift

    zum einen habe ich keine selbstmedikation betrieben, sondern eine grundständige diagnose durch einen sehr erfahrenen ADHS-experten.
    Zum anderen ist Selbstmedikation bei ADHS in erster Linie Alkoholismus und harter Dorgenkosum

    Zu methylphenidat gibt es eine monographie:

    “Methylphenidat” (2004)
    Hrsg: Michael Schulte-Markwort, Andreas Warnke
    beim Thieme-Verlag
    ISBN 3-13-133441-x

    Ich denke, wenn Sie die Fülle der wissenschaftlichen Untersuchungen kennen würden und die enorme Anzahl an Studien, allein zur Wirkung dieses Arzneistoffs, wäre es Ihnen gar nicht möglich, so undifferenzierte Gedanken dazu zu äußern. Hier ein Auszug:

    Zur Wirksamkeit bei ADHS:
    Cantwell 1996

    Zur suchtvorbeugenden Wirkung bei Bahandlung im Kindes- und Jugendalter:
    Biederman et al. 1999

    Eine Zusammenfassungsstudie der Zusammenfassungsstudien:
    Swanson 1993

    Langzeitstudien:
    The MTA, 1999a;56:1073-1086
    Vitello 2001

    Auswirkungen von ADHS auf die Lebensspanne:
    Willens 2002

    Nun können Sie meinetwegen die Herausgeber in die Ecke der Pharmalobby stellen oder sich über die Tatsache aufregen, dass manche Menschen auf Medizin zur Bewältigung von Entwicklungs- und Lebensaufgaben angewiesen sind - ich habe wohl im Umgang mit der Störung den Vorsprung meiner eigenen Erfahrung. Ich erlaube mir, zu sagen, mir dadurch ein differenzierteres Urteil erlauben zu können.

    Zu den Todesfällen bei Atomoxetin (war kein Methylphenidat): diese konnten weder zu 100% in Verbindung mit dem Medikament gebracht werden, noch zu 100% ausgeschlossen werden. In der Packungsbeilage steht das schon lange.

    schrieb mark am

  • #82

    @mark
    Aufgrund des fachlichen Stils schließe ich, dass Sie sich selbst medikamentiert haben?

    Alkoholiker schwören auch auf Alkohol und Wirte befürworten auch den Alkoholkonsum.
    Und wie ich es selbst sehen konnte – als Zivildiener in einer Psychiatrie – sind die mit Abstand meisten Menschen, die eingeliefert werden, Alkoholiker. Nicht Schiziphrene o.ä.
    Man könnte vermuten, dass der Einzelne denkt, dass es ok ist zu saufen, aber dennoch enden welche im Delirium tremens ... 
    Und statistisch kann man so etwas ganz einfach erfassen. Man könnte auch die Anzahl der eingelieferten Alkoholiker erfassen, die Anzahl der dadurch zerstörten Familien, die Anzahl der im Zusammenhang mit Alkohol verstorbenen ...

    Deshalb interessiert nur eine Gesamtsicht, die durch korrekte Statistiken belegt wird und naturwissenschaftlich belegte Erkenntnisse und Ergebnisse.

    Ich denke, dass Psychopharmaka mehr zerstören als Alkohol!

    Über die Wirkungsweise von Methylphenidat gibt es mehrere Theorien, aber keine nachweisbare Sache. Teilweise widersprechen sich diese sogar (nachzulesen in der Wikipedia). Meiner Meinung nach sind letztlich alles Vermutungen – ohne jeden naturwissenschaftlichen Beweis.

    Mein voriger Beitrag führt Fakten auf. Man kann diese nachprüfen. Todesfälle sind keine Theorie oder Vermutung. Das SIND Fakten.

    schrieb zum_bleistift am

  • #83

    Nun.. der Graben liegt in philosophischer Hinsicht grob skizziert zwischen der “Phänomenologischen Methode” (Husserl), was in der aktuellen Version das Postulat bedeutet, dass das menschliche Bewusstsein nicht neurologisch beschrieben werden kann/darf auf dein einen Seite (Pädagogik/Psychoanalyse) und auf der anderen Seite der durch die neueren Erkenntnisse aus der Psychologie- und Neurologieforschung untermauerten, verhaltenstherapeutischen Sichtweise, welche mit dem neurobiologischen Ansatz weite Teile z.B. der traditionellen Freudschen Lehre die Definitionshoheit nimmt. Dieser Konflikt der beiden wissenschaftlichen Positionen ist der Kern, welcher Auseinandersetzungen wie diese zur Folge hat. Im Idealfall sollte die Pädagogik alles mit Empathie und Gespräch lösbare lösen, Neurobiologie und Verhaltenstherapie sollten die reichhaltigen Erkenntnisse aus der Forschung beitragen. Das mit den Medikamenten ist ohnehin nur ein Teil der Therapie, ein Zankapfel erster Güte, polarisierend und ein zentraler Konfliktbegriff. Reizwort, Aufhänger, Aufreger, aufmerksamkeitsbeschaffend..

    Für mich steht fest, dass mir die Medikamente sehr geholfen haben. Für mich steht auch fest, dass hierfür eine professionelle Hilfe und Expertise nötig ist. ADHS ist nur eine Aufmerksamkeitsstörung, an sich nichts allzu Schlimmes, nur leider nun mal in den meisten Fällen mit schwerwiegenden Komorbiditäten verbunden. Wer seine Weltsicht verteidigt, soll das gerne tun, aber dabei sollte mit Rücksicht auf die Betroffenen gehandelt werden. Das verunsichert die Patienten und in deren Sinne wäre doch eine fundiertere Diskussion wünschenswert, oder?

    schrieb mark am

  • #84

    @monini
    Ja, die Frage war provokant. Aber für solche Präparate Werbung zu machen finde ich skandalös.

    Ich erwähne Amerika nur deshalb, weil die schon länger damit konfrontiert sind und auch mehr darüber in die Medien zu finden ist.

    Hier ein Auszug aus einer Bekanntmachung über das ADHS-Medikament Strattera vom amerikanischen Pharmakonzern Eli Lilly:
    Im Zeitraum von 2004 bis 2007 wurden aus Meldungen an die US-Arzneimittelbehörde FDA sowie aus verschiedenen Periodic Safety Update Reports (PSURs*) aus Europa insgesamt 95 berichtete TODESFÄLLE im Zusammenhang mit der Behandlung mit Strattera bekannt. Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen:

    41 Kinder und Jugendliche, davon 22 durch Selbstmord;
    47 Erwachsene, davon 22 durch Selbstmord;
    7 durch Fehl- oder Totgeburt.

    Das macht vielleicht verständlich, warum ich diesbezüglich nicht mit sanften Worten umgehe.

    schrieb zum_bleistift am

  • #85

    Ich bin begeißtert, dass schon so viele Leute zu diesem Thema das richtige zu sagen haben! Ja, Ritalin ist eine schwere Droge, ja, die Kinder die es nehmen müssen, sind wie ausgetauscht, ja, sie sind nach einer Weile trotz Medikament noch schlechter dran als davor, ja, ihre Lebenslust nimmt tgl. ab, ja, sie haben unter der Nebenwirkungen zu leiden. Das sie evtl. kurzfristig eine bessere Schulische Leistung bringen, ist eher so zu verstehen, wie wenn Sie einem Roboter eine Aufgabe geben, erledigt er es. Ich kenne ein Kind, das Ritalin nimmt und kenne seine Lebensumstände, wie z.B. was er zum essen bekommt: ausschließlich Nudel, da er praktisch nichs anderes essen will, was er machen darf: sobald in der Familie ein lauteres Wort gesprochen wird, sagen die Eltern vorwurfsvoll, dass er leise sein soll. Meinen Sie, dass beim diesem Kind nicht was anderes, was fehlt? Aber für die Eltern und der Lehrerin ist es doch viel schöner, ruhiger so. Verbieten soll man diese Mittel! Lassen Sie diese Kinder auf Vitamin- und Mineralstoff-Mangel untersuchen, geben sie ihnen, was ihre Körper braucht, unternehmen Sie was mit denen und lassen Sie sie lebendige Kinder sein! E.S.

    schrieb Eva Szeness am

  • #86

    @#15
    Das kannte ich noch nicht. Interessant.
    Was mich v.a. beeindruckt ist die Größe der Testgruppe. Bei den meisten Tests, wo mir genauere Daten bekannt wurden, bestand die Testgruppe aus zig Personen – nicht 2500!
    Umgerechnet auf Deutschland hieße das, dass von den etwa 500 000 Kindern, die diese Preparate einnehmen, nur 4000 tatsächlich echtes ADHS haben. 496 000 werden FÄLSCHLICHERWEISE damit behandelt!
    Das passt genau in die gleiche Schiene wie folgendes:
    Ein Pharmakonzern musste dieses Jahr 1,4 Mrd. Dollar Strafe zahlen. Das war der größte Schadenersatzforderung in der Geschickte des US-Justizministeriums. Es wurde ein Neuroleptikum (Zyprexa) als Abhilfe für ganz alltägliche Wehwechen beworben. Von der Arzneimittelbehörde war es aber NUR für Epileptiker genehmigt worden.
    Es gehört zu den am Meisten verkauften Psychopharmaka der Welt. Ich habe ausgerechnet, dass die Strafe leider nur 5% des Umsatzes ausmachte. Das hält sie nicht auf, auch wenn die Summe astronomisch ist.
    Es entzieht sich aber meiner Kenntnis, wie es zu diesem Gerichtsverfahren kam. Da müssen sich ja immens viele der Klage angeschlossen haben.

    schrieb zum_bleistift am

  • #87

    Wie viel ich an einer Packung Ritalin verdiene? Diese Frage ist unverschämt.
    Ich bin eine Mutter, deren Tochter nach einigen Leidensjahren endlich vernünftig diagnostiziert wurde und dann medikamentös eingestellt wurde.
    Den Einfluss, den die ordentliche Medikation auf mein Kind hatte, auf die ganze Familie und das Umfeld, kann ich gar nicht in vollem Umfang beschreiben.
    Nur so viel: Meine Tochter hatte durch das ADS, durch das Gefühl anders zu sein, durch ihre eigene Hilflosigkeit gegenüber ihren Verhaltensweisen, Konzentrationsschwächen, ihrer mangelnden Impulskontrolle Depressionen entwickelt. Durch ihr Verhalten hatte sie keinerlei Freunde.
    Glauben Sie mir, eine Fünfjährige mit Todessehnsucht ist nicht spaßig anzuschauen!

    Übrigens ist ADHS eine Krankheit für die ganze Familie. Meine Ehe wäre fast daran zerbrochen. Den Druck und die Belastungen, die auch für die anderen Familienmitglieder mit einem echten ADS-Fall einhergehen, kann niemand ermessen, der das nicht selbst miterlebt hat.
    Das ist mehr als nur “Zappelei”. Das ist Horror pur Tag für Tag. Ihre Posts lassen allerdings darauf schließen, dass Sie mit ADS nicht wirklich vertraut sind.

    Obwohl die Medikation ja langsam “eingeschlichen” wird, war bei meiner Tochter schon nach wenigen Tagen eine enorme Verbesserung zu spüren.

    Zusammen mit einer Verhaltenstherapie hat die Medikation aus meiner Tochter ein glücklicheres Kind gemacht. Dass sie nun auch in der Schule in der Lage ist, ihr Potential abzurufen, ist ein positiver Seiteneffekt. Entsprechend hat auch der Druck für die Familie abgenommen.

    Inzwischen haben wir in den 5 Jahren auch Phasen des Absetzens der Medikation durchgemacht, die allerdings nicht so sehr erfolgreich waren. Mit Medikation geht es halt einfach noch besser. Reduzieren konnten wir die Dosis schon.

    schrieb monini am

  • #88

    findet sich in dem angegebenen Link der bekannten Arbeitsblätter, der auch 2005 einen gleichnamigen Artikel “Ritalin und ADHS aus psychologischer Sicht” in der Zeitschrift Erziehungswissenschaft und Beruf veröffentlicht hat. Dort heißt es: “Nach Friedrich (Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters in Wien) werden pro Jahr etwa 2500 Kinder vorgestellt. Darunter sind etwa 20 mit einem echten ADHS, also knapp 10 Promille. Somit besteht der Verdacht, dass die meisten Kinder, die auf Ritalin gesetzt werden, das Leiden gar nicht haben, das diese Verordnung begründen könnte.”

    schrieb Differenziertere Sicht auf Ritalin am

  • #89

    @monini
    Ich würde diese Drogen vergleichen mit Contergan, nur dass sich das Ganze im seelischen Bereich abspielt.

    “Es gibt vielfältige Studien, die darauf hinweisen ...” aber nichts beweisen! Zeigen Sie mir eine einzige dieser Studien, die ein chemisches Labor als wissenschaftlich erachten würde.
    Das sind alles wunderbar aufbereitete PR-Artikel, die die Leute glauben machen sollen, dass dies auf wissenschaftlicher Basis beruht, was es NICHT tut.
    Im Bereich der Medizin gibt es ein paar tausend anerkannte wissenschaftliche Methoden, wie man chemisch Viren, Bakterien, Gifte und was auch immer isoliert. Für die psychiatrischen Lügengeschichten gibt es keine einzige! Vielleicht kennen Sie jemanden, der ein Labor betreibt. Fragen Sie ihn.
    Sobald es um einen naturwissenschaftlichen Nachweis geht, wird von Psychiatern um den Brei geredet. Botenstoffe, das ich nicht lache! Wo sind die?

    Wie möchten Sie eine Nachreifung eines Gehirns beweisen? Jedes Kind hat Wachstumsschübe. Wie wollen Sie differenzieren zwischen natürlichen und durch “Medikamente” verursachten Veränderungen bei einem wachsenden Menschen?

    Gifte sind auch ausreichend erforscht und schon länger in Verwendung als 70 Jahre. Gibt man die einem Kind?

    Eine ganz direkte Frage: Wieviel verdienen Sie an jeder Packung Methyphenidat?

    schrieb zum_bleistift am

  • #90

    Es gibt vielfältige Studien, die darauf hinweisen, dass bei Medikamentengabe häufig eine Nachreifung der betroffenen Hirnareale stattfindet.
    Das ist zwar nicht immer der Fall, jedoch ist die Chance darauf schon allein ein Grund, Methyphenidat zu verwenden.
    Auch in Fällen, wo diese Reifung nicht stattfindet, hat das Kind gerade in jungen Jahren eine Hilfe und Unterstüzung, die es seelisch unbeschadeter durchs Leben gehen lässt als ohne Medikamente.
    Je älter die Kinder werden, desto mehr sind sie in der Lage, mit dem ADS zumindest einigermaßen zurecht zu kommen.

    Methyphenidat ist ein ausreichend erforschtes Mittel mit einer Anwendungspraxis von fast 70 Jahren. Ich finde diese diffusen Ängste und die Panikmache für gefährlich.
    Das Vorenthalten von Medikation halte ich für Körperverletzung.

    Es ist deutlich zu merken, dass Sie selbst keinerlei echte und direkte Erfahrung mit einem ADS-Kind haben, eben sowenig wie mit der Medikation.

    schrieb monini am

  • #91

    Wie ein Bericht des Magazins “Focus” vor ca. 3 Wochen (http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/tid-13852/adhs-langzeitbehandlung-mit-ritalin-sinnlos_aid_386475.html) zeigt, sind diese vermeintlich positiven Wirkungen von Ritalin nicht von langer Dauer. Die Kurz- und Langzeitwirkungen von Doping sollten übrigens auch aus der Sportwelt bekannt sein.

    schrieb Walter am

  • #92

    Sie vermischen hier zwei verschiedene Dinge:
    Hochbegabung und ADS. Diese beiden Dinge können zusammen gehen, aber sind nicht zwangsläufig verquickt.
    Die meisten ADS-ler sind nicht hochbegabt.

    schrieb monini am

  • #93

    @monini
    Ich habe nicht von körperlicher Aktivität gesprochen. Ich habe auch nicht gesagt, dass diese Kinder keinen Spaß haben. Ich sprach von Begeisterung und die war im Vergleich zu vor der Behandlung kaum mehr zu sehen.
    Suizidrisiko: Warum muss jetzt auf Verpackungen vermerkt sein, dass mit erhöhter Aggressivität und erhöhtem Suizidrisiko bei Einnahme einiger solcher Psychopharmaka zu rechnen ist. Dies ist Gesetz in den USA, nachdem Obduktionsergebnisse von Suizidfällen in der Öffentlichkeit bekannt wurden?
    @ Lore
    Ich habe auch einen IQ von 150 und hatte auch Probleme in der Schule. Die Lösung für mich wären ein paar interessante Betätigungsfelder gewesen und Menschen um mich, mit denen ich meine Interessen hätte austauschen können. So habe ich mich mit 5 Jahre älteren herumgetrieben und jeden Blödsinn gemacht. Ich hatte auch gleichaltrige Freunde und Spaß. Aber dazwischen war mir endlos langweilig (die mussten heim, die mussten lernen). Mit einer Lehrerin war ich auf Kriegsfuß, aber zwei Lehrer waren für mich wie Freunde. Da hat es nie irgendwas gegeben. Ich habe einmal gelesen, dass man in den USA Hochbegabten einfach Chemie- und Physiklabors kostenlos zur Verfügung stellte. Die durften da experimentieren, wie sie wollten. Das hätte mir Spaß gemacht! Übrigens sind da einige berühmte Persönlichkeiten hervorgegangen (ich habe mir die Namen nicht gemerkt, aber sie waren mir bekannt).
    Wenn man nicht verstanden wird, gibt das Frust. Da braucht man aber etwas anderes als eine Pille.

    schrieb zum_bleistift am

  • #94

    Hochintelligente Kinder, die nur einen Bruchteil ihrer Möglichkeiten nutzen können, verzweifeln bis zu Suizidabsichten, vereinsamen, weil sie ihre Impulsivität nicht konterollieren können, verbittern, weil sie immer alles vergessen, das sind Erfahrungen, die mit mir auch andere Eltern von ADHS-Kindern gemacht haben. Bei aller Bereitschaft zu Naturheilverfahren und Therapiebemühungen, die Tatsache, dass der Stoffwechsel dieser Kinder defekt ist, kann keiner bestreiten. Ich bin froh über die kurzzeitige Hilfestellung, die Ritalin bei der Bewältigung der Lebensaufgaben dieser Kinder und Eltern leistet.

    schrieb Lore am

  • #95

    Es ist schon erstaunlich, welche Ammenmärchen hier verbreitet werden.
    Methylphenidat ist kein Mittel, das dämpft und apathisch macht. Methyphenidat ist ein Stimulans. ADHS-Kinder haben eine gestörte Wahrnehmungsverarbeitung, die dazu führt, dass sie nicht in der Lage sind, Reize zu filtern. Im Ergebnis sind sie durch die permanente Überreizung einfach überdreht, gleichzeitig müde und ausgelaugt.
    Wir alle kennen das, wenn wir einen richtig harten vollen und stressigen Tag hinter uns haben. So geht es diesen Kindern ständig. Methyphenidat ist also kein “Downer”, wie man in der Drogensprche so sagt, sondern sorgt wieder für Wachheit und Konzentrationsfähigkeit.

    Wer es einmal erlebt hat, wie ein 6-jähriges Kind, das schon zwei Tage nach der Einnahme zum ersten Mal wirklich ein Legohaus fertig baut und stolz darauf ist, wer merkt das ein Kind in der medikamentösen Therapie einfach ein glücklicheres Kind ist und nicht schon mit 5 Jahren sagt: “Ich wünschte, ich wäre tot”,
    wer sieht, dass ein Kind unter medikamentöser Behandlung plötzlich in der Lage ist, mit anderen Kindern sinnvoll zu spielen, der wird auf ewig dankbar sein für die Tatsache, das es für diese Kinder Hilfe gibt.
    Nicht-behandelte Kinder (Kombination von Medikation und Verhaltenstherapie)haben ein um ein Vielfaches erhöhtes Suizidrisiko, ebenso wie eine stark erhöhte Chance auf ein kriminelles Leben, manifeste psychische Probleme, gescheiterte Beziehungen und gescheiterte berufliche Karrieren.

    Unter der Voraussetzung einer umfassenden Diagnose und engmaschiger Betreuung und Begleitung durch eine ausgebildete ärztliche Fachkraft gibt es keine ernstzunehmende Alternative zu den Stimulantien.

    schrieb monini am

  • #96

    das mit dem adhs wwird doch total hochstilisiert. damals hatte das keiner und keiner hat sich beschwert. leute die sich nicht konzentrieren konnten mussten das lernen, dann wurden die noten plötzlich besser. wieso sollen die schüler es heute leichter haben als wir - der ganze verweichlichte mist heute, kein wunder das die dann irgendwann amork laufen

    schrieb quatsch am

  • #97

    Es gibt Schulen ohne ADHS. Der Unterricht in den ersten Klassen ist langsamer, die Kinder werden nicht überfordert. Aber genau so, wie sich die Milchproduktion bei Hochleistungskühen in den letzten 50 Jahren verdreifacht hat, muss der Unterrichtsstoff im Turbomodus in unsere Kinder rein.
    Ein Guter hält’s aus, und die anderen werden halt mit Drogen ruhiggestellt. Für den Lehrer ist das Medikament sicher ein Freund, außer er ist am Fortschritt der Kinder interessiert. Dann würde er sich darum kümmern, was diese Kinder ausgelassen haben, was noch nicht sitzt. Genauso wie man kein Hochhaus auf ein wackeliges Fundament bauen kann, funktioniert es halt auch beim Lernen nicht.

    schrieb DrogenSindDoof am

  • #98

    Ich spreche aus der Sicht von Eltern. Meine Tochter hatte eine Freundin, mit der sie einen weiten Weg zur Schule gefahren ist. Sie beschlossen, ein Buch zu schreiben (Harry Potter hat sie angeregt). Nach etwa zwei Monaten wurde die Produktion immer weniger, bis sie still stand. Da ich es immer wieder vorgelesen bekam und es mir wirklich gefiel, war ich über den zähen Fortschritt nicht begeistert. Sie sagte, die Freundin ist teilnahmslos und nicht mehr zu begeistern: “Sie sagt sie will heute nicht und das jeden Tag; schon drei Wochen lang”.
    Ein paar weitere Monate später hat meine Tochter herausbekommen, dass sie täglich Tabletten einnimmt. Es war Ritalin. Sie war anders als vorher. Ein halbes Jahr hatte sie sie schon genommen. Ich sah sie nur ab und zu einmal und so sah ich die Veränderungen leichter. Als ich einmal beide vom Handballtraining heimfuhr, merkte ich, dass sie nicht mehr so Spaß haben konnte. Es war etwas gedämpft. Die Begeisterungsfähigkeit und Geschwindigkeit von Kindern ist etwas so schönes. Und das hatte sie verloren. Sie war nicht mehr ganz die selbe.
    Wenn man Kinder ihrer Jugend beraubt sollte man wirklich einen guten Grund dafür haben. Soweit meine Informationen reichen, heilen diese “Medikamente” nichts – absolut nichts. Es sind einfach Psychopharmaka, deren Wirksubstanzen denen harter Drogen entsprechen bzw. die selben sind. Das mit den Botenstoffen konnte meines Wissens nach klinisch nicht nachgewiesen werden und ist somit nur eine Verkaufsmasche.
    Ich habe von niemandem gehört, dass Drogenabhängigkeit jemals jemanden geheilt hat. Diese Substanzen haben Suchtpotential und schaffen Dauerkunden. Meine Vermutung ist, dass diese Präparate so stark forciert werden, weil damit ein Milliardengeschäft gemacht werden kann.
    Norbert

    schrieb zum_bleistift am

  • #99

    Ich staune immer wieder über die Dreistigkeit der Pharmaindustrie.
    Besonders schlimm ist die Tatsache, daß Produkte beworben werden, die nachweislich Kinder in den Selbstmord treiben oder Amokläufe verursachen.
    Warum verbietet niemand
    solche Artikel.Ich bin weißgott nicht für Verbote,
    aber wenn Menschen immer wieder so verantwortungslos handeln, sollte der Staat eingreifen.Das er es nicht macht ist für mich ein Zeichen dafür, daß wir Menschen nach wie vor
    Kanonenfutter sind für diejenigen, die eine starke Lobby haben. Es geht nicht darum, Schaden
    von uns fernzuhalten, sondern ein modernes Sklaven
    tum zu etablieren.
    Es ist höchste Zeit , sich zu engagieren!

    schrieb leonore zimmermann am

  • #100

    Das Problem ist, dass es die Zappeligkeit von Kindern gegeben, solange es Schulen gibt. Die Gründe hierfür waren auch schon immer (außer dem Fernsehen) vorhanden. Wer zappelt hat seine Gedanken woanders, z.B. beim Familienkrach zu Hause, weil er den Schulstoff lange begriffen hat, weil er den Schulstoff seit langem nicht begriffen hat, weil er an falscher Ernährung leidet etc.etc.
    Daraus ein Krankheitsbild zu basteln, das mit Chemie behandelt werden kann, blieb der Ruhigstellungsbranche, der Psychiatrie, vorbehalten. Hierfür gibt es zwei Erklärungen:1) mit unseren Schulkindern können so große Chemie-Konzerne phantastische Rendite erzielen und 2) die meisten Lehrer sind überfordert und dann haben sie schließlich lieber einen ruhiggestellten Schüler als einen aufmüpfigen. Dass der ruhiggestellte Schüler so auch derjenige mit mehr Lerninitiative sein soll, kommt aus der Werbeabteilung der Psychiatrie und der Pharmaindustrie, denn beide müssen schließlich ihre Waren anpreisen und loswerden.

    schrieb Hartmut Zingel am

  • #101

    “Die medikamentöse Behandlung der ADHS-Konstitution soll nicht die Leistung in der Schule verbessern, vielmehr geht es darum [...]”

    Das ist völlig richtig. In der vorgestellten Studie steht aber genau die schulische Leistungsfähigkeit (und nur die) im Fokus; das haben wir kritisiert.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #102

    Die medikamentöse Behandlung der ADHS-Konstitution soll nicht die Leistung in der Schule verbessern, vielmehr geht es darum die Therapiefähigkeit überhaupt erst herzustellen. Der Autor hat aber offenbar eine vorgefestigte Meinung, Methylphenidat sei Doping.

    Meine klinische Erfahrung sagt aber eher, dass Methylphenidat weder Teufelszeug noch Wundermittel ist. Vielmehr “erleben” meine Klienten unter der Wirkung von Methylphenidat, dass sich lebenslange “Narben” durch die andere Art der Wahrnehmung bzw. Informationsverarbeitung ergeben haben, die man natürlich psychotherapeutisch bearbeiten muss und kann. Nicht die ADHS-Konstitution ist die Störung, unbehandeltes ADHS verursacht Störungen bis hin zu Traumatisierungen bzw. Behinderungen. Wer einseitig die Schuldfrage stellt, denkt am Problem vorbei.

    schrieb web4health am

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