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In den Fängen der Pharmalobby

USA: Ritalin nun schon für 4-Jährige 31.10.2011, 09:12

Smartie-Pillen
Bild: flickr-User Jenni Douglas [CC by]

Die Vereinigung US-amerikanischer Kinderärzte AAP hat die Richtlinien zur Abgabe von Ritalin an Kinder erweitert: Zukünftig dürfen Kinder ab 4 Jahren mit dem Wirkstoff Methylphenidat (z.B. Ritalin) behandelt werden. Der Verdacht liegt nahe, dass die Pharmalobby bei dieser Entscheidung kräftig mitgemischt hat.

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  • (geändert: )

Neue Richtlinien der Vereinigung US-amerikanischer Kinderärzte: Ritalin ab 4

Die US-amerikanische Vereinigung der Kinderärzte AAP (American Academy of Pediatrics) hat ihre Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von ADS/ADHS geändert. Ab sofort dürfen Kinder ab 4 Jahren mit dem Wirkstoff Methylphenidat (enthalten u.a. in Ritalin, Medikinet, Concerta etc.) behandelt werden. Damit wird die Untergrenze um zwei Jahre nach unten verschoben. Denn ADS/ADHS sei mit 8% Prävalenz (Vorkommen) die häufigste Störung bei Kindern und Jugendlichen:

"Es ist wichtig, dass Kinder schon möglichst früh behandelt werden [...]; damit haben die Kinder bessere Chancen in ihrer schulischen Laufbahn", sagt Mark Wolraich [...], Hauptautor des Papiers.

AAP EXPANDS AGES FOR DIAGNOSIS AND TREATMENT OF ADHD IN CHILDREN (Pressemeldung der AAP, 16.10.2011) - PDF (Übersetzung Lehrerfreund)

In der Leitlinie (PDF) ist nachzulesen, dass für Kinder im Alter von 4 bis 5 Jahren zuerst verhaltenstherapeutisch behandelt werden sollen. Zeigen sich keine signifikanten Verbesserungen, kann mit Methylphenidat behandelt werden. In Gebieten, wo verhaltenstherapeutische Betreuung nicht verfügbar ist, kann man auch sofort mit der Ritalin-Medikation beginnen.

Grundschulkinder im Alter von 6 bis 11 Jahren können wahlweise mit Ritalin & Co und/oder verhaltenstherapeutischen Maßnahmen behandelt werden. Für 12- bis 18-Jährige wird auf jeden Fall die Gabe von Methylphenidat vorgeschlagen, möglicherweise ergänzt durch therapeutische Maßnahmen.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet äußerst zurückhaltend:

Die US-Pädiater raten dann zunächst zu einer Verhaltenstherapie, die allerdings in der Leitlinie und dem Supplement erst am Schluss abgehandelt wird und in der Praxis selten durchgeführt werden dürfte. [...]

Bedenken hinsichtlich einer Überdiagnose und -therapie haben die US-Pädiater nicht.

Deutsches Ärzteblatt 26.10.2011: USA: Ritalin auch für 4-Jährige

Die Pharmaindustrie spielt mit

Vierjährigen Kindern ein Pharmazeutikum zu verschreiben, die unter das Betäubungsmittelrecht fällt und es an Wirkungspotenz mit höchst illegalen Drogen wie Speed aufnehmen kann, ist verblüffend. Hat etwa die Pharmalobby ihre Finger im Spiel? In den USA werden jährlich 40 Milliarden US-Dollar für die Erforschung und Entwicklung von Pharmazeutika ausgegeben (Quelle) - die müssen natürlich wieder eingespielt werden. Zwischen der Pharmaindustrie und der AAP (Vereinigung der US-amerikanischen Kinderärzte) bestehen auf jeden Fall genügend Schnittstellen:

Es sorgt kaum für Überraschung, dass der Verfasser der neuen ADHS-Richtlinien, Mark Wolraich, dauerhaft Beratungstätigkeit für Shire Pharmaceuticals, Eli Lilly, Shinogi und Next Wave Pharmaceuticals ausübt, oder dass die American Academy of Pediatrics (AAP) Millionen von der Pharmaindustrie bekommen hat. Im Jahr 2011 erhielt die AAP 30.000 US-Dollar von Pfizer, 100.000 US-Dollar von Eli Lilly und 79.650 von Merck. Im Jahr 2010 flossen 297.750 US-Dollar von Pfizer, 100.000 von Merck [...]

Das ist nicht das erste Mal, dass die AAP im Verdacht steht, für die Pharmaindustrie Lobbyarbeit zu leisten. 2008 veröffentlichte die AAP Richtlinien, in denen zur Senkung des Cholesterinspiegels bei Kindern die Behandlung mit Statinen vorgeschlagen wurde. Es wurde bekannt, dass Gelder von den Herstellern an die AAP geflossen waren: 433.000 US-Dollar von Merck, 835.250 US-Dollar von Abbott Laboratiries' Ross Product Division und 216.000 US-Dollar von Bristol-Myers Squibb.

CCHR International 17.10.2011: American Academy of Pediatrics Promotes Big Pharma Agenda—Labeling and drugging 4-year-olds (Übersetzung Lehrerfreund)

Auch in Sachen Impfungen ist die AAP kein unbeschriebens Blatt (z.B. Vaccine Conflict of Interest quotes).

4 Jahre als Untergrenze?

Schon 2006 wurde mit Methylphendiat an Kindern ab 3 Jahren experimentiert (Deutsches Ärzteblatt 17.10.2006: ADHS: Methylphenidat im Vorschulalter in niedriger Dosis sicher und effektiv). Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis die AAP die Altersgrenze für die Gabe von Ritalin noch weiter nach unten verschiebt, sofern die häufigen, teilweise heftigen Nebenwirkungen ihnen nicht einen Strich durch die Rechnung machen.

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Kommentare

2

Zum Artikel "USA: Ritalin nun schon für 4-Jährige".

  • #1

    Es ist schier unglaublich, wie die FOLGEN von Kindesmissbrauch in öffentlichen undemokratischen ZwangsBildungsEinrichtungen, in denen allen Kinder das “Bewerten” von Menschen (Rassismus) beigebracht wird, um als Volljährige dann (Gewissenlos, liebesunfähig, gnadenlos) den Missbrauch der “Lebenszeit” aller Kinder mitzuorganisieren. Es ist erfreulich, dass sich heutzutage auch viele “Frauen” am weltweiten Missbrauch aller Kinder leistungsorientiert beteiligen dürfen. Weibliche KindesMissBrauchsTäterinnen kämpfen um Gleichberechtigung mit den männlichen KindesMissBrauchsTätern, die vor kurzem im Bundesrat und im Bundestag mehrheitlich entschieden haben, dass der sexuelle Missbrauch von gläubigen Babys, Verstümmelung von Liebes-Organen nach allen Regeln der ärztlichen Kunst auch in Deutschland straffrei organisiert werden darf. Zum Leidwesen aller “Unmündigen”, gibt es alleine in Deutschland über 60 Millionen ausgebildete KindesMissBrauchsTäter, die nicht davor zurückschrecken, die “Opfer” von KindesMissBrauch mit Drogen ruhig zu stellen, um die Folgen des 18 jahre dauernden Missbrauchs “Unmündiger” mit ZwangsBildung und ZwangsBewertung zu vertuschen.
    (1,7 Tonnen Ritalin werden dazu alleine in Deutschland gebraucht.
    Vertuscht werden auch unangenehme Nebenwirkungen, wie die Ausbildung von Rassisten, Kindervergewaltigern, (Welt weit werden jährlich über 1 Million neuer Vergewaltiger ausgebildet.
    Auch die Ausbildung von Amokläufern steht nicht auf dem Lehrplan. Ich könnte hier endlos weiter schreiben.
    Ich selbst wurde auch 18 Jahre lang zum KMBT ausgebildet.
    Ich hab gelernt, dass es lebenswichtig ist, andere Menschen bewerten zu können. Ich habe gelernt, dass es im “Paradies” nahezu unmöglich ist, nicht missbraucht zu werden.
    Von Eltern, Freunden und Geliebten. Wir wurden alle zu KindesMissBrauchsTätern ausgebildet, ob wir es noch wissen oder nicht. ich habe 54 Jahre Recherche gebraucht, bis sich alle Informationen zu einem klaren “Bild” zusammengefügt haben und ich die Welt mit offenen Augen und offenem Herzen wahrnehmen konnte. Ich habe lang am Missbrauch “meiner” Kinder mitgewirkt.
    Ich habe nicht mitgekriegt, wie sie zu Straftätern ausgebildet wurden und ihre “Zukunft” von KindesMissBrauchsTätern geplant wurde. Wir sind alle auf Missbrauch programmiert. Wer sich schon als Kind widerstandslos missbrauchen läßt, leistet auch als Mündiger Bürger, nach 18 Jahre Training in “Unmündigkeit” keinen Widerstand beim MissBrauch von seiner/Ihrer Lebenzeit und Liebeszeit.auf dem sogenannten 1.Arbeitsmarkt, auf dem wir Lebenslang für die Reichtümer und die Altersversorgung von KindesMissBrauchsTätern arbeiten dürfen. Jeder “Mündige” Bürger in Deutschland hat das Recht zum Wohle von mehrwertigen KindesMissBrauchsTäter zu arbeiten. Hochverdiente Kmbt haben “Anspruch” auf “Ehrensold” für ihre Leistung im staatlichen (Pädagogisch und Wissenschaftlich abgesichert)

    Für eine freie, selbstbestimmte Bildung für alle Kinder
    und eine SelbstBildungs-Pauschale von 500,00 € monatlich für alle Kinderarbeiter, die an “ihrer” Bildung arbeiten.

    (ccc) http://www.diemissbrauchtenpropheten.de (ccc) 30.01.2013

    schrieb Reiner Balbach am

  • #2

    Die Lobbies arbeiten in die eine Richtung, aber andrerseits organisieren sich vermehrt Eltern gegen diesen Wahnsinn.

    Ich habe gehört, dass in der Schweiz künftig auf den Ritalinverpackungen vermerkt sein muss: macht süchtig und Suizidgefahr.

    In Chicago machten 4- und 5-Jährige nach Verabreichung von Psychopharmaka einen Selbstmordversuch. 6- und 7-Jährige nahmen sich das Leben.
    So kam es, dass es nun im Staat Illinois verboten ist, Kindern Psychopharmaka zu verabreichen.
    Der Knackpunkt für dieses Gesetz war, dass – in der Zeit vor der Einführung von Psychopharmaka – kein Selbstmord oder -versuch in diesen Altersgruppen bekannt ist.

    schrieb zum_bleistift am

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